Es ist wie immer, andere Länder, andere Sitten, aber auch andere Essgewohnheiten. Oft hat man sich sicherlich schon gefragt, warum die Asiatinnen so schlank sind, oder warum die Französinnen oft eine so schlanke Figur haben, obwohl es dort üblich ist, dass manchmal gar schon mittags ein mehrgängiges Menü auf den Tisch kommt. Wenn man einmal rund um die Welt schaut, findet man überall andere Schlank-Geheimnisse bei den Damen, und diese liegen immer in den traditionellen Zutaten und Speisen sowie auch den landestypischen Begebenheiten begründet.
Warum nicht einfach einmal ein paar der Tricks ausprobieren?
In Indien nutzt man Ingwerwasser, um die Verdauung anzuregen. Dieses schön zitronig-scharf schmeckende Getränk wird täglich empfohlen, und zwar in der indischen Heillehre Ayurveda. Durch die Scharfstoffe, die im Ingwer enthalten sind, werden der Stoffwechsel und auch die Verdauung angeregt. Am besten schneidet man ein haselnussgroßes Stück des Ingwers und auch ein Viertel unbehandelte Zitrone klein, und dann übergießt man dies mit einem halben Liter kochendem Wasser. Die Mischung für zehn Minuten ziehen lassen. Dann über den Vormittag verteilt trinken.
In Italien verwendet man Blutorangen als Fettblocker. Auf Sizilien gibt es eine alte Bauernregel die besagt, dass derjenige, der täglich Blutorangensaft trinkt, 100 Jahre alt wird. In einer Studie aus Mailand kann man aber zeigen, dass diese etwas herberen dunkelroten Apfelsinen noch so einiges mehr können. Die Forscher konnten herausfinden, dass das regelmäßige Trinken von Blutorangensaft die Einlagerung von Fett in das Fettgewebe verhindern kann. Am besten trinkt man bereits zum Frühstück oder auch alternativ am Vormittag ein Glas Blutorangen-Direktsaft, und zwar als leichten Snack.
In Mexiko nutzt man Chia als einen echten Sattmacher. Diese recht kleinen schwarzen und weißen Samen wurden dort bereits von den Azteken angebaut. Diese Power-Pakete quellen im Magen so richtig stark auf, und somit halten sie über einige Stunden satt. In Mexiko trinkt man diese gequollenen Samen mit dem Saft von einer Orange und auch etwas Agavendicksaft, und damit bekämpft man den Hunger. Gleichzeitig liefert Chia auch noch reichlich Omega-3-Fettsäuren und auch ein hochwertiges Eiweiß. Am besten gibt man einen halben Teelöffel Chia über Salate oder auch ein Müsli. Bekommen kann man diese Samen im Reformhaus oder auch im Internet.
In Paraguay nutzt man Stevia zum leichten Süßen. Es ist rund 300-mal süßer als der herkömmliche Zucker und dazu noch praktisch kalorienfrei. Dieses Kraut aus Südamerika nutzten sogar schon die Ureinwohner seit vielen Jahrhunderten zum Verfeinern ihrer Tees. Bisher ist Stevia noch nicht als Süßungsmittel im Handel erhältlich, man kann es aber als Badezusatz oder als Produkt für Kosmetikzwecke kaufen. Zum Süßen und auch Backen sollte man aber nur Produkte nutzen, die einen Stevioglykosid-Gehalt von mindestens 95 Prozent haben.
In Brasilien nutzt man Bohnen, um den Blutzucker zu stabilisieren. Vor allen Dingen die schwarzen, recht süßlich schmeckenden Bohnen isst man in Brasilien traditionell als Eintopf oder auch ganz einfach als Beilage. Sie haben einen sehr hohen Ballaststoffgehalt und auch sehr komplexe Kohlenhydrate, daher schwankt hier auch der Insulinspiegel nur recht wenig. So wird Heißhunger verhindert. Am besten plant man diese Bohnen zwei Mal in der Woche ein, es können auch weiße Bohnen oder rote Kidney-Bohnen sein, die aus der Dose kommen.
In Griechenland wird sehr gerne das leckere Olivenöl genutzt, um den Appetit zu zügeln. Diese sogenannte grüne Gold der Griechen ist ganz besonders reich an Ölsäure. Aus dieser Ölsäure entsteht dann bei der Verdauung ein Hormon, das dem Gehirn dann meldet, dass man satt ist. So kann man den Appetit regulieren. In der Küche sollte das Olivenöl mindestens einmal am Tag zum Einsatz kommen. Am besten ist ein Esslöffel pro Person. Dabei kann es als Salat-Dressing oder auch zum Dünsten von Gemüse eingesetzt werden, wie man es einsetzt, ist eigentlich egal, Hauptsache man hat diese Menge genutzt.
In Japan wird sehr viel gegrillt, gedünstet oder auch gedämpft. Die leichten Grundzutaten der asiatischen Küche sind Soja, Reis, viel Gemüse und auch Fisch. Diese werden dort bereits zum Frühstück warm gegessen.
So wird der Magen gefüllt und eine gute Sättigung erreicht. Aber hier kann man schon bereits bei der Zubereitung einiges abschauen aus dem Land der aufgehenden Sonne, denn in Japan wird sehr kalorienarm gedünstet, gedämpft oder auch gegrillt. So gelingen die Gerichte immer sehr figurfreundlich. Auch der Geschmack der einzelnen Zutaten kommt immer viel besser zur Geltung.
In Schweden nutzt man Joghurt als Sattmacher. Diesen gibt es in Skandinavien bereits zum Frühstück, ebenso wie Dickmilch und Buttermilch. Dort nutzt man davon mehr als doppelt so viel wie hier in Deutschland. Durch den hohen Eiweißanteil der Produkte erreicht man eine schnell Sättigung, und das Kalzium, das darin enthalten ist, sorgt dann dafür, dass der Körper auch auf Fettabbau umstellt. Am besten gibt man morgens 150 Gramm Joghurt in das Müsli, und genießt am Mittag einen Drink aus 200 Gramm Dickmilch und ein paar pürierten Früchten.
Australiens Damen setzen Exoten ein, um den Stoffwechsel zu pushen. Früchte, die bei uns eher selten sind, gehören auf der anderen Seite der Welt zum Alltag dazu, so wie Mango, Ananas, Maracujas oder auch Papaya. Diese sind ganz besonders reich an Enzymen, und diese unterstützen die Verdauung. Zudem liefern sie auch sehr viel Vitamin C, und das ist absolut unverzichtbar für den Stoffwechsel. Am besten gönnt man sich nach dem Essen eine Portion exotisches Obst als leichtes Dessert. So unterstützt man den Körper beim Verarbeiten der Mahlzeit.
In der Türkei isst man sehr gerne Kerne als Snack. Eine sehr beliebte Knabberei sind hier geröstete Sonnenblumenkerne. Sie haben einen großen Schlank-Vorteil, denn sie haben einen sehr hohen Eiweißgehalt und sättigen so besonders gut. Zudem liefern sie nur sehr wenige Kohlenhydrate, so dass man sie auch ohne Probleme abends genießen kann. Am besten kauft man die Kerne immer mit der Schale, denn durch das Knacken isst man gleich auch noch viel weniger davon.
Unsere Nachbarn in Frankreich lieben es, ganz gemütlich mit der Familie oder auch mit Freunden zusammenzusitzen und dabei zu genießen. Dabei wird immer sehr viel geredet, gestikuliert und auch gelacht, und dadurch isst man auch ganz automatisch sehr viel langsamer. Zudem merkt man auch viel eher, dass man satt ist. Daher ist es ein guter Tipp, sich einfach wieder einmal Zeit zu nehmen für die Mahlzeiten, und vor allen Dingen sollte man nicht im Stehen oder gar Gehen essen. Dadurch neigt man viel eher zum Schlingen, und man futtert sich auch schnell über den Sättigungspunkt hinaus.
Südafrika hat einen Tee zu bieten, der auch hierzulande immer begehrter wird – der Honeybush-Tee. Dieser wird schon seit über 300 Jahren in Südafrika gebrüht und stammt aus den nach Honig duftenden Blättern und Blüten. Er schmeckt bereits von Natur aus süß, und er vertreibt somit die Naschlust, und das ganz ohne irgendwelche Kalorien. Als weiteren Schlank-Effekt hat er auch sekundäre Pflanzenstoffe zu bieten, die den Blutzucker senken und auch das Insulin ausbremsen. Wenn man also Lust bekommt auf etwas Süßes, dann erst einmal abwarten und ein bis zwei Tassen dieses Tees trinken. So wird der Magen gefüllt und die Naschattacke vertrieben.
In Russland ist es die Rote Bete, die beim Schlankwerden hilft. Hier ist es egal, ob als Salat in geraspelter Form oder auch im Nationalgericht Borschtsch, in Russland wird die Rote Bete regelmäßig genossen.
Sie enthält sehr viel an Betain, und das ist der Eiweiß-Baustein, der die Leber anregt und somit den Fettabbau in Schwung bringt. Mindestens einmal in der Woche sollte man zwei Knollen zu sich nehmen, beispielsweise als Salat oder auch in Suppen. Man kann hier auch ganz einfach bereits vorgegarte Rote Bete nutzen.
Auch Ungarn hat ein Schlank-Geheimnis, hier macht sauer nicht nur lustig, sondern auch schlank. Eingelegtes Gemüse hat in Ungarn seit jeher eine sehr lange Tradition, und es wird auch sehr gerne als Beilage genutzt zu Fleisch oder auch einfach als Snack nebenbei. Dies hat einen sehr großen Pluspunkt, denn eingemachte Paprika, Gurken, Zwiebeln oder auch Blumenkohl sind ganz besonders kalorienarm, und die Säure wiederum vertreibt den Heißhunger. Wenn dann einmal der kleine Hunger kommt, sollte man ruhig einmal etwas Saures snacken, dies macht sich auch gut als kalorienarmer Brotbelag, beispielsweise mit einem fettarmen Schinken.
Dezember 1st, 2011 |