Ätherische Öle in der Kosmetik
Wir alle kennen es bestimmt, es ist wieder einmal alles richtig stressig, Hektik macht sich breit, und auf einmal ist da ein Duft, der einen gefangen nimmt. Sei es Rose, Vanille oder etwas ganz anderes, man kann nicht anders, außer einfach einmal richtig tief einzuatmen, und das blumige oder auch süße Aroma sorgt dafür, dass man auch mitten im kalten Winter ganz wunderbare Erinnerungen bekommt an den Sommer und natürlich auch an die Sonne.
Oder man erinnert sich an den großen Strauß Rosen, den es zum letzten Hochzeitstag gegeben hat. Die Situationen variieren sicherlich je nach Duft.
Es gibt Aromen, die auf den Körper und auch die Seele weitaus schneller wirken können, als dies für irgendeinen Sinneseindruck überhaupt möglich wäre. Allerdings ist es auch immer so, dass die Empfindungen der Menschen immer recht subjektiv sind. Ein Duft, den die einen lieben, erzeugt vielleicht bei anderen nur ein Rümpfen der Nase. Die Gefühle werden auch von den eigenen Erinnerungen mitgestaltet.
Die Funktionsweise ist hier recht einfach. Die unterschiedlichen Geruchsmoleküle heften sich selbst an die sogenannten Rezeptorzellen, die sich in der Nase befinden. Diese werden von ihnen aktiviert. Diese Botschaft wandert dann ganz direkt in das Gehirn weiter, und sie beeinflusst auch das limbische System. Dieses System ist die eigentliche Steuerzentrale, die für unsere Gefühlswelt zuständig ist. Als Ergebnis erfahren wir dann Frische, gute Laune, Entspannung oder auch Vitalität. Natürlich ist dies wieder einmal etwas, das sich die Kosmetikindustrie gleich zunutze gemacht hat. Daher werden solche Aromen heute ganz gezielt eingesetzt in Cremes, Duschgels oder auch Parfüms. Damit will man der feinen Nase schöne Geruchserlebnisse bescheren. Durch diese Aromen erhält das Gehirn gleich die gewünschte Botschaft, und das sogar ganz unbewusst.
Am besten kann man diese Wirkung beobachten bei Produkten, die die naturreinen ätherischen Öle enthalten. Diese findet man unter anderem in der Naturkosmetik. Die einzige Ausnahme ist hier das Rosenöl, da dies meistens recht schwer herzustellen ist aus den echten Rosenblüten. Daher darf es hier auch schon einmal ein synthetisch hergestellter Duft sein, auf dem Markt gibt es heute bereits sehr gute Nachbildungen.
Hier einmal ein paar Düfte und ihre Wirkungen:
Sandelholz verströmt beispielsweise in Form von Räucherstäbchen einen schönen holzig-warmen und zudem auch noch leicht süßlichen Duft im ganzen Raum. Die Wirkung ist ausgleichend, und ihm wird auch nachgesagt, dass er erotisierend sein soll.
Die Rose ist immer sehr beliebt, sie wirkt sehr entspannend und schafft zudem noch eine sehr angenehme Atmosphäre. Werden diese Öle in einer Gesichtsmaske eingesetzt, dann erfrischt diese den Teint und beruhigt auch dazu. Der schon sehr verlockende Duft soll zudem auch aphrodisierend wirken.
Die Melisse riecht immer leicht zitronig, das vertreibt den Stress und auch noch eine eventuelle Schlaflosigkeit. Dabei ist es vollkommen egal, ob man das Öl nutzt für die Duftlampe oder auch für das Badewasser.
Rosmarin wird sehr gerne in der Küche genutzt, aber auch als ätherisches Öl ist er sehr gut, denn er sorgt für einen idealen Start in den Tag. Wer Energie braucht, kann den Duft des Rosmarins auch nutzen als einfaches Natur-Parfüm. Kombinieren kann man dies recht gut mit Ingwer oder auch Grapefruit.
Zitrusfrüchte senden immer das Signal zum Aufwachen. Darum wird der Zitrusduft sehr gerne genutzt im Duschgel, denn so kann er gleich morgens die Durchblutung ankurbeln und auch die Konzentration fördern. Wer sich dieses spritzige Gefühl über den Tag retten will, der kann auch Bodysprays nutzen, die beispielsweise Grapefruit-Duft enthalten. So kann man jederzeit die pure Frische einatmen.
Lavendel ist sehr bekannt und natürlich auch beliebt. Dieses Kraut blüht schön lila, und er ist bekannt als Entspannungsduft. Er riecht zudem auch gleich nach Erholung und Urlaub und schenkt auch noch Harmonie und Ruhe, wenn man ihn in der Luft verteilt oder auch im Badewasser nutzt.


