Urlaubsfallen – so kann man sich davor schützen [ Mai 22nd, 2013 ] Posted in » Urlaub
Die schönste Zeit des Jahres steht bald wieder vor der Tür, und wenn man sich das Wetter so anschaut ist es kein Wunder, dass jeder so weit wie nur möglich weg möchte, einfach in die Sonne und das trübe Wetter zu Hause lassen. Sehr viele schauen sich dabei gerne um bei den schönen Angeboten, die einen Rundum-Sorglos-Urlaub versprechen, aber ihn oft nicht halten.
Wer eine Enttäuschung vermeiden möchte, der sollte sich bereits im Vorfeld ausgiebig informieren, und nicht auf Lock-Angebote hereinfallen, die im Endeffekt teurer sind als jeder Luxus-Urlaub.
Oft wird ja gesagt, dass es gerade der Stress mit dem Partner ist, der für Unmut sorgt bei Urlaubern.Auch das Wetter wird gerne genannt. Dennoch ist es in den meisten Fällen das Hotel, welches man für seinen Urlaub gebucht hat, das die komplette Urlaubsstimmung vermiest. Gerade der All-inclusive-Urlaub ist oft der Grund für einen verpatzten Urlaub. Es gibt etliche Pauschalangebote, die nur auf den ersten Blick sehr gut aussehen, sich aber im Endeffekt entpuppen als Mogelpackung.
Viele denken, wenn man All-inclusive bucht, hat man das komplette Sorglos-Paket erwischt. Dem ist aber in vielen Fällen gar nicht so. In vielen Fällen bekommt man statt des erhofften Traumurlaubs lediglich schlechtes Essen, Abfertigung in Massen und unfreundlichen Service geboten. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, aber sehr oft werden Urlauber mit solchen Angeboten gelockt. Ist man erst einmal vor Ort stellt man meistens sehr schnell fest, dass All-inclusive doch nicht bedeutet, dass alles im Preis inbegriffen ist. Für gewöhnlich ist es beim herkömmlichen All-inclusive so, dass lediglich die ortsüblichen alkoholischen und alkoholfreien Getränke im Angebot enthalten sind. Importierte Getränke sind davon ausgeschlossen. Dafür gibt es dann wieder eine andere Art von All-inclusive. In der Familienvariante sind beispielsweise nicht einmal alkoholische Getränke enthalten. Das Problem bei All-inclusive ist vor allen Dingen, dass diese Bezeichnung nicht geschützt ist. Jedes Hotel kann den Begriff auslegen, wie es mag, das gleiche gilt auch für die Veranstalter.
Gerade auf den beliebten kanarischen Inseln gibt es noch heute sehr viele Angebote, bei denen zwar alle Getränke und Speisen inklusive sind, die dafür aber richtig abkassieren, wenn man den Fernseher auf dem Zimmer nutzen möchte, oder ganz einfach einen Parkplatz benötigt für sein Auto. Die Gebühren für solche Angebote steigen dann sehr schnell in astronomische Höhen. Auch für die Nutzung des Internets oder zusätzliche Frühstücksangebote muss sehr oft zusätzlich in die Tasche gegriffen werden.
Oft gerät auch das Abendessen oder gar das Frühstück zu einer sportlichen Veranstaltung, denn wenn man nicht schnell ist und als erster in der Reihe steht kann es schnell einmal passieren, dass nach kurzer Zeit die besten Angebote bereits vergriffen ist, und man sich mit etwas Brot begnügen muss. Üblich sind auch durchaus billige Produkte, und der Wein kann auch schon einmal aus dem Tetra-Pak kommen.
Es muss aber nicht immer nur der All-inclusive-Urlaub sein, der Enttäuschung hervorruft, auch eine einfache Pauschalreise gerät schnell zu einem Desaster, wenn die Matratzen durchgelegen sind, das Bad dreckig ist, und der Baustellenlärm vor der Tür jeden Ansatz einer Erholung zunichte macht.
Wie aber kann man so etwas vermeiden? Nun, es gibt immer Signale, die schon von vornherein darauf hinweisen, dass bei dem Angebot etwas nicht stimmen kann. Gerade sehr günstige Schnäppchenpreise sollten ein Grund sein, die Alarmglocken klingeln zu lassen. Dass man nicht zwei Wochen Urlaub machen kann mit allem Luxus und All-inclusive für 250 Euro inklusive Flug sollte jedem eigentlich klar sein, auch wenn es sich noch so verlockend anhört.
Am besten ist es, wenn man sich ganz gezielt auf die Suche macht nach dem passenden Urlaubsangebot. Zunächst sollte man sich darüber klar werden, wohin man genau reisen möchte. Anschließend steckt man ab, was geboten werden soll, und dann geht man ganz gezielt auf die Suche, entweder im Internet oder auch gleich im Reisebüro. Wichtig ist bei den beliebten Urlaubskatalogen, dass man grundsätzlich immer auf das Kleingedruckte schauen sollte. Im Internet helfen Urlaubsportale weiter, auf denen die Urlauber ihre Erfahrungen eintragen können.
Die schönen bunten Urlaubskataloge liefern sehr interessante Beschreibungen, die sich zwar gut anhören, hinter denen sich aber etwas ganz anderes verbirgt. Wer die Katalogsprache kennt, kann durchaus einigen Enttäuschungen aus dem Weg gehen.
Bietet ein Angebot Meerseite an heißt dies nicht, dass man das Meer sehen kann. Der Blick auf das Meer ist hier nicht möglich. Ein naturbelassener Strand ist sicherlich etwas Schönes, allerdings bedeutet diese Bezeichnung im Katalog lediglich, dass jeder Müll, der dort angespült wird, liegen bleibt. Ein aufstrebender Ferienort ist immer verbunden mit Baustellen und natürlich Lärm.
Wenn ein Hotel einen hoteleigenen Strand anbietet kann man nicht davon ausgehen, dass es sich um einen Sandstrand handelt. Ein beheizbarer Pool zeigt lediglich an, dass es die Möglichkeit gibt, den Pool zu heizen, aber nicht, dass das Wasser auch tatsächlich warm ist. Wer ein Hotel in Flughafennähe bucht sollte sich auf ständigen Fluglärm gefasst machen, in vielen Fällen befinden sich die Hotels direkt in der Einflugschneise.
Direkt am Meer ist ebenfalls eine tolle Bezeichnung, allerdings heißt dies lediglich, dass man sich direkt an der Steilküste befindet. Ansonsten würde dort stehen „direkt am Strand“. Ein zentral gelegenes Hotel ist für gewöhnlich immer recht laut.
Ein Direktflug ist kein Nonstopflug. Dabei sind durchaus Zwischenlandungen möglich. Ist das Hotel zweckmäßig eingerichtet, sollte man nicht einmal einen Anflug von Luxus erwarten, denn es wird nur das Nötigste zur Verfügung stehen. Wer gerne mithören möchte, was die Nachbarn so machen, sollte ein Hotel buchen in landestypischer Bauweise, denn diese sind besonders hellhörig, schlicht und meistens nicht beheizbar. Wer eine Klimaanlage erwartet, wenn das Zimmer klimatisierbar ist, kann auch recht schnell enttäuscht werden, denn es besteht bei dieser Beschreibung kein Anspruch auf eine laufende Klimaanlage.


