Die Schweiz kann man grob in folgende Regionen aufteilen:
Zur Region der Nordschweiz gehört Zürich, die größte Stadt des Landes. Sie liegt am Zürichsee. Wer dort Urlaub macht, der kann sich über viel Kunst und Kultur freuen. Das Zürcher Schauspielhaus, das Kunsthaus, das Zunfthaus zur Meise und das Schweizerische Landesmuseum bieten jedem Besucher eine hervorragende Auswahl an Gemälden, Skulpturen und anderen künstlerischen und kulturellen Höhepunkten. Als Wahrzeichen der Stadt gelten die Doppeltürme des Großmünsters, aber auch die Basilika Frauenmünster ist einen Besuch wert, denn in ihr befinden sich Buntglasfenster von Marc Chagall. Wer mehr Interesse an dem Hier und Heute hat, der kann die Bahnhofstraße besuchen. Sie gilt als eine der schönsten Einkaufsstraßen in Europa. Ein Schaufensterbummel ist da genauso angenehm, wie die Pausen in einem der zahlreichen Cafés. Im Sommer ist eine Bootsfahrt auf dem Zürichsee ein wahres Ereignis, dies kann man zum Beispiel im Anschluss an einen Ausflug auf den Üetliberg machen. Den Berg erreicht man mit der Üetlibergbahn, bei schönem Wetter hat man von der dortigen Aussichtsplattform einen wunderbaren Blick auf die Alpenkette.
Ebenfalls zur Nordschweiz gehört Regensberg, eine der schönsten Städte der Schweiz. In Rapperswill gibt es eine sehenswerte Burg, die aus dem Mittelalter stammt. Oberhalb des bekannten Rheinfalls am nördlichen Flussufer liegt Schaffhausen, bei Fallwind kann man auch von hier aus die Alpen sehen.
Die bekannteste Stadt der Nordwestschweiz ist Basel. Sie liegt im Dreiländereck und verfügt daher über eine weltoffene Atmosphäre. Basel ist nicht nur durch den weltbesten Tennisspieler Roger Federer bekannt, sondern auch weil es eine alte Universitäts- und Handelsstadt ist, die zwischen dem Elsass und dem Jura am Rhein liegt. In der Stadt gibt es über 30 Museen. Wer alle erkunden möchte, der sollte einen längeren Aufenthalt einplanen. Besonders interessant sind das Puppenhaus- Museum oder das Historische Museum Basel. Die Öffentliche Kunstsammlung Basel beheimatet ein Kupferstichkabinett, ein Kunstmuseum, welches Werke von deutschen und niederländischen Malern des 15.-17. Jahrhunderts ausstellt und ein Museum der Gegenwartskunst. Ein Besuch der 1460 gegründeten Universität lohnt sich in jedem Fall, denn dort lehrten unter anderem die berühmten Philosophen Karl Jasper und Friedrich Nietzsche. Auch die mittelalterliche Altstadt mit den verwinkelten Gassen ist sehenswert, man kann aber auch im nahegelegenen Jura schöne Bergwanderungen mit der ganzen Familie machen. Eine andere schöne Stadt in der Nordwestschweiz ist Solothurn, dort gibt es herrliche Bauwerke aus der Barock- und Renaissancezeit. Wer etwas mehr Zeit hat, der sollte noch einen Abstecher nach Baden und Aarau machen, denn beide Städte beheimaten geradezu malerische Altstädte. Wer auf der Suche nach Erholung ist, wird sie auch in der Nordwestschweiz finden, denn bei einer Bootsfahrt auf dem Rhein kann man seine Seele wunderbar baumeln lassen und alle Alltagssorgen für eine Weile vergessen.
Die Waadtländer Alpen und Gletscher der Westschweiz bieten viele Möglichkeiten für Wintersport. Snowboarden, Carving, Skifahren, Skilanglauf und Schneeschuhlaufen ist an über 200 Bergbahnen möglich. Auch Freunde von Wanderungen kommen in diesem Teil der Schweiz auf ihre Kosten, zum Beispiel bei Wanderungen durch die ausgedehnten Wälder und Hochebenen im Vallée de Joux oder Ste-Croix, aber auch bei Spaziergängen durch die Weinberge in der Lavaux.
Zur Westschweiz gehören zudem Jura, Fribourg (Freiburg) und Neuchâtel (Neuenburg). An den Ausläufen der Jura liegen der Neuenburger-, der Bieler- und der Murtensee. Dort kann man die Natur gut genießen, aber auch das Hügelland Franches Montagnes im Kanton Jura und die Ausläufer der Alpen im Kanton Fribourg bieten gute Erholungsmöglichkeiten. Man kann dort wunderbar wandern, zelten oder auch angeln. Fribourg selbst ist eine der schönsten historischen Städte der Schweiz. Die mittelalterlichen Bauten der Altstadt, das Steinpflaster, aber auch die Brücken und zeitgenössischen Kunstwerke verleihen der Stadt eine ganz eigene Atmosphäre. Im Süden des Kantons Fribourg findet man die Stadt Gruyère, in der viel Vieh- und Milchwirtschaft betrieben wird. Hierher kommt auch der berühmte Käse, der den Namen dieser hübschen Stadt trägt.
Das Freizeitangebot in der Westschweiz ist sehr groß, Aktivurlauber kommen bei Golf, Reiten, Wassersport und Bergsteigen ins Schwitzen. Wer es eher romantisch mag, der kann auch mit Pferd und Wagen über die Höhen der Jura ziehen und den Ausblick genießen. In der kalten Jahreszeit eignen sich am besten Schlittschuhlaufen oder Skifahren als Zeitvertreib. Ein beliebtes Urlaubsziel ist die Universitätsstadt Genf und der Genfer See. In über 30 Museen und 100 Kunstgalerien kommen alle Kunst- und Kulturfreunde auf ihre Kosten, man muss sich nur entscheiden welche der zahlreichen Ausstellungen man besuchen möchte. Besonders zu empfehlen ist das Musée Ariana, hier werden Porzellan- und Fayencesammlungen ausgestellt, das Musée International de la Croix-Rouge, dieses Museum erläutert die Geschichte und auch Arbeit des Roten Kreuzes und das Musée d´Horlogerie, ein Emaillearbeiten- und Uhrenmuseum.
Die meist fotografierteste Sehenswürdigkeit in Genf ist die auf der ganzen Welt berühmte See-Fontäne Jet d´Eau, mit ihrer 140 m hohen Wassersäule. In der Nähe liegt die kleine Insel Ile Rousseau, sie ist dem Schriftsteller und Philosophen Jean-Jaques Rousseau gewidmet. Sein Geburtshaus befindet sich in der Altstadt (Grand Rue 40), in der Nähe des Rathauses. Die Altstadt wird durch die St-Pierre Kathedrale beherrscht, die mitten in der Stadt liegt. Einmal pro Woche gibt es auf dem Platz unterhalb der Kathedrale einen antiquarischen Buchmarkt, auf dem man immer einen kleinen Schatz finden kann. Die verwinkelten Kopfsteinpflastergassen, die zahlreichen antiquarischen Geschäfte und schönen Läden laden zum Bummeln ein. In Genf gibt es auch schöne Parks, die zu langen Spaziergängen einladen, im Jardin Anglais gibt es zudem eine schöne originelle Blumenuhr.
In Cologny, einem Genfer Vorort, hat man nicht nur einen schönen Panoramablick auf den Genfer See und das Palais des Nations, man findet hier auch eine der beeindruckendsten Sammlungen überhaupt. In der Bibliotheca Bodmeriana ist die Privatsammlung des Schweizer Sammlers Martin Bodmer ausgestellt. Die Sammlung umfasst über 160.000 Exponate, die Musik, Geisteswissenschaften und die Geschichte der schönen Künste illustrieren. In der Privatsammlung befinden sich einige der ersten gedruckten Bibeln, Erstausgaben der klassischen Werke von Shakespeare und John Locke, antike Globen, sowie Handschriften von politischen und literarischen Persönlichkeiten der letzten Jahrhunderte, wie auch Manuskripte, Originalpartituren und Skulpturen von Franz Liszt. Die Hauptstadt des Kanton Vaud ist Lausanne, diese herrliche Stadt liegt am nördlichen Ufer des Genfer Sees. Als Wahrzeichen gilt die Kathedrale Notre Dame in der Altstadt sowie das benachbarte Schloss. Im Musée Olympique bekommt man einen Überblick über die Bewegung und Geschichte der Olympischen Spiele, denn Lausanne ist der Hauptsitz des Olympischen Komitees, das dort 1894 gegründet wurde. Das Musée de l´Art Brut ist in seiner Form einzigartig, es stellt Werke von geistes- und verhaltensgestörten Menschen, wie auch Randgruppen der Gesellschaft aus. Insgesamt 15 Museen und weitere Kultur- und Sportangebote laden Touristen zum verweilen ein, denn in Lausanne wird Abwechslung großgeschrieben. Wer die Altstadt von Lausanne erkunden möchte, der tut dies am besten zu Fuß, ein Spaziergang am Hafen Port d´Ouchy ist besonders am Abend zu empfehlen. Eine weitere schöne Stadt am Genfer See ist Montreux, sie ist bekannt für ihre ungewöhnliche Lage im Schutz von knapp 2.000 Meter hohen Berggipfeln. Montreux wird häufig auch als „Perle der Schweizer Riviera“ bezeichnet und ist nicht nur durch das milde Klima und die subtropische Vegetation an der Uferpromenade bekannt, sondern auch durch eine schöne Kurortatmosphäre. Von Montreux aus hat man einen herrlichen Blick über den See und die Berge. Jedes Jahr im Juli findet ein berühmtes Jazzfestival statt, das Liebhaber der Jazzmusik nicht verpassen sollten. Ganz in der Nähe liegt die malerische Stadt Vevey, die durch seinen berühmtesten Bürger bekannt ist, der auf dem örtlichen Friedhof begraben ist. Charlie Chaplin verbrachte hier die letzten 25 Jahre seines Lebens. Zu Chaplins Ehren steht an der Uferpromenade eine Statue von ihm, die viel besucht wird. Zudem findet jährlich das Festival International du Film de Comédie de Vevey statt.
Die Zentralschweiz bildet das Herz des Landes und ist aus historischer Sicht Gründungs- und Entstehungsort der Eidgenossenschaft. Durch Schillers Erzählungen von Wilhelm Tell ist die Zentralschweiz weltberühmt und auch wegen des Freiheitshelden eine beliebte Ferienregion. Besonders das Berner Oberland mit der Jungfrau-Region ist ein wahrer Touristenmagnet. Der Luftkurort Interlaken bildet dabei das Tor zum Berner Oberland. Die Region besticht durch die vergletscherten Gipfel, die klaren Bergflüsse und Seen, aber auch durch wunderschöne Blumenwiesen. Schon der Adel des 19. Jahrhunderts hat gerne in Grindelwald, Lenk und Adelboden Urlaub gemacht, denn dort gibt es ausgezeichnete Wintersportmöglichkeiten. Die bekanntesten Gipfel sind der Mönch (4099 m), der Eiger (3970 m) und die Jungfrau (4158 m). Der höchste Berg der Berner Alpen ist jedoch das Finsteraarhorn (4275 m), das stark vergletschert ist. Im autofreien Ferien- und Wintersportort Mürren kann man mit der Schilthornbahn auf das Schilthorn (2970 m) fahren und dort die schöne Aussicht genießen.
Die in der Zentralschweiz gelegene Schweizer Bundesstadt Bern hat einen schönen mittelalterlichen Stadtkern, den man auf der Aarehalbinsel zwischen der Nydeggkirche und dem Zeitglockenturm finden kann. Er wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. In Bern gibt es auch zahlreiche interessante Museen, die es sich lohnt zu besuchen. Das Kunstmuseum Bern ist nur eines davon. Jedes Jahr kommen zahlreiche Touristen nach Bern, denn die Schweizer Bundesstadt ist eines der meistbesuchten Zentren des Städtetourismus. Jeder möchte das besondere Flair der Stadt erleben. Charakteristisch für Luzern und Umgebung sind das Weideland und Nadelwälder, wie auch Berge und Seen, also ein wahres Paradies für Naturfreunde, die in ihrem Urlaub auf Betonbauten zum größten Teil verzichten wollen. Hier befindet sich auch der Rotsee, der alljährlich Austragungsort der Rotsee-Regatta ist. Da der See ca. 2,5 km lang und nur einige Meter breit ist, ist er eine ideale Wettkampfstrecke für Ruderregatten. Schöne Sehenswürdigkeiten in Luzern sind das Löwendenkmal, die Hofkirche und das Rathaus. Ebenfalls immer einen Besuch wert ist das Richard-Wagner-Haus. Dort werden das Leben und die Werke des Künstlers dokumentiert.
In Graubünden, einem Teil der Ostschweiz wird viel Viehzucht, Alpwirtschaft und auch Ackerbau betrieben, weiter unten in den warmen Tälern wird zudem Wein angebaut. Besonders bekannt ist die Ostschweiz durch seine ausgezeichneten Wintersportorte, wie Davos, Arosa, Klosters und natürlich St. Moritz, der Skiort an dem sich die weltweite Prominenz zuhause fühlt. Der Kanton Graubünden hat eine lange Geschichte vorzuweisen. Nachvollziehen kann man sie unter anderem durch die zahlreichen Burgen, Kirchen, Kapellen und Schlösser, die immer wieder gerne von Touristen jeden Alters besucht werden. An der Grenze zu Italien findet man die Bernina, mit 4049 m ist sie die größte Erhebung des Kantons. In der Ostschweiz findet man auch den mit 168 km² größten Schweizer Nationalpark, der zu einem Drittel bewaldet ist. Hier wird Adlern, Murmeltieren, Rot- und Steinwild ein Lebensraum geboten. Es gibt ebenfalls schöne Wanderwege, die sich auf insgesamt 80 km erstrecken, allerdings dürfen diese nicht verlassen werden. Natürlich kann man den Nationalpark auch per Fahrrad erkunden. Insgesamt bietet die Ostschweiz 4.000km lange Wege für Fahrrad- und Montainbiketouren an. Man kann entweder gemütlich auf Wiesenwege entlang radeln oder in der Alpenarena jagen. Wer lieber wandert, für den ist die Voralpenregion Appenzell optimal, denn es ist ein bekanntes Bergwandergebiet. Von St. Gallen bis hin zum Bodensee erstreckt sich ein wunderschönes grünes Weideland. Durch den Bodensee fließt der Rhein und bildet bei Schaffhausen den größten Wasserfall in Mitteleuropa, den Rheinfall. Natürlich kommen auch Fans des Wintersports nicht zu kurz, es gibt 2.000 km lange präparierte Pisten, die Wintersportler zu allen möglichen Wintersportarten, wie Snowboarden oder Carving einladen.
Das Wallis erstreckt sich bis zum Genfer See und liegt in der Südschweiz, hier kann man auch die höchsten Gipfel der Schweiz finden. Diese sind das Weißhorn (4507 m), die Dufourspitze (4634 m), der Dom (4545 m) und das Matterhorn (4477 m). Aber auch die größten Schweizer Gletscher sind hier beheimatet. Der Große Aletschgletscher bedeckt 87 km² und ist 25 km lang. Viele schöne Ferienorte liegen in romantisch anmutenden Seitentälern, zwei der bekanntesten sind Zermatt und Saas Fee. Zermatt kann man entweder zu Fuß oder mit Pferd und Wagen erkunden, denn Autos sind dort nicht erlaubt, aber nicht nur diese Tatsache macht Zermatt zu einem beliebten Urlaubsort. Es ist auch als renommiertes Wintersportzentrum bekannt. Das wohl bedeutendste Barockschloss der Schweiz, das Stockalperschloss liegt am Südufer der Rhone, in der historischen kleinen Stadt Brig.
In Tessin, dem südlichsten Kanton spricht man vorwiegend italienisch und auch das mediterrane Klima und die Atmosphäre erinnern stark an das angrenzende Nachbarland. Die größte Stadt in Tessin ist Lugano, die Stadt liegt am Lago di Lugano, am Fuß des Monte Bré und des San Salvatore. Aufgrund der herrlichen Palazzos und Piazzas und auch Palmen und der schönen Uferpromenade ist Lugano seit je her ein beliebtes Ferienziel. Besonders interessant für Kunsthistoriker und alle anderen, die sich dafür begeistern, ist die Kathedrale San Lorenzo. Das beachtenswerte Gebäude hat eine Fassade im Renaissancestil, im Inneren kann man viele Fresken und wertvolle barocke Ausstattungen finden.
Wunderschön gelegen ist die Stadt Locarno am Lago Maggiore, Weinberge und herrliche Gärten bedecken die umliegenden Hügel. Der Lago Maggiore selbst bietet sich für Schifffahrten an und auch die italienischen Städte Venedig und Mailand sind nicht weit entfernt. Wer ein noch fast unberührtes Naturreich erleben möchte, der sollte die Region Bolle di Magadino bereisen, denn dort können Naturfreunde eine wunderschöne Landschaft bewundern.
Verkehrsordnung
Zwar gilt in der Schweiz auch der Rechtsverkehr und eine Promillegrenze von 0,5 ‰, aber ansonsten gibt es große Unterschiede, besonders wenn es um die Strafen für Geschwindigkeitsüberschreitungen geht. Motorräder und PKWs dürfen auf der Autobahn höchstens 120 km/h, auf der Schnellstraße 100 km/h, außerorts 80 km/h und auf Nebenstraßen 50 km/h fahren. Wer gegen diese Höchstgeschwindigkeiten verstößt, muss mit hohen Bußgeldern rechnen. Das günstigste Bußgeld beträgt 120 EUR bei einer Überschreitung von bis zu 5 km/h auf der Autobahn. Innerorts wird es bei einer Überschreitung ab 6 km/h richtig teuer, dann werden nämlich geschätzte 740 EUR Bußgeld angesetzt. Ab 11 km/h Überschreitung werden die Bußgelder gestaffelt, eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 30 km/h kostet den Fahrer bis zu 1800 EUR. Fährt man mehr als 31 km/h zu schnell sind 20-35 % des Nettolohns bzw. eine Mindestsumme von 10.000 Franken (ca. 6.600 EUR) als Strafe zu erwarten und wer mehr als 41 km/h zu schnell fährt, der muss zusätzlich zu der Geldbuße noch mit einer Gefängnisstrafe und mit dem Verlust des Führerscheins für mindestens einen Monat rechnen. Dies gilt für Überschreitungen von mehr als 21 km/h innerorts, mehr als 26 km/h außerorts und ab 31 km/h auf Autobahnen. Bei den Messungen gilt grundsätzlich ein Toleranzabzug von 6 Stundenkilometern.
Kinder unter sieben Jahren müssen im Auto durch einen Kindersitz gesichert werden, Kinder zwischen sieben und zwölf müssen mit dem Sicherheitsgurt oder einer Kinderrückhaltvorrichtung gesichert werden. Sind Kinder nicht ordnungsgemäß gesichert, fällt eine Strafe von 60 CHF (40 EUR) an. Fahren Kinder unter sieben Jahren auf einem Motorrad mit, müssen diese auf einem von der Zulassungsbehörde bewilligten Kindersitz mitgeführt werden, ansonsten drohen Strafen. Alle anderen Mitfahrer auf Motorrädern oder motorradähnlichen Fahrzeugen müssen rittlings sitzen und Fußrasten oder Trittbretter benutzen können. Grundsätzlich muss man bei Autofahrten in der Schweiz immer den Führer- und Fahrzeugschein bei sich führen, sowie die grüne Versicherungskarte, einen Verbandskasten und ein Warndreieck. Die Verkehrsregelverordnung der Schweiz empfiehlt für alle Kraftfahrzeuge die Benutzung des Lichts ganzjährig. Verpflichtend ist es jedoch nur in einem Tunnel, das Licht einzuschalten.
Parkverbot besteht in der Schweiz dann, wenn ein gelbes Kreuz mit einer gelben Linie verbunden am Fahrbahnrand ist. Bei gelben Linien am Fahrbahnrand besteht Halteverbot. In der Stadt gibt es blaue Zonen, die das Parken mit Parkscheiben auf den gekennzeichneten Flächen erlauben. Die Parkdauer muss auf der Parkscheibe angegeben werden. Parkscheiben sind bei der Polizei, in Kiosken, Garagen, Tankstellen usw. erhältlich.
Wenn man ein GPS-Navigationsgerät mit Radarwarnfunktion besitzt, sollte man dieses lieber daheim lassen, wenn man in die Schweiz fährt, denn diese Geräte werden mit den verbotenen Radarwarngeräten gleichgestellt und sind daher strengstens verboten. Die Zollbehörde, wie auch Polizei stellen diese Geräte und auch Vorrichtungen sicher und erstatten gegen den Besitzer Anzeige.
Die Winterausrüstung für das Auto ist besonders in der Schweiz wichtig, jedoch besteht dort keine Pflicht Winterreifen zu benutzen. Lediglich wenn es zu einem Unfall kommt, muss der Autofahrer damit rechnen, dass er erheblich mit haftet, wenn er auf einer winterlichen Straße mit Sommerreifen unterwegs ist. Auf einer Strecke mit dem Verkehrszeichen „Schneeketten obligatorisch“ müssen Schneeketten verwendet werden. Diese müssen auf mindestens zwei Reifen der Antriebsachse angebracht sein.
Um Autobahnen und Nationalstraßen in der Schweiz nutzen zu dürfen, muss man eine Maut bezahlen, die Vignette für Auto- und Motorradfahrer kostet 27,50 EUR. Wer sich ohne Vignette erwischen lässt, der muss neben dem Kaufpreis noch eine Strafe von derzeitig 65 EUR zahlen.
Wen man in der Schweiz an eine Tankstelle kommt, kann man sich freuen, allerdings nur wenn man Superkraftstoff tankt, denn der kostet dort im Durschnitt 1,04 EUR, ein Liter Diesel hingegen 1,15 EUR (Stand 2009). An den Schweizer Grenzorten ist die Tankstellendichte aufgrund des Benzintourismus sehr hoch, man hat also keine Probleme eine Tankstelle zu finden. In Großstädten sind die Benzinpreise meist höher, als auf dem Land. Neben den nationalen Anbietern sind auch Tankstellen vorhanden, die man aus Deutschland kennt, etwa Esso, Shell oder BP. Bezahlen kann man an Schweizer Tankstellen mit EC- oder Kreditkarte (VISA, Mastercard, American Express) und in bar. Oft wird auch der Euro angenommen (allerdings nur in Scheinen), das Rückgeld erfolgt in Schweizer Franken, Der Wechselkurs ist allerdings meist schlechter als bei einer Bank. Dies gilt aber nur bei bedienten Tankstellen. In der Schweiz gibt es eine Vielzahl von unbedienten Tankstellen (bei einigen nur nachts), dort kommt der Tank-o-mat TM 97 zum Einsatz. Auch er akzeptiert EC- und Kreditkarten, zur Bezahlung ist der PIN notwendig.
Beschreibung eines Tankvorgangs:
Das Konto des Kartenbesitzers wird im Voraus mit 150 CHF/100EUR belastet, man sollte daher darauf achten, dass sich noch genügend Geld auf dem Konto befindet. Nach dem Tankvorgang wird der effektiv bezogene Geldbetrag belastet, die Löschung der Vorautoriesierung kann jedoch 2-3 Tage dauern. Die Tankautomaten akzeptieren auch Bargeld (10/20/50 Franken-Scheine--5/10/20 Euro-Scheine), allerdings geben viele Automaten kein Rückgeld, das restliche Guthaben wird einbehalten. Man bekommt eine Guthabenquittung.
Macht man sich also mit dem eigenen Fahrzeug auf in die Schweiz, sollte man einige Dinge beachten, denn wer uninformiert reist, der geht ein unnötiges Risiko ein.
Wenn man sich innerhalb der Schweiz bewegen will, gibt es eine relativ große Auswahl an Verkehrsmitteln. Wie in fast allen anderen Ländern auch, kann man sich ebenfalls in der Schweiz ein Auto mieten. Macht man dies schon vorab, kann man mit günstigeren Preisen rechnen, aber auch für spontane Ausflüge ist durch eine Vielzahl von Autovermietungen gesorgt. Auch Busse und Bahnen kann man nutzen, Fahrpreise und -pläne kann man vor Ort erfahren. Neben Bergbahnen, die zum „Transport“ geeignet sind, dienen die Nostalgie-, Dampf-, und Erlebnisbahnen nur dem Vergnügen. Die Schweizer Flüsse und Seen kann man am besten mit einer Fähre oder einem Schiff überqueren. Dies ist ein schönes Erlebnis für Groß und Klein.
Touren
Wer die Schweiz auf eigene Faust erkunden möchte, der kann das bei den verschiedensten Touren machen, egal ob man mit dem Auto, dem Motorrad oder zu Fuß unterwegs ist, es gibt wunderschöne Strecken, die es sich lohnt zu entdecken.
Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, bietet sich eine Bäder-Tour an. Auf dieser Strecke kann man die schönsten Bäder der Schweiz kennenlernen. Wenn man aus der Gegend um Waldshut anreist, findet man schon knapp hinter der Grenze das Glaubersalzbad von Zurzach, das für seine 39 Grad warme Quelle bekannt ist.
Fährt man weiter in Richtung Zürich, gelangt man zur Kurstadt Baden, die über 19 Quellen verfügt, die die mineralreichsten der ganzen Schweiz sein sollen. Da Zürich selbst nur beinahe eine Bäderstadt geworden wäre, kann man bei dieser Tour an Zürich vorbei und in Richtung Südosten nach Bad Ragaz fahren. Auf dem Weg dorthin kann man den langen Zürichsee und den Walensee bestaunen, der zwischen zwei Bergmassiven eingezwängt ist, dem Churfirsten und dem Alviermassiv. In Bad Ragaz angekommen, wird man schnell feststellen, warum man dort von einer Erholungsoase spricht. Man kann dort im Sommer, wie auch im Winter einen wundervollen Urlaub verleben, dafür sorgen viele schöne Hotels, einige Erholungsmöglichkeiten und zahlreiche Sportmöglichkeiten, sowie ein Golfplatz. Im Anschluss an Bad Ragaz macht man sich am besten auf den Weg nach Vals, dazu folgt man der Rheinschlucht zwischen Ilanz und Reichenau. Vals ist nicht nur für sein Mineralwasser, sondern auch für sein Thermalbad bekannt. Eines der schönsten Bäder der Schweiz findet man jedoch in Scuol - auch Schuls genannt. Um dorthin zu gelangen, muss man zurück zum Rheintal und bei Reichenau in Richtung Engadin fahren. Befindet man sich in Scuol im Wasserbecken im Freien, hat man eine wundervolle Aussicht auf die schneebedeckten Berge, die im bekannten gleißenden Egadiner Licht noch viel imposanter aussehen und auch der Himmel erscheint tiefblau.
Weitere Stationen der Bädertour können das Bad Tarasp-Vulpera oder Val Sinistra sein. Den besten Abschluss macht der hinterste Zipfel Graubündens, die Bäderstadt Samnaun. Dort gibt es nicht nur ein schönes Erlebnisbad und eine Skiarena, sondern es ist auch ein Zollfreigebiet.
Eine weitere Tour kann unter dem Gesichtspunkt Wein und Gastronomie stehen. Für alle Interessierten bietet sich die 461 km lange Strecke von Biasca bis Lausanne an. Befindet man sich in Biasca, kann man einen Ausflug zum Monte Brè unternehmen. Dort gibt es ein Restaurant mit einer Aussichtsterrasse, von der aus man einen wundervollen Panoramablick hat. Der Monte Brè ist nicht nur ein idealer Aussichtspunkt, sondern auch einer der sonnigsten Plätze der Schweiz. Der ideale Platz für alle Sonnenanbeter. Auf dem Weg nach Sierre folgt man dem Nufenpass nach Ulrichen und Naters, ein empfehlenswerter Zwischenstopp ist Vispertermina. Dort kann man oberhalb von Visp den höchsten Weinberg ganz Europas besuchen. Ist man in Sierre angelangt, ist der Besuch des Château Villa für jeden Weinliebhaber ein Muss, denn dort gibt es die größte Auswahl an Weinen in der Schweiz. Eine Weindegustation empfiehlt sich hier.
Die Reise geht weiter Richtung Lausanne entlang der Rhône durch das Unterwallis. Dort kann man eine prächtige Aussicht auf Obstplantagen und Weinberge genießen. Vorbei an Sion Richtung Aigle, bietet sich der Besuch des Weinmuseums im Château d´Aigle an. Auf dem Weg nach Lausanne lässt man auch Montreux, Villeneuve und Vevey hinter sich. In Lausanne angekommen, kann man das mittelalterliche Dorf Gruyères besuchen und dort bei der Schaukäserei „La Maison du Gruyère“ ein wenig schlemmen.
Kunst und Architektur kann ein weiteres Motto für eine Autotour durch die Schweiz sein. Start ist Basel, eine Stadt in der man viel entdecken kann. Es empfiehlt sich ein Besuch der Fondation Beyeler: in dem Museum des Kunsthändlers Ernst Beyeler werden Werke von berühmten Künstlern wie van Gogh, Monet, und Giacometti ausgestellt. Auch die Erkundung der Basler Altstadt sollte auf dem Ausflugsplan stehen.
Nach einem Aufenthalt in Basel steht die Weiterfahrt nach Bern an, man kann entweder über die Autobahn fahren oder den schöneren landschaftlichen Weg durch das Jura nehmen. In Bern kann das Paul Klee Zentrum besucht werden, hier werden 4.000 seiner 10.000 Werke ausgestellt. Von Aquarellen, bis hin zu Gemälden und Zeichnungen kann man dort alles finden. Aber auch die Altstadt lädt zum Verweilen ein.
Damit die Natur nicht zu kurz kommt, sollte man den Bieler- und Neuenburgersee besuchen. Ein Spazierweg führt durch das Naturschutzgebiet auf die Peterinsel, dort kann man ein leckeres Mittagessen zu sich nehmen. Wer nicht gerne läuft und lieber auf dem Wasser unterwegs ist, der kann auch mit dem Schiff zur Peterinsel fahren. Wer Interesse an Weinkellereien und Wein im Allgemeinen hat, der sollte einen Abstecher nach Twann und Liegertz machen.
Über den Brünigpass gelangt man im Anschluss nach Luzern, wo man die Kapellbrücke mit den Giebelgemälden bewundern, durch die schönen Gassen schlendern oder aber eines der zahlreiche Museen oder eine der sehenswerten Kirchen besuchen kann. In dem jüngsten Museum der Stadt, der Rosengart Stiftung kann man Werke von über 20 Künstlern des 19. und 20. Jahrhunderts bewundern. In Luzern endet die Tour.
Alle Autotouren können natürlich auch als Motorradtouren geplant werden.
Für alle, die frische Luft und Bewegung lieben, ist eine Fahrradtour in der Schweiz genau das Richtige. Unter dem Namen „Veloland Schweiz“ überzieht ein Radwegnetz das Land. Es gibt neun Hauptrouten, die man hervorragend mit dem Fahrrad befahren kann, da sie gut ausgeschildert sind und über verkehrsarme Wege führen. Man muss immer nur so lange auf dem Sattel bleiben, bis einen der Hunger oder Durst packt, denn jedes kleine Dorf hat mindestens eine Kneipe oder Pension, in die man für eine Pause einkehren kann.
Beginnen kann man eine Tour gut in der mittelalterlichen Stadt St. Ursanne. Dort erwartet einen schon zu Anfang eine unangenehme Steigung. Für die Anstrengung wird man aber schnell wieder belohnt, denn man befindet sich nun auf den Freibergen und kann eines der schönsten Landschaftsbilder der Schweiz betrachten. Fährt man etwas weiter, gelangt man bis nach Saignelégier, das für die Zucht der robusten Freiberger Pferde bekannt ist. Am nächsten Tag macht man sich auf zu einem Moorsee in einem Naturschutzgebiet. Das Bad in dem seifigen Moorwasser ist zwar nichts für Sauberkeitsfanatiker, aber dennoch sehr gesund. Über den Mont Crosin erreicht man den Mont Soleil, wo das größte Schweizer Sonnenkraftwerk arbeitet. In dem dortigen Sporthotel kann man hervorragend auf der Terrasse ein gemütliches Frühstück genießen.
Die Route nach La Chaux-de-Fonds, der Hauptstadt der Schweizer Uhrenindustrie, ist ab hier fast nur noch abfallend. Wer diese Stadt nicht weiter erkunden möchte, der kann mit dem Zug nach Les Ponts-de-Martel fahren und die Fahrt dort am nächsten Tag fortsetzten. Entlang einer schönen Hochmoorlandschaft kommt man in ein dicht besiedeltes und wasserreiches Tal, das Val de Travers. Dort kann man im Bezirkshauptort Môtiers das Wohnhaus des Naturphilosophen Jean-Jacques Rousseau besuchen oder sich im Schwimmbad bei Boveresse eine Abkühlung verschaffen. Mit einem Postauto kann man sich im Anschluss in das Hochtal von La Brévine -dem Sibirien der Schweiz- fahren lassen, dort werden im Winter bis zu 40 Grad unter Null gemessen. Wer möchte kann die Tour nun hier beenden oder noch bis zum Genfer See fahren. Die weitere Route führt über Lignerolle, zu Le Brassus, über den Mont de Bière bis Richtung Nyon, dort kann man als Abschluss noch ein Schiff Richtung Lausanne oder Genf nehmen.
Wer lieber wandert, für den gibt es in der Schweiz auch wunderschöne Routen, egal ob man lieber kurze Strecken zurücklegt oder gerne länger unterwegs ist. Eine schöne Wanderroute führt von Baden nach Brugg. Diese Strecke ist sehr abwechslungsreich und wird von Aussichtspunkten und Wasser geprägt. Die Region zwischen Baden und Brugg wird auch Wasserschloss der Schweiz genannt, da hier nämlich die großen Mittellandflüsse Reuss, Limmat und Aare zusammenfließen. Von Baden aus geht es zuerst hinauf zur Ruine Stein, dort hat man einen schönen Ausblick. Über den Jurahöhenweg geht es bis zum Gebenstorfer Horn, von dort aus kann man den Zusammenfluss der Flüsse besonders gut erkennen. Ist man in Brugg angekommen kann man dort die schöne Altstadt erkunden und im Anschluss mit dem Zug wieder nach Baden fahren. Die gesamte Wanderzeit beträgt circa drei Stunden und ist auch für Kinder ab acht Jahren geeignet.
Ein weiterer schöner Wanderweg führt von Wattenwill über Riggisberg nach Schwarzenburg. Diese Strecke ist Teil des Jakobsweges und beeindruckt durch die sehr schöne ländliche Gegend des Schwarzenburgerlandes. Die gesamte Tour wird begleitet durch wunderschöne Ausblicke auf die Stockhorn-Kette. Zudem werden kleine idyllische Dörfer mit schönen Kirchen durchwandert. In Schwarzenburg angekommen bietet es sich an dort die Nacht zu verbringen, wer das nicht möchte, kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Wattenwill zurück. Diese Tour dauert circa 5 Stunden und 15 Minuten und ist erst für Kinder ab 14 Jahren geeignet.
Für alle, die eine kürzere Strecke vorziehen, ist die Route Wabern über Gurtendorf und Gurten, zurück nach Wabern ideal. Von Wabern wandert man Richtung Kehrsatz nach Gurtendorf. Der Berg Gurten ist der „Hausberg“ der Stadt Bern. Hier tummeln sich vor allem am Wochenende viele Familien mit Kindern, da Gurten schon immer ein wahres Kinderparadies war und ist. Ein kleines Netz aus Pfaden lässt das Wandererherz höher schlagen, sie sind gut ausgebaut und bieten eine fantastische Aussicht auf die Stadt Bern und die Berner Alpenkette. Diese Wanderung dauert nur in etwa zwei Stunden und zehn Minuten und ist auch für Kinder ab acht Jahren zu empfehlen.
Da es in der Schweiz viel zu entdecken und erkunden gibt, schafft man es nicht, alle sehenswerten Museen, Bauwerke, Städte usw. zu besuchen. Aus diesem Grund folgen nun ein paar Highlights, die man bei einem Besuch in der Schweiz möglichst nicht verpassen sollte.
St. Gallen
Ein wahrer Genuss, nicht nur für Bibliophile, ist der atemberaubende Rokokosaal in der Klosterbibliothek in St. Gallen. Der Saal ist der schönste im Rokokostil gehaltene Raum in der ganzen Schweiz. In ihm lagern 140.000 Handschriften, Bücher und Frühdrucke von weltweiter Bedeutung.
Verkehrshaus Luzern
Ein Highlight für alle Technikfreaks ist sicherlich das größte Verkehrsmuseum Europas, das Verkehrshaus in Luzern. Hier wird die historische, wie auch technische Entwicklung der unterschiedlichen Verkehrsmittel bis hin zur Raumfahrt präsentiert. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den Errungenschaften, die den Verkehr im 19. und 20. Jahrhundert beeinflusst und verändert haben. Weitere Attraktionen sind das Filmtheater- Rundgebäude mit einer 360 Grad Projektion und das Planetarium.
Rigi/Küssnacht
Die Rigi ist ein beliebter Wanderweg für Jung und Alt. Wer es lieber bequem hat, der besteigt den Gipfel nicht, sondern lässt sich gemütlich mit der Zahnradbahn nach oben fahren. Der Ort Küssnacht ist durch Wilhelm Tell berühmt geworden, deshalb steht hier auch der Tellbrunnen und auf der Straße Richtung Immensee findet man die Tellskapelle und die Hohle Gasse. So können alle Interessierten auf den Spuren Wilhelm Tells wandern.
Bellinzone
In Bellinzona steht eine der schönsten Burgen der Schweiz, die Castello Montebello aus dem 13. Jahrhundert, sie gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Burg beherbergt das Museo civico mit archäologischen Funden.
Rheinfall
Ein Erlebnis in Schaffhausen ist der Rheinfall, der größte Wasserfall Mitteleuropas stürzt am Westende der Rheinschleife um den Ort Neuhausen auf 150 m Breite und bis zu 20 m in die Tiefe. Besonders beeindruckend ist dies nach der Schneeschmelze.
Zermatt
Das Wahrzeichen der autofreien Stadt Zermatt ist das weltbekannte Matterhorn (4478 m). Im Winter können sich Wintersportler auf 194 km Pisten beim Skifahren austoben. Nicht verwunderlich ist, dass Zermatt mit der Geschichte des Bergsteigens verbunden ist, denn hier gibt es den Bergsteigerfriedhof für Bergsteiger aus aller Welt, die am Matterhorn gescheitert sind und dort nun ihre letzte Ruhe finden.
Aargauer Kunsthaus
Im Aargauer Kunsthaus findet man die wichtigste und umfassendste Sammlung neuer Schweizer Kunst, angefangen beim ausgehenden 18. Jahrhundert, bis in die Gegenwart. Künstler wie Louis Soutter, Cuno Amiet und Verena Loewensberg werden hier ausgestellt.
La Chaux-de-Fonds
La Chaux-de-Fonds ist der Grund, warum man die Schweiz auch das Land der Uhrenmacher nennt. Hier ist das Mekka für der Schweizer Uhrenkunst. Uhrenliebhaber können die Stadt erleben, die Edeluhrenmacher wie Piguet, Audemars und Breguet hervorgebracht hat, diese beherrschen den Markt der Edeluhren noch immer. Im Musée d´Horlogerie gibt es 3.000 Schaustücke und eine Multivisionsshow zur Geschichte der Uhrenfertigung.
Wasserburg Chillon
Nur fünf Kilometer südöstlich von Montreux entfernt liegt die Wasserburg Chillon, sie ist eine der prachtvollsten Burgen der Schweiz und mit 300.000 Besuchern jährlich das meistbesuchte historische Gebäude in der Schweiz. Berühmt ist die Burg für seine Lage. Sie liegt auf einem Felsen am Ufer des Genfer Sees.
In der Schweiz gibt es allerding noch weitere schöne Orte, Geschäfte und Restaurants, die man nicht in jedem Reiseführer finden kann, diese Empfehlungen oder Insidertipps können einen Urlaub in der Schweiz noch zusätzlich versüßen.
Winzerhaus
Bekannt ist das Winzerhaus für seine große Weinkarte und den eigenen schönen Weinkeller. Auf der gemütlichen Gartenterrasse kann man die Sonne und einen leckeren Gaumenschmaus genießen. Das Winzerhaus liegt in der Region Weiningen und ist ein Spitzenklasse-Restaurant, das feinste Speisen, angepasst an die Saison anbietet.
Crazy Cactus
In Luzern findet man das Tex-Mex-Restaurant Crazy Cactus, in dem man fantastisch mexikanisch essen kann, von Nachos, über Quesadillas und Burritos bis hin zu Fajitas gibt es alles, was das kulinarische Herz begehrt. Alle die eher die amerikanische Küche bevorzugen sind hier ebenfalls richtig, denn es werden auch Steaks, Cheeseburger, Spare Ribs und Grillgerichte serviert. Das Essen kann man bei rhythmischen Latinoklängen genießen und am Wochenende gibt es ab 22 Uhr Partysounds.
Le bar rouge
Die Panoramabar in Basel besticht durch den einmaligen Ausblick. Die Aussicht über die Stadt und Umgebung genießt man hier vom 31. Stockwerk aus und das sogar aus den Toilettenfenstern.
Kronenhalle
In der Kronenhalle in Zürich treffen sich Prominente aus der ganzen Welt, hier geht es um „sehen und gesehen werden“. An der Wand hängen unter anderem Originalbilder von Picasso und Chagall und das Wiener Schnitzel mit Rösti ist sensationell.
Schokoladenfabrik Caillers
Jedem, dem die Schokoladenfabrik in Köln schon gefallen hat, der sollte die Schokoladenfabrik in Fribourg unbedingt besuchen. Neben der Geschichte der Schokoladenproduktion erfährt man auch viel Spannendes über die Zutaten der verschiedensten Schokoladenvariationen, außerdem werden Filme zur Schokoladenproduktion gezeigt. Am Ende gibt es dann noch eine Verköstigung, natürlich gratis. Die Schokoladenfabrik Caillers ist für jeden wahren Schokoladenfan ein Muss.
Sweet Basel
Sweet Basel ist, wie der Name schon fast verrät, ein Süßigkeitenladen der Extraklasse, denn hier wird jede Naschkatze fündig. Die besondere Spezialität hier sind die Rocks. Dies sind kleine, bunte Bonbons, die mit Obst-, Marken- oder Smileymustern verziert sind, daher sind sie zum Vernaschen fast zu schade. Wer auch schon immer wissen wollte, wie die Basler Mässmögge-Zuckerstange schmeckt, der kann es hier herausfinden, denn im Sweet Basel gibt es das Original.
Perlen Center
Im Perlencenter in Luzern kann man schöne Schmuckstücke aus Holz, Perlen, Silber und Metall kaufen, teilweise sind sie auch mit Swarowski-Steinen veredelt. Wer lieber selber Schmuck herstellt, der findet hier auch das geeignete Zubehör dafür.
Bourbaki-Panorama
Beim Bourbaki-Panorama in Luzern handelt es sich mit 1100 m² Fläche um das größte Rundgemälde der Welt. Das Gemälde stellt den Übertritt der französischen Ostarmee unter dem General Bourbaki in die Schweiz dar.
Gandria
Im Zollmuseum Museo doganale in Gandria werden Schmugglertricks und weitere Zeugnisse krimineller Grenzgängerei aufgezeigt.
Swiss Miniatur
Die Modelllandschaft Swiss Miniatur kann man in Melide, im Kanton Tessin finden. Hier gibt es 127 Modelle von Bauwerken der Schweiz sowie Eisenbahnen, Berge, Seen etc., alles originalgetreu angefertigt im Maßstab 1:25. Wer sich in der Nähe aufhält sollte dieses Highlight nicht verpassen.
Bob-Bahn
In Engelsberg bei Luzern gibt es eine alte Bob-Bahn, auf der man mit einem Schlitten fahren kann. Das ist nicht nur für Kinder, sondern auch für junggebliebene Erwachsene spaßig.
Venedig von Basel
Der südöstliche Stadteil St.-Alban-Tal in Basel ist hervorragend geeignet zum flanieren, denn es wird auch das Venedig von Basel genannt. Reste der Stadtmauer, alte Fachwerkhäuser, enge Gassen und Wasserläufe machen diesen Stadtteil zu einem romantischen Erlebnis.
In der Schweiz gibt es eine Vielzahl von Festen und Events, egal zu welchem Thema, die Schweizer feiern gerne. Im Folgenden sind nur einige der Veranstaltungen aufgelistet, denn in jeder Region, jedem Kanton und jeder Stadt gibt es zahlreiche Festivitäten.
| Januar | |
| Appenzeller Silvesterkläuse | Am 13. Januar feiern die Appenzeller ihren Jahreswechsel in Kostümen |
| Vogel Gryff | Auftakt zur Fastnacht, am 13.,20. und 27. Januar haben die Basler Zünfte die ersten tänzerischen Auftritte |
| Februar/März | |
| Fastnacht | Im ganzen Land, am besten zu genießen in Basel, Luzern oder Lötschental |
| Chalandamarz | Die Engadiner verjagen am 1. März mit Peitschen und Schellen die Dämonen des Winters |
| Engadiner Skimarathon | Über 10.000 Langläufer laufen am 2. Märzwochenende über den zugefrorenen Oberengadiner See |
| April | |
| Zürcher Sechsläuten | Am ersten Montag nach dem 16. April treiben die Handwerkszünfte den Winter aus |
| Mai | |
| Kuhkämpfe | Im Dorf Aproz lassen Bauern Ende Mai ihre Kühe aufeinander los |
| Juli | |
| Literaturfestival Würfel Komma Dampf | Schönes Literaturfestival inmitten steiler Berge in Leukerbad |
| Jazzfestival Montreux | Es treten internationale Größen aus Pop- und Jazzmusik auf |
| Paléo-Festival | Größtes Open-Air-Festival der Schweiz, in Nyon treten Rockstars auf |
| August | |
| Streetparade Zürich | Technospektakel mit 500.000 Ravern |
| Marché-Concours | Nationales Pferdefest in Saignelégier |
| La Bâtie | Ab Ende August bis Mitte September steht Genf ganz im Zeichen der Kultur |
| Filmfestival | Internationale Filmtage, die hoch angesehen sind |
| September | |
| Jazzfestival Willisau | Illustre Jazzer treffen sich im Luzerner Hinterland |
| Musikfestwochen Luzern | Weltweit berühmtes Klassikfestival in Luzern |
| Knabenschießen | Größtes Zürcher Volksfest in der ersten Septemberwoche (Mädchen dürfen auch mitmachen) |
| Oktober | |
| Olma | Land – und Milchwirtschaftsausstellung in St. Gallen |
| November | |
| Zibelemärit | Am 4. Montag sind alle Berner auf dem Zwiebelmarkt, um Zwiebelkränte zu kaufen und Konfettischlachten zu schlagen |
Wer in die Schweiz reist, der möchte natürlich auch etwas von der dortigen Kultur kennenlernen und erleben. Die Schweizer Kultur ist stark geprägt durch die geographische Lage. Die Angrenzung an mehrere Länder und die damit verbundene Mehrsprachigkeit im Land beeinflusst die Bereiche Literatur, Kunst, Architektur, Musik, Film und natürlich das Brauchtum. In den grenznahen Regionen gibt es, wie auch im restlichen Land, Schweizer Zeitungen, Fernsehen und Radioprogramme, dennoch orientieren sich die Menschen sehr an der Kultur und auch Muttersprache des angrenzenden Nachbarlandes. So ist es nicht verwunderlich, dass das Leben in einem Bergtal anders verläuft, als beispielsweise in Zürich. Den Menschen stehen zwar die gleichen Informationen zur Verfügung, aber sie werden kulturell unterschiedlich beeinflusst.
Museen
Bei einem Besuch in der Schweiz sollte man unbedingt einen Museumsbesuch mit einplanen, es lohnt sich! Bei der großen Auswahl an Ausstellungen zu den verschiedensten Themenbereichen sollte es kein Problem sein, für jeden Geschmack das Richtige zu finden. Freunde der Gegenwartskunst können sich auf einen Besuch im Musée d´art moderne et contemporain (kurz: Mamco) freuen. Schon der äußere Rahmen weiß zu begeistern, das Museum ist in einer umfunktionierten Fabrikhalle mitten in Genf untergebracht. Wer einmal da war, der weiß warum das Mamco eines der besten und beeindruckendsten Kunstmuseen der gesamten Schweiz ist. Wer von der Kunst nicht genug bekommen kann, der sollte einen Besuch im Kunsthaus in Zürich fest einplanen, denn dort werden Werke der Zürcher Maler des 17. und 18. Jahrhunderts, wie zum Beispiel Johann Heinrich Füssli ausgestellt. Allerdings kommt auch die europäische Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts nicht zu kurz, sie wird vertreten durch Werke von Dalí, Corinth Beckmann, Monet, van Gogh, Picasso, Braque, Renoir und Manet. Wer sich ganz besonders für Pablo Picasso selbst und seine Werke interessiert, der muss einen Ausflug nach Luzern machen, denn dort gibt es das Picasso-Museum/Haus am Rhyn. Hier werden nicht nur Werke des Künstlers ausgestellt, sondern auch Fotos zu seinem Leben.
Wenn man sich von Picasso losreißen kann, dann empfiehlt sich ein Abstecher in das Richard-Wagner-Museum, denn hier, am früheren Wohnsitz des berühmten Komponisten, findet sich neben kostbaren Musikinstrumenten natürlich auch ein Überblick über seine Werke und sein Leben.
Interessiert man sich hingegen für Uhren, sollte man sich den Namen Musée Patek Philippe merken, ein Muss für Uhrenliebhaber. Das Museum ist Teil der Genfer Uhrenmanufaktur und stellt Uhren von 1839 bis heute aus. Zu einem Tag in Zürich gehört für Museumsfans ein Gang in das Schweizerische Landesmuseum, denn dort wird die Geschichte der Schweiz in sagenhaften 84 Räumen nahezu lebendig. Neben Schmuck, Uhren, Interieurs und Textilien gibt es vor allem Glasmalereien zu bewundern, die aus dem Zisterzienserkloster Rathausen bei Luzern aus der Zeit 1591-1623 stammen. Für alle sportinteressierten Touristen führt kein Weg am Musée Olympique vorbei, hier steht -wie der Name schon vorab verrät- die Geschichte der olympischen Bewegung und der Olympischen Spiele im Mittelpunkt. Aber auch das Leben des Begründers des olympischen Gedankens, Baron Pierre de Coubertin, ist ein Thema. Wer in Lausanne unterwegs ist, sollte dieses Museum nicht verpassen.
Sehenswertes
Neben vielen Museen hat die Schweiz noch mehr zu bieten, denn im Bereich der Kultur ist in der Schweiz die Architektur besonders eindrucksvoll, da sie über viele Jahrhunderte erhalten werden konnte. Durch die Neutralität des Landes wurde die Schweiz von Kriegen der neueren Zeit verschont und somit sind beispielsweise die Kathedralen von Sion, Genf oder Basel im Stil der Romantik des 12. Jahrhunderts gut erhalten. Dieser Stil findet sich auch bei vielen Burgen und Schlössern wieder. Es gibt aber auch durchaus Bauwerke, die barocke Züge (die Kathedralen von Sankt Gallen und Solothurn) sowie gotische Züge (die Kathedralen von Zug und Schaffhausen) aufweisen.
Die Cathédrale de Saint Pierre in Genf wurde nach Apostel Petrus benannt und ist mittlerweile die Hauptkirche der Stadt. Der Bau der dreischiffigen Basilika wurde zwar im 12. Jahrhundert begonnen, allerdings erst im 18. Jh. mit einer neuen Fassade beendet. Vom Nordturm hat man einen fabelhaften Blick über die ganze Stadt, sowie Berge und Seen. Der Genfer Palais des Nations dient heute der UNO als europäische Zentrale und ist mit seiner berühmten Planetenringkugel aus Bronze ein Symbol der Völkerfreundschaft. Eine Besichtigung kann man hier nur empfehlen, allerdings geht dies nur von April bis Oktober.
Wer in Luzern etwas entdecken möchte, der sollte bei der Kapellbrücke, dem Wahrzeichen der Stadt anfangen. Sie wurde ursprünglich gebaut, um die Stadt vor Angriffen von der Seeseite zu schützen. Nach einem Brand im Jahr 1993 und anschließendem Neubau hat sie zwar keinen historischen Wert mehr, ist aber noch immer eine schöne Sehenswürdigkeit. Den besten Blick auf die Stadt und die Hofkirche hat man vom Schwanenplatz aus. Dort kann man die Stiftskirche St. Leodegar und Mauritius bewundern. Nach einem Brand 1633 wurde sie im Stile der Spätrenaissance wieder aufgebaut. Ein Besuch lohnt sich besonders in den Sommermonaten, dann finden dort Konzerte an der berühmten Orgel von Johann Geissler statt. Im September gibt es traditionelle Musikfestwochen, die man bei einem Besuch in Luzern nicht verpassen sollte.
Wer das berühmteste Renaissance-Wandbild der Schweiz sehen möchte, der muss die Santa Maria degli Angioli in Lugano besuchen. Die Kirche an der Piazza Luini beherbergt das Meisterwerk, das die Passionsgeschichte Christi zeigt. Das Wandbild wurde im Jahr 1529 von Bernardio Luini erstellt, sein Können hatte er von Leonardo da Vinci, der sein Lehrer war. Ruhe vom Stadtleben findet man im Parco Civico, der Stadtpark ist östlich der Altstadt gelegen und schön schattig. Sogar zur besten Reisezeit im Sommer, wenn die Stadt voller Touristen ist, findet man im Parco Civico immer ein schönes Plätzchen unter einem Baum. Hier kann man die Sonne genießen und sich etwas ausruhen, also ein idealer Platz für eine Pause nach einer Shoppingtour oder einem langen Museumsbesuch.
Die Schweizer Hauptstadt Bern hat eine wunderschöne Altstadt, die in das Verzeichnis der Unesco der Weltkulturgüter aufgenommen wurde. Die Altstadt ist eine in einer Aareschlaufe auf drei Seiten eingeschlossene mittelalterliche Stadt. Besonders schön sind die Arkadengänge und blumengeschmückten Patrizierhäuser, aber auch skurrile Brunnen zieren das Bild der Altstadt, besonders sehenswert ist der Kindlifresserbrunnen.
Das Wahrzeichen Berns ist allerdings der Zytglogge Turm, ein oft umgebautes ehemaliges Stadttor. Am schönsten ist der Besuch, wenn man es schafft vier Minuten vor einer vollen Stunde dort zu sein, denn dann setzt die astronomische Uhr mit einem Glockenspiel ein und bringt damit ein hübsches Figurenspiel in Bewegung. Zu finden ist der Turm in der Kramgasse.
Auch über die Landesgrenzen bekannt sind die Ricola Schweizer Kräuterzucker. Wer sich in Zermatt aufhält kann dort den Ricola Kräutergarten besuchen, denn hier wachsen 13 verschiedene Kräuter, die dem berühmten Bonbon seinen Geschmack geben. Wer dem Geheimnis dieses Kräuterleckerlies schon immer auf die Spur gehen wollte, hat in Zermatt nun die Gelegenheit dazu.
Für Groß und Klein ist ein Besuch im Zoo immer wieder ein Erlebnis. Auch wenn die meisten schon in vielen Zoos im In- und Ausland war, sollte man den weltberühmten Basler Zoo Zolli nicht verpassen. Er liegt am südwestlichen Rand der Basler Innenstadt und nur knapp fünf Minuten vom Bahnhof entfernt. Rund 4000 Tiere können sich auf einem Zoogelände austoben, das sich über 13 ha erstreckt. Kinder dürfen hier sogar im Kinderzoo in das Tiergehege und Tiere streicheln, wie auch füttern. Der Zoo ist sowohl im Sommer, als auch im Winter geöffnet.
Denkmäler
Ebenfalls in Basel befindet sich das Straßburger Denkmal, das an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 erinnert, es steht auf dem Centralbahnplatz beim Bahnhof Basel. Das Denkmal wurde von Frédéric Auguste Bartholdi 1895 geschaffen und vom französischen Baron Hervé de Gruyer gestiftet. Es sollte ein Dank für die Schweizer Hilfe sein, denn die Städte Bern, Basel und Zürich ermöglichten es, dass 1400 Kinder, Frauen und Alte während des Krieges aus Deutschland in die Schweiz fliehen konnten. Das Denkmal zeigt einen Engel, der Frauen und Kinder beschützt, zwei Relieftafeln tragen die Inschriften “A la Suisse hommage reconnaissant d´un enfant de Strasbourg 1871” (Zu Ehren der Schweiz zur Anerkennung eines Kindes in Straßburg 1871) und “Le culte des traditions d´amitié honore les peuples comme les hommes” (Der Kult um die Traditionen der Freundschaft ehrt die Völker wie die Männer).
Ein weiteres wichtiges Schweizer Denkmal ist das Löwendenkmal in Luzern, es erinnert in der Allegorie eines sterbenden Löwen an die im Jahr 1792 gefallenen Schweizergardisten beim Tuileriensturm in Paris. Zur damaligen Zeit waren 1100 Schweizer Söldner in Paris, um König Ludwig XVI. zu dienen. 1789 zog die Königsfamilie von Versailles nach Paris in den Tuilerienpalast, diesen stürmte die Bevölkerung 1791, doch die königliche Familie war schon geflohen, so verteidigte die Schweizergarde einen leeren Palast. Bei diesem Palaststurm sind ca. 760 Söldner gestorben. Das Löwendenkmal wurde nach einem Entwurf des dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen vom Konstanzer Steinmetz Lukas Ahorn erstellt. Das Denkmal ist der Initiative des Offiziers Carl Pfyffer von Altishofen zu verdanken, der 1818 mit der Sammlung von Geld begann. Die Inschrift es Denkmals zeigt die ungefähre Opferzahl (760) und die ungefähre Anzahl der Überlebenden (350), sowie die Namen der beteiligten Offiziere der Schweizergarde an.
Das Weltpost-Denkmal in Bern erinnert daran, dass Bern Sitz und Gründungsstadt des Weltpostvereins ist, der schon seit 1874 besteht. Es geht auf den Entwurf des Franzosen René de Saint-Marceaux zurück, der mit seinem Vorschlag ein internationales Ausschreiben gewonnen hat. Das Denkmal wurde am 05.Oktober 1909 eingeweiht und zeigt eine Bronzeplasik namens Autor du monde (Rund um die Welt), die Plastik soll die Erdkugel darstellen und steht auf einer künstlichen Felsformation hinter einem breiten Brunnenbecken. Schwebende Kontinente und Allegorien reichen sich Briefe weiter, auf dem Unterbau sitzt mit Berner Wappen die Berna, eine Frauengestalt, die die Stadt Bern personifiziert.
Das Schweizer Nachtleben muss sich hinter den großen europäischen Metropolen nicht verstecken. Viele Städte, wie beispielsweise Zürich oder Genf, haben ein qualitativ hochwertiges Nachtleben für Jung und Alt zu bieten. In vielen Urlaubsorten gibt es Theater, Discotheken, Kneipen und Kinos, aber auch Spielcasinos werden in der Schweiz immer beliebter. Egal, ob man ganz klassisch in einem Lokal das Tanzbein schwingen will, sich beim Glücksspiel versuchen möchte oder doch lieber einen Film anschaut - die Schweiz hat für jeden Nachtschwärmer etwas zu bieten. Wen nachts der Hunger packt, der kann noch zu später Stunde schlemmen. Auch für erotische Unterhaltung ist gesorgt.
In Basel herrscht eine rege Theaterszene, die entdeckt werden möchte. Ballettliebhaber kommen auf ihre Kosten, denn in Basel weiß ein international anerkanntes Ballett das Publikum zu begeistern. Wer sich lieber selber tänzerisch ausleben möchte, der ist im Babalabar (Gerbergasse 76) goldrichtig. Hier tanzt nicht nur das junge Volk bis in die Morgenstunden. Eine gute Alternative ist das älteste Rockcafé der Schweiz, das Atlantis (Klosterberg 13): Hier kann man sich unter anderem bei Livekonzerten amüsieren. Wenn man nachts lieber in die Kulturszene abtauchen möchte, ist das Gundeldinger Feld zu empfehlen. Auf dem 12.000 m² großen Areal hat sich seit dem Jahr 2000 eine lebendige Kulturszene entwickelt; hier gibt es alles - vom Restaurant bis zum Theater.
Der bekannteste Nachtclub in Zürich ist der Kaufleuten Club. Hier ist immer was los und bei guter Stimmung feiern die Gäste jeden Alters. Die Gestaltung des Clubs erinnert an einen Festsaal oder eine frühere Oper. Eingeteilt ist das Lokal in zwei Ebenen, den Himmel (oben) und die Hölle (unten). Wer in Zürich ist und einen edlen und schönen Abend verleben möchte, der sollte sich diesen Club vormerken.
Möchte man lieber einen Streifzug durch das Nachtleben machen, bietet sich Niederdorf an. Bei einem Bummel durch die rechtsufrige Altstadt findet man alle paar Meter eine Kneipe, einen Nachtclub oder einen Straßenmusikanten. Da ist Abwechslung vorprogrammiert. Filmfreaks kommen in Zürich ebenso auf ihre Kosten, denn in der Stadt gibt es an die 40 Kinos. Ein interessanter Film wird sich da bestimmt für jeden finden lassen. Eines sollte man jedoch beachten: Fast alle Filme laufen in der Originalversion mit Untertiteln. Natürlich gibt es auch in Zürich eine Theaterszene, die nur darauf wartet, entdeckt zu werden. Neben den drei großen Theaterbühnen Tonhalle (Claridenstr. 79), Opernhaus (Falkenstr. 1) und dem Schauspielhaus (Rämistr. 34) gibt es auch eine große Anzahl an Kleinkunstbühnen, die sehr interessant sind.
Der Genfer Griffin´s Club (Blvd. Helvétique 36) ist ein sehr begehrter Club, der eigentlich nur von Mitgliedern besucht werden darf. Wer aber trotzdem in dem angesagten Club feiern möchte, der sollte vorher einfach in dem dazugehörigen Le Griffin´s Café etwas essen, denn dann stehen einem auch die Türen zum Nachtclub offen.
Im Kulturzentrum L‘Usine steht die Zeit nie still, denn hier ist immer etwas los, egal ob Off-Kinos, Theater, Konzerte oder atemberaubende Tanzhappenings - die Auswahl ist groß und Langeweile herrscht hier nie.
Die Schweizer Hauptstadt Bern kann man in Sachen Nachtleben nicht als pulsierende Metropole bezeichnen. Aber auch hier können Nachtschwärmer etwas erleben. Liebhaber des Jazz und der Improvisationsmusik fühlen sich in der Dampfzentrale (Marzilistr. 47) wohl; auch Tanzwütige sind hier willkommen.
Wenn man einen Ort sucht, an dem die unterschiedlichsten Menschen zusammenkommen, hat man ihn mit der Reithalle (Neubrückerstr. 8) gefunden. Hier treffen sich Leute aus allen Lebens- und Kulturbereichen. Man kann entweder gemütlich im Untergeschoss ein Bierchen trinken oder im Dachgeschoss eine ausgelassene Party feiern.
Wer sich in seinem Urlaub sportlich betätigen möchte, der ist in der Schweiz genau richtig. Die Schweiz ist ein wahres Eldorado für Winter- und Trendsportler, aber auch Wanderer und Bergsteiger kommen nicht zu kurz.
Bergsteigen und Wandern
Wie man schon vermuten kann, ist dieses Land ein traditionelles Wander- und Bergsteigerland. Insgesamt gibt es knapp 60.000 km markierte Wanderwege. Nicht nur Touristen aus aller Welt lieben es hier zu wandern. Auch die Schweizer selbst sind begeistert und wandern in ihrer Freizeit viel. In der letzten Zeit sind Wanderwege, die unter einem Motto stehen immer beliebter geworden, wie etwa der Bibel-, Sagen- und Skulpturenweg, der Barfußweg, der Murmelitrails oder der Weg der Schweiz am Vierwaldstätter See. Traditionelle Kantone für Bergtouren und Wanderungen sind Bern, das Wallis und Graubünden. Auf Wunsch können vor Ort individuelle Touren, auch nach Schwierigkeitsgrad, geplant werden. Wer mutig ist und in höheren Bergregionen klettern möchte, der sollte dies nicht ohne eine sachkundige Leitung tun. Gefahren, wie Gletscherspalten, rasche Wetterumschläge und auch brüchige Felsen sollte man nicht unterschätzen. Es können auch Kurse für Trekking, Gleitschirmfliegen, Sportklettern und Felsklettern gebucht werden.
Radfahren und Mountainbiking
Die Schweiz wird oft als Veloland bezeichnet, dies ist nicht verwunderlich, wenn man weiß, was Velo heißt. Ein Velo ist ein Fahrrad, das in der Schweiz sehr beliebt ist. Im Jahr 2002 beispielsweise fuhren 3,4 Mio. Radler um die 200 Mio. km. Quer durch die Schweiz führen neun nationale Radwanderrouten von insgesamt 3300 km Länge. Diese und 3000 km regionale Routen bringen einen in Gegenden, die man mit dem Auto nie entdeckt hätte. Alle Fahrradrouten sind mit Tafeln ausgeschildert. Für alle, die es etwas rasanter mögen und gerne Mountainbike fahren ist die Region Laax/Falera/Flims der Himmel auf Erden: 237 km Wege und Straßen über Wiesen, durch Wälder, felsiges Gebiet, wie auch Downhill- und Cross-Country-Strecken lassen das Herz eines Mountainbikers höher schlagen.
Inlineskating
Es mag vielleicht verwundern, dass die Schweiz über die höchste Skaterdichte weltweit verfügt, aber die Schweizer lieben es nicht nur zu skaten, sie tragen auch verschiedene Wettkämpfe aus. Eine sehr beliebte und reich besuchte Wettkampfveranstaltung ist der Marathon für Skater im Sommer in Engadin. Alle Skaterfreunde können fast durchgehend durch die Schweiz rollen, denn es gibt drei schöne Routen, die den Rhein und die Rhône entlang und durch das Mittelland führen. Hierbei ist die Rede von 600 km geteerter Strecke, die Skater zum Sausen einladen.
Wintersport
Natürlich ist die Schweiz das ideale Land für jegliche Art von Wintersport, denn das Angebot ist groß, kaum ein Wunsch kann nicht erfüllt werden. Neben den klassischen Wintersportarten Abfahrts- und Skilanglauf, kann man auch Rodeln, Eislaufen und natürlich Snowboarden. Aber auch wer den neusten Trends folgen will ist hier richtig, denn auch Freeriden, Carving, Snowbiken und Schneeschuhlaufen gehören genauso zum Angebot, wie Winterwandern, Halfpipe und Snowparty. In jedem Winterort der Schweiz gibt es spezielle Angebote für Anfänger und auch Fortgeschrittene. Knapp 200 Ski- und Snowboardschulen und 10.000 professionelle Skilehrer warten darauf den Touristen das Skifahren beizubringen. Wer nicht extra eine Ausrüstung kaufen möchte, der kann sich auch vor Ort Skier, Boards, Eislaufschuhe, Schlitten und auch Bekleidung ausleihen. Zu den schönsten Skigebieten gehören Crans Montana, Oberengadin (St. Moritz), Zermatt, Flims/Laax, Kloster/Davos, die Jungfrau-Region, Adelboden/Lenk, Les Quatres Vallées, sowie Lenzerheide/Valbella und Gstaad/Saanenwald.
Trendsportarten
Die Schweiz ist nahezu prädestiniert für Trendsportarten, die seit ein paar Jahren einen wahren Boom erleben. Gleitschirmfliegen, Bungeejumping, Canyoning, Riverrafting, Klettern und Trekking sind nur einige dieser neuartigen Sportarten. Viele Touristen lassen sich beim Bungeejumping im Tessiner Verzasca-Tal 220 m in die Tiefe fallen, genau wie James Bond im Film Goldeneye. Für Hydrospeed (Wildwasser-Sportart, bei der man mit dem Oberkörper auf einem speziellen floßartigen Schwimmkörper liegend Wildwasser-Bäche oder kleinere Flüsse mit der Strömung herunterfährt), Canyoning (das Begehen einer Schlucht von oben nach unten) und Riverrafting (mit einem Schlauchboot, dem Raft befährt man einen Wildwasserfluss) eignen sich Tessin, das Berner Oberland und Graubünden.
Mit dem Bereich Dienstleistung verdienen 72% der Erwerbstätigen ihr Geld. Dominant sind hier besonders das Gesundheits- und Bildungswesen, der Handel sowie das Versicherungs- und Bankenwesen. Erst seit 150 Jahren ist auch der Fremdenverkehr ein Wirtschaftszweig in der Schweiz. Wer in die Schweiz fährt, kann sich auf alle Dienstleistungen freuen, die es in Deutschland auch gibt, allerdings sollte man damit rechnen, dass man in der Schweiz etwas mehr Geld einplanen muss.