Umgeben von Ländern, in denen der EURO das offizielle Zahlungsmittel ist, hat die Schweiz ihre eigene Währung bewahrt und das seit 1798. Der Schweizer Franken (CHF oder SFR) gilt als die fälschungssicherste und stabilste Währung der Welt. Ein Schweizer Franken unterteilt sich in 100 Centimes (italienischsprachige Schweiz) bzw. Rappen (deutschsprachige Schweiz). Die Schweizer Banknoten gibt es in 6 Werten: 10 ,20, 50, 100, 200 und 1000 Franken, Münzen gibt es im Wert von 1, 2 und 5 Franken, sowie 5, 10 ,20 und 50 Centimes/Rappen.
1€ = 1,3137 CHF
1US$ = 1,0345 CHF
Die Schweiz verfügt über ein umfangreiches Netz von Geldautomaten, allerdings heißen die Automaten in der Schweiz Bankomat oder Bankautomat. Die Bankomaten akzeptieren sowohl EC- als auch Kreditkarten, jedoch sollte man sich vorher über die Gebühren informieren, die bei der Nutzung eines Geldautomaten erhoben werden.
Das Schweizer Bankwesen zählt zu den bedeutendsten der ganzen Welt und daher verwundert es nicht, dass es dort viele Banken gibt, die in folgende Kategorien unterteilt werden: Großbanken, Raiffeisenbanken, Kantonalbanken, Regionalbanken und Sparkassen, Börsen- , Effekten- und Vermögensverwaltungsbanken, ausländische Banken und sonstige Banken. Die drei größten Schweizer Banken sind die UBS, die Credit Suisse und die Raiffeisen Schweiz.
Öffnungszeiten der Banken
Mo.-Fr.: 8.30 - 16.30 Uhr in Großstädten
Mo.-Fr.: 8.30 - 12.00 und 14.00 – 16.30/17.30 Uhr in ländlichen Gegenden
In wichtigen Geschäftszentren bleiben die Schalter aber auch oft über die Mittagszeit geöffnet.
Geld wechseln ist in der Schweiz kein Problem, man kann dies in allen Schweizer Banken, an Flughäfen, in Wechselstuben, Hauptbahnhöfen (Western Union) und in größeren Hotels tun. Den besten Wechselkurs bieten jedoch die Schweizer Banken, diese akzeptieren allerdings nur Banknoten. Viele Wechselbüros und Hotels verlangen eine Gebühr für diesen Service. Wechselstuben an Bahnhöfen und Flughäfen haben in der Regel von 6.00-21.00 Uhr, oft auch bis 23.00 Uhr geöffnet.
In der Schweiz kann man mit allen gängigen Kreditkarten, wie der Eurocard, American Express, Visa, Diners Club und Master Card bezahlen, sie werden in fast allen Geschäften und vielen Lokalen akzeptiert.
EC- oder Kreditkarten sind auch in der Schweiz eine einfache und schnelle Art an Bargeld zu kommen, an Geldautomaten oder in Banken kann man problemlos Geld abheben.
Beim Verlust der EC-Karte im Urlaub, aber auch wenn sie gestohlen wird oder der Geldautomat sie nicht wieder herausgibt, sollte sie umgehend vom Besitzer gesperrt werden. Um die Karte sperren zu lassen, braucht man die Kontonummer und die Bankleitzahl, denn eine EC-Karte ist auch immer an ein Girokonto gebunden. Am besten man ruft die Bank an, die die Karte ausgestellt hat und lässt sie dort sperren. Ruft man außerhalb der Öffnungszeiten an, muss man die zentrale Sperrnummer 0049 116116 wählen. Zudem sollte man sich notieren, wann man die Karte hat sperren lassen und mit welchem Mitarbeiter man telefoniert hat. Man sollte sich die Sperrung am besten auch schriftlich bestätigen lassen, damit es im Nachhinein keine Probleme gibt. Wenn die EC-Karte gestohlen wurde, sollte man zudem noch Anzeige bei der Polizei erstatten, so ist man auf der sicheren Seite.
Eine Alternative zu Bargeld oder EC- und Kreditkarten sind Reise- oder Travellerschecks, die es von verschiedenen Anbietern gibt. Banken tauschen weltweit Reiseschecks in die landesübliche Währung um, sie werden aber auch in fast allen Hotels, Autovermietungen, Wechselstuben und im Einzelhandel akzeptiert. Man kauft die Schecks bei der heimischen Bank in der gewünschten Summe und Stückelung. Es gibt Euro-Reiseschecks oder Schecks in Landeswährung, für die Schweiz sollte man Schecks in Schweizer Franken bevorzugen. Beim Kauf der Reiseschecks bekommt man eine Kaufquittung und ein Verzeichnis der Seriennummern. Diese sind getrennt von den Schecks aufzubewahren. Kann man die Belege vorzeigen, können die Schecks nach Verlust innerhalb von 48 Stunden neu ausgestellt werden. Gleich nach dem Kauf sollte man die Schecks einmal unterschreiben, so sind sie gegen Verlust und Diebstahl versichert. Das zweite Mal sollte man den Scheck erst unterschreiben, wenn man ihn einlösen möchte. Zudem muss bei der Einlösung der Pass oder Personalausweis vorgelegt werden.
Hotels, Restaurants und Lokale sind gesetzlich dazu verpflichtet, einen 15%igen Bedienungsaufschlag - sogar im Taxi - zu erheben. Aus diesem Grund ist es nicht mehr nötig Trinkgeld zu geben, wer einen guten Service dennoch belohnen möchte, der kann dies natürlich gerne tun.
In der Schweiz gibt es drei unterschiedliche Sätze der Mehrwertsteuer: 2,4% werden auf Güter des täglichen Bedarfs erhoben, 3,6% auf Beherbergungsleistungen und 7,6% auf sonstige Leistungen. Der Normalsatz beträgt demnach 7,6% und setzt sich aus 6,5% eigentlicher Mehrwertbesteuerung, zusätzlich einem Prozent zur Finanzierung der Alters- und Hinterlassenenversicherung und einem Beitrag von 0,1% zur Finanzierung von Eisenbahngroßprojekten zusammen. Die Mehrwertsteuer ist im Verkaufspreis inbegriffen. Ausländische Urlauber erhalten eine Rückerstattung bei Einkäufen über 400 CHF, wenn die Waren das Land innerhalb von 30 Tagen verlassen. Aus diesem Grund sollte man in Geschäften nach den Global-Refund-Taxfree-Einkaufsschecks zur Rückforderung der Mehrwertsteuer fragen.