Schmecken nicht nur gut sondern sind auch gesund – Wintergewürze
In den vergangenen Jahrhunderten waren Gewürze immer etwas sehr Kostbares und auch Exotisches. Jedes Würzmittel, das von weit her kam, war für die Menschen im Mittelalter irgendeine Art von „Pfeffer“. Schon allein das Wort Pfefferkuchen, das man für Lebkuchen auch nutzt, deutet darauf hin. Dieser „Pfeffer“ war immer sehr kostbar, und darum sagte man den Gewürzen auch gerne Eigenschaften nach, die sie aber gar nicht hatten. Das Betraf vor allen Dingen ihre Wirkungen als Heilmittel. Dennoch gibt es aber sehr viele Beschwerden, bei denen Gewürze doch helfen können. Auf leckere Art gesund bleiben ist eigentlich ganz einfach.
Nicht wegzudenken aus dem Rotkohl, dem Lebkuchen oder auch dem Glühwein ist die Gewürznelke. Durch die intensiven ätherischen Öle wird die Verdauung unterstützt. Aber das Nelkenöl, das man in der Apotheke bekommt, wirkt auch gleichzeitig noch antibakteriell. Wenn man ein paar wenige Tropfen davon in ein Glas mit lauwarmes Wasser gibt, dann erhält man eine sehr wirksame Mundspülung. Als Einreibung kann das Nelkenöl auch sehr gut bei Muskelschmerzen helfen.
Sie ist es, die dem Kartoffelbrei und auch Soßen ihren letzten Pfiff gibt, die Muskatnuss. Aber auch diese Muskatnuss hat eine medizinische Wirkung. Sie ist in Asien eine sehr wichtige Heilpflanze, die zur Stärkung der Nerven genutzt wird. Es empfiehlt sich, Muskat immer als ganze Nuss zu kaufen und diese dann immer frisch zu reiben. Man kann auch eine Prise dieses Gewürzes mit einem Glas Milch aufkochen und dann eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen trinken. Das beruhigt die Nerven und sorgt für eine ruhige Nacht.
Gegen Kopfschmerzen hat sich der Koriander bewährt. Allerdings ist der Geschmack von Korianderblättern nicht unbedingt jedermanns Sache. Aber die Samen schmecken recht angenehm zitronig. Kocht man aus einem Teelöffel zerstoßenen Samen und einer Tasse Wasser in 15 Minuten einen Sud, dann kann dieser sehr gut gegen Migräne helfen. Bei Bedarf kann man den Sud auch mit Honig süßen.
Auch in Deutschland wird der Ingwer momentan immer beliebter, sei es frisch gehackt, süß kandiert oder auch sauer eingelegt, auch Deutschland wird momentan vom Ingwer erobert. Es ist aber nicht nur der frische Geschmack, den man am Ingwer liebt, auch seine Wirkung gegen Übelkeit wird sehr geschätzt. Wenn man drei Scheiben Ingwer mit einer Tasse kochendem Wasser übergießt und dies für zehn Minuten ziehen lässt, dann hat man ein wirksames Mittel gegen Übelkeit.
Für den Geist empfiehlt sich Kardamom. Die Inhaltsstoffe, die in den grünen Kapseln stecken, wirken sehr anregend auf den Körper und den Geist. Das könnte ein Grund sein, warum die Schweden ihn traditionell in ihren Glühwein, auch unter „Glögg“ bekannt, geben. Zur gleichen Zeit beruhigt der Kardamom aber auch die Verdauung. Man kann auch eine Prise in den Kaffee geben, denn so wird dieser bekömmlicher und auch gleichzeitig noch anregender.
Vanille ist immer sehr beliebt, und das ist nicht nur bei uns so. Das Gewürz, das aus den Schoten der südamerikanischen Orchideen gewonnen wird, hebt die Stimmung und stärkt gleichzeitig auch noch die Nerven. Zudem zügelt sie auch noch den Appetit, es reicht hier schon aus, wenn man bei Heißhunger daran riecht.
Sie schmecken zwar ähnlich, sind aber nicht miteinander verwandt, der Anis und der Sternanis. Das wirklich unverkennbare Aroma steckt in sehr vielen Tees, und das hat auch einen sehr guten Grund. Durch die ätherischen Öle kann man der Verdauung sehr gut helfen. Gleichzeitig schützen sie auch vor Blähungen, und auch Husten wird gelindert. Zudem hat die sternförmige Variante auch noch eine ganz tolle Optik.
Zimt ist ein sehr beliebtes Gewürz, dennoch kam es vor einiger Zeit ins Gerede, denn der billige Cassia-Zimt, der in Fertigprodukten verwendet wird, enthält das giftige Cumarin. Daher ist es besser, wenn man den echten Ceylon-Zimt kauft. Dieser ist zwar teurer, aber dafür fördert er die Durchblutung und auch die Verdauung. Dieser Zimt kann sogar Diabetikern helfen, ihren Blutzucker zu regulieren.
Früher war es so, dass Gewürze mit Gold aufgewogen wurden. Beim Safran ist dies noch heute der Fall. Diese Blütenfäden, die von einer ganz bestimmten Krokusart stammen, sind momentan das teuerste Gewürz auf der ganzen Welt. Dafür braucht man aber auch nur sehr wenig davon. Wenn man eine Prise Safran zwei Minuten in Milch köcheln lässt und diese dann warm trinkt, dann hat man ein sehr wirksames Mittel gegen Regelschmerzen.
Auch das Piment soll hier nicht vergessen werden. Bei uns werden sehr gerne Fleischgerichte mit diesen gemahlenen Früchten aus Mittelamerika gewürzt. Piment ist aber auch in der Lage, bei Rheumaschmerzen zu helfen. In diesem Fall gibt man einen Esslöffel zerstoßene, gekochte Körner auf ein Tuch und legt dieses dann auf die schmerzende Stelle.


