Massagen – sie wirken oft besser als Medizin

Massagen wirken immer ganz wunderbar, sich einfach nur hinlegen und dann den sanften Druck der fachkundigen Hände spüren, das ist für die meisten schon etwas ganz Besonderes. Massagen entspannen sehr gut, aber einige Formen von Massagen sind weitaus mehr als nur Wellness-Anwendungen, denn einige sind wirklich schon medizinische Behandlungsmethoden.

massagen-medizin-1 Über die Wirkung von Massagen gibt es wirklich reichlich Studien, und die Heilkraft ist nicht nur bei Rückenschmerzen belegt, obwohl dies wohl das wichtigste Einsatzgebiet ist. Massagen können auch Schmerzen lindern, zum Beispiel bei Arthrose, sie helfen bei Kopfschmerzen und steigern die Abwehrkräfte. Auch Migräne und Magen-Darm-Beschwerden können durch sie gelindert werden.

Das Geheimnis dieser Massagen ist eigentlich gar keins, bei einer sehr intensiven und auch fachkundigen Massage kann die Durchblutung um bis zu 500 Prozent gesteigert werden. Sie ist ein Balsam für die Seele und gleichzeitig auch in der Lage, dem Körper genug Nährstoffe, Sauerstoff und auch Ruhe zu geben, damit er auch seine Selbstheilungskraft entfalten kann. Das ist der Grund, warum Massagen besser wirken können als Medikamente. Massagen fördern auch die Bildung von Glückshormonen, und zudem wird auch das Nervensystem in einen Ruhezustand versetzt. So kommt man auch mit Stress-Symptomen wie Schlaflosigkeit und innerer Unruhe nach einer Massage viel besser klar.

Da die Übernahme durch eine Krankenkasse nicht einheitlich geregelt ist, sollte man sich auf jeden Fall bei der eigenen Kasse informieren. Eine ärztliche Verordnung braucht man dafür auf jeden Fall, damit man von der Kasse etwas erstattet bekommt.

Eine dieser besonderen Massagen ist die Ayurveda-Massage. Sie ist sehr gut für die Abwehr, und diese sehr sanften Massagen nach der alten indischen Gesundheitslehre gibt es bereits seit rund 4700 Jahren. Sie sind in der Lage, Körper und Seele ins Gleichgewicht zu bringen. Abhyanga ist die Ganzkörpermassage, die am besten wirkt, sie wird durchgeführt mit Kräuterölen und auch einem warmen Sesamöl. Wenn man dies wünscht, wird man von zwei Therapeuten gleichzeitig behandelt, das ist eine sogenannte Synchron-Massage. Hierbei wird man auch mit Stirngüssen behandelt. So gelangt man dann in einen Zustand einer sehr tiefen Entspannung. Solche Ayurveda-Ölmassagen eignen sich nicht nur zur Vorbeugung, sondern auch zur Behandlung von bereits bestehenden Beschwerden. Sie regen die Zellerneuerung an, und auch Schlacken und Ablagerungen im Körper werden gelöst. Diese werden dann zu den Nieren transportiert und ausgeschieden. Ayurveda-Massagen setzt man ein um das Immunsystem durch Entschlackung und Tiefenentspannung zu regenerieren. Auch Bei Muskelverspannungen, Nervosität und Schlafstörungen sowie Angstgefühlen kann man sie einsetzen.

Die Tuina-Massage kommt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, die auch schon auf eine 3000 Jahre alte Tradition zurückblicken kann. Diese Tuina-Massage wird erst verordnet nach einer Untersuchung, die von einem Heilpraktiker oder auch TCM-Arzt durchgeführt wird. Bei dieser Tuina setzt der Therapeut Reize an den Akupunkturpunkten, und diese bringen gemäß der Lehre die Lebensenergie Chi wieder in den Fluss. Auch einzelne Organe können beeinflusst werden. Geschehen kann dies durch Schieben, leichtes bis starkes Reiben, Kneten, Klopfen und auch Zwicken. Hier gibt es rund 3000 Einzelgriffe, die eingesetzt werden können. Diese Massage hilft bei Rücken- und auch Nackenschmerzen, Hexenschuss und auch Gelenkproblemen. Auch Verdauungsbeschwerden und PMS kann man so behandeln, natürlich erfolgreich.

Von der Reflexzonenmassage haben sicherlich schon viele etwas gehört. Damit kann man Blasenstress, Kopfweh oder auch Magengrummeln ganz leicht einfach wegdrücken, und zwar durch eine Massage der Fußreflexzonen. In Studien wurde gezeigt, dass eine ganz sanfte Stimulation von solchen Zonen heilend wirkt auf ganz andere Bereiche des Körpers. Der Grund ist ganz einfach, denn diese Reflexzonen sind über nervliche Verbindungen mit bestimmten Körperbereichen verbunden. Bei dieser Massage werden die Füße zunächst gewaschen, dann leicht eingeölt und mit großflächigem Drücken und Massieren gelockert. Wenn es dann zur Behandlung der Reflexzonen kommt, wird die sogenannte Raupentechnik eingesetzt. massagen-medizin Mit den Daumen- und auch Fingerkuppen werden dann die Zonen in kleinen kreisenden und kriechenden Bewegungen stimuliert. Das Prinzip der Fußreflexzonenmassage kann bei Beschwerden helfen, die praktisch überall im Körper auftreten können, beispielsweise Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Migräne, Magen-Darm-Beschwerden und noch vielem mehr. In einer Studie der Uni Jena konnte gezeigt werden, dass sogar Arthrose-Schmerzen um rund siebzig Prozent gelindert werden können.

Aus Japan kommt die Shiatsu Therapie. Sie entwickelte sich auf der Grundlage der Tuina-Massage. Hier wurden Anfang des 20. Jahrhunderts von den Ärzten verschiedene Formen der sogenannten energetischen Körperarbeit mit Massagetechniken kombiniert. Beim Shiatsu ist es so, dass der Therapeut entlang der Energiebahnen des Körpers Energielöcher und auch Blockaden erspürt. Dann lockert er die Gelenke und aktiviert auch bestimmte Akupunkturpunkte. Genutzt werden dafür die Finger und die Hände, aber auch Knie, Ellenbogen und in seltenen Fällen auch die Füße werden eingesetzt. Wenn es sein muss, wird hier auch schon einmal sehr viel Kraft eingesetzt. Shiatsu wirkt sehr gut bei Schlaflosigkeit, wenn sie stressbedingt ist, auch gute Erfolge gibt es bei der Stressbewältigung, und auch bei Regelbeschwerden, chronischem Spannungskopfschmerz sowie Rückenschmerzen kann Shiatsu sehr erfolgreich sein.

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Tags: , , , Oktober 21st, 2011 Posted in Gesundheit

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