Perfekt geeignet für den Herbst – eine Reise in den Harz
Wenn man sich auf den Weg in den Harz macht, und die Stadt Wernigerode besuchen möchte, sieht man wahrscheinlich zuerst ein Flammenmeer aus Blättern, und danach dann gleich Türme und Türmchen sowie auch Mauern und Zinnen oder Emporen. Das ist das sichere Zeichen dafür, dass man das Schloss vor sich hat, das im 12. Jahrhundert erbaut wurde, und das das Wahrzeichen von Wernigerode ist.
Unterhalb dieses Schlosses gibt es viele bunte Fachwerkhäuser aus ganz verschiedenen Epochen, das älteste wurde im Jahre 1400 erbaut. Das kleinste wurde um 1800 erbaut, und es sieht irgendwie so aus, als ob es nur als Lückenfüller von drei Metern genutzt würde. Es hat nur eine Küche und dazu einen Raum von rund zehn Quadratmetern.
In diesem Städtchen, und zwar mitten durch die ganzen Straßen an den Haustüren vorbei, dampft die schöne Schmalspurbahn den Brocken hinauf. Seit vielen Jahren ist es nun wieder so, dass mehr Menschen in den Harz reisen, aber viele bleiben leider nur wenige Tage, und das ist einfach zu wenig, um den wirklich einzigartigen Zauber dieser gesamten Mittelgebirgsregion richtig einzufangen. Dieses Gebiet bietet eine wirklich traumhafte Natur, und gerade im Herbst lädt sie alle Besucher zu ausgiebigen Wanderungen ein. Aber der Harz hat neben der Natur noch viel mehr zu bieten, denn im Harz gibt es gleich vier Welterbestätten, diese sind Quedlinburg, Goslar, Eisleben und seit kurzem auch die „Oberharzer Wasserwirtschaft“. Auch die verschiedenen Angebote für die ausgiebige Wellness im schönen Harz sind sehr verlockend für alle Entspannungssuchenden.
Quedlinburg ist zwar recht alt, aber vom Verstaubtsein noch recht weit entfernt. Und es ist ein wirkliches Fachwerkwunder, denn nirgendwo kann man mehr finden. Hier gibt es 1500 Häuser, die über sechs Jahrhunderte erbaut wurden, und sich in den krummen Gassen schön windschief aneinander reihen. Und alles das sammelt sich am Fuße des Schlossbergs, auf dem dann die sehr imposante Stiftskirche thront.
In Goslar erwarten den Gast gleich zweimal ein Weltkulturerbe, zum einen das Bergwerk Rammelsberg und dann noch die Altstadt mit den fünf großen Pfarrkirchen, dem Marktplatz, den Wallresten und auch der Kaiserpfalz. Man kann schauen, wohin immer man will, überall trifft man auf die alte Tradition. Aber es gibt auch ein neues Angebot, das ist ein Stadtrundgang, der auf den Spuren der Unternehmer-Familie Siemens wandelt.
In Eisleben sieht es nicht anders aus, auch hier folgt man der Geschichte auf Schritt und Tritt. Ganz besonders kann man hier die Geschichte von Martin Luther verfolgen, der genau von Eisleben aus im 16. Jahrhundert die kirchliche Welt ziemlich aufmischte. Sehen kann man dort das Geburtshaus, das Sterbehaus und auch die Taufkirche.
In Stolberg kann man einen Ausflug in das Mittelalter unternehmen, denn hier gibt es ein Schloss, zwei Straßen und auch einige Gassen, die reich verzierte Fachwerkhäuser haben.
Eigentlich ist ein mehr an Romantik und Idylle gar nicht mehr möglich.


