Jetzt ist sie endlich da, die für viele schönste Zeit des Jahres. Die Ferien haben in vielen Bundesländern bereits angefangen, und die anderen werden bald auch in den Urlaub aufbrechen. Wer einen unbeschwerten Urlaub erleben will, der sollte allerdings schön vor dem Urlaub und auch während des Urlaubs auf einige Dinge achten, die einem sonst die ganze Reise vermiesen können.
Wer einen Urlaub in einem sonnigen Land mit einem schönen Strand gebucht hat, der sollte sich reiflich überlegen, ob er eines der schönen warmen Getränke, die die Händler am Strand anbieten, kaufen sollte, denn der Preis ist sehr oft vier bis fünfmal so hoch wie normal. Oft ist es auch sehr viel günstiger, direkt im Sand auf einem Handtuch zu liegen, denn beispielsweise in Italien zahlt man pro Tag für einen Sonnenschirm mit zwei Liegen schon einmal um die vierzig Euro. Gegen diese Abzocke am Strand kann man aber nichts machen, denn egal, welche Behörde oder Privatmann für den Strand zuständig ist, die Preise mach hier derjenige, der den Strand sauber hält. Und am Pool gilt: nur weil man meint, sich seine Liege mit seinem Handtuch gesichert zu haben, ist dies nicht immer der Fall, denn eine Garantie gibt einem das nicht.
Eine weitere Falle lauert ebenfalls am Strand. Während in fast ganz Europa das Oben-ohne-Sonnen gar kein Problem ist, können in anderen Ländern schon recht harte Strafen auf die Damen warten. Im beliebten Urlaubsland Türkei ist dies der Fall, hier ist auch das Oben-ohne-Sonnen am hoteleigenen Pool nicht erlaubt. Die meisten muslimischen Länder und auch Afrika und Asien erlauben kein Sonnenbad ohne Bikinioberteil. Ganz hart wird es, wenn man in Malaysia, Kenia oder Sri Lanka erwischt wird, denn hier droht dann gleich ein Urlaub im Knast. Nicht ganz so hart trifft es die Urlauberinnen auf Korsika, das eine Ausnahme in Europa darstellt, denn hier kostet das Oben-ohne-Sonnen 150 Euro. Auch in den USA muss man aufpassen, hier ist das Nacktbaden zwar an einigen Stränden erlaubt, aber nur sehr selten. Aber auch das harmlose Umziehen am Strand wird dort nicht gerne gesehen. Vielerorts müssen sogar kleine Mädchen ein Bikinioberteil tragen.
Wer sich im Eifer des Gefechts zu einem Seitensprung hinreißen lässt, der muss in Nordafrika aufpassen, denn beispielsweise in Ägypten und Marokko wird dies strikt verfolgt und auch bestraft. Auf den Philippinen kann man dafür sogar im Gefängnis landen.
Sehr oft fallen Touristen auch auf die Taxi-Falle herein. Man möchte sich von A nach B begeben, und laut Stadtplan ist dies auch eine sehr kurze Strecke, aber irgendwie wird der Trip zu einer ganzen Tagestour. Das ist bereits vielen Urlaubern so ergangen. Oft findet man Taxameter, die gar nicht erst geeicht sind, oder sie sind gar nicht mit dem Kilometerzähler verbunden, und in einigen Taxen gibt es gar nicht erst einen. Am einfachsten ist es, bereits vor der Fahrt nach dem Preis zu fragen, oder auch gleich einen Festpreis auszumachen. Dabei sollte man auch gleich fragen, ob dieser Preis pro Fahrt gilt oder pro Passagier im Taxi. Wer sich vor Abzocke absichern möchte der sollte beachten, dass es in jedem Land eine offizielle, spezielle Farbe haben, daran erkennt man die legalen Taxis. Auch haben die legalen Varianten Ordnungsnummern vorzuweisen.
Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, der muss auf die Bußgeld-Fallen aufpassen. In den meisten Ländern Europas ist es heute Pflicht, eine Warnweste mitzuführen und im erforderlichen Fall auch zu tragen. Wer ohne angetroffen wird, ist mit mindestens 36 Euro dabei. Wer in Österreich ohne eine gültige Mautmarke erwischt wird, der darf dem Staat 120 Euro zahlen.
Im griechischen Teil von Zypern ist es verboten, zu hupen. Wer dennoch nachts oder in der Nähe eines Krankenhauses hupt, der wird wenn er erwischt wird eine Strafe von 25 Euro zu zahlen haben.
In den USA gibt es außerdem recht empfindliche Strafen für Sex im Auto. Und in Saudi-Arabien müssen Frauen keinerlei Knöllchen oder Strafen im Straßenverkehr fürchten, denn sie dürfen hier gar nicht erst Auto fahren.
Es ist aber auch so verlockend – das denkt sich jeder, wenn er in die Schnäppchen-Falle tappt. Eigentlich so teure Markenware zu einem spottbilligen Preis, da greift so manch ein Urlauber zu. Dass hier etwas nicht stimmen kann bei solchen Preisen, das ist den meisten klar, aber davon lässt man sich nicht abhalten. Allerdings muss man hier in einigen Ländern schon beim Kauf aufpassen. In Italien kann allein schon der Kauf einer gefälschten Sonnenbrille mit einer Strafe von 10.000 Euro geahndet werden. Wer wirklich Markenware kaufen möchte, der sollte immer einen lizensierten Shop aufsuchen, sich für das Produkt ein Zertifikat geben lassen und, ganz wichtig, eine Quittung verlangen, denn die wird dann beim Zoll benötigt bei der Rückkehr nach Deutschland.
Und auch wer sich gerne mit Plagiaten eindeckt, hat auf den Zoll zu achten. Zwar darf man diese Plagiate einführen, aber nur bis zu einem Wert von bis zu 175 Euro. Wenn der Einkaufspreis darüber liegt, dann werden alle Fälschungen einbehalten.
Bereits vor der Buchung sollte man sich über die Verpflegung im Urlaub Gedanken machen, denn in die All-inclusive-Falle tappen auch jedes Jahr wieder viele Urlauber. All-inclusive bedeutet in der Reisebranche nichts anderes, als dass alkoholische und nichtalkoholische Getränke im Preis inbegriffen sind. Viele vergessen allerdings, dass es hier Einschränkungen gibt. Oft sind nur die Getränke frei, die in dem betreffenden Land hergestellt werden. Wer dann trotzdem nicht auf seinen Lieblingsdrink verzichten möchte, der muss extra zahlen, und das kann ganz schön ins Geld gehen. Wer übrigens meint, dass eine Klage wegen Lärms von Betrunkenen bei einem solchen All-Inclusive-Urlaub Erfolg haben könnte, der liegt falsch, denn laut Gesetz gehört das Gegröhle von Betrunkenen zu einem solchen Angebot dazu. Besser ist, man informiert sich vor der Reisebuchung darüber, ob das Hotel einige Extras anzubieten hat.
Ist dies nicht der Fall, ist man in den meisten Fällen mit einer Halbpension weitaus besser bedient.
Und dann gibt es noch die Reisekatalog-Falle. Jeder kennt es, die Reiseveranstalter umschreiben mit blumigen Worten das Hotel und den Ort. Aber was steckt wirklich dahinter?
Wer mit einem „Direktflug“ zum Urlaubsort möchte, der weiß lediglich, dass er in ein und demselben Flugzeug transportiert wird, aber Zwischenlandungen sind immer möglich. Wer ohne eine Zwischenlandung fliegen möchte, der sollte einen „Nonstop-Flug“ nutzen.
„Direkt am Meer“…viele Hotels werden so beschrieben. Und man bekommt den Eindruck, dass sich der Sandstrand direkt vor der Tür befindet. Meistens ist dies aber gar nicht so. Das Hotel befindet sich zwar am Meer, aber in der Regel an einem Hafen oder einer Steilküste, und ein Badestrand ist weit und breit nicht zu sehen.
Unter dem Begriff „Naturstrand“ stellen sich die meisten Urlauber ein unberührtes Paradies, ein touristenfreies Stück Natur vor. Allerdings handelt es sich hier meist um einen Strand, der einfach nicht regelmäßig sauber gemacht wird, oft liegt Müll herum und felsig kann er auch schon einmal sein.
„Kurzer Transfer“ zum Hotel. Hört sich zunächst gut an, aber wenn der Transfer so kurz ist, dass sich das Hotel mitten in der Einflugschneise befindet, dann ist der Traum von der himmlischen Urlaubsruhe erst einmal ausgeträumt.
Der „Meerblick“ ist auch sehr beliebt bei den Touristen, und viele zahlen auch gerne ein paar Euro mehr dafür. Allerdings ist nirgends festgelegt, wie viel Meer man denn nun sehen können muss. Hier reicht sogar ein kleiner Spalt zwischen anderen Hotelblocks, so dass man für den Meerblick zahlen muss.
Wer seine Ruhe haben möchte, sollte auch nicht auf Angebote mit einer „Internationalen Atmosphäre“ hereinfallen, denn in dem Hotel fühlen sich dann Clubs und Vereine wohl, die dann lautstark feiern werden.
Auch Angaben wie „200 Meter bis zum Wasser“ können eine Falle sein. Nach den 200 Metern ist man zwar am Wasser, aber oft in einem Hafen, während man auf den Bus warten muss, der einen zu dem eigentlichen Badestrand transportieren soll.
Und wer in seiner Unterkunft etwas Komfort erwartet, der sollte keine „zweckmäßig eingerichtete Unterkunft“ buchen, denn schließlich reicht ein einfaches Bett ja auch zum Zweck des Schlafens.
Achten muss man in seinem Urlaubsland auch immer auf die Moral- und Sittenregeln. Dies gilt gerade in den islamischen Staaten oder auch in den USA. Ein nackt am Meer spielendes Kind kann hier bereits als Erregung öffentlichen Ärgernisses angesehen werden.
Oft folgt hier eine Anzeige. Hier sollten Urlauber auch auf jeden Fall darauf verzichten, von den nicht vollständig bekleideten Kindern Fotos zu machen, denn in den USA wird das schnell als Kinderpornografie aufgefasst. Im schlimmsten Fall ist hier mit Gefängnisstrafen zu rechnen.
In islamisch geprägten Urlaubsländern sollte man auch immer mit Liebesbekundungen vorsichtig sein, in Dubai kann bereits das einfache Küssen oder gar Umarmen als anstößige Handlung aufgefasst werden. In den Hotelanlagen oder auch den Ferienclubs sei dies zwar kein Problem, aber in der Öffentlichkeit muss man immer aufpassen.
Die Finger weglassen sollte man immer von Drogen. Was hierzulande nur zu geringen Strafen führt, kann in anderen Ländern schon bei kleinsten Mengen mit härtesten Strafen geahndet werden, wie beispielsweise in den USA, der Türkei oder auch Norwegen. Auch hierzulande legale Medikamente können in den USA oder Oman als illegale Drogen angesehen werden.
In vielen Ländern ist auch der Genuss von Alkohol in der Öffentlichkeit untersagt, so in den USA und Estland. Auch die Promillegrenzen sind in anderen Ländern anders und liegen nicht bei 0,5 Promille sondern viel niedriger. Darauf zu achten ist besonders in den skandinavischen Ländern und auch den USA, wo solche Verkehrsverstöße auch sehr hart geahndet werden.
In Griechenland und der Türkei muss man immer aufpassen, welche Souvenirs man einpackt, denn bereits ein am Strand gefundener Stein kann hier als Antiquität angesehen werden, deren Ausfuhr verboten ist. Das kann schnell mit einer Gefängnisstrafe enden.
Auch das Fotografieren ist in vielen Ländern nicht so einfach, oft dürfen Flughäfen, Regierungsgebäude oder auch Polizeiposten nicht fotografiert werden aus Sicherheitsgründen. Selbst mit dem Ablichten einer Brücke kann man sich bereits in den Verdacht der Spionage bringen. Solche Verbote gibt es auch in Griechenland und auf Zypern.
Wer als homosexuelles Paar in den Urlaub fahren möchte muss ebenfalls vorsichtig sein, denn es gibt immernoch einige Länder, in denen Homosexualität nicht nur verboten ist, sondern auch strafbar. Dazu gehören Marokko, Kenia, Jamaika, die Malediven und Malaysia.
Wer nach Singapur fährt, der sollte besser seinen Kaugummi zu Hause lassen, denn seit 1992 ist die Herstellung, der Verkauf und auch der Import von Kaugummi untersagt. So sollen die Straßen und auch Busse und U-Bahnen sauber gehalten werden. Allerdings gibt es nun bereits 19 Sorten Kaugummi, die unter bestimmten Auflagen zugelassen wurden, und die man in Apotheken erwerben kann.
Juli 14th, 2010 |