An kalten Tagen ist ein duftendes Badevergnügen das schönste Erlebnis
Trübes und kaltes Wetter, das ist für den Herbst typisch. Zum Glück war es bisher so, dass es wohl kalt war, aber wenigstens gab es Sonnenschein. Dennoch ist es so, dass man abends, wenn man nach Hause kommt, bereits alles dunkel draußen ist, und die Laune somit meistens auch irgendwie im Keller. Das holt auch der Sonnenschein tagsüber nicht heraus.
Gerade abends oder auch zum Start ins immer lang erwartete Wochenende kann man sich dann ganz wunderbar mit einem heißen Bad entspannen. Solche Bäder gehören auch bei jeder Wellnessreise dazu, ganz egal ob man die entspannende Wellness in Polen oder Deutschland nutzt.
Mit ein paar Handgriffen kann man sein Bad in eine wahre Oase an Ruhe und Entspannung verwandeln. Ein schönes angenehmes Licht durch Kerzenschein ist sehr schnell gezaubert, dazu Musik von der Lieblings-CD und auch noch ein paar angenehme Düfte, das sind die kleinen Extras, die einen dann wieder aufatmen lassen. Mit diesen kleinen Anregungen werden Körper und Sinne alle gleichzeitig angesprochen. Gibt man dann noch den passenden Badezusatz dazu, dann ist solch ein Bad nicht nur gut für die Seele, sondern auch sehr wohltuend für die Haut.
Ein solches Bad ist immer sehr vielseitig anwendbar, es kann beleben oder erfrischen, aber auch anregen oder beruhigen und entspannen. Das kommt immer ganz darauf an, welche pflanzlichen Zusätze man hinzugibt. Während des Badens ist es so, dass die Bestandteile der Kräuter durch die Haut aufgenommen werden. Bei ätherischen Ölen ist es so, dass sie sich verflüchtigen, und dann werden sie mit dem Wasserdampf eingeatmet. Vom Kreislauf werden sie dann in alle Bereiche des Körpers transportiert, wo sie dann ihre wohltuende Wirkung entfalten. Dennoch sollte man es hier nicht übertreiben. Ein solches Vollbad sollte nicht heißer sein als 37 Grad, und man sollte es auch höchstens für zwanzig Minuten genießen. Danach dann leicht abtrocknen und in einen Bademantel hüllen. Am besten gönnt man sich dann etwas Ruhe.
Um das Badewasser anzureichern gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, beispielsweise mit Kräutern. Hier ist eine sehr wirkungsvolle Methode der Teeaufguss. Sicherlich macht diese Methode etwas Mühe, aber es lohnt sich. Benötigt werden hier für ein Vollbad rund 200 Gramm getrocknete Kräuter, die man mit zwei Litern heißem Wasser überbrüht, genauso wie bei der Zubereitung von Tee. Dann muss der Sud für zwanzig Minuten ziehen, danach wird er abgesiebt und zu dem Badewasser gegeben. Alternativ kann man die Kräuter auch in einen kleinen Stoffbeutel geben und dann unter den Wasserkran hängen. Man kann ihn auch im Badewasser schwenken.
Sehr viel einfacher und auch schneller ist hier auf jeden Fall die Verwendung von alkoholischen und auch öliger Kräuterauszüge, die man in der Apotheke bekommt. Diese öligen Kräuterauszüge pflegen auch gleichzeitig die Haut. Wer die Zeit hat und den Spaß dazu, der kann seine Badeöle auch durchaus selbst ansetzen. Man muss nur frische oder auch getrocknete Kräuter mit einem sehr hochwertigen Olivenöl bedecken und dann für gute vier Wochen an einen sonnigen Platz stellen. Die Wirkstoffe, die in den Pflanzen enthalten sind, gehen dann in das Öl über. Wenn man dann die Kräuter abgesiebt hat, dann füllt man das Badeöl in dunkle Flaschen, aufbewahrt werden sollte es kühl und dunkel, denn nur so bleiben die Inhaltsstoffe möglichst lange erhalten. Will man dann ein Vollbad nehmen, dann gibt man zwei Esslöffel des Öls direkt in den einlaufenden Wasserstrahl. So verteilt sich dann das Öl ganz fein auf der Oberfläche.
Für Bäder sind auch ätherische Öle bestens geeignet. Sie sind hochkonzentriert, und daher reicht es auch aus, wenn man drei bis sechs Tropfen dafür nutzt. Allerdings vermischen sich die ätherischen Öle nicht mit dem Wasser, und wenn man nicht will, dass sie in Tröpfchen auf dem Wasser liegen bleiben, dann benötigt man einen Emulgator. Dafür eignen sich Sahne, Milch, Honig, Joghurt oder auch Molke. Einfach zwei bis drei Esslöffel Sahne in eine Tasse geben, dann das ätherische Öl darauftropfen, alles verrühren und die Mischung in das Badewasser geben. Allerdings sollte man bei der Dosierung immer sehr vorsichtig sein. Gerade Zitrusöle und auch die Öle von Minze, Thymian und Basilikum können bei sehr empfindlichen Menschen Hautreizungen hervorrufen.
Die erfrischenden oder auch die anregenden Bäder sind eher etwas für morgendliche Bäder, aber auch wenn man abends noch etwas vorhat sind sie sehr gut geeignet. Um den Körper und auch die Sinne zu erfrischen sind Badezusätze aus Pfefferminze, Rosmarin, Thymian und auch Zitrusöle bestens geeignet.
Zum Entspannen bieten sich Lavendel, Melisse, Baldrian, Fichtennadeln, Hopfen oder auch Kamille an. Durch das ätherische Öl des Lavendels wird das entspannte Einschlafen gefördert und auch Muskelverkrampfungen werden gelockert.
Schon bereits Paracelsus kannte die beruhigende Wirkung des Hopfens. Bei nervösen Beschwerden oder auch als Einschlafhilfe haben sich ein Tee oder auch ein Bad aus getrockneten Hopfenzapfen immer bewährt.
Um ein solch beruhigendes Hopfenbad herzustellen, nimmt man 50 Gramm Hopfenzapfen und dazu drei Liter Wasser. Das alles zum Kochen bringen und dann für zwanzig Minuten ziehen lassen. Danach dann den Hopfentee sieben und dem Badewasser zugeben. Entspannend wirkt auch ein Melissenbad, dieses beruhigt auch bei allgemeiner Unruhe und lässt einen auch besser einschlafen.
Sehr beliebt sind auch gerade wieder in der kalten Jahreszeit die Erkältungsbäder. Hier helfen heilende Kräuter und auch ätherische Öle dabei, Erkältungen zu bekämpfen. Auch die Heilung wird unterstützt. Bei Erkältungen im Anfangsstadium hilft ein Thymian-Vollbad, diese abzufangen. Gut für die verstopfte Nase sind Bäder mit Eukalyptusöl, Pfefferminzöl, Lavendelöl, Kamillenöl oder auch Kiefernöl.
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