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1.1 Allgemeine Übersicht

Flagge Wahrzeichen
 
Größe / Fläche 504.645 km²
Einwohnerzahl In Spanien leben ca. 46 Mio. Einwohner. Davon sind ca. 88% Spanier und 12% (ca. 5,6 Mio.) Ausländer. Auf einen km² kommen 91 Einwohner.
Hauptstadt Madrid mit ca. 3,3 Mio. Einwohnern ist die Hauptstadt des Landes und die drittgrößte Stadt der EU. Weitere größere Städte sind Barcelona (1.593.075 Einwohner), Sevilla (704.154 Einwohner), Bilbao (353.173 Einwohner), Valencia (796.549 Einwohner), Malaga (558.287 Einwohner) oder Las Palmas de Gran Canaria (378.628 Einwohner). Insgesamt gibt es in Spanien 58 Städte mit über 100.000 Einwohnern.
Amtssprache Spanisch. In Spanien wird allerdings überwiegend Kastilisch, Katalanisch, Galicisch und Baskisch gesprochen.
Währung In Spanien gilt der Euro. 1 Euro = 100 Cents
Zeitzone UTC +1 MEZ; UTC+2 MESZ (März – Oktober) UTC (Kanarische Inseln); UTC+1 (Kanarische Inseln) (März-Oktober)
Nationalfeiertage 1. Januar - Neujahrstag
6. Januar -Heilige Drei Könige und Epiphanias
19. März -St. Josef San José
variabel März/April- Gründonnerstag
variabel März/April -Karfreitag
1. Mai -Tag der Arbeit
25. Juli - St. Jakobus der Ältere (Schutzpatron Spaniens)
12. Oktober - Nationalfeiertag (Entdeckung Amerikas durch Christopf Kolumbus)
1. November - Allerheiligen
6. Dezember - Tag der Verfassung (Annahme der Verfassung im Jahre 1978
8. Dezember- Mariä Empfängnis
25. Dezember - Weihnachten
Religionen Katholiken (92%), Protestanten (0,3%), Muslime (0,5%), Zeugen Jehovas (0,25%) Andere (7,2%)
Geographische Lage Spanien befindet sich auf der Iberischen Halbinsel. Im Nordosten grenzt Spanien an Frankreich und den Kleinstaat Andorra. Die Inselgruppe der Balearen im Mittelmeer und die Kanarischen Inseln im Atlantik gehören ebenso zu Spanien, wie weitere Inseln vor der marokkanischen Küste.



1.2 Geschichte

11. Jh. v. Chr. Spanien wird nach den Ureinwohnern, den Basken und Iberern, benannt. Die Phönizer siedeln sich an der Südküste an.
8. Jh. Die Mauren erobern das Land
Bis Ende des 15. Jh. Die Mauren werden vertrieben, das Land zurückerobert. Die Königreiche Kastilien und Aragón vereinigen sich.
1492 Die katholischen Könige Isabella von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon erlassen das Alhambra-Edikt. Alle Juden, die nicht zum Christentum übertreten, werden vertrieben. Christoph Columbus entdeckt Amerika, Spanien wird vorübergehend zur Weltmacht.
17. - 18. Jh. Phillip der V. aus Kastilien löst die Habsburger vom Thron ab.
19. Jh.. Anfang des 19. Jahrhunderts brachten Befreiungskriege den meisten spanischen Kolonien, vorwiegend in Süd- und Mittelamerika, die Unabhängigkeit zurück. Unruhen und Kriege führen zum Verlust aller Kolonien. Napoleon versucht Spanien zu erobern, wird aber bereits nach wenigen Jahren wieder vom Thron abgelöst. Unruhen und Machtkämpfe beherrschen das Land, die Monarchie wird kurzzeitig von der Staatsform einer Republik abgelöst.
1923 - 1930 General Primo de Rivera errichtet eine Militärdiktatur.
1931 Zusammenbruch der Militärdiktatur – Spanien wird zur Republik.
1932 Erster Putschversuch rechter Militärs.
1936 General Franco putscht gegen die Regierung, scheitert aber in den wichtigen Regionen des Landes, es folgt der Spanische Bürgerkrieg.
1939 Ende des Krieges – Franco kommt an die Macht und führt eine faschistische Diktatur.
1975 Franco stirbt - König Juan Carlos I. wird Staatsoberhaupt und demokratisiert das Land.
1978 Spanien führt eine neue Verfassung ein und wird zur Monarchie.
1981 Putschversuch rechter Militärs und Teile der Guardia Civil gegen die demokratische Regierung.
1982 Ende des Demokratisierungsprozesses und Regierungsübernahme durch die sozialdemokratische Partei (PSOE) von Felipe Gonzáles.
1986 Spanien wird Mitglied der EU und erlebt einen wirtschaftlichen Aufschwung.



1.3 Politik

Spanien ist, ähnlich wie Deutschland mit seinen Bundesländern, aufgeteilt in 17 autonome Regionen und zwei autonome Städte (Ceuta und Melilla). Die einzelnen Regionen gliedern sich wiederum in insgesamt 52 Provinzen, die fast alle nach dem jeweiligen Verwaltungssitz benannt wurden.

Staatsform und -organisation
Spanien ist ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform der parlamentarischen Monarchie. Der derzeitige König und somit Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte von Spanien ist Juan Carlos I. Da der Königstitel vererbt wirbt, ist der Sohn von Juan Carlos Prinz Felipe, der derzeitige Thronfolger. Die Königsfamilie hat ihren Wohnsitz in der Hauptstadt Madrid, im Palacio de la Zarzuela. Laut der spanischen Verfassung hat die spanische Krone, neben der Bestätigung von Gesetzen, nur eine rein repräsentative Funktion. Das Parlament (Cortes Generales) ist das oberste spanische Gesetzgebungsorgan. Unterteilt ist das Parlament in zwei Kammern, dem Abgeordnetenhaus und dem Senat. Die Mitglieder des Abgeordnetenhauses (300-400) werden per Direktwahl für einen Zeitraum von vier Jahren gewählt. Ein Teil des Senats, 208 von insgesamt 259 Mitglieder, wird vom Volk gewählt, die restlichen 52 von den Autonomen Gemeinschaften. Wie beim Abgeordnetenhaus werden die Senatoren für vier Jahre bestimmt. Die Regierungsmitglieder und der Ministerpräsident, mit Amtssitz in Madrid, werden vom Abgeordnetenhaus gewählt.

Parteien
Im Kongress vertretene Parteien und Bündnisse, die in ganz Spanien aktiv sind:

• die rechts konservative Partido Popular (PP)
• die sozialdemokratische Partido Socialista Obero Espanol (PSOE)
• die linke Bewegung Izquierda Unida (IU)
• die antiregionale-liberale Unión Progreso y Democracia

Darüber hinaus gibt es regionale Parteien, die vor allem wegen der vertretenen Nationalitäten in Spanien eine entscheidende Rolle spielen. Die meisten dieser Parteien treten für eine stärkere Autonomie ihrer Regionen ein. Besonders stark agieren die Basken und Katalanen für ihre Unabhängigkeit. Die wichtigsten, im Kongress vertretenen sind:

• das katalanisch bürgerlich-nationalistische Parteienbündnis Convergència i Unió (CiU)
• die katalanischen Linksnationalisten Esquerra Republicana de Catalunya (ERC)
• die baskisch-bürgerlichen Nationalisten Partido dels Socialistes de Catalunya (PSC) – eine Schwesterpartei der PSOE

1.4 Wirtschaft

Durch den damaligen Beitritt in die EU und die Teilnahme an der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion hat Spanien einen wichtigen Grundstein in Richtung wirtschaftlichen Aufschwung gelegt. Zu den bekannten und international erfolgreichen Unternehmen gehören z.B. Seat und Iberia.
Mit einem Wirtschaftswachstum von 3,8 % im Jahr 2007, hat Spanien alle G7 Staaten überholt, und nach Angaben der Weltbank ist Spanien somit die neuntgrößte Volkswirtschaft weltweit und sogar die fünftgrößte in Europa. Die Arbeitslosenquote ist, im Vergleich zu anderen europäischen Staaten, sehr gering. Dafür wird das spanische Ausbildungssystem von der OECD allerdings als eines der schlechtesten aller Industriestaaten bewertet.

Das Bruttoinlandsprodukt lag 2007 bei 1.438 Mrd. US-Dollar und Spanien somit auf Platz 8 aller Industrienationen. Die Ausläufer der Wirtschaftskrise machten sich allerdings auch beim BIP bemerkbar. Nicht zuletzt dadurch, dass die Immobilienbranche fast ein Drittel erwirtschaftete und besonders von der Finanzkrise betroffen war. Große Schwankungen beim pro Kopf BIP findet man in Spanien auch zwischen den einzelnen autonomen Regionen. In den stark industrialisierten Regionen wie Madrid, dem Baskenland und Katalonien lag das BIP wesentlich höher, als in den ländlichen Regionen.

Die Aufteilung der spanischen Wirtschaftsstruktur:
• Dienstleistungen
• verarbeitende Industrie
• Bauwirtschaft
• Landwirtschaft

Die wichtigsten Wirtschaftszweige der spanischen Wirtschaft sind der Tourismus (Spanien ist, nach Frankreich, das weltweit zweitbeliebteste Urlaubsland) das Bauwesen, die Kommunikations- und Informationstechnik, die metallverarbeitende Industrie, der Maschinenbau, die Landwirtschaft und die Petrochemie. Zu den landwirtschaftlichen Produkten zählen Getreide (Weizen und Reis), Oliven, Weintrauben, Zitrusfrüchte, Gemüse, Schweinefleisch, Geflügel, Molkereiprodukte und Fisch (Seefisch und Meeresfrüchte).

Die wichtigsten Export-Partner sind Frankreich, Deutschland, Portugal, England, Italien und die USA. Die Import-Partner sind mit Deutschland, Frankreich, Italien, England und den Niederlanden fast identisch.

1.5 Flora und Fauna

Flora
Spanien wird durch die Kantabrische Landkette grob in zwei Klimazonen unterteilt und bietet dadurch ganz unterschiedliche Pflanzenarten. Nördlich des Gebirges profitiert die Pflanzenwelt von einem maritimen Klima, das keinen allzu großen Temperaturschwankungen unterliegt. Die Niederschläge in dieser Region sorgen für eine üppige Vegetation. Verschiedene Farne oder Heidekraut sind hier weit verbreitet. 30% der Fläche Spaniens ist bewaldet. Dank verschiedener Aufforstungsprogramme findet man vorwiegend Pinien und Eukalyptusbäume. In den Bergregionen des Landes kommen überwiegend Buchen und verschiedene Tannenarten vor. Laubwälder hingegen findet man in den niederen Gegenden. Typische für den Norden Spaniens sind Laubbäume wie Eiche, Ahorn, Ulme, Esche, Kastanie oder Linde.
Südlich des Kantabrischen Gebirges ist die Vegetation größeren Temperaturschwankungen und teilweise auch langen Trockenperioden ausgesetzt. Da die Temperaturen in den Sommermonaten auch schon mal 40° erreichen, findet man anstatt grüner Wälder viele brachliegende Felder. Bäume, die trotz dieser Temperaturschwankungen wachsen sind die Pinien, immergrüne Eichen, ein paar Kiefernarten und natürlich Palmen.
Die Landschaft Spaniens wurde in den letzten Jahrzehnten von den Menschen so sehr beeinflusst, dass man anstatt Eichen und dichter Kiefernwälder nur noch kleine Sträucher und gezüchtete Bäume vorfindet.

In Spanien leben mehr als 400 gefährdeter Tierarten wie z.B. der iberische Fuchs. Nicht zuletzt haben viele Tiere aufgrund der Abholzung ihren Lebensraum verloren. Tiere wie der Hirsch, das Wildschwein, die Wildkatze, der Luchs, der Braunbär, der Wolf und natürlich der Stier (für den Stierkampf gezüchtet) gehören zur Tierwelt Spaniens. Eine Vielzahl an einheimischen Tieren und Reptilien, die in Europa bereits ausgestorben sind, überleben hier. Spanien liegt zudem an der größten Vogelfluglinie zwischen Europa und Afrika. Die Vogelwelt umfasst somit auffallende Arten der gefiederten Lebewesen. Eisvogel, Wiedehopf, Adler und Geier aber auch Flamingos oder Reiher sind hier verbreitet.
Die Reptilienfauna umfasst Tiere wie Eidechsen, Schlangen, Geckos, Schleichen oder das Europäische Chamäleon und viele Arten von Land- und Meeresschildkröten. Die Fischarten kann man in zwei Arten unterteilen: Die Flüsse und Bergseen sind reich an Barben oder Forellen, die Küstengewässer dagegen reich an Krebstieren, Sardinen und Thunfischen.

1.6 Klima und Wetter

Das Klima in Spanien wird als wesentlich angenehmer empfunden, als das in Deutschland. Das erklärt auch die Vorliebe für Spanien als Urlaubsland.

Spanien lässt sich in verschieden Klimazonen einteilen:
• Atlantisches Klima: nördliche Atlantikküste, typisch sind vor allem Niederschläge in den Wintermonaten, milde Winter und Sommer
• Mittelmeerklima: Niederschläge kommen in diesen Regionen (z.B. auf den Balearen) vorwiegend im Frühjahr und Herbst vor. Diese können dann auch sehr stark werden. Die Temperaturen variieren von mild im Winter, bis zu heiß oder feuchtheiß im Sommer.
• Subtropisches Klima: Diese Klimaform findet man auf den Kanaren vor. Ganzjährig milde Temperaturen zwischen 18° und 24°, einen Winter gibt es eigentlich nicht. Die Niederschlagsmengen sind in den einzelnen Regionen der Insel unterschiedlich.
• Gebirgsklima: Lange und kalte Winter, kurze und kühle Sommer sind typisch für das Klima in den Höhenlagen Spaniens (Pyrenäen, Kantabrisches- und Iberisches Gebirge)
• Ozeanisch-Kontinentales Klima: Dieses Klima mit den meisten Niederschlägen im Winter, mit heißen Sommern und kalten Wintern mit regelmäßigen Schneefällen ist typisch für das Zentrum der Iberischen Halbinsel, z.B. in Madrid.
• Kontinentales Mittelmeerklima: In Andalusien oder Katalonien findet man dieses Klima, das extrem große Schwankungen in den Tagestemperaturen bietet. Im Sommer ist es heiß und im Winter sehr kalt.

Grundsätzlich kann man sagen, dass das Klima von Nord nach Süd immer heißer wird. Eine einzige Aussage über das Wetter in Spanien kann man aufgrund der unterschiedlichen Zonen allerdings nicht treffen. So findet man im Norden viel Regen und starken Wind, im Landesinneren hingegen können die Temperaturen im Hochsommer auch schon die 50°-Grenze erreichen. In Andalusien z.B. ist diese Hitze nichts Ungewöhnliches. Auf den Inseln (Balearen und Kanaren) sieht das Wetter auch schon wieder anders aus.

Klimatabelle von Palma de Mallorca (Balearen)

  J F M A M J J A S O N D

min. Temp (°C)

6 6 8 10 13 17 20 20 18 14 10 8

max. Temp (°C)

14 15 17 19 22 26 29 29 29 23 18 15
Regentage 8 6 8 5 5 3 1 3 6 9 8 9
Luftfeuchtigkeit (%) 78 76 75 72 72 68 68 70 74 77 78 78



1.7 Stars und Berühmtheiten

Antonio Banderas, geb. am 10. August 1960 im spanischen Malaga, ist Spaniens berühmtester Schauspieler. Als Kind träumte er noch von einer Karriere als Fußballspieler, bevor er, bedingt durch eine Fußverletzung, zur Schauspielerei kam. Vor seinem großen Durchbruch, spielte er am Nationaltheater in Madrid, wo ihn dann ein Filmemacher entdeckte. Eine großartige Karriere startete im Anschluss und der internationale Durchbruch war nur noch eine Frage der Zeit. In Amerika stand er 1992 für seine erste Hauptrolle in “Mambo Kings” vor der Kamera. Zwei Jahre später spielte er mit Tom Cruise und Brad Pitt in dem Film “Interview mit einem Vampir”. Der wirkliche Durchbruch kam mit dem Film “Desperado”. Berühmte Kollegen begleiten ihn seitdem. Mit Madonna drehte er “Evita”, mit Anthony Hopkins “Die Maske des Zorro”.

Penelope Cruz Sánchez, geb. am 28. April 1974 in Alcobendas, ist sozusagen der weibliche Gegenpart von Antonio Banderas und Spaniens berühmteste weibliche Schauspielerin mit internationalem Erfolg. Vor der großen Filmkarriere war der Ballettunterricht Lebensmittelpunkt der schönen Spanierin. Im Alter von 15 Jahren setzte sie sich gegen ihre Konkurrentinnen durch und bekam daraufhin diverse kleine Rollen in Fernsehshows und Musikvideos angeboten.
Ihr großes Filmdebüt hatte sie 1991 in dem Kinofilm “The Greek Labyrinth”. Viele weitere Filme, darunter auch zahlreiche spanische Produktionen, folgten. Die Hollywood-Karriere begann irgendwann wie selbstverständlich und Filme wie “Don Juan” und “Vanilla Sky” zählen zu den populärsten Arbeiten der Schauspielerin. Ihr Filmpartner in Vanilla Sky hieß übrigens Tom Cruise, mit dem sie bis 2004 auch eine private Beziehung führte.

Fernando Alonso, geb. am 29. Juli 1981 in Oviedo, ist einer der jüngsten Formel 1 Weltmeister aller Zeiten und zählt zu Spaniens berühmtesten Sportlern. Gestartet hat er seine Karriere 2001 beim wenig erfolgreichen Rennstall Minardi, bevor ihn Flavio Briatore als Testfahrer zu Renault holte. Sein wahres Talent konnte er ab 2003 als Fahrer unter Beweis stellen und sicherte seinem Rennstall bereits im ersten Jahr auf Platz 6. Es folgte Platz 4 im Jahre 2004 und, im Kampf gegen Michael Schumacher und dessen Siegesserie, der Weltmeistertitel in 2005.

José Carreras, geb. am 5. Dezember 1946 in Barcelona, ist nicht nur Spaniens berühmtester Tenor, sondern zählt weltweit zu den erfolgreichsten Künstlern (über 77 Millionen verkaufte CDs) unserer Zeit. Seinen musikalischen Werdegang begann er bereits als kleiner Junge im Alter von 8 Jahren am Konservatorium seiner Heimatstadt Barcelona. Seinen ersten Auftritt auf einer Opernbühne hatte er mit 11 Jahren. Die professionelle Gesangsausbildung, die in den Jahren darauf folgte, sollte ihm im Laufe seiner Karriere den Ruf der schönsten Tenorstimme der Welt einbringen.
Einen herben Rückschlag erlebte José Carreras Mitte der 1980er Jahre als er an Leukämie erkrankte. Erfolgreich bekämpfte er die Krankheit und kehrte 1988 auf die Bühne zurück, wo er noch heute die Menschen mit seiner Musik verzaubert. 1990 sang er zusammen mit Luciano Pavarotti und Placido Domingo bei der Fußballweltmeisterschaft. Bekannt als die “Drei Tenöre” unternahmen sie 1996 eine sensationell erfolgreiche Welttournee.

Raul Gonzáles Blanco, geb. am 27. Juni 1977 in Villaverde Alto (Vorort von Madrid), zählt zu den weltbesten Stürmern. Seine traumhafte Karriere begann im Alter von 17 Jahren, als jüngster Spieler in der Geschichte von Real Madrid, beim Debüt in der spanischen Primera División. In den nachfolgenden Jahren wird er zur Symbolfigur und einem der wichtigsten Spieler für den spanischen Fußballclub. Zahlreiche Erfolge lassen sich feiern: Gewinn der Champions League 1998, 2000 und 2002; Meistertitel 1997, 2001, 2003 und 2007; Torschützenkönig in der Primera División und der Champions League. Seit 2003 ist Raul Kapitän bei Real Madrid und hat im Laufe seiner Fußballkarriere mehr Tore, als jeder andere spanische Spieler erzielt. Zu den privaten Erfolgen kann man wahrscheinlich seine vier Söhne zählen, die er zusammen mit seiner Ehefrau, der ehemaligen Miss Madrid, hat.

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