Gesund ganz ohne Chemie – die anthroposophische Medizin

Wenn man krank ist, dann kann man meistens ganz instinktiv spüren, dass es eigentlich nicht nur der Körper ist, der ganz einfach streikt, auch Geist und Seele leiden gleichzeitig. Oft ist es auch so, dass sie die Beschwerden sogar mit ausgelöst haben. Wenn man dann wieder auf die Beine kommen will, muss eine gezielte Unterstützung für Körper, Geist und Seele gegeben werden.

Das ist genau der Punkt, an dem die anthroposophische Medizin ansetzt.

Schaut man sich die rein naturwissenschaftlich orientierte Schulmedizin an, so stellt man fest, dass diese sich lediglich darauf beschränkt, die krankhaften Zustände auch chemischen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten zu erklären. Die anthroposophische Medizin will aber viel mehr als das. Diese Medizin will auch gleichzeitig noch mit einbeziehen, wodurch Seele, Leben und Geist des Menschen gesetzmäßig individuell geprägt wird. Das wäre zum Beispiel als Ausdruck der Lebenskräfte das Wachstum, Regeneration und auch der Tag-Nacht-Rhythmus. Der Ausdruck der Seele zeigt sich durch Mimik, Gestik oder auch Muskelspannung. Der Ausdruck des Geistigen zeigt sich durch Gang, Haltung, Orientiertheit, Wärmeverteilung und auch Sprache.

Bei der anthroposophischen Medizin ist es nicht nur so, dass der Patient ein Objekt der ärztlichen Kunst ist, sondern gleichzeitig auch ein Partner des Arztes. Der Grund ist ganz einfach, denn wer kennt den Patienten schon besser als der Patient selbst? In dieser Richtung der Medizin ist es außerdem so, dass alles Krankmachende und auch das Gesundheit Fördernde immer zusammengehören, und das steht im krassen Gegensatz zur herkömmlichen Medizin, denn diese beschäftigt sich nur recht einseitig damit. Der Mittelpunkt dieser ganzheitlichen Behandlung ist ganz eindeutig die Erweckung der Selbstheilungskräfte des Organismus.

Die anthroposophische Medizin sieht Krankheiten nicht als zufällig auftretende Fehlfunktionen, viel mehr werden sie als innere Prozesse angesehen, die sich auch wirklich nur dann zeigen, wenn die immer stattfindenden Wechselbeziehungen zwischen Körper, Seele und Geist auch wirklich aus der Balance geraten sind. Die Tradition dieser Medizin kann mittlerweile auf fast 100 Jahre zurückblicken, und sie wird in weit über 80 Ländern praktiziert. Auch während vieler Kuraufenthalte ist es so, dass man Therapeuten und Mediziner finden wird, die mit dieser anthroposophischen Medizin behandeln.

Auch wenn es oft belächelt wird, schaut man sich diese Verbreitung an, dann soll wohl doch etwas dran sein an Körperwickeln, rhythmischen Massagen, Klangschalen und auch Heilsteinen. Auch Bewegungs- und Maltherapien und Arzneien aus Mineralien und Pflanzen gehören hier zum Therapieprogramm dazu. Zudem ist es auch so, dass diese spezielle Medizin bereits seit 1976 im Arzneimittelgesetz fest verankert ist, und zwar als „besondere Therapieeinrichtung“. Genauso ist es auch im Sozialgesetzbuch V, wo sie seit 1989 als „medizinische Einrichtung“ anerkannt und verankert ist.

Die anthroposophischen Ärzte wenden für eine Diagnose auch alle Verfahren der konventionellen Medizin an, aber bevor all die technischen Geräte zum Einsatz kommen, betrachtet man den Menschen als Ganzes.

Anschließend stellt sich dann die Frage, welche neuen Erkenntnisse die Untersuchung überhaupt bringt. Die Frage stellt sich, ob sie für den Patienten überhaupt relevant ist. Hier wird die moderne Medizintechnik nur eingesetzt, wenn es wirklich einen erkennbaren Nutzen für den Patienten gibt. Das ist der beste Weg, um all die unnützen Untersuchungen zu vermeiden, die heute gerne gemacht werden. Sollte es allerdings notwendig sein, wird sich auch jeder anthroposophische Arzt der modernen Methoden bedienen.

In die Hausapotheke gehören hier auf jeden Fall anthroposophische Mittel, das sind Tabletten, Tropfen und auch Salben, die aus Mineralien, Pflanzen oder auch Metallen und tierischen Substanzen gewonnen werden. Ameisensäure wirkt hier beispielsweise gegen Heuschnupfen, und Gold bei Kreislaufschwäche. Eine große Rolle spielt in der Krebs-Therapie ebenfalls die Anthroposophie, und zwar mit dem Mistel-Extrakt. Ganzheitlich behandeln, dieses Gebiet wird immer mehr an Bedeutung zunehmen.

März 1st, 2011 | Leave a Comment

Bachblüten – vielseitige sanfte Hilfe bei Beschwerden

Bachblüten werden zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Ihr Erfinder war der Arzt Edward Bach. Bachblüten gehören in den Bereich der Naturheilkunde. Man geht bei dieser Therapieform davon aus, dass bei Krankheit ein Ungleichgewicht zwischen Körper und Seele entstanden ist.

Mit der entsprechenden Blüte oder einer Kombination verschiedener Essenzen soll das Gleichgewicht wiederhergestellt werden. Entscheidend für die Wahl des richtigen Mittels ist die persönliche Gefühlslage und das Wesen des einzelnen.

Die Bachblütentherapie zählt zu den Pseudowissenschaften, seit es nicht gelungen ist, die Wirkungen wissenschaftlich nachzuweisen. Die Bachblüten Therapie wird für Mensch und Tier genutzt. Bis heute gibt es Patienten, die auf den Erfolg der Bachblüten schwören.

Unabhängig von der Diskussion über die Wirksamkeit haben sich vor allem die Notfalltropfen durchgesetzt. Ob es auf Einbildung beruht, oder die Tropfen doch ihre Wirkung nicht verfehlen, wird sich wohl nie endgültig klären lassen. Notfalltropfen eignen sich auch für Kinder, zum Beispiel nach einem Schrecken oder bei starker psychischer Belastung.

Auch wenn über die Wirkung diskutiert wird, so ist bekannt, dass Nebenwirkungen nicht zu erwarten sind. Durch den hohen Gehalt von Alkohol in den Tropfen empfiehlt es sich, die Tropfen für Kinder mit einer größeren Menge Wasser zu vermischen. Die Notfalltropfen, auch bekannt unter dem Namen Rescue Tropfen, enthalten die Bachblüten: Cherry Plum, Clematis, Impatiens, Rock Rose und Star of Bethlehem. Notfalltropfen können eingenommen werden, wobei wenige Tropfen genügen, oder man tupft sie auf die Stirn. Nach Verletzungen können Sie zum Beispiel mit Umschlägen angewendet werden, wie nach Prellungen oder Verstauchungen, wenn ein kalter Lappen um das verletzte Körperteil gelegt wird, den man zuvor in kaltes Wasser gelegt hat. Vorher sollte man bis zu sechs Notfalltropfen in das Wasser geben. Natürlich ersetzt die Einnahme und Anwendung der Bachblüten nicht den Besuch beim Arzt.

Wer unter Allergien leidet, sollte vor der ersten Einnahme seinen Arzt um Rat fragen. Die Bachblüten eignen sich aber auch für den Alltag. Wer immer wieder zu bestimmten Verhaltensweisen neigt, die belastend sind, könnte es mit der entsprechenden Bachblüte versuchen.

Patienten, die in einer Lebenskrise stecken, unsicher sind und Sorge haben, könnten von der Bachblüte Wild Oat profitieren. Betroffene, die auf diese Bachblüten ansprechen neigen dazu, sich immer wieder neue Aufgaben zu suchen, und sie aufgrund einer gewissen Orientierungslosigkeit schnell wieder abzubrechen. Es besteht eine gewisse Unfähigkeit, sich festzulegen. Wer auf Wild Oat anspricht, hat viele Talente und Begabungen, was dazu führt, dass grundsätzlich alles, was angefangen wird, über einen gewissen Zeitraum funktioniert, sich aber unbefriedigend anfühlt.

Hingegen profitieren zum Beispiel junge Mütter, die unter ständigen Ängsten leiden, von Red Chestnut. Diese Bachblüte kann z.B. dann helfen, wenn das Kind beginnt selbstständig zu werden, öfter außer Haus ist oder in den Kindergarten kommt. Das Abgeben von Verantwortung fällt diesen Frauen so schwer, so dass sie nicht nur darunter leiden, sondern sogar krank werden können. Angst um sich selbst kennen sie gar nicht. Stattdessen leiden sie sehr unter ihrem Pessimismus. Sie wissen, dass ihr Verhalten falsch ist und sie sich selbst schaden. Wenige Tropfen der Bachblüten können schon helfen, dass der psychische Druck nachlässt.

Februar 28th, 2011 | Leave a Comment

Das Achtsamkeitstraining – nicht nur für Buddhisten interessant

Das Achtsamkeitstraining ist allen bekannt, die sich intensiv mit dem Buddhismus befasst haben. Auch Teilnehmer diverser Yoga oder Meditationsübungen kennen diese Form des Trainings. Erhöhte Achtsamkeit soll dazu führen, dass Schmerzen besser verarbeitet werden und Stress gelindert wird. Das Achtsamkeitstraining hat damit sowohl religiöse als auch medizinische Berechtigung.

Wer mit mehr Achtsamkeit durchs Leben geht, kann Automatismen vermeiden, die oft genug im Alltag in Stress verstärken. Achtsam zu sein bedeutet, aufmerksam zu bleiben und die Umgebung als Ganzes zu erfassen. Wer sich mit dem Achtsamkeitstraining auseinander gesetzt hat, kommt schnell zu dem Schluss, dass es sich um die Lösung vieler Probleme handeln könnte. Dennoch wird man zu Beginn professionelle Unterstützung brauchen um den Grad zu erreichen, der die Achtsamkeit Teil des eigenen Verhaltens werden lässt.

Das Achtsamkeitstraining können alle Interessenten in den buddhistischen Zentren, in Kursen der Volkshochschule oder in Kurkliniken erlernen. Die Wirkung des Achtsamkeitstrainings ist unbestritten. Wer keine Zeit hat an Kursen teilzunehmen und trotzdem bereit ist, sich intensiv mit den Theorien auseinander zusetzen, kann mit konkreten Übungen aus Büchern oder aus Lern-CDs viel erreichen. Kurse haben hingegen den Vorteil, dass sich die Teilnehmer austauschen können und sich gegenseitig mit wertvollen Tipps helfen.

Wer sich das erste Mal mit dem Achtsamkeitstraining auseinander setzt, sollte die Übungen nicht auf die Trainingszeit beschränken, sondern jede Situation im Alltag dazu nutzen, die neu gewonnene Erfahrungen umzusetzen. Nur so können die Erkenntnisse auch tatsächlich zum Erfolg führen. Wer nicht an Kursen teilnehmen kann, sollte sich die gemachten Erfolge notieren. In Form eines Tagebuchs lassen sich die Veränderungen leichter festhalten.

Das Achtsamkeitstraining zeigt seinen größten Erfolg nicht nur in Alltagssituationen, sondern besonders bei Konflikten oder unerwarteten Momenten, die besondere Ansprüche stellen. Wie sehr Stress Einfluss auf Entscheidungen hat, erfahren besonders die Menschen, die sich intensiv mit dem Achtsamkeitstraining befasst haben und es bereits in den Alltag integrieren konnten. Plötzlich werden besonders anspruchsvolle Situationen viel einfacher bewältigt. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass das veränderte Verhalten in besonders stressigen oder konfliktbelasteten Situationen auch das Umfeld positiv beeinflusst.

Die meisten Menschen, die mit dieser Art des Trainings einmal begonnen haben, absolvieren die Kurse bis zum Ende. Ein solches Training ist nicht einfach zu bewältigen, es eignet sich dennoch für alle Altersgruppen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. In einem Kurs rund um das Achtsamkeitstraining treffen die verschiedensten Menschen aufeinander, die Religion ist nicht entscheidend. Eine verstärkte Achtsamkeit, die nicht nur die Sinne für die Umgebung, die Menschen und die eigene Person schärft, stellt sich nicht innerhalb weniger Wochen ein. Die meisten Teilnehmer brauchen mindestens ein halbes Jahr, bis sie in der Lage sind ihr Bewusstsein zu schärfen. Dennoch wird man auch nach einem gründlichen Achtsamkeitstraining immer etwas an sich arbeiten müssen.

Wer einmal die Grundzüge der Achtsamkeit verstanden hat, wird um diese Erkenntnisse ewig dankbar sein. In jeder Lebenssituation, vor allem bei schwierigen Prozessen, wie schweren Erkrankungen hilft das Achtsamkeitstraining den Betroffenen die Situation besser zu bewältigen. Die positiven Effekte des Achtsamkeitstrainings sind wissenschaftlich erforscht und unstrittig.

Februar 15th, 2011 | Leave a Comment

Heilmoor – beliebt als Moor Kur und auch als Kinderwunschbehandlung

Moor wird oft in Verbindung gebracht mit negativen Ereignissen. Sei es eine Moorleiche, die nach Jahrhunderten gefunden wird oder ein Krimi, in dem jemand ohne Rettungschance im Moor versinkt.

Dabei hat Moor soviel positive Wirkstoffe, dass es auch „Schwarzes Gold“ oder „Wunderwaffe“ genannt wird. Durch das Verhalten von kranken Tieren, die sich im Moor wälzten oder daraus tranken, soll der Mensch bereits im 14. Jahrhundert auf die heilende Wirkung des Moores aufmerksam geworden sein. Seitdem hat sich in vielen Bereichen die Anwendung durchgesetzt, Wissenschaftler haben diverse Untersuchungen und Studien durchgeführt. Heute gibt es kaum jemanden, der nicht die angenehme Wirkung eines warmen Moorbades oder einer Fangopackung zu schätzen weiß.

Moor hat eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, z.B. Huminsäure Kieselsäure, Spurenelemente, ätherische Öle, Hormone und Hunderte von Kräutern. Durch die Vertorfung vieler Pflanzen zu Humus haben sich organische Stoffe gebildet, die bei der Verflüssigung im Wasser vom menschlichen Gewebe aufgenommen werden können. Zu den Inhaltsstoffen von Moor gehören auch Bestandteile (Huminsäure Acetylsalizylsäure- ASS), die zum Teil für Schmerzmittel genutzt werden.

Das Moor in den verschiedenen Gegenden ist nicht identisch in der natürlichen Zusammensetzung, es gibt wissenschaftlich bestätigte Qualität in staatlich kontrollierten Moorbereichen. Die Wirkungen der Inhaltsstoffe des Heilmoores sind vielseitig, wissenschaftlich bestätigt wurde die eine nachhaltige entzündungshemmende, muskel-aktivierende, kräftigende und schmerzstillende Wirkung.

Eine Moortrinkkur schützt vor einer Übersäuerung des Magens, hilft bei chronischen Entzündungen der Magenschleimhaut oder Magengeschwüren, Zwölffingerdarmgeschwüren oder chronischen Entzündungen der Darmwand sowie Eisenmangelzuständen. Moorpackungen können zur Wärme- oder Kältetherapie eingesetzt werden und helfen bei Gicht oder Rheuma, Rücken- und Nackenschmerzen, Gelenkschmerzen, Verspannungen, Ischiasbeschwerden, Migräne, Bauch, Zahn- und Kopfschmerzen.

Moorbäder sind ein Anti-Stressmittel, kräftigen den Organismus und mobilisieren die Selbstheilungskräfte. Die Wärmekapazität des Heilmoores sorgt dafür, dass die Wärme tief in das Gewebe eindringen kann und eine Überwärmung in Bereichen erzeugt, deren Durchblutung angeregt werden soll. Moorpackungen können dabei besonders gezielt eingesetzt werden.

Das Wissen um die Wirkung des Heilmoores auch bei Frauenleiden hat die höhere Gesellschaft bereits im 18. Jahrhundert genutzt, vielen hat eine intensive Moor Kur zum sehnlichst erwünschten Stammhalter verholfen. Nach Untersuchungen der Ludwig-Maximilians-Universität München verhalf eine Kur in heissem Heilmoor jeder zweiten Frau mit Eireifungsstörungen wieder zum Eisprung.

Nach jüngsten Untersuchungen der Ruhr-Universität Bochum enthält Moor auch hormonregulierende Wirkung durch Fulvin- und Ulminsäure, der Spiegel der schwangerschaftsverhindernden Hormone sinkt und der Spiegel der Östrogene steigt durch ein heißes Moorbad.

Seit einigen Jahren hat sich auch die Vaginale Moorbehandlung bewährt bei chronischen Beschwerden oder funktioneller weiblicher Sterilität. Bei einer Kinderwunschbehandlung wird Moor z.B. in einem Leinensäckchen auf etwa 45 Grad erwärmt und in die Scheide für 1 – 6 Stunden eingeführt. Das Moor bewirkt, dass die Durchblutung im Bereich der Gebärmutter und der Eierstöcke angeregt wird und hierdurch die Stimulation der Eigenhormonproduktion eintritt. Während des Zyklus sollte die Vaginale Moorbehandlung alle 2 Tage durchgeführt werden bei gleichzeitiger Zykluskontrolle durch Temperaturmessung.

Verschiedene Kurkliniken haben sich bereits auf Moorbehandlungen für Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch spezialisiert. Wissenschaftliche Studien in diesem Bereich sind noch nicht abgeschlossen. Aber es gibt Frauen, die inzwischen Mutter geworden sind.

Februar 14th, 2011 | Leave a Comment

Mehr Energie mit Kiatsu

Kaum jemand entscheidet sich für einen neuen Lebensweg, weil der sich besonders spannend anhört. Die meisten Menschen sind stattdessen auf der Suche nach einem Weg aus einer besonderen Lebenssituation oder nach einem neuen Ziel, nachdem sich das bisherige Leben als Sackgasse herausgestellt hat.

Oft genug sind gesundheitliche Probleme der Auslöser, und nicht selten verstärkt eine Veränderung der persönlichen Lebenssituation den Wunsch, neue Wege zu gehen.

Kiatsu ist ein Weg, der mehr ist als nur ein therapeutisches Verfahren für mehr Gesundheit. Kiatsu stammt aus Japan und ist die Schule für Shiatsu. Shiatsu ist vor allem Körperarbeit. Die Methode ist sehr alt und wurde schon vor 2000 Jahren beschrieben. Ein Teil des Wissens war verloren gegangen und wurde erst wesentlich später wieder entdeckt.

Beim Shiatsu gibt es einen Therapeuten und eine zu behandelnde Person, die entspannt und bequem auf dem Rücken liegt und die Anwendungen genießt. Die ruhige Umgebung ist dabei besonders wichtig, denn alles soll möglichst entspannend sein. Die verschiedenen Techniken setzen sich zusammen aus: Auffüllen und Nähren, aus Ausleiten und Bewegen und auch Lockern, Halten und Rotieren. Gearbeitet wird in einem bestimmten Rhythmus. Der jeweils eingesetzte Druck kann stark variieren.

Der Begriff Kiatsu setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. Das erste Wort ist „Ki“ und das steht für Lebensenergie. Das zweite Wort ist „atsu“ und steht für Druck. Kiatsu setzt sich außerdem aus verschiedenen Elementen zusammen. So spielt vor allem die Traditionelle Chinesische Medizin eine entscheidende Rolle. Außerdem findet man Einflüsse der Thaimassage. Zur Behandlung gehört die wohltuende Massage, aber auch Dehnungsübungen. Man nutzt außerdem die Möglichkeiten der Akupressur.

Helfend sind zudem die energetischen Handgriffe. Dafür muss sich der Therapeut nicht nur mit dem Verlauf der Meridiane auskennen. Die Meridiane können mit Energieleitbahnen übersetzt werden. Auf den Meridianen finden sich viele Akupressurpunkte, die einzeln oder in einer bestimmten Reihenfolge und Kombination behandelt werden. Deren Behandlung kann eine starke Wirkung auf viele Befindlichkeitsstörungen verursachen. Die Wirkung ist oft schon sehr schnell spürbar. Kiatsu arbeitet auch mit den Chakren. Das sind Energiespeicher.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin geht man davon aus, dass im Körper die Energie fließt. Kommt es dabei zu Störungen, wird man krank. Durch die Behandlungen können gefüllte Energiebahnen entstaut werden, so dass die Energie wieder fließen kann. Mit Kiatsu wird niemand gleich wieder gesund. Dennoch ist die Methode ein Weg, gesund zu werden, und das ganz ohne Nebenwirkungen. Stattdessen sind es die Selbstheilungskräfte, die aktiviert werden.

Eine Behandlung mit Kiatsu setzt eine gründliche Untersuchung voraus. Die vorliegenden Blockaden können nur mit Hilfe einer sehr guten Ausbildung erfühlt und dann auch behandelt werden. Kiatsu eignet sich schon dann, wenn man das Gefühl hat, aus dem Gleichgewicht geraten zu sein. Kiatsu ist außerdem betreuend bei chronischen oder akuten Krankheiten begleitend eine große Hilfe.

Februar 10th, 2011 | Leave a Comment

Familienaufstellung – therapeutische Hilfe oder Showprogramm?

Unter dem Begriff Familienaufstellung versteht man nicht die Vorbereitung für ein Gruppenfoto, sondern ein Verfahren aus dem Bereich der Psychoanalyse. Hierbei befasst sich der Patient im Geist mit seiner Familie und versucht, mithilfe fremder Personen als Stellvertreter für die Familienmitglieder die Beziehungen untereinander zu erkennen.

Diese Stellvertreter werden von ihm auf einer freien Fläche so positioniert wie er die einzelnen Stellungen seiner Familie einschätzt und empfindet. Dieses soll Aufschluss über bisher unerkannte Beziehungsstörungen geben. Entwickelt wurde hierzu ein Verfahren vom ehemaligen Priester Bert Hellinger.

Zum besseren Verständnis ist ein Rückblick auf den Ursprung nötig. Die amerikanische Therapeutin und Lehrerin Virginia Satir am Illinois State Psychiatric Institute begann in den 50er Jahren, im Einzelfall Patienten mit ihren Familien zu therapieren. Dem Patienten sollte seine Stellung innerhalb des Systems der Familie bewusst werden. Dieses Verfahren entwickelte sich zur sogenannten Familienrekonstruktion. Später wurde die Rolle der Familienmitglieder von fremden Personen oder Skulpturen übernommen, die vom Patienten „gestellt“ wurden, dieses wurde als Methode der Familienskulptur bekannt.

Unerklärbar ist bei diesen Rollenspielen, warum sich Ähnlichkeiten der fremden Personen mit den Eigenschaften der wirklichen Familienmitglieder ergeben. Durch die Art des Positionierens und des Verlaufs dieser Gruppenspiele können sich Beziehungskonflikte offenbaren und gezielt therapiert werden.

Bert Hellinger entwickelte die Familienaufstellung unter Berücksichtigung einer Ordnung innerhalb der Familie. Nach seiner Auffassung hat der Mann Vorrang vor der Frau, das ältere Kind vor dem jüngeren und diese Rangordnung muss beim Stellen der Personen berücksichtigt werden. Allein Verstöße gegen diese Ordnung sollen zu Verhaltensstörungen und Krankheiten führen, auch generationsübergreifend kann sich das noch auswirken. Er betätigt sich als Aufstellungsleiter und kennt die Beteiligten in der Regel nicht. Der Klient sucht sich bei seinen Sitzungen Stellvertreter aus und positioniert sie nach seiner geistigen Vorstellung wie die Familienmitglieder. Die Sitzung soll erst beendet sein, wenn sich jeder auf seiner Position wohlfühlt. Natürlich muss hierbei auch die von Hellinger vorgegebene Rangordnung eingehalten werden.

Hellinger gibt bei seinen Sitzungen häufig Sätze vor, die das Schicksal des anderen würdigen und anerkennen, damit sie sich aus Verstrickungen lösen können. Die Stellvertreter werden hier von „einer anderen Macht in Besitz genommen und geführt“, ihr Verhalten wird als das Verhalten der Familienmitglieder übernommen und soll Aufschluss über die „Verstrickungen“ geben, die Hellinger interpretiert. Hat jeder die Wohlfühlposition erreicht, sollen auch Probleme und Krankheiten beseitigt sein.

Nach Beendigung der Familienaufstellung wendet sich Hellinger dem nächsten Fall zu. Oft werden bei Großveranstaltungen mit mehr als 500 Personen mehrere Familienaufstellungen durchgeführt. Viele Angebote gibt es im Internet für die Familienaufstellung nach Hellinger, hier bieten z.B. Heilpraktiker, Ateliers für Lebensgestaltung, Familienberater und auch nur auf Familienaufstellungen spezialisierte Praxen ihre Dienste an.

Kritische Stimmen gibt es von vielen Psychologen, Psychotherapeuten, Psychoanalytikern und der Deutschen Gesellschaft für Systematische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF). Nach ihrer Einschätzung nimmt der nicht geschulte Therapeut Hellinger durch Vorgabe seiner Ordnung zu viel Einfluss und manipuliert das Verhalten der Beteiligten. Die Familienaufstellung kann nach Meinung der Experten hilfreich sein im Rahmen einer Therapie, darf aber nicht als Therapie allein betrachtet sondern muss aufgearbeitet werden.

Februar 9th, 2011 | Leave a Comment

Gesund mit Chinakräutern – die Traditionelle Chinesische Medizin

Das Interesse an alternativen Behandlungsmöglichkeiten ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten stark gestiegen. In der westlichen Welt wird immer mehr nach natürlichen Methoden gesucht, um diverse Beschwerden zu mildern und Krankheitsverläufe positiv zu beeinflussen.

Die Traditionelle Chinesische Medizin, kurz TCM, ist in diesem Zusammenhang eine beliebte Behandlungsform, die immer häufiger zum Einsatz kommt.

Akupunktur, Qigong, Massagen und Heilkräuteranwendungen gehören ebenso zur Traditionellen Chinesischen Medizin wie natürliche Verfahren zur funktionalen Diagnostik. Die Anwendung von chinesischen Kräutern ist eine geeignete Möglichkeit, um auf natürlichem Wege und mit natürlichen Mitteln eine wirksame Alternative zur hiesigen Schulmedizin zu schaffen.

Die steigende Nachfrage an Chinakräutern und Kräutertees bestätigt die Wirksamkeit und Beliebtheit dieser heilenden Kräuter. Auch Bücher und Internetseiten zum Thema sind gefragt und lassen vermuten, dass bei vielen Menschen diesbezüglich ein Umdenken stattfindet. Durchaus lässt sich die chinesische Kräutermedizin als Kunst beschreiben. Kräuter, teilweise in Kombination mit anderen heilenden Substanzen, werden eingesetzt, um eine heilende Wirkung zu erzielen. Vielfach sind die Kräuter und Kräutermischungen auf die individuellen Beschwerden und die spezielle Konstitution der einzelnen Patienten abgestimmt.

Viele Alternativmediziner, vornehmlich Heilpraktiker, widmen sich der Kräuterkunde und ihren positiven Wirkeigenschaften. Seminare und Fortbildungsangebote in diesem Bereich sorgen für gezielte Hintergrundinformationen, fachliches Wissen und den angemessenen Einsatz der Chinakräuter.

Viele Menschen beschäftigen sich jedoch auch selbst mit den heilenden chinesischen Kräutern und entdecken für sich eine wohltuende und gesundheitsfördernde Wirkung. Als Beispiel sei die Jiaogulan-Pflanze (Gynostemma pentaphyllum) genannt, die auch heute noch in China angebaut wird. Jiaogulan gehört zur Familie der Kürbisgewächse. Natürliche Anbaumethoden gewährleisten eine gute Qualität des Produktes. Die getrocknete Jiaogulan-Pflanze wird vornehmlich zur Herstellung von Tee verwendet, der auch als Stoffwechseltee bezeichnet wird. Die regelmäßige Einnahme von Jiaogulan-Tee wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel und die körperliche Widerstandskraft aus. Ebenso wird diesem Tee eine harmonisierende und ausgleichende Wirkung zugesprochen.

Auch bei Problemen, die mit Stress zusammenhängen, zeigt der Tee eine balancierende Wirkung. Dafür sind in erster Linie die in der Pflanze enthaltenen Adaptogene verantwortlich. Die weiteren Inhaltsstoffe wie Saponine und Ginsenoside, die dem der Ginseng-Pflanze sehr ähnlich sind, haben dazu geführt, dass Jiaogulan auch als Frauenginseng bezeichnet wird. Nicht zuletzt auch deshalb, da Frauen die Saponine verstärkt zur Hormonsynthese brauchen. Ebenso wirkt der Tee antioxidativ und schützt somit die Zellen vor vorzeitiger Alterung. Die Jiaogulan-Pflanze und andere chinesische Kräuter können sehr wohl auch bei diversen akuten Beschwerden und sogar bei chronischen Erkrankungen eingesetzt werden.

Jiaogulan, Ginseng, Fo Tieng, Ingwer, Chinesische Engelwurz und Co. können bei unterschiedlichen Krankheitsbildern unterstützend und heilend wirken. Spezielle Kräutermischungen, die von Fachleuten, beispielsweise von Heilpraktikern, hergestellt werden, verzeichnen gute Therapieerfolge. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Betrachtung und Beurteilung des einzelnen Menschen und seiner individuellen Beschwerden und Leiden.

Chinesische Kräuter können sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Die Einnahme von Tee oder die Durchführung einer Trinkkur sind in diesem Zusammenhang die bekanntesten Darreichungsformen. Darüber hinaus können Chinakräuter auch für Bäder verwendet werden. So beispielsweise bei Erkrankungen der Haut oder bei Blasenentzündungen. Bei bestimmten Verletzungen können auch Kräuterumschläge eingesetzt werden. So können Chinakräutern eine durchaus heilende Wirkung zugesprochen werden.

Februar 7th, 2011 | Leave a Comment

Die Ozontherapie – eine alternative Behandlungsmethode zur Schulmedizin

Die Ozontherapie ist eine alternative Behandlungsmethode welche helfen soll, die Sauerstoffversorgung des Organismus zu optimieren. Auch die Durchblutung und der Stoffwechsel werden erheblich verbessert. Besonders gut sind die Heilungschancen bei verschiedenen Durchblutungsstörungen, verschiedenen Herzkrankheiten, rheumatischen Erkrankungen oder Lebererkrankungen. Die Ozontherapie wird auch zur Nachbehandlung von Schlaganfällen eingesetzt, oder als begleitende Therapie bei Krebserkrankungen.

Ozon kennt jeder, und man denkt automatisch an das in unserer Umwelt vorkommende schädliche Ozon. Bei der Ozontherapie wird das Ozon aus reinem Sauerstoff hergestellt. Es handelt sich hierbei um eine sehr energiereiche Form des 3-atomigen Sauerstoffs. Das künstlich gewonnene Ozon kann nur für kurze Zeit gelagert werden, und muss deshalb innerhalb kürzester Zeit verabreicht werden.

Die Verabreichung kann auf verschiedene Arten erfolgen. Die bekannteste und am häufigsten eingesetzte Methode ist die Eigenblutbehandlung. Hierbei wird zwischen der kleinen und der großen Eigenblutbehandlung unterschieden. Bei der kleinen Eigenblutbehandlung wird dem Patienten Blut aus der Vene im Arm entnommen. Das Blut wird mit dem medizinischen Ozon angereichert, und anschließend wird es per Injektion in einen Muskel wie zum Beispiel den Gesäßmuskel zurückgespritzt. Bei der großen Eigenblutbehandlung hingegen wird das angereicherte Blut als Tropfinfusion zurück in den Körper geleitet. Schon kleinste Mengen reichen aus, um den Stoffwechsel zu aktivieren und somit die Sauerstoffversorgung deutlich zu verbessern.

Chronische Beschwerden, die auf eine Sauerstoffunterversorgung zurückzuführen sind wie Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche können so gezielt behandelt werden. Bei der Ozontherapie werden viele Organe wie Leber und Nieren entgiftet und gereinigt. Durch die Stärkung der Immunabwehrkräfte des medizinischen Ozons sinkt die Infektanfälligkeit und das Risiko an Allergien zu erkranken. Aufgrund der hohen bakterientötenden und pilztötenden Wirkung ist das medizinische Ozon auch zur Desinfektion von Wunden bestens geeignet. In Form von ozonisiertem Öl oder per Beutelbegasung wird es verabreicht. Die Wunden heilen so schneller und problemloser ab.

Bei entzündlichen Darmerkrankungen oder zur Revitalisierung bei Virus bedingten Erkrankungen kann die Verabreichung auch rektal erfolgen. In einigen orthopädischen Praxen findet die Ozontherapie ebenfalls Anwendung. Sie wird bei Arthritis und reaktivierten Arthrosen in die Gelenke injiziert. Eine Ozontherapie mittels Beatmung darf nicht durchgeführt werden. Die Ozontherapie kann als Einzeltherapie durchgeführt werden, sie eignet sich aber auch hervorragend zur Kombination mit weiteren natürlichen Heilverfahren wie den Schüssler Salzen, der Homöopathie oder der Sauerstofftherapie. Ebenso gut stellt es eine begleitende Behandlungsform neben der Schulmedizin dar.

Die Ozontherapie darf unter bestimmten Voraussetzungen nicht durchgeführt werden. Bei seltenen Erbkrankheiten, akuten Herzbeschwerden, inneren Blutungen, Schilddrüsenüberfunktionen oder während der Schwangerschaft ist von einer Behandlung mit medizinischem Ozon abzuraten. Bei einer Ozontherapie sollten dem behandelnden Arzt alle Medikamente genannt werden, die man derzeit einnimmt, da Wechselwirkungen bei bestimmten Medikamenten wie zum Beispiel Vitamin C-Präparaten oder gerinnungshemmende Arzneimittel nicht ausgeschlossen werden können.

Trotz der großen Erfolge mit der Ozontherapie werden die Kosten von den Krankenkassen leider nicht übernommen. Es kann sogar belegt werden, dass sich die Behandlungsdauer vieler Erkrankungen erheblich verkürzt und dadurch Kosten gespart werden können.

Februar 3rd, 2011 | Leave a Comment

Ein weiterer Zweig der Alternativmedizin – die anthroposophische Medizin

Die anthroposophische Medizin gehört neben der Homöopathie, der Phytotherapie, der Neuraltherapie und der Traditionellen Chinesischen Medizin zu den so genannten komplementärmedizinischen Richtungen, also zur Alternativmedizin.

Die wissenschaftliche Anerkennung dieser Behandlungsmethoden ist (noch) nicht erfolgt, so dass viele auch die anthroposophische Medizin als „Humbug“ abtun und sie in die Richtung der Esoterik schieben. Erklären bzw. nachvollziehen lässt sich diese Ablehnung, wenn man sich die Grundlagen der Anthroposophie und damit auch der anthroposophischen Medizin ansieht.

Ihr Begründer, der Philosoph Rudolf Steiner (1861 – 1925) glaubte daran, dass alle Lebewesen neben ihrem rein physikalischen Körper noch weitere haben. Zum einen hat alles Lebendige noch einen so genannten „ätherischen Leib“, übersetzen könnte man dies als einen Energiekörper. Dessen Existenz wird heute immer mehr auch wissenschaftlich akzeptiert, da es inzwischen einige Verfahren zur Sichtbarmachung der Energien gibt.

Als weiteren Leib benannte Steiner den astralen, als Astralkörper aus der Parapsychologie bekannt. Über diesen verfügen nur Menschen und Tiere, nicht aber Pflanzen. Die Existenz dieses Astralleibs ist für sehr viele Menschen Einbildung, erlebte Phänomene von Astralreisen zum Beispiel im Zusammenhang mit Nahtod- Erfahrungen werden als Halluzinationen erklärt.

Schließlich besitzt allein der Mensch den vierten Körper, der von Steiner als „individuelles Ich“ bezeichnet wurde. Angelehnt ist die Definition dieses „Ichs“ an die der regulären Psychologie, eine 100%ige Übereinstimmung gibt es jedoch nicht. Aus der Theorie der Anthroposophie heraus legte Rudolf Steiner den Grundstein für die anthroposophische Medizin.

Vor allem die Ärztin Ita Wegmann (1876 – 1943) half bei deren Weiterentwicklung und dem Erfassen der entsprechenden Therapiemöglichkeiten. Die anthroposophische Medizin nutzt bis heute viele verschiedene Möglichkeiten der Behandlung, die zum überwiegenden Teil auch aus anderen medizinischen Bereichen bekannt sind. Bewegungstherapien, Massagen, Einreibungen und Wickel gehören zu den häufigsten körperlichen Verfahren, um Beschwerden und Erkrankungen zu lindern. Medikamente werden entweder aus der Pflanzenheilkunde übernommen oder es werden verschiedenste Mineralien, Pflanzen und andere Stoffe nach homöopathischen Prinzipien verarbeitet und medikamentös angewandt.

Trotz aller Zweifel an den Theorien Steiners hat sich die anthroposophische Medizin bis heute gehalten und es finden sich vor allem in Deutschland und der Schweiz mehrere Kliniken, die nach ihren Grundsätzen behandeln. Wissenschaftlich anerkannt ist die anthroposophische Medizin jedoch nicht, unter anderem auch aufgrund der fehlenden Anerkennung der homöopathischen Arzneien.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Ausbildung zum anthroposophischen Mediziner zwar für Ärzte ohne Probleme möglich, die späteren Behandlungs- und vor allem Diagnostikverfahren aber kaum definiert sind. Auch dies erschwert die Anerkennung der anthroposophischen Medizin, da das angewandte Diagnoseverfahren allein der Wahl des Arztes unterliegt und in vielen Fällen „übersinnliche“ Fähigkeiten voraussetzt.

Grundsätzlich ist es natürlich immer ratsam, auch seelische Zustände bei der Erkennung und Behandlung von körperlichen Symptomen zu berücksichtigen, die Verteilung auf vier verschiedene Körper erschwert dies aber ungemein. Für den Patienten bedeutet dies, sich seinen anthroposophischen Arzt sehr sorgfältig auszuwählen. Nicht nur, dass dieser auf jeden Fall über Erfahrung und versierte allgemeinmedizinische Kenntnisse verfügen muss, aufgrund des Fehlens diagnostischer Geräte muss er auch über die individuell unterschiedliche und nicht messbare Fähigkeit verfügen, Beschwerden aller vier Körper eines Menschen erkennen bzw. wahrnehmen zu können.

Januar 25th, 2011 | Leave a Comment

Die Druckpunktmassage auch eher bekannt als Akupressur

Im Umgang mit Erkrankungen werden die meisten Menschen immer kritischer. Kleine gesundheitliche Störungen können medikamentös behandelt werden und da ist immer die persönliche Belastbarkeit entscheidend. Besonders Schmerzzustände, die keine erkennbare Ursache haben, sollten nicht dauerhaft mit schweren Medikamenten behandelt werden.

Auch leichte Kopfschmerzen können jedoch den Alltag unangenehm machen, und so sind die Betroffenen oft auch der Suche nach einer sanften Methode, sich zu helfen. Doch auch bei schweren Erkrankungen macht es Sinn, sich zusätzlich Hilfe in der sanften Medizin zu holen, denn so kann in vielen Fällen die Dosis für die starken Medikamente reduziert werden und darüber hinaus das Wohlbefinden gesteigert werden.

Eine der sanften Methoden ist die Druckpunktmassage. Dabei handelt es sich um einen Teilbereich der Naturheilverfahren. Die Druckpunktmassage wird von Ärzten, Heilpraktikern, aber auch von anderen Angehörigen des medizinischen Berufsstandes angeboten. Sie ist nicht kompliziert zu erlernen und eignet sich daher auch für Laien. Die Problematik liegt eher darin, die richtigen Punkte zu kennen, wie auch ihre Wirkungsweise zu erfassen. Dann müssen sie auch gefunden werden. Das setzt eine gewisse Übung voraus.

Akupressur kann nicht heilen, aber sie kann Beschwerden deutlich lindern und gibt den Betroffenen auch die Möglichkeit, sich selbst zu helfen. Die Druckpunktmassage, auch Akupressur genannt, ist an sich schmerzfrei. Bei schweren gesundheitlichen Störungen sind jedoch häufig die auf der Hautoberfläche liegenden Punkte empfindlich für Berührungen. Diese Punkte werden dann besonders sanft behandelt. Nebenwirkungen sind nicht bekannt, deshalb ist die Akupressur auch für Kinder geeignet.

Die Akupressur beseitigt nicht gezielt die Symptome einer Erkrankung. Stattdessen wirkt die Behandlung der Punkte auf die Ursache der gesundheitlichen Probleme. Die zu behandelnden Druckpunkte liegen auf den Meridianen, die auch für die Akupunktur eine Rolle spielen. Wer die Akupressur ausprobieren möchte, sollte sich für die erste Behandlung die wichtigsten Punkte zeigen lassen. Alles, was nicht bei normaler Bekleidung sichtbar ist, kann mit einem Punkt, zum Beispiel durch einen Kugelschreiber, markiert werden. Mit etwas Übung sind die Druckpunkte dann auch zu ertasten. Der Hautwiderstand ist an den Stellen niedriger, wie auch die Temperatur von der Umgebung abweichen kann.

Die Massage wird mit der Fingerkuppe durchgeführt. Es gibt verschiedene Techniken für eine solche Massage. Liegen die Punkte dicht beieinander, so kann auch mit der ganzen Hand massiert werden. Das ist jedoch auch abhängig von den Symptomen und der Art der Erkrankung. Die Dauer der Behandlung richtet sich vor allem nach dem persönlichen Empfinden. Das gilt auch für die Stärke der Massage. In den meisten Fällen genügen wenige Sekunden für eine Massage. Es ist jedoch auch möglich, über mehrere Minuten zu behandeln. In den meisten Fällen wird mehr als nur ein Punkt behandelt. Viele zusätzliche Druckpunkte sind nicht für eine bestimmte Erkrankung hilfreich, sie sorgen auch für ein Gleichgewicht. Das ist der so genannte Yin-Yang-Ausgleich, der vor jeder Behandlung durchgeführt werden kann.

Besonders hilfreich sind die Stresspunkte. Bei akuten Angstsituationen, wie auch bei Erschrecken oder Stress, kann die Behandlung mancher Punkte sofort Erleichterung bringen.

Januar 20th, 2011 | Leave a Comment

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