Pflege pur – manchmal ist Cremen einfach nicht genug
Die meisten machen es regelmäßig jeden Morgen und jeden Abend, die Haut wird gereinigt und dann eine Pflegecreme aufgetragen. Aber es gibt auch Zeiten und Phasen im Leben, wo die Haut damit nicht einverstanden ist und einfach nach mehr verlangt. Für genau diese Phasen gibt es einige Produkte, die einen sehr hohen Wirkstoffgehalt aufweisen.
Auf so mancher Feuchtigkeitscreme kann man des öfteren einmal die Bezeichnung „Moisturizer“ lesen. Dies ist einfach nur ein Überbegriff für alle Substanzen, die die Haut mit zusätzlicher Feuchtigkeit anreichern. Gerade in den schon angesprochenen Spezialprodukten wie Ampullen, Fluids und auch Seren stecken sehr viele dieser Moisturizer. Sehr beliebt und auch bereits seit einiger Zeit bewährt sind hier Substanzen wie Hyaluronsäure oder auch Glycerin. Beide sind in der Lage, sehr viel des kostbaren Nasses in der Haut zu binden. Ein guter Lieferant für Feuchtigkeit ist auch die Aloe-vera. Eingesetzt wird sie meistens als Saft oder auch Gel in den Produkten. Einen weiteren großen Vorteil bietet der Aloe-vera-Saft, denn er bildet auch auf der Haut einen Schutzfilm, so dass weniger Wasser einfach so verdunstet.
Flüssige Emulsionen, die man ganz leicht auf der Haut verteilen kann und die auch keinerlei Fettfilm hinterlassen beinhalten meistens noch ganz viele weitere Wirkstoffe, wie beispielsweise wässrige Pflanzenextrakte oder auch Pflanzennektar, dies kann zum Beispiel grüner oder weißer Tee sein. Auch Fackelliliennektar und Sanddornbeerenextrakt sind hier sehr beliebt. Diese Extrakte sollen die Hautzellen beruhigen und auch stärken. Enthalten in diesen Rezepturen sind für gewöhnlich auch ganz ausgesuchte Pflanzenöle. Diese wirken dann glättend und halten zusätzlich noch die Feuchtigkeit in der Haut.
Profitieren kann hiervon jede Haut, aber insbesondere die reife und die feuchtigkeitsarme Haut wird hier einen Unterschied merken. Absolut ideal sind solche Produkte auch als Kur nach einem Sommerurlaub oder auch während eines langen Winters. Im Sommer wird die Haut durch die Sonne ausgetrocknet, und im Winter wirkt die dann herrschende niedrige Luftfeuchtigkeit als kleiner Staubsauger, denn diese entzieht der Haut die Feuchtigkeit. Auch nicht anders ist es in klimatisierten Räumen, hier verliert die Haut auch sehr viel an Feuchtigkeit.
Diese Produkte trägt man immer nach der Reinigung auf, und dann klopft man sie ganz sanft ein. Je nach Hauttyp gibt man dann eine leichte Tagescreme darüber, oder auch eine reichhaltige Pflege.
Auch gegen die Hautalterung, die uns irgendwann ja alle treffen wird, kann man einiges tun. Für diese Hautalterung sind recht viele Faktoren verantwortlich. Die Naturkosmetik arbeitet hier deshalb auf sehr vielen unterschiedlichen Ebenen. Bei zunehmendem Alter lässt die Talgdrüsenproduktion der Haut nach. Dann wird die Haut auch an der Oberfläche dünner und auch trockener. Dann ist sie nicht mehr so gut geschützt gegen alle äußeren Einflüsse und kann zudem auch Feuchtigkeit viel schlechter speichern. Um dem entgegenzuwirken, nutzt man in der Naturkosmetik Fette und Öle mit einem ganz besonderen Wirkstoffspektrum, wie beispielsweise Passionsblumenöl, Karajanöl, Sheabutter und Arganöl. Sie sollen die Hautbarriere stärken. Gut durchfeuchtet und aufgepolstert werden soll die Haut dann durch gute Feuchtigkeitslieferanten wie pflanzliches Glyzerin oder auch Hyaluronsäure.
Geht man einmal tiefer in das Gewebe, dann stellt man fest, dass auch der Abbau des Kollagens und der elastischen Fasern voranschreitet. Das ist eine rein biologisch bedingte Angelegenheit. An dieser Tatsache wirken aber auch die sogenannten freien Radikale mit, diese entstehen beispielsweise massenhaft durch die Einwirkung von UV-Strahlen. So verliert die Haut dann ihre jugendliche Elastizität und auch die Straffheit. Dadurch entstehen dann mehr Falten. Die Anti-Aging-Helfer aus der Naturkosmetik liefern hier gute Powerstoffe gegen diese freien Radikale. Hier spielen sekundäre Pflanzenstoffe und auch die Vitamine C und E eine Rolle. Diese stecken in vitaminreichen Pflanzenölen, Pflanzenauszügen und auch Pflanzenextrakten. Sehr beliebte Inhaltsstoffe in solchen Produkten sind Extrakte vom grünen oder weißen Tee, Bambus, Tigergras, Hopfen, verschiedenen Algen und auch der Acaifrucht.
Im Alter spielt auch die nachlassende Zellerneuerung eine Rolle. Dann regeneriert sich die Haut nicht mehr so schnell, und um diesen Prozess wieder richtig in Schwung zu bringen, werden natürliche Wirkstoffe genutzt wie Coenzym Q10 oder auch Koffein. Diese Anti-Aging-Spezialprodukte wirken meistens mit einem recht hohen Wirkstoffgehalt gegen mehrere dieser lästigen Zeiterscheinungen. Von diesen kleinen Helfern profitiert auf jeden Fall die Haut ab 35, die Anwendung variiert je nach Produkt.
Auch eine Extra-Portion an Öl ist nie verkehrt. Zwar denken die meisten bei Pflanzenölen immer an Fett, und das stimmt ja auch, aber diese Öle helfen auch dabei, die Haut feucht zu halten. Zudem liefern sie noch Substanzen, die in der Lage sind, die Hautfunktion zu unterstützen, und zwar auf vielfältige Weise. Das ist der Grund, warum diese Pflanzenöle regenerierend wirken. Aus chemischer Sicht bestehen die meisten der pflanzlichen Fette und Öle aus Triglyzeriden, das sind, einmal einfach gesagt, Verbindungen aus drei Fettsäuren zusammen mit Glycerin, das ja ein wichtiger Feuchtigkeitslieferant ist. Von Natur aus kommen diese Triglyceride auch in unserem normalen Hautfett vor. Daher werden diese Triglyceride auch ganz besonders gut integriert. Damit ist die Haut viel besser gegen äußere Einflüsse geschützt. Gleichzeitig wird die Haut insgesamt und auch kleinere Fältchen geglättet. Zudem verhindern diese Triglyceride auch, dass die Feuchtigkeit aus der Haut verloren geht. Sehr wertvoll sind auch die Vitamine E und die Vitamin-A-Vorstufe Betacarotin, denn dies sind sehr wichtige Radikalfänger.
In der Intensivpflege gibt es Mischungen aus ausgesuchten Pflanzenölen, die man entweder in kleinen Portionskapseln bekommt oder auch als Mono-Öle in einer Flasche. Einige bestimmte Öle sind hier ganz besonders wertvoll. Dies ist beispielsweise das Nachtkerzenöl, in diesem ist sehr viel Gamma-Linolensäure enthalten. Dies ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure, die juckreizstillend und entzündungshemmend wirkt.
In Sanddorn- und auch Weizenkeimöl ist sehr viel Vitamin E enthalten, und das Granatapfelöl ist sehr reich an der mehrfach ungesättigten Fettsäure Punicinsäure, die antioxidativ wirkt.
Von diesen Ölen profitiert jede müde, trockene, sensible und auch reife Haut, denn all diese Hauttypen sind immer sehr dankbar für eine Extra-Portion an Pflanzenfett. Eine solche Regenerationskur bietet sich immer dann an, wenn die Haut ganz besonders strapaziert ist. Dies kann im Winter der Fall sein, oder auch in den Wechseljahren und in ganz besonders sensiblen Lebenssituationen.
Am besten trägt man abends nach der Reinigung den Inhalt von einer oder auch zwei Kapseln oder alternativ auch eine kleine Menge Öl aus der Flasche auf die von der Reinigung noch feuchte Haut auf, und zwar auf das Gesicht, aber auch das Dekolleté und den Hals. Einfach verteilen und dann ganz sanft einklopfen.
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