Frühlingszeit – Allergiezeit – die besten Tipps

Alle freuen sich auf den Frühling, mit ein paar warmen Tagen hatte er sich ja bereits angekündigt, auch wenn er sich momentan noch etwas versteckt hält. Allerdings sind es doch nicht alle, die das Frühlingserwachen so gut finden, eine immer größer werdende Gruppe ist gar nicht

erfreut, denn für sie bedeutet der Frühling nichts anderes als triefende Nasen und rote Augen.

Es sind mittlerweile schon 15 Millionen Pollenallergiker, die durch den Ausbruch des Frühlings im wahrsten Sinne zu Tränen gerührt werden. Viele greifen dann zu Medikamenten wie Augentropfen, Schnupfenspray und Tabletten, die die Produktion des Histamins hemmen sollen, diesem körpereigenen Botenstoff, der für diese ganzen Allergiesymptome verantwortlich ist.

Es muss aber nicht immer gleich die chemische Keule sein, auch viele sanfte Methoden bringen den gewünschten Erfolg. Sehr oft helfen auch sogenannte grüne Arzneien weiter, und manchmal müssen es nicht einmal die sein, denn auch kleine Veränderungen im Alltag des Allergikers können große Veränderungen bringen.

Die meisten Menschen ärgern sich, wenn es regnet, ganz anders die Pollen-Allergiker, denn eine halbe Stunde nach einem kräftigen Schauer ist die Luft erst einmal so richtig rein gewaschen, die Pollen sind dann quasi herausgewaschen worden. Das ist dann der beste Zeitpunkt, um einen schönen Spaziergang zu unternehmen. An windstillen, eher kühlen Tagen befindet sich auch nicht so viel Blütenstaub in der Luft. Dies ist vor allen Dingen in Nadelwäldern der Fall. Meiden sollte man dagegen auf jeden Fall Laubwälder und Felder, denn diese sind das bevorzugte Terrain aller Pollen. Auch beim Lüften sollte man etwas beachten, denn die niedrigste Pollenkonzentration in einer Stadt ist morgens zu finden in der Zeit zwischen sechs und acht Uhr. Auf dem Land ist die beste Zeit zwischen 19 und 24 Uhr.

Auch sollte man sich nicht so stressen lassen. Die neuesten Studien, die von der Ohio State University stammen belegen, dass Stress im gesamten Allergiegeschehen eine weitaus größere Rolle einnimmt, als man dies bisher angenommen hatte. Durch diese psychische Belastung sollen nicht nur die bereits vorhandenen Symptome verstärkt werden, gleichzeitig soll man, wenn man gestresst ist, auch noch auf mehr Allergene reagieren als ohne Stress. Daher ist es sehr wichtig, dass man auch immer Auszeiten einplant mit einer guten Regelmäßigkeit.

Man sollte sich als Pollen-Allergiker auch immer Zonen schaffen, die pollenfrei sind. Durch Staubsaugen und auch feuchtes Wischen kann einiges Blütenstaub entfernt werden, der sich in der Wohnung befindet. Rund 85 Prozent der Pollen kann man mit entsprechenden Schutzgittern, die man vor den Fenstern anbringt, ausgrenzen. Jeder Allergiker sollte auf jeden Fall die Kleidung wechseln, sobald er nach Hause kommt. Diese Kleidung auf keinen Fall im Schlafzimmer aufbewahren, das ist sehr wichtig.

Bevor man sich abends zur Nacht begibt, ist eine Dusche sehr ratsam, denn sie spült den Blütenstaub komplett ab. Nicht vergessen sollte man das Eincremen, denn die Pollen gelangen auch in die Haut, und zwar durch ganz winzige Öffnungen an den Haarfollikeln. Um die Hautbarriere zu stärken gibt es ganz spezielle Cremes in den Apotheken zu kaufen.

Eine deutliche Linderung bei den Betroffenen bringt auf jeden Fall die Akupunktur, dies konnte in Studien gezeigt werden. Über 90 Prozent der Patienten stellten eine Besserung fest. Durch die Akupunktur wird das Immunsystem gestärkt.

Bei Heuschnupfen haben sich Kneipp´sche Güsse bewährt. Kalte Gesichtsgüsse nach Pfarrer Kneipp bringen eine gute Erleichterung bei Triefnasen. Zuerst duscht man die Stirn ab mit der Dusche, danach dann die rechte Gesichtshälfte, anschließend die linke. Abschließend wird dann das gesamten Gesicht abgebraust, und zwar in Kreisen.

Man kann die Histaminausschüttung auch dämpfen durch rohe Zwiebeln, die man in das Essen gibt. Auch Sonnenblumenkerne, Käse und Kalbfleisch sind gut, denn diese Lebensmittel enthalten viel Zink, und dieses Mineral ist es, welches das Andocken von den Pollen an die Schleimhaut erschwert. Um diese überschießenden Immunreaktionen regulieren zu können, sind auch Bakterienkulturen sehr gut geeignet, die im Joghurt zu finden sind.

Auch einige grüner Helfer gibt es, die in der Not helfen. Harntreibend wirkt der Brennnesseltee, und zudem blockiert er auch die Produktion des Histamins. Bewährt hat sich auch eine Wirkstoff, der aus der Adhatoda-Pflanze gewonnen wird, einigen sicher auch bekannt als Indisches Lungenkraut. Aus der Homöopathie kommt das Galphimia glauca, dieses lindert ebenso die akuten Beschwerden.

Wer Urlaub nehmen kann, sollte den Pollen auf jeden Fall davonreisen. Ein ausgiebiger Ostsee Urlaub, ein Trip auf eine Insel oder auch nach Bayern in das Hochgebirge, all dies sind die besten Reiseziele für Allergiker. Dort kann man sich einmal eine richtige Verschnaufpause gönnen, denn an diesen Orten ist die Pollenbelastung doch deutlich geringer.

Sicher kann man im akuten Fall auch zurückgreifen auf Medikamente, aber auch andere Methoden kann man durchaus nutzen, um den Pollen ein Schnippchen zu schlagen.

Leave a Reply

*

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Powered by WordPress | Blue Weed by Blog Oh! Blog | Entries (RSS) and Comments (RSS). | Impressum