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Essen – einfach mal probieren



3.1 Landestypische Küche

Wenn man an die kulinarische Seite der Schweiz denkt, dann kommt man an Käse und Schokolade nicht vorbei. Daher verwundert es nicht, dass die Schweizer Chocolatiers zu den besten der Welt gehören. Sie sind berühmt für ihre Pralinen, Trüffel und Mousse au Chocolat. Wo in der Schweiz es die besten Schokoladenköstlichkeiten gibt, lässt sich nicht sagen, denn jede Stadt hat ihre Geheimtipps in Sachen Schokolade. In Zürich beispielsweise findet man auf der Bahnhofstrasse den „Schokoladenkünstler“ Teuscher, dort gibt es köstliche Trüffel und Pralinen und bei Blondel in der Lausanner Altstadt kann man aus 120 Schokoladenkreationen auswählen. Bei so einer Auswahl bleibt kein süßer Wunsch unerfüllt.
Genauso köstlich und beliebt wie Schweizer Schokolade ist auch der Käse, der nicht nur gerne für Fondues benutzt wird. Aus frischer Schweizermilch entstehen mehr als 450 Käsesorten und jede Region hat ihre eigene Spezialität. Die bekanntesten Käsesorten aus der Schweiz sind der Tilsiter, der Appenzeller, der zu kunstvollen Rosetten geschabte Tête de Moine, der Emmentaler und der berühmte Le Gruyère. Wer Lust auf leckeren Käse frisch von der Alp hat, der sollte auf einem Wochenmarkt vorbeischauen und dort die Stände der Bauern und Käsehändler besuchen, ein wahres Erlebnis für den Gaumen.
Was viele allerdings nicht wissen ist, dass die Schweiz auch viele verschiedene Wurstsorten produziert, es sind 350 an der Zahl und gemessen an der Landesfläche wohl ein kleiner Weltrekord. Wurstliebhaber müssen also beim Frühstück auf nichts verzichten. Fleischfans müssen keine Sorge haben, dass es keine Gerichte für sie gibt. Die Schweizer Küche bietet zwar viele leckere Menüs für Vegetarier an, aber auch Fleisch, Geflügel und Fisch sind ein wichtiger Bestandteil der Schweizer Gaumenfreuden. Wer gerne Kuchen isst, wird auch in der Schweiz auf seine Kosten kommen, denn besonders zu empfehlen sind die Schokoladenkuchen, die Rüblitorte und der Bündner Nusskuchen. Nur beim Käsekuchen muss man aufpassen, denn in der Schweiz ist richtiger Käse drin. Wer einen Käsekuchen möchte, wie er ihn aus Deutschland gewohnt ist, der sollte besser ein Stück Quarktorte bestellen.

Die Schweizer beginnen ihren Tag mit dem Morgenessen oder auch Zmorge genannt. Dabei unterscheiden sich ihre Gewohnheiten kaum von den Deutschen. Auf den Tisch kommen unter anderem Brot, Marmelade, Joghurt und Müsli. Am Vormittag gibt es das Znüni, eine Zwischenmahlzeit, zu der es meist Café Crème und ein Gipferli gibt. Dies ist mit einem Hörnchen zu vergleichen. Traditionell wird das Zmittag (Mittagessen) dann warm gegessen. Im Anschluss folgt eine weitere Zwischenmahlzeit, das Zvieri und am Abend das Nachtessen oder das Znacht. Vor der letzten Mahlzeit des Tages gibt es oft noch einen Apero, eine Art Empfang, bei dem Wein und Käsehäppchen gereicht werden.

Wenn man das Schweizer Nationalgericht benennen sollte, dann würden die meisten Menschen wohl das Fondue nennen, allerdings wäre das nicht richtig, denn das Fondue hat seinen Ursprung in den Savoyer Alpen. Da die Schweiz regional sehr stark geprägt ist, gibt es kein einheitliches Nationalgericht, sondern ein typisches Gericht für jede Gegend des Landes. In der Deutschlandschweiz beispielsweise sind Gerichte aus Kartoffeln sehr beliebt, wie die Rösti. Im italienischsprachigen Tessin bevorzugt man Pizza und Pasta, sowie die Polenta. Der französischsprachige Teil der Schweiz bevorzugt das berühmte Fondue oder Raclette. Wer die Schweiz also von seiner kulinarischen Seite erleben möchte, der sollte am besten von Region zu Region reisen, um die dort typischen Gerichte zu genießen. Ebenfalls regional individuell ist das Brot. Man bekommt es je nach Region in verschiedenen Mehlgraden und es ist einzigartig knusprig. Insgesamt ist das Essen in der Schweiz also sehr abwechslungsreich, es wird eher einfach zubereiten, und ist wunderbar lecker. Da es viele Elemente der deutschen Küche enthält und keine exotischen Zutaten verwendet werden, sollte die Verträglichkeit des Essens kein Problem sein.

Zum Essen wird in der Schweiz Wein oder Bier getrunken, hier kann man die nationalen Getränke empfehlen, denn es gibt viele lokale Brauereien und Weinberge, die vorzügliche Weine und Biere herstellen. Leider kommen diese kaum in den Export. Ein typisches Heißgetränk ist der Milchkaffe, der sowohl zum Frühstück, als auch am Abend zu Röstis getrunken wird. Eine schweizer Kaffeespezialität ist der Ristretto, eine Art Espresso nur “kleiner”. Beliebt bei Jung und Alt gleichermaßen sind die Ovomaltine und das Süßgetränk Rivella, das eine Art Nationalgetränk der Schweiz ist.

3.2 Restaurants

Egal, ob man gut bürgerlich oder eher edel essen möchte, in der Schweiz bleibt kein kulinarischer Wunsch offen. Das Angebot an Restaurants, Bistros und Cafés ist vielfältig und natürlich findet man auch die großen Fast-Food-Ketten vor Ort. Wer gerne die internationale Küche mag, der muss in der Schweiz nicht lange suchen, denn es gibt eine Vielzahl an Restaurants mit mexikanischer, thailändischer, italienischer, chinesischer etc. Karte. Natürlich kann man auch auf „typisch“ schweizerisch schlemmen, am schönsten ist das in urigen Gaststätten, wie dem Alpenrestaurant Babental. Dort wird man mit landestypischen Spezialitäten verwöhnt. Wer Wert auf regionale und auf das Wetter abgestimmte Zutaten legt, der ist im Gasthof Homberg gut aufgehoben. Der Küchenchef hat es sich zum Ziel gesetzt, eine möglichst natürliche und vor allem frische Küche anzubieten, die der jeweiligen Saison angepasst ist. Wer ein Essen mit Kunst und Kultur verbinden möchte, der sollte sich den Namen Der Teufelhof in Basel merken, denn dort geht der Gast auf Entdeckungsreise durch die Gastronomie-, Theater- und Kunstwelt, also ein Fest für die Sinne. Ein wahrhaft schönes Erlebnis für jeden, der mehr von Gastronomie erwartet als nur gutes Essen.
Unterhaltung anderer Art findet man auch im Baradox, denn dort gibt es nicht nur leckere Cocktails, sondern auch die besten Showmixer der Schweiz, die diverse Cocktails spektakulär zubereiten. Wer auch Hunger mitbringt, der findet auf der umfangreichen Speisekarte bestimmt das Richtige, denn das Angebot reicht von Leichtem & Grünen, über Pasta und Fleisch, bis hin zu Geflügel, Fisch und leckeren Süßspeisen, sowie Kaffespezialitäten.
Auch Freunde der gehobenen Küche mit Anspruch müssen nicht hungrig bleiben, das Restaurant Les Quatre Saisons im Mercure Hotel Europe Basel ist als Gourmet-Tempel bekannt. Dem Gast werden nur marktfrische und beste Produkte angeboten, die sich in abwechslungsreichen und sehr kreativen Speisen wiederfinden.

Für alle Restaurants gleichermaßen gilt, dass eine frühzeitige Tischreservierung von Vorteil wäre.

Alpenrestaurant Babental
Babental 354
8226 Schleitheim
(+41)0526801272

Gasthof Homberg
Hombergstrasse
5734 Reinach
(+41)0627711053

Der Teufelhof
Leonhardsgraben 49
4051 Basel
(+41)0612611010

Baradox
Sihlstrasse 73
8001 Zürich
(+41)0442210629

Les Quatre Saisons (Mercure Hotel Europe Basel)
Clarastrasse 43
4005 Basel
(+41)0616908720


3.3 Rezepte

Käse-Fondue
Eine wirkliche Fondue-Saison gibt es nicht, aber für viele ist es eher ein Wintergericht, das man jedoch das ganze Jahr hinweg genießen kann. Im Sommer kann man ein Fondue beispielsweise als Ersatz fürs Grillen im Garten oder als Grillergänzung zubereiten. Zum Grundrezept gehören traditionell Gruyére und Vacherin, aber auch andere Käsesorten, wie Emmentaler, Tilsiter oder Appenzeller können verwendet werden. Um den Geschmack zu verändern nimmt man am besten Weichkäse wie Gorgonzola. Geschmolzen wird der Käse in einem Keramiktopf bei kleiner Temperatur und gewürzt wird mit Knoblauch, Pfeffer und etwas Kirschwasser. Wenn die Käsemischung zu dünn ist, kann man sie mit Stärkemehl binden, wenn sie zu dick geraten ist, empfiehlt es sich etwas Wein beizugeben. Auf die Fonduegabel muss nicht nur Brot kommen, man kann auch mit Gemüse, wie Champignons, Kartoffeln, aber auch Blumenkohl und Brokkoli experimentieren und ganz Mutige tauchen sogar Birnen-, Apfel, oder Ananasstücke in den Käse. Für eine normale Portion Fondue reichen 200g Käse und 200g Brot pro Person meist aus.

Berner Rösti
für 4 Personen

Zutaten:
1kg Pellkartoffeln vom Vortag
1 TL Salz
4 EL Bratbutter

Zubereitung:
Die Kartoffel schälen und reiben, dann sorgfältig mit dem Salz mischen. Die Butter muss in einer Pfanne erhitzt werden, wenn sie flüssig ist werden die Kartoffeln hineingegeben und zu einem flachen Kuchen geformt. Zugedeckt (der Hohlraum zwischen Deckel und Rösti sollte so gering wie möglich sein) muss das Rösti 20-30 Minuten braten, damit es seine typische goldbraune Kruste bekommt.

Das Berner Rösti ist das Grundrezept für viele Rösti-Variationen.

Käse-Rösti
250g Käse (Appenzeller, Emmentaler, etc.) reiben und unter die Kartoffeln mischen, dann wie im Grundrezept zubereiten.

Kräuter-Rösti mit Speck
2 Bund Petersilie und Schnittlauch, wie auch 100g Speck fein hacken und mit den geriebenen Kartoffeln vermischen. Bei der Beigabe von Salz sollte man vorsichtig sein, denn das Salz des Specks reicht oft schon aus.

Rösti mit Zwiebeln und Speckscheiben
2 Zwiebeln und 100g Speck in feine Ringe bzw. Scheiben schneiden und unter die Kartoffeln geben, die Zubereitung ist identisch mit dem Grundrezept.

Appenzeller Käsesuppe
für 4 Personen

Zutaten:
1 Zwiebel
30 g Butter
150g Appenzeller
200g dunkles Brot
1L Brühe
200 ml Weißwein
100 ml Sahne
Pfeffer
Salz
Muskat

Zubereitung:
Zwiebeln schälen, hacken und in der Butter anbraten. Das Brot würfeln und eine Stunde in der Brühe einweichen. Den Käse dazugeben und eine weitere Stunde ziehen lassen, dann alles mischen und durch ein Sieb passieren, im Anschluss aufkochen. Zum Schluss kommt die Sahne hinzu, abgeschmeckt wird mit Salz, Muskat und Pfeffer. Die Suppe sollte möglichst heiß serviert werden.

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