Kuren und Wellness - TV - kostenlose Rufnummer

7.1 Ausweise und Pässe, Führerschein, Visum

 

Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten entweder einen gültigen oder seit maximal einem Jahr abgelaufenen Reisepass oder Personalausweis. Kinder unter 16 Jahren benötigen einen Eintrag im Reisepass eines Elternteils, einen Kinderausweis, einen Kinderreisepass oder einen Personalausweis. Kinder unter 15 Jahren, die allein reisen, benötigen die Vollmacht der Eltern, dies möglichst auch in einer beglaubigten spanischen Übersetzung.
Wer mit dem Auto nach Spanien reist, sollte einen Führerschein sowie einen Fahrzeugschein mitführen. Die Mitnahme einer internationalen grünen Versicherungskarte wird zusätzlich empfohlen, da sie als Versicherungsnachweis dient sowie im Falle eines Unfalls die Abwicklung erleichtern. Auch eine Kurzkasko- sowie eine Insassen-Unfallversicherung sind ratsam, da die Mindestdeckungssummen in Spanien deutlich unter dem deutschen Standard liegen.

Für EU-Bürger gilt keine Visumpflicht bei der Einreise nach Spanien. Nur wer für längere Zeit in Spanien bleiben möchte, benötigt eine NIE (Número de Identidad de Extranjero) sowie einen Ausweis für residierende Ausländer (Tarjeta de Residente Comunitario).

Visum beantragen
Wer ein Visum für Spanien beantragen möchte, hat die Wahl zwischen einem Studentenvisum, einem Touristenvisum, einem Geschäftsvisum, einem Anwohnervisum sowie einem Transitvisum. Diese sind nur notwendig, ab einem Aufenthalt von mindestens 3 Monaten. Wer also länger in Spanien bleibt (beispielsweise nur für 6 Monate zum Reisen, Studieren oder Geschäftlich), kann ein entsprechendes Visum beantragen. Für die Vergabe ist das spanische Außenministerium (Ministerio de Asuntos Extranjeros) zuständig. Beantragt wird das Visum jedoch beim nächstgelegenen Konsulat Ihres Aufenthaltsortes. Empfohlen wird dabei die Beantragung etwa 8 bis 12 Wochen vor Abreise durchzuführen. Dafür ist ein Reisepass notwendig, welcher bei Abreise noch mindestens 3 Monate lang gültig ist.

7.2 Zollbestimmungen

Innerhalb der EU ist es gestattet, unbegrenzt Waren zum eigenen Bedarf mitzuführen. Die Mitnahme von Waffen ist verboten. Als Eigenbedarf gelten folgende Mengen:

Tabakwaren Spirituosen Sonstiges
Zigaretten: 800 Stück hochprozentiger Alkohol: 10 Liter Kaffee (nur Personen ab 15 J.): 10 kg
Zigarillos: 400 Stück mit Alkohol angereicherter Wein (z.B. Port): 10 Liter Parfüms und Eau de Toilettes: keine Beschränkung
Zigarren: 200 Stück Wein (davon max. 60 Liter Schaumwein): 90 Liter Arzneimittel: entsprechende Menge für Eigenbedarf während der Reise
Rauchtabak: 1kg Bier: 110 Liter Bargeld: innerhalb der EU unbegrenzt


Geschenke sowie sonstige Waren dürfen bei einer Flug- oder Seereise bis zu einem Wert von 430 Euro mitgeführt werden. Bei der Reise mit der Bahn oder dem Auto bis zu 300 Euro. Für Kinder unter 15 Jahren gilt 175 Euro. Ein weiterer wichtiger Hinweis ist, dass Tabakwaren sowie Spirituosen nur von Personen ab 17 Jahren eingeführt werden dürfen. Kaffee und Tee nur von Personen ab 15 Jahren.

Wer auf die kanarischen Inseln reist, für den gelten die Regelungen außerhalb der EU. Dabei dürfen folgende Mengen als Eigenbedarf mitgeführt werden:

Tabakwaren Spirituosen Sonstiges
Zigaretten: 200 Stück hochprozentiger Alkohol: 1 Liter Kaffee (nur Personen ab 15 J.): 50g oder 200g Kaffee-Extrakt
Zigarillos: 100 Stück Alkoholische Getränke mit einem Alkoholgehalt von bis zu 22%: 2 Liter Tee: 100g oder 40g Tee-Extrakt
Zigarren: 50 Stück Parfüms und Eau de Toilettes: 50g 250ml
Rauchtabak: 250g Arzneimittel: entsprechende Menge für Eigenbedarf während der Reise



Geschenke sowie sonstige Waren dürfen bis zu einem Gesamtwert von 200 Euro mitgeführt werden.

Für folgende Ware gilt ein Einfuhrverbot in ganz Spanien. Also sowohl auf dem Festland, als auch auf den kanarischen Inseln:
• frisches Fleisch
• konserviertes Fleisch
• Milch
• Milchprodukte
• Vögel zum Verzehr (gilt nur für die kanarischen Inseln)
• Eier
• andere Produkte vom Geflügel
• Federn
• unbehandelte Jagdtrophäen


7.3 Impfung

Für den Reiseverkehr gibt es keine Impfvorschriften. Jedoch wird empfohlen, sowohl Kinder als auch Erwachsene gegen Tetanus, Diphtherie und Polio zu impfen. Tetanusschutz wird vor allem dann empfohlen, wenn Sie viel in Kontakt mit der Natur kommen. Dies gilt auch für Hepatitis A und B. Vor allem, wenn sie unter einfachen Bedingungen durch das Landesinnere, wie mit dem Rucksack auf einer Trekkingtour reisen, ist das Infektionsrisiko besonders hoch. Weitere Impfungen hängen vom Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise sowie vom Gesundheitszustand des Reisenden ab. Es wäre ratsam ca. 6 Wochen vor Reisebeginn das Gespräch mit dem Hausarzt aufzusuchen und Empfehlungen entgegen zu nehmen.

7.4 Verkehrsmittel

Auto
Die gesamte Infrastruktur in Spanien ist sehr gut. Vor allem das städtische Nahverkehrssystem in den größeren Städten, wie Barcelona, Valencia, Bilbao und Madrid ist vorbildlich. Dort verkehren Busse, Züge, U-Bahnen und Taxis. Je nach Stadtgröße steht auch eine Verbindung zu kleineren Städten. Die Preise für sämtliche Fahrten sind wesentlich günstiger als in Deutschland. Durch die gut ausgebaute Infrastruktur gelangt man schnell von A nach B. So kann man beispielsweise von Madrid aus sehr schnell in andere Städte reisen. Dabei kann man mit ungefähr diesen Fahrtzeiten rechnen (Zeitangabe in Std. und Min.)

Flugzeug Bahn Bus/PKW
Barcelona 1,00 2,30 7,00
Valencia 0,50 4,00 4,00
Bilbao 0,50 6,00 4,30
Sevilla 0,55 2,30 6,30
Palma/Mallorca 1,15 5,00 4,30
Kanarische Inseln 2,30 - -
Málaga 1,00 5,00 6,30
Santander 0,50 6,00 5,30
Sevilla 0,55 2,30 6,30



In Spanien sind einige Sachen gewöhnungsbedürftig. Beispielsweise, dass viele Mofa- und Rollerfahrer im Sommer ohne Helm unterwegs sind und gerne rechts überholen. Die Spanier, die Polizisten inklusive, sind diese Sitten gewohnt. Daher sollten Sie auch ruhig darüber hinweg schauen und vorsichtig weiter fahren. Auch an den Fußgängerüberwegen ist Achtung empfehlenswert. Betreten Sie die Straße wirklich nur dann, wenn Sie auch betretbar ist, da hier selten darauf geachtet wird, ob hier ein Fußgängerüberweg ist. Das Fahren in den Morgenstunden, am Wochenende sowie montags ist sehr gefährlich, da zwischen 1.00 und 8.00 Uhr viele Jugendliche angetrunken mit dem Auto von einer Party nach Hause fahren und es so zu sehr vielen Unfällen auf den Straßen kommt. Schauen Sie daher lieber zweimal, bevor Sie die Spur wechseln oder über eine Kreuzung fahren.

Bus & Bahn
Da Spanien ein sehr gut ausgebautes Bussystem hat, verkehren viele regionale Linienbusse innerhalb des Landes. In fast jeder Stadt gibt es einen Busbahnhof (estación de autobuses), was die Reise mit dem Bus erleichtert. Im Vergleich zur Reise mit der Bahn, ist das Busfahren nicht nur angenehmer, sondern auch wesentlich günstiger. Von manchen Städten aus fahren Busse sogar bis zu den Stränden. Fahrkartenschalter gibt es an allen Bahnhöfen.

Das spanische Bahnnetz ist im Vergleich zu anderen mitteleuropäischen Ländern nicht so gut ausgebaut. Wer mit dem Zug nach Spanien reisen möchte, muss an der Grenze zu Spanien umsteigen, da die spanischen Züge eine andere Spurbreite haben. Nur der Talgo kann durchfahren, da er seine Spurbreite anpassen kann. Das Eisenbahnnetz wird von dem staatlichen Bahnunternehmen RENFE geleitet und verbindet alle Inseln der Halbinseln. Das normalspurige Hochgeschwindigkeitsnetz AVE ergänzt das RENFE. Dieses Netz umfasst dabei eine Strecke von 1.543 km. Er verkehrt auf den Strecken Madrid - Barcelona,Madrid - Sevilla, Madrid - Zaragoza - Lleida/Huesca, Madrid - Cuidad Real -Puertollano, Madrid - Málaga (Talgo) und Madrid – Toledo. Die Züge sind normalerweise mit guten Lüftungsanlagen und Restaurants ausgestattet. Des Weiteren werden Touristen spezielle Tickets sowie Fahrten angeboten. Wer mit einem Fernzug fahren möchte, muss frühzeitig eine Karte reservieren. Ebenso gibt es Sonderzüge, die in verschiedenen Regionen fahren, so dass Touristen eine Tour machen können. Der Reisende hat so beispielsweise die Möglichkeit, die Gebirge der Pyrenäen mit dem Zug zu besichtigen. Insgesamt ist das Zug fahren zu empfehlen. Vor allem die Preise sind sehr gut. So kostet beispielsweise eine Zugfahrt von Gandia nach Valencia (70km) rund 3,70 Euro. Ein super Preis, welcher in Deutschland niemals in Betracht kommen würde.

Flugzeug
Seitdem in Spanien günstige Flüge angeboten werden, boomt der Reiseverkehr per Flugzeug. So hat der Flugverkehr innerhalb der letzten Jahre sehr stark zugenommen. Inzwischen fliegen schon viele Fluggesellschaften täglich zu den größten spanischen Städten. Die wichtigste spanische Fluggesellschaft ist Iberia, welche viele nationale und internationale Ziele einschließt. Andere Gesellschaften, die inländische Flugziele anbieten, sind Spanair, Air Europa, Vueling und Clickair. Zu den wichtigsten Flughäfen zählen die von Madrid und Barcelona, welche auch zu den zehn größten Europas gehören. Von dort gelangt man per Taxi, Bus oder U-Bahn in die jeweilige Stadt.

Auto
Früher war es üblich, durch Frankreich mit dem Auto nach Spanien zu reisen. Angesichts der billigen Flug- und Bahnpreise lohnt sich dies nicht mehr. Vor allem im Sommer kann es im Auto auf Grund der hohen Temperaturen sehr unangenehm werden. Des Weiteren sind die meisten Strecken gebührenpflichtig, so dass man zusätzlich noch tief in die Taschen greifen muss. Auch wenn die spanischen Autobahnen sehr gut gelegt sind und das gesamte spanische Straßennetz mehr als 660.000 km Länge umfasst, ist das Reisen in Spanien mit dem Auto mühsam. Es empfiehlt sich eher die Reise mit dem Bus oder mit der Bahn, denn man gelangt so zu allen schönen Ecken Spaniens. Daher sollte man sich frühzeitig überlegen, welches Verkehrsmittel am besten für einen geeignet ist. Wer in Städten Auto fahren möchte, braucht starke Nerven. Parkende Autos in dritter Reihe sowie das ständige Hupen gehören hier dazu. Vorsicht beim Parken! Am besten sind Parkhäuser oder bewachte Parkplätze, da es sonst schnell zu einem Diebstahl kommen kann.

7.5 Maut und sonstige Gebühren

In Spanien sind sämtliche als „AP“ und „R“ ausgewiesene Autobahnstrecken gebührenpflichtig. Ebenso gibt es noch einige Tunnel und Brücken, für dessen Benutzung gezahlt werden muss. Dabei belaufen sich die Gebühren auf etwa 8 Euro pro 100 gefahrene km. Somit zählen die spanischen Autobahngebühren zu den höchsten in Europa. Vignetten gibt es in Spanien nicht. Bezahlt wird an den jeweiligen Ausfahrten mit einer gängigen Kreditkarte oder in bar, an einem dafür vorgesehenen Ticketsystem.
Gebührenfreie Stadtautobahnen sowie -umfahrungen gibt es in Barcelona, Zaragoza, Madrid, Valencia, Girona und Tarragona. Örtliche mautfreie Autobahnen sind gekennzeichnet. Beispielsweise durch M-10 für Madrid, SE-30 für Sevilla oder V-30 für Valencia. Die Zahlen geben dabei Aufschluss über den Umfahrungsring. So ist 10 der innere Ring, 20 weiter außen usw.

Beispiele für gebührenpflichtige Tunnel sind der Cadi Tunnel sowie der Vallvidrera Tunnel bei Barcelona. Bei dem Vallvidrera Tunnel hängt die Höhe der Gebühren von der Verkehrszeit ab. So zahlt ein PKW 3,13 Euro, zur Hauptverkehrszeit (von 07:30 bis 10:30 Uhr sowie von 17:00 bis 21:00 Uhr) 3,52 Euro. Autobahnen auf den Kanarischen Inseln sind komplett gebührenfrei.

7.6 Haustiere

Haustiere sind meist wie die eigenen Kinder. Da möchte man diese auch gerne mit in den Urlaub nehmen. Bei der Einreise von Hunden, Katzen und Frettchen aus Deutschland benötigt man einen Heimtierausweis (pet pass), der eine gültige Tollwutimpfung bestätigen muss. Sollte es sich um eine Erstimpfung handeln, muss diese mindestens 21 Tage vor Abreise zurückliegen. Ebenso müssen die Tiere eine deutlich erkennbare Tätowierung oder einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Für Hunde, Katzen, Frettchen, Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt es, ein zusätzliches Gesundheitszeugnis mitzuführen. Für potenziell gefährlich geltende Hunde, wie beispielsweise ein Pitbull Terrier oder ein Rottweiler, gelten in Spanien in der Öffentlichkeit eine Maulkorbpflicht sowie ein Leinenzwang.

Strandverbot an valencianischen Stränden
Leider herrscht an allen spanischen valencianischen Stränden ein striktes Hundeverbot. Auch wenn keine Verbotsschilder aufgestellt sind, ist es ratsam, sich an diese Vorschriften zu halten. Wer gegen diese Regelung verstößt, kann mit einem Bußgeld von 60 Euro rechnen. Dies gilt meist jedoch erst bei dem Dritten Mal, bei dem man erwischt wird. Beim ersten Mal wird man auf die Rechtslage aufmerksam gemacht und beim zweiten Mal gibt es dann eine Verwarnung. Wer es nicht sein lassen kann, sollte den Spaziergang auf die frühen Morgenstunden verlegen, da dort das Risiko „erwischt zu werden“ am geringsten ist.

7.7 Stromspannung

Die Stromspannung wurde in ganz Europa vereinheitlicht, so dass auch in Spanien 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz herrscht. So ist ein Reisestecker nicht notwendig.

Mitglied im Deutschen Reiseverband
Die Europäische Reiseversicherung
Alle Preise inkl. MwSt. Irrtum vorbehalten

Copyright © 2011 Kuren & Wellness TV powered by K&W Reisen GmbH. Alle Rechte vorbehalten.