Therapie mit Hand und Fuß – die Reflexzonentherapie
Die Technik der Reflexzonenmassage ist nicht wirklich etwas Neues, vielleicht in Deutschland, aber schon die australischen und amerikanischen Ureinwohner nutzen diese besondere Technik seit Urzeiten. Aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts gelangte dieses Heilverfahren dann auch nach Europa. Durch eine ehemalige Krankenschwester, Hanne Marquardt, wurde dann die erste deutsche Schule für Reflexzonentherapie gegründet.
Die Basis der Behandlung ist ganz klar, das ist die Erkenntnis, dass die Fußsohlen und die Handinnenflächen die Organe und Funktionsbereiche im Körper widerspiegeln. Oft sind es Heilpraktiker, die diese Therapie anbieten, aber auch speziell ausgebildete Therapeuten führen diese Massage durch. Der Therapeut legt die Hand dann am Reflexzonenbereich auf, und der Druck erfolgt dann über den Daumen. Dies kann sanfter oder fest sein, und auch konstant oder in Intervallen. Oft ist es auch so, dass in Kreisen massiert wird. Es gibt auch Fälle, in denen der Masseur die Hand zu einer Faust ballt, und dann mit den Fingerknöcheln arbeitet.
Es gibt viele Bereiche, die so behandelt werden können, seien es Verdauungsstörungen, Atemwegsleiden, Bluthochdruck, Kopfweh, Erschöpfung oder Abwehrschwächen. Dazu gibt es immer noch einen weitere positiven Effekt dieser Massage, das absolute Entspannungsgefühl. Das ist auch der Grund, warum viele Wellnesshotels die Reflexzonenmassage auf ihrem Programm stehen haben. Dadurch beeinflusst diese Massage nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche. Die Betroffenen lassen alle seelischen Belastungen los, und auch negative Gefühle verschwinden. Sobald dann Physis und Psyche wieder im Gleichgewicht sind, intensiviert sich auch immer jede Art von Heilbehandlung. Das konnte sogar durch viele internationale Studien bewiesen werden.
Ein weiterer sehr wichtiger Pluspunkt dieser Massage ist es, dass man hier vollkommen auf Medikamente verzichten kann. Daher ist es so, dass Nebenwirkungen praktisch ausgeschlossen werden können. Eine Ausnahme besteht während des Klimakteriums, hier kann es während und auch kurz nach der Massage zu einer vermehrten Schweißbildung kommen. Leider zählt diese Therapie bisher noch nicht zu den Kassenleistungen. Wer sich behandeln lassen möchte, der zahlt pro Stunde rund 30 Euro.
Allerdings ist diese Behandlung auch bestens geeignet, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Bei Stress und Nervosität sollte man zunächst die Fußsohle sanft reiben. Danach ist dann der mittlere Punkt unter dem Ballen dran, den man mit dem Daumen fest eindrücken sollte.
Leidet man unter Krämpfen bei der Menstruation, dann massiert man den inneren Fußknöchel für gute 15 Minuten.
Bei Verspannungen übt man in Zehn-Sekunden-Intervallen Druck aus auf den unteren Bereich des Großzehs, genau dort, wo er in den Ballen übergeht.
Mit einem kontinuierlichen Druck auf die Fingerkuppen und auch den oberen Zehengliedern kann man Kopfschmerzen sehr schnell abklingen lassen.
Bei Gelenkproblemen sollte man die Handkante und die Fußaußenseiten mit einem intensiven Druck in langen Strichen in Richtung des Herzens bearbeiten.
Bei einer Herzschwäche sucht man sich am Innenfuß genau die Mitte des Fußballens aus, und auf diesen übt man in längeren Intervallen einen verstärkten Druck aus.
Diese Behandlung basiert auf der Bewegung des Daumens. Diese ist dafür da, um die Spannung und Temperatur im Gewebe zu stabilisieren. Daher ist es sehr wichtig, dass man ganz bewusst ruhig und auch entschleunigt massiert. Besser erledigt sich diese Arbeit noch mit Hilfe eines Aromaöls. Dieses duftet nicht nur angenehm, es erhöht auch die Gleitfähigkeit der Daumen.
Grundsätzlich sollte man immer beide Hände und beide Füße behandeln, denn die Reflexzonen sind sowohl rechts als auch links positioniert. Dieses gilt ganz besonders für Kopf- und Atemwege, das Lymphsystem und auch Darm, Magen und Speiseröhre.
Bei Venenentzündungen, Fieber, Risikoschwangerschaften, Rheuma, Fußpilz und Gangrän sollte man keine Behandlung durchführen.
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