Wellness pur – ein Aufenthalt in einem Thermalbad
Die dunkle Jahreszeit ist längst da, und genau dann sind ganz bestimmte Orte weitaus kostbarer als andere, und zwar die, an denen wir dann für ein paar Stunden eintauchen können in eine absolut paradiesische Wärme. Wovon die Rede ist? Natürlich von einem Thermalbad. Wellness pur kann man schon erreichen, wenn man sich eine Auszeit von ein paar Tagen nimmt und dabei auch einen Aufenthalt in einem Thermalbad einbezieht. Im Griechischen bedeutet das Wort „Therme“ „Wärme“, und schon im fünften Jahrhundert vor Christus wurde dies als Bezeichnung für ein öffentliches Badehaus genutzt.
Heute steht dieser Begriff für noch viele andere Dinge, er deckt mittlerweile die komplette Bandbreite ab, angefangen vom klassischen Kurbad bis hin zu den beliebten Freizeit- und Erlebnisbädern.
Wer sicher gehen will, dass er es mit einer warmen Mineralheilquelle zu tun hat, die natürlichen Ursprungs ist, der sollte auf die Bezeichnung „staatlich anerkannte Mineraltherme“ achten, denn nur diese Bezeichnung garantiert dies. Hier hat sich unterirdisch Regenwasser und auch sonstiges Wasser gesammelt, und das ist durch mehrere Hundert Meter an Gesteinsschichten in den Boden gesickert. So wurde es gefiltert, und es hat auch Mineralien aus dem Gestein herausgelöst. Je tiefer der Ursprung einer solchen Quelle ist, desto mehr wird auch das Wasser durch die Erdwärme im Inneren aufgeheizt. Alle staatlich anerkannten Thermalquellen müssen unbedingt am Brunnenkopf eine Temperatur von mindestens zwanzig Grad Celsius aufweisen. Im Bereich des klassischen Kurbetriebs wird ein solches Heilquellenwasser genutzt für Inhalationen und natürlich Trinkkuren. Aber auch für Bäder wird dieses Wasser genutzt und je nach Ausgangstemperatur entweder heruntergekühlt oder auch erhitzt auf 32 Grad.
Wer einfach nur entspannen möchte und etwas für seinen Körper tun möchte, der ist mit einem Thermen-Aufenthalt bestens bedient. Bereits in zwei oder drei Tagen kann man sich ganz wunderbar erholen, und zwar vor allen Dingen, weil man von der thermischen Wirkung der Sauna und der warmen Bäder profitiert. In den meisten Thermalbädern werden Becken angeboten, die ganz unterschiedliche Wassertemperaturen zu bieten haben, die zwischen 32 Grad und 40 Grad Celsius liegen. Das ist eine sehr angenehme Wärme, bei der sich die Muskelfasern entspannen und auch die Durchblutung der Gelenke und Sehnen angeregt wird. Allerdings sind diese Therapiebecken, anders als die Badewanne, dazu gedacht, sich wirklich aktiv zu bewegen. Nimmt man einmal das Gegenstrombecken, dann kann dies auch wirklich sehr anstrengend werden. Wenn es um die Badedauer geht, dann sollte der gesunde Besucher dies immer vom individuellen Wohlbefinden abhängig machen.
Erholung ist dann im Solebecken angesagt. Der Schwebeeffekt setzt ab einer sechsprozentigen Sole ein, das kennt man bereits vom Schwebeeffekt, den das Tote Meer erzeugt. Somit wird der Körper entlastet und die Mineralien können richtig gut über die Haut einwirken. Dennoch ist es so, dass durch einen Quadratzentimeter Haut in der Zeit von einer Stunde gerade einmal so viel der Mineralien-Substanz durchgeht, wie beispielsweise in einem Stecknadelkopf enthalten ist.
Wer hier auf der Suche nach einem Wellness Kurztrip ist, der tut seiner Gesundheit auf jeden Fall sehr viel Gutes, und das auf sehr vielseitige Weise. Gerade im Solebad wird dann die Mikrozirkulation und somit dann auch die Zellerneuerung der gesamten Haut ganz besonders angeregt. Um die Atemwege zu befreien eignet sich ein Sole-Inhalationsbad. Um Herz und Kreislauf zu trainieren sind Besuche in der Sauna mit anschließenden schönen kalten Güssen geeignet, oder auch das Abtauchen im Kältebecken. Gerade die Kältereize tragen dazu bei, dass das Immunsystem winterfit wird. Das komplette Verwöhn-Paket wird abgerundet durch verschiedene Massagen und auch Beauty-Anwendungen.
Sind allerdings konkrete Beschwerden vorhanden, dann sollte man sich auf jeden Fall von einem Arzt beraten lassen, und dann sollte auch ein längerer Aufenthalt eingeplant werden. Das Solebad ist beispielsweise in der Lage, bei einer regelmäßigen Anwendung auch für die Behandlung von rheumatischen Beschwerden genutzt zu werden.
Auch bestimmte Hauterkrankungen können kuriert werden, beispielsweise kombiniert man hier zur Behandlung von Neurodermitis oder auch Schuppenflechte das Solebad mit einer anschließenden UV-Bestrahlung. Bei Osteoporose wendet man Bewegungsbäder an im Thermal-Heilbad, und auch eine Trinkkur ist sicherlich nicht schlecht.
Patienten mit Venenleiden oder auch Herz-Kreislauf-Problemen wird für gewöhnlich von einem Besuch in einer Therme abgeraten, aber auch diese Patienten können ein etwas geringer temperiertes, kohlensäurehaltiges Bad genießen. Durch die Kohlensäurebläschen im Wasser wird den Thermorezeptoren in der Haut eine höhere Temperatur vorgetäuscht, als das Bad in Wirklichkeit hat.
Auch braucht man keine Angst haben, dass man in den modernen Thermalbädern mit dem klassischen Kurmittelhaus-Ambiente zu kämpfen hat, denn das hat in den meisten Thermalbädern bereits ausgedient. Heute bieten die modernen Einrichtungen eine wunderbare Erholung inmitten von antiken Säulen, oder auch in einer fernöstlichen Atmosphäre, oder es gibt sogar ein Südsee-Flair. Hier findet mit Sicherheit jeder seine eigene „Wohlfühl-Oase“.
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