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Kommunikation und Medien

6.1 Post

Die Schweizerische Post ist eine öffentliche und selbstständige Anstalt des Bundes und das größte Postunternehmen in der Schweiz. Mit insgesamt 58.000 Angestellten weltweit und 52.000 in der Schweiz, ist die Post der größte Arbeitgeber des Landes. Die Schweizerische Post befördert pro Jahr ca. 3 Milliarden adressierte Sendungen, 100 Millionen Pakete und verwaltet an die 68 Milliarden Schweizer Franken.
Die Post hat an Wochentagen meist von 7.30 bis 18.00 Uhr geöffnet, in größeren Städten wie Basel sind die Filialen auch bis 20.00 geöffnet. Briefmarken kann man nicht nur bei der Post selbst, sondern auch in Kiosken oder Briefmarkenautomaten kaufen. In der Schweiz unterscheidet man zwischen A- und B-Post. Die A-Post garantiert die Zustellung innerhalb eines Werktages, die B-Post hingegen ist 2-3 Tage unterwegs. Wenn es also schnell gehen soll, muss man darauf achten den Brief/Postkarte mit der richtigen Briefmarke zu frankieren. Beim Versenden des Briefes muss auf Gewicht und Größe geachtet werden.

A-Post
Standardbriefe:

bis 20 g: 1,30 CHF
bis 50 g: 2,20 CHF
bis 100 g: 3,30 CHF

Pakete:
bis 20 kg: 8,00 CHF
bis 50 kg: 10,00 CHF
bis 100 kg: 13,00 CHF

B-Post
Standardbriefe:
bis 20 g: 1,20 CHF
bis 50 g: 1,80 CHF
bis 100 g: 2,50 CHF

Pakete:
bis 2 kg: 6,00 CHF
bis 5 kg: 8,00 CHF
bis 10 kg: 11,00 CHF


Wer gerne im Internet ist, der kann sich auch seine Briefmarken via Internet bestellen, dafür hat die Schweizerische Post den Philashop eingerichtet. Zudem gibt es seit 2006 eine Online-Briefmarke, die ausgedruckt werden kann. Neben den normalen Briefmarken kann man auch eigene Grafiken und Fotos einfügen und so eine individuelle Briefmarke gestalten. Für diesen Dienst muss man sich zuerst registrieren. Die Briefmarke aus dem Internet ist fälschungssicher, denn jede Marke hat einen eigenen Code, den die Lesemaschine nur einmal akzeptiert. Die Bezahlung erfolgt -ohne Aufpreis- mittels Postcard oder Kreditkarte.

6.2 Zeitung

Die Zeitungen in der Schweiz sind häufig regional und lokal ausgerichtet. Natürlich gibt es auch Zeitungen, die national verbreitet sind, wie die Neue Zürcher Zeitung. Diese Tageszeitung ist für ihre fundierte und ausführliche Berichtserstattung bekannt, vor allem bei interantionalen Ereignissen. Die Tageszeitung, die am meisten gelesen wird, ist das kostenlose Pendler-Blatt 20 Minuten mit über 1 Million Lesern. Die Boulevardzeitung Blick hat ca. 736.000 und der Tages-Anzeiger in etwa 573.000 Leser. Andere bekannte Schweizer Zeitungen sind die Basler Zeitung, Der Bund, die Berner Zeitung und das St. Galler Tagblatt.
Populäre Wochenzeitungen sind die konservative Weltwoche und die linksgerichtete WoZ. Wer sich für Wirtschaftsnachrichten interessiert, der liest die Handelszeitung, Finanz und Wirtschaft oder Bilanz. Auch der Klatschbereich hat einige Zeitungen zu bieten, wie etwa die Schweizer Illustrierte, die Glückspost oder die Schweizer Familie.

Die auflagenstärksten Presseorgane der Schweiz sind die Wochenzeitungen Migros-Magazin und Coopzeitung. Beide Zeitungen werden von den größten Einzelhandelsunternehmen der Schweiz kostenlos herausgegeben. Insgesamt gibt es ca. 94 Tageszeitungen, 16 Wochenzeitungen, 19 Allgemeine und 77 Regionale Zeitungen, hinzu kommen noch allerhand Zeitschriften zu allen Themen, wie Familie, Haus, Garten, Arbeit, Freizeit, Natur, Stars, Schwule und Lesben, Handarbeit etc.

6.3 Radio

Die staatliche SRG SSR idée suisse betreibt in deutscher Sprache sechs Sender (DRS1, DRS2, DRS3, DRS Musigwälle, Virus, DRS4 News) über Kabel, UKW, DAB und Internet.

Zudem gibt es vier Sender in französischer Sprache: La Premiére, Espace, Option Musique und Couleur 3. In italienischer Sprache gibt es drei Sender Rete Uno , Rete Due und Rete Tre, Radio Rumantsch sendet in rätoromanischer Sprache. Es werden natürlich auch viele regionale Radiosender betrieben, wie Radio 24 oder Radio Top, hinzu kommen noch ausländische Radioprogramme aus Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich.
Wie schon bei den Zeitungen, wird man auch bei den vielen Radioprogrammen je nach Musikgeschmack fündig.

6.4 Telefon

Wen man in die Schweiz telefonieren möchte, muss man die Ländervorwahl 0041 wählen, telefoniert man aus der Schweiz nach Deutschland, muss man die deutsche Ländervorwahl 0049 bwz. die des gewünschten Landes wählen. Um in einer Telefonzelle telefonieren zu können, braucht man eine Taxcard, die man an Kiosken oder der Post kaufen kann.
Wer in der Schweiz mit seinem Mobiltelefon telefonieren will, der sollte sich zunächst bei seinem Anbieter über die Auslandspreise informieren. Die größten Schweizer Provider sind Swisscom, Orange, Sunrise und TDC Switzerland, es bestehen internationale Roaming-Abkommen. Mit dem Anbieter Swisscom hat man die beste Netzabdeckung, lediglich in abgelegenen Gebirgsregionen kann es dazu kommen, dass es keinen Empfang gibt.

6.5 Internet

In der Schweiz ist das Internet weit verbreitet, in guten Hotels gehört ein Internetanschluss in jedem Zimmer bereits zum Standard. Wenn dies nicht der Fall ist, kann man auch ein Internetcafé aufsuchen, das es mittlerweile in vielen Städten gibt. Ebenfalls steht in Telefonzellen der Swisscom ein Internetanschluss zur Verfügung, bezahlen kann man mit einer Telefon- oder Kreditkarte. Die größten Internetanbieter sind Swissonline und Bluewin.

6.6 Literaturtipps

  • Susann Sitzler, Grüezi und Willkommen. Die Schweiz für Deutsche. Ch. Links, Berlin, 2004
  • Manfred Hettling, Mario König, Martin Schaffner: Eine kleine Geschichte der Schweiz. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1998
  • Volker Reinhardt: Geschichte der Schweiz. C. H. Beck, München 2006
  • Präsenz Schweiz: Die Schweiz in ihrer Vielfalt. Kümmerly & Frey, 2004
  • Marc Stampfli, Christian Sonderegger (Hrsg.): Aktuelle Schweiz – Lexikon für Politik, Recht, Wirtschaft, Gesellschaft. Sauerländer Aarau 2004
  • Kurt Marti: Die Schweiz und ihre Schriftsteller – die Schriftsteller und ihre Schweiz. EVZ (Polis 28), Zürich 1966



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