Gehen ist immer noch die beste Medizin

Es ist wirklich so, Gehen ist immer noch die beste Medizin. Allein dreißig Minuten jeden Tag sind ausreichend, und Gehen schont nicht nur die Gelenke, sondern bietet auch gleichzeitig Schutz vor einigen Krankheiten. Ganz besonders gut wirkt es auch bei Bluthochdruck.

Wenn man irgendwo spazieren geht, egal wo, dann passiert laut Medizinforschern, die einige weltweite Studien auswerteten, das, was sich sehr viele Menschen heute wünschen, sie heilen sich selber. Man kann es auch spüren, denn Gehen ist wirklich ein echtes Wundermittel.

In den Studien stellte sich heraus, dass schon eine halbe Stunde am Tag reicht, um auch Krankheiten effektiv vorzubeugen. Es gibt hier nur eine Bedingung, und zwar sollte der Spaziergang recht zügig von statten gehen. Gehen entspricht einfach der Natur des Menschen, wenn man sich einmal unsere Urahnen anschaut, dann kann man das sehen, denn sie waren täglich zwischen 20 und 40 Kilometern unterwegs, damit Nahrung beschafft werden konnte. Und auch heute noch ist es so, dass unser Körper auf diese Form der Bewegung reagiert, denn er baut sich dadurch auf und sammelt zudem auch noch neue Kräfte. Gerade deshalb sagen die Sportmediziner, dass Gehen die absolut gesündeste Bewegung überhaupt ist.

Im Gegensatz zum Joggen muss man beim Gehen auch keine Abnutzungserscheinungen fürchten, denn in einer britischen Studie konnte gezeigt werden, dass der Knorpel selbst beim zügigen Gehen nicht abgenutzt wird, denn diese Bewegung ist einfach menschlich natürgemäß. Genau das Gegenteil ist der Fall, durch das Gehen wird der Gelenkknorpel sehr gut mit Nährstoffen versorgt, und dies kann sogar Gelenkschmerzen lindern.

Wenn öfters Wege zu Fuß zurückgelegt werden, dann ist auch die Wirbelsäule sehr dankbar. Für jeden einzelnen Schritt ist eine leichte Drehung nötig, die zwischen der Becken-Achse und der Schulter-Achse stattfindet. Und genau das hat die Wirkung einer Massage für die 23 Bandscheiben unserer Wirbelsäule. Durch diese Bewegung werden Nährstoffe aus dem Rückenmarkskanal in das Bandscheibengewebe gebracht. Auch die Tiefenmuskulatur rund um die Wirbelsäule wird durch das Gehen gleichmäßig gestärkt.

Auch der Blutdruck kann durch das Gehen gesenkt werden. Wenn man spazieren geht und sich dann ausruht, passen sich die Schlagadern mit einer leichten Anspannung und auch Entspannung an. Durch dieses Ausdehnen und Zusammenziehen werden sie richtig flexibel. Das regelmäßige Gehen senkt den Blutdruck, und durch Messungen konnte gezeigt werden, dass dies ähnlich gut funktioniert wie ein chemischer Blutdrucksenker. Gleichzeitig wird das gute Cholesterin im Blut gefördert und das schlechte niedrig gehalten. An der Deutschen Sporthochschule in Köln konnte man außerdem feststellen, dass diese Muskelaktivität auch Cortisol abbaut, das ist ein Stresshormon, dass auf Dauer mit seiner festen Struktur die Innenwände der Arterien sozusagen zerkratzt. In diesen dann entstandenen Mini-Verletzungen kann sich dann das schädliche Cholesterin ablagern, und dann kommt es zur Arteriosklerose. Durch das Gehen werden diese Vorgänge verhindert, so werden die Adern freigehalten. In einer US-Langzeitstudie an 70.000 Frauen konnte festgestellt werden, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch das Gehen um rund 30 Prozent gesenkt werden kann.

Durch tägliche Spaziergänge wird auch das Herz gestärkt. Das ist sogar gesünder als ein schweißtreibender Sport. Nutzt man ein sehr intensives Ausdauertraining, dann kann es zu einem sogenannten Sportlerherz kommen, das einiges mehr wiegt als ein normales Herz. Es kann dann zu Rhythmusstörungen kommen, wenn ein solch vergrößertes Herz dann einmal nicht mehr trainiert wird. Auch die Gefahr von Durchblutungsstörungen und somit auch eines Infarkts ist hier höher.

Sogar das Krebsrisiko kann gesenkt werden, denn wer des öfteren einmal das Auto stehen lässt und vielleicht zu Fuß einkaufen geht, der senkt sein Risiko für Dickdarm-, Brust- und auch Prostatakrebs.

In einer britischen Studie konnte gezeigt werden, dass allein regelmäßige Spaziergänge im Alltag pro Jahr rund 10.000 Krebsfälle verhindern könnte. Gerade eine ruhige und gleichmäßige Bewegung ist absolut nötig, wenn man sich vor Krebs schützen möchte.

Durch das Gehen wird auch das Gehirn auf Trab gebracht, es senkt das Risiko für Alzheimer. Allein durch Spazierengehen kann man das Risiko für diese und auch ähnliche Gehirnkrankheiten um rund 27 Prozent verringern kann. Laut den Alzheimer-Forschern ist hier der Grund die verbesserte Durchblutung des Gehirns. Schon zehn Kilometer Gehen in der Woche reichen hier vollkommen aus. Laut einer Langzeituntersuchung reicht diese Menge auch aus, um das Fortschreiten der Krankheit bei Menschen, die bereits Alzheimer hatten, absolut optimal herauszuzögern.

Schritt für Schritt kann man aber auch Depressionen lindern, das geht hier sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Hier zeigten wieder Forschungen der Sporthochschule Köln, dass je mehr wir uns bewegen, desto mehr Testosteron und Adrenalin wird auch ausgeschüttet. Das sind zwei Hormone, die wach machen und auch aktiv. Zudem hellen sie auch die Stimmung auf. Und das alles kann man erreichen, ohne auch nur irgendwie außer Atem zu kommen.

 

Tags: , , , November 10th, 2011 Posted in Gesundheit, sport

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