Zeckenwarnung
Generell besteht in Spanien kein großes Zeckenproblem, weil die hohen Temperaturen den Tieren zum Verhängnis werden. Dennoch kann es immer wieder vorkommen, dass Zecken lauern. Vor allem in der Natur sowie bei kühleren Temperaturen zwischen April und Oktober sollte man vorsichtig sein. Schützen Sie sich gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) sowie Borreliose, indem Sie sich gegen diese Erreger impfen lassen. Des Weitern sind bei z.B. Wanderungen, Radtouren sowie Reitausflügen lange Bekleidung sowie ein festes Schuhwerk ratsam. Wem dies noch nicht reicht, der kann sich in der Apotheke ein Zeckenschutzmittel kaufen.
Trinkwasser
Das spanische Leitungswasser hat in den letzten Jahren an Qualität gewonnen. Inzwischen ist es als Trinkwasser geeignet, jedoch gilt dies nicht für alle Regionen. Auf Grund schlechter Wasserleitungen hat das Wasser in einigen Städten Spaniens keine Trinkwasserqualität. Daher ist es lohnenswert, sich Mineralwasser zu kaufen. Zum Kochen reicht es aber alle Male. In Restaurants und Hotels wird zum Kaffeekochen Leitungswasser benutzt. Jedoch nur dann, wenn die Qualität des Wassers gut ist. Vor Eiswürfeln in Getränken ist dennoch abzuraten, da diese meist von Restaurants und Diskotheken gekauft werden. Durch die Kühlung vor Ort und der Herstellungsweise haben diese eine schlechte Qualität. Ein weiterer Tipp: Wenn Sie in einer Bar „Agua de Valencia“ oder „Agua de Madrid“ bestellen, wundern Sie sich nicht, dass Sie dann kein Wasser bekommen. Bei diesen Getränken handelt es sich nämlich um ein alkoholisches Mischgetränk.
Reiseapotheke
Je nach Reiseart, Reiseziel und gesundheitlichem Zustand ist eine Reiseapotheke selbstverständlich. Sie dient nicht nur dazu, sich vor kleinen Notfällen zu schützen, sondern auch um vorzubeugen. Setzen Sie sich rechtzeitig vor Abreise mit Ihrem Hausarzt in Verbindung. Er wird Ihnen sagen, welchen Schutz Sie im Urlaub benötigen. Ansonsten sind die gängigsten Medikamente in einer Reiseapotheke wichtig. Was genau Sie benötigen, finden Sie in der Checkliste in der Kategorie „Kurz zusammengefasst“. Wichtig ist zu beachten, dass man sich zwar gut mit Medikamenten schützen kann, diese jedoch einen Arzt nicht ersetzen können. Sollte also ein Verdacht auf eine Infektionskrankheit oder eine Verletzung vorliegen, versuchen Sie bitte nicht, diese selbst zu versorgen. Suchen Sie lieber einen fachkompetenten Arzt auf. Schließlich geht es auch um Ihre Gesundheit.
Sonnenschutz
Mit dem Frühling beginnt auch die Sonnenzeit. In Spanien ist bei diesem Thema aber große Vorsicht geboten. Denn gerade in Südeuropa und im Hochgebirge sowie zur Mittagszeit ist die Sonne nicht nur am schönsten, sondern wegen Ihrer UV-Strahlen am gefährlichsten. So kann schon ein Lichtschutzfaktor von 50+ sehr sinnvoll sein. Kein Wunder, dass die Spanier gerne zur Mittagszeit nach Hause gehen um eine Siesta zu halten. Besonders empfindlich sind das Gesicht, die Kopfhaut, Oberarme und Nacken. Daher sollte man diese Partien sehr gut schützen. Eine Kopfbedeckung sowie ein Tuch um den Nacken können da schon sehr helfen. Auch auf den richtigen Lichtschutzfaktor kommt es an. Dabei zählt je mehr, desto besser. Es gibt 3 verschiedene Arten von Sonnenschutzcreme: das fettfreie Sportgel, welches bei schweißtreibenden Tätigkeiten zu empfehlen ist, das Spray für die schnelle Anwendung und die klassische Milch. Und noch ein Tipp: Es gibt Medikamente, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Dies wird im Beipackzettel entsprechend vermerkt.
Wer in Spanien eine Apotheke (farmacia) aufsucht, sollte nach einem grünen Kreuz auf weißem Hintergrund Ausschau halten. Geöffnet haben die Apotheken in der Regel von 9:30 bis 13:00 Uhr sowie von 16:30 bis 20:00 Uhr. In größeren Städten gibt es immer eine Apotheke, die auch außerhalb dieser Öffnungszeiten geöffnet hat. Welche Bereitschaft hat, hängt in entsprechenden Verzeichnissen an allen Apotheken aus. Insgesamt kann man sagen, dass man in den spanischen Apotheken mit guten grundlegenden Gesundheitsinformationen versorgt wird. So sind kompetente Apotheker keine Seltenheit in Spanien. Schließlich müssen sie eine langjährige Ausbildung ablegen. Zwar kann man immer wieder eine gute Beratung erwarten, jedoch sollte bedacht werden, dass diese kein Ersatz für Ärzte ist. Wie auch in Deutschland wird in Spanien zwischen verschreibungspflichtigen und frei erhältlichen Medikamenten unterschieden. Jedoch gibt es Unterschiede. So können Sie beispielsweise hier Antibiotika ohne Rezept erhalten. Auf Grund der allgemeinen Situation in Spanien, sind Medikamente hier sehr günstig zu erhalten. Daher empfiehlt es sich, bestimmte Medikamente hier zu kaufen und nicht aus Deutschland mit zu nehmen. Beispielsweise Schmerztabletten, Erkältungsmedikamente, Tabletten gegen Durchfall usw.
Ärzte
Leider kann es immer wieder vorkommen, dass man im Urlaub krank wird und auf einen Arzt angewiesen ist. Vor allem in einem nicht-deutschsprachigen Land denkt man, dass es nicht möglich ist, einem Arzt ohne Fremdsprachenkenntnisse seine Beschwerden mitzuteilen. Da es jedes Jahr viele deutsche Besucher nach Spanien zieht, gibt es hier entsprechend auch sehr viele deutschsprachige Ärzte. So kann man, egal bei welchen Beschwerden, sich an die jeweiligen Ärzte wenden. Insgesamt ist die ärztliche Versorgung in Spanien auf einem hohen Niveau. Adressen der entsprechenden Fachärzte bekommen Sie an Ihrer Hotelrezeption oder bei der deutschen Botschaft. Des Weiteren gibt es neben vielen Arztpraxen auch staatliche Gesundheitszentren. Mit der europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) steht Ihnen eine Behandlung zu. Mehr Informationen in der Kategorie „Krankenversicherung, Auslandskrankenschein“.
Wenn Sie in Spanien krank werden, können Sie sich wenden an:
• Krankenhäuser; in Notfällen die Notfallstation (Urgencias) aufsuchen
• Gesundheitszentren (Centro de Salud)
• Apotheken (farmacías); vor allem in Urlaubsregionen erhalten Sie hier die Medikamente, die Sie auch von zu Hause kennen
• den Notruf 112; so erreichen Sie die Ambulanz
Krankenhäuser
Egal wie vorsichtig man ist, es kann immer mal zu einer Verletzung bzw. zu einem Notfall kommen. Vor allem bei Sportarten im Freien, wie dem Wandern oder Rad fahren in den Bergen. Damit Sie auch immer direkt die beste Versorgung bekommen, wird Ihnen in spanischen Krankenhäusern schnell geholfen. Es gibt in Spanien eine große Zahl an Krankenhäuser. Hier nur eine Liste von einigen in den jeweiligen Regionen.
Andalusien
Hospital Reina Sofía
Avenida Menéndez Pidal 0
14004 Córdoba
Complejo Hospitalario Virgen de las Nieves
Avenida de las Fuerzas Armadas 2
18014 Granada
Hospital Puerta del Mar Admision Urgencias
Avenida Ana de Viya 21
11009 Cádiz
Complejo Hospitalario Torrecardenas
Calle Torrecardenas 0
04009 Almería
Hermanas Mercedarias de la Caridad
Carretera Otiñar 8
23002 Jaén
Area Hospitalaria Juan Ramon Jimenez
Ronda Norte Exterior 0
21005 Huelva
Centro Asistencial San Juan de Dios Málaga
Ctra Casabermeja 126
29014 Málaga
USP Clínica Sagrado Corazón
Rafael Salgado 3
41013 Sevilla Complejo Hospitalario Virgen del Rocio
Avenida Manuel Siurot 0
41013 Sevilla
Aragon
Hospital Clinico
Avenida San Juan Bosco 15
50009 Zaragoza
Hospital Clinico
Avenida San Juan Bosco 15
50009 Zaragoza
Hospital de Barbastro
Carretera Tarragona - San Sebastian 0
22300 Barbastro
Fundacion-Museo Salvador Victoria
Calle Hospital 7
44415 Rubielos de Mora
Asturien
Hospital Central de Asturias
Avenida Julian Claveria 0
33006 Oviedo
Hospital de Cabueñes
Calle Pontica 0
33203 Gijón
Hospital San Agustin Informacion Urgencias
Camino Heros 0
33401 Avilés
Balearen
USP Clínica Palmaplanas
Camí dels Reis s/n
07010 Palma de Mallorca (Mallorca)
Fundacion Hospital Manacor
Carretera del Port 0
07680 Porto Cristo (Mallorca)
Clinica Salus Menorca
Calle Canonge Moll 0
07760 Ciutadella de Menorca (Menorca)
Hospital Can Misses Informacion Tarjeta Sanitaria
Calle Corona 0
07800 Eivissa (Ibiza)
Baskenland
USP Clínica La Esperanza
La Esperanza 3
01002 Vitoria-Gasteiz
Hijas de la Caridad de San Vicente de Paul
Camino Peñascal 51
48002 Bilbao
Extremadura
Clinica Guadiana
Calle Rey Mudaffar 8
06006 Badajoz
Complejo Hospitalario de Caceres
Paseo Pablo Naranjo Porras 0
10003 Cáceres
Galicien
Complejo Hospitalario Universitario de A Coruña
Jubias de Arriba 84
15006 A Coruña
Complejo Hospitalario Universitario de Santiago de Compostela
Calle Das Galeras 0
15705 Santiago de Compostela
Kanarische Inseln
Hospital Universitario Materno Infantil
Avenida de Canarias 0
35016 Las Palmas de Gran Canaria
Katalonien
Hospital de la Santa Creu i Sant Pau
Sant Antoni Maria Claret 167
08025 Barcelona
Hospital de Sant Pau I Santa Tecla
Rambla Vella 14
43003 Tarragona
La Rioja
Jose Maria Hospital Villacorta y Luis Fausto Saiz Lopez
Avenida Portugal 11
26001 Logroño
Madrid
Cardiología Hospital Gregorio Marañon
calle Doctor Esquerdo 46
28007 Madrid
Centro Clínico el Bosque
Calle Alonso Saavedra 29
28033 Madrid
Clínica López Ibor
Calle Cardenal Herrera Oria 395 - 397
28035 Madrid
Hospital Ruber Internacional
Calle La Masó 38, Mirasierra
28034 Madrid
Murcia
Hospital Cruz Roja de Murcia
Plaza Cruz Roja 1
30003 Murcia
Navarra
Clínica Universitaria, Universidad de Navarra
Avda. Pío XII, 36
31008 Pamplona
Valencia
San Juan de Dios
Río Tajo, 1 Calle
46011 Valencia
Hospital Universitari Sant Joan D'alacant
Carretera Alicante Valencia 0
03001 Alicante
Damit Sie im Notfall schnell versorgt werden können, ist es wichtig, die Notrufnummern zu kennen. Diese 3 Nummern sind die Wichtigsten:
Notruf allgemein: 112
Feuerwehr (bomberos): 085
Polizei (Guardia Civil): 062
Im Ausland krank zu werden oder sich zu verletzen ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch sehr teuer werden, denn die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nur die Kosten im europäischen Ausland, die den in Deutschland üblichen Sätzen entsprechen. Um in Spanien kostenfrei behandelt werden zu können, benötigt man die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), die von Ihrer Krankenkasse ausgestellt wird. Diese muss dann bei entsprechenden Behandlungen im Krankenhaus oder beim Arzt vorgelegt werden. Dennoch werden einige Kosten nicht gedeckt, beispielsweise ein Rücktransport nach Deutschland. Daher empfiehlt es sich, noch zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. So kann man sich vor unangenehmen Überraschungen, wie zusätzlichen hohen Kosten schützen.
Auslandskrankenschein
Wer einen Auslandskrankenschein beantragt hat, sollte nicht glauben, dass dieser alle Kosten deckt. Er deckt unter anderem Verbands-, Heil- und Arzneimittel, jedoch nicht Brillen, Gehhilfen sowie weiterführende Zahnbehandlungen wie Zahnersatz. So gesehen kann man bei dem Auslandskrankenschein von einer Art Krankenzusatzversicherung sprechen.