Schmerzfrei bei Rheuma mit Heiltees und Akupunktur aus der neuen China-Medizin
Wer heute beim Arzt nicht mehr weiter kommt, weil es nichts mehr zu geben scheint, das bei der eigenen Erkrankung helfen könnte, der versucht sich gerne in alternativen Heilmethoden, und das sehr oft zurecht. Sehr beliebt ist hier die TCM, die Traditionelle Chinesische Medizin.
Zugegeben, wenn man eine spezielle Klinik für die TCM das erste Mal aufsucht, dann fällt es einem schon schwer zu glauben, dass es sich wirklich um eine Klinik handelt. Anstatt Desinfektionsgeruch trifft man hier auf Beifuß-Duft, statt Ultraschall gibt es eine Zungendiagnose, und auch ein Skalpell gibt es hier nicht, sondern nur ein paar dünne Nadeln.
Das ist alles so ganz anders als das, was man sich unter einer Klinik vorstellt. Eine solche Klinik ist beispielsweise die Klinik am Steigerwald.
Das Team dieser Klinik unter Leitung von Chefarzt Dr. Christian Schmincke behandelt in der Klinik ausschließlich mit der TCM, deren Methoden aus westlicher Sicht sehr oft mehr als ungewöhnlich sind. Dennoch lässt es sich nicht verleugnen, dass diese Methoden sehr oft einen recht erstaunlichen Erfolg bringen.
Gerade sehr viele Rheumapatienten kommen in die Klinik, die meistens eine jahrelange Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich haben. Alles, was die Ärzte für sie parat hatten, waren Kortison und Schmerzmittel, und das wollen die meisten irgendwann nicht mehr. Noch dazu haben sie fast alle Hoffnung verloren, wenn sie in der Klinik ankommen, da man ihnen gesagt hat, dass ihre chronische Krankheit eben einfach unheilbar ist. Das stimmt allerdings so nicht ganz, denn mehr als siebzig Prozent der behandelten Patienten verlassen die Klinik wieder mit schmerzfreien Gelenken.
Der Chefarzt erläutert, dass rund 86 Prozent der Patienten aus schulmedizinischer Sicht als unheilbar gelten. Das Problem ist aber meistens, dass sehr viele der Patienten über eine lange Zeit starke Schmerzmittel einnehmen, so dass man nach einer gewissen Zeit gar nicht mehr feststellen kann, welche Beschwerden, die der Patient hat, denn nun auf die Erkrankung zurückzuführen sind, und welche auf die Nebenwirkungen der Schmerzmittel.
In der TCM-Klinik werden Schritt für Schritt die chemischen Mittel reduziert. Die Schmerzen zu lindern und auch die Körper-Abwehr anzuregen, das macht man hier unter anderem mit Akupunktur. Durch das Setzen dieser feinen kleinen Nadeln werden nicht nur die inneren Organe stimuliert, sondern auch Blockaden gelöst. Die Akupunktur ist die erste Methode der TCM, die hier in Deutschland offiziell anerkannt wurde, weil es für deren Wirksamkeit wissenschaftliche Beweise gibt.
Aber natürlich ist die Akupunktur nur eine der vielen Säulen der China-Medizin. Es gibt hier ein ganzheitliches System, das auf einer recht umfassenden und auch sehr umfangreichen Untersuchung beruht, bei der auch unter anderem der Puls und die Zunge betrachtet werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung fließen dann auch ganz gezielt in die Therapie ein, die auf jeden einzelnen Patienten speziell zugeschnitten wird. Patentrezepte gibt es in der TCM nicht.
Obwohl die Entzündungen und die Schmerzen in den Gelenken bei den meisten Rheumapatienten gleich sein mögen, sind es die Ursachen bei weitem nicht. Die Entscheidung darüber, welche Massagen hier in Frage kommen, und ob vielleicht eher das Abbrennen von Beifußkraut oder doch eher Schröpfen passend ist, die fällen die Ärzte nicht nach den Symptomen, sondern nach der körperlichen und auch seelischen Verfassung des einzelnen Patienten.
Hier ist es allerdings so, dass derjenige, der wirklich gesund werden möchte, auch mitarbeiten muss. Das ist etwas so bei den Qigong-Übungen, die gerade Rheumapatienten sehr gut tun, denn sie machen die Gelenke beweglicher. Eine sehr große Rolle spielt aber auch hier die Ernährung.
Das Heilwissen aus der TCM ist mehrere Tausend Jahre alt, und es wird von den modernen TCM-Ärzten von heute angepasst. So wurde im Laufe der Zeit festgestellt, dass die verwendete Kräuterarznei in Deutschland in der Regel nicht so hoch dosiert werden sollte. Um diese Mischungen und auch Abkochungen herzustellen, die aus mehr als 600 Ingredenzien zusammengestellt werden, ist sehr viel Erfahrung wichtig. Selbstversuche mit chinesischen Kräutern sollte man auf jeden Fall unterlassen.
Viele der Patienten, die jetzt schmerzfrei sind, halten sich ganz genau an die Vorgaben, denn auch zu Hause geht die Behandlung mit den Tees natürlich weiter. Und die meisten kehren auch ein bis zwei Mal im Jahr in die Klinik zurück, um sicherzustellen, dass auch noch alles in Ordnung ist. Auch hier gilt wie immer, dass Vorbeugung genauso wichtig ist wie die Therapie.


