Sylt – weitaus mehr als nur Promis und Partys
Die größte deutsche Nordseeinsel hat natürlich als Mekka der Reichen einen besonderen Ruf erreicht, hier treffen sich immer wieder Stars und Sternchen und genießen die besonderen Angebote für gehobene Ansprüche. Immerhin hat Sylt mit fünf Restaurants,
die mit Michelin-Sternen ausgezeichnet wurden, und sieben im Gault Millau verzeichneten Restaurants die höchste Dichte an ausgezeichneten Restaurants zu bieten.
Aber Sylt bietet nicht nur Erholung für Reiche, hier findet man eine abwechslungsreiche Natur, tolle Unterkünfte und Freizeitmöglichkeiten für Jedermann. Allein 40 Kilometer Sandstrand laden zu tollen Spaziergängen und die durchschnittlich 1650 jährlichen Sonnenstunden zu traumhaftem Badeurlaub ein, und natürlich zu Wassersport. An der Ostseite der Insel kann man das unter Naturschutz stehende unbeschreiblich schöne Wattenmeer genießen, und in jedem Ort auf Sylt gibt es andere Besonderheiten, die Urlauber überraschen. Die Dörfer der Insel haben großenteils ihren ursprünglichen Charme bewahrt, große Hotels wurden überwiegend in Westerland gebaut. Jeder Ort kann den Touristen andere Informationen bieten.
In Keitum kann man ein altfriesisches Haus besichtigen und die Wohnkultur originalgetreu mit Mobiliar aus dem 18. Jahrhundert kennenlernen. Das nahegelegene Heimatmuseum gibt Aufschluss über die Sylter Archäologie, Geschichte und Geologie der Insel. Besonders interessant sind auch die Informationen der Schutzstation Wattenmeer, die man bei geführten Wattwanderungen, naturhistorischen Deichwanderungen oder vom Vogelwart erhält.
Das Naturzentrum Braderup präsentiert eine spannende Ausstellung zu den Besonderheiten der Nordsee, des Wattenmeers, der einmaligen Heide- und Dünenlandschaft sowie dem Küstenschutz und den Walen vor Sylt. Hier kann man nicht nur erfahren, dass das Wattenmeer eine außergewöhnliche Lebensdichte aufweist und auf einem Quadratmeter Boden bis zu 2 Millionen Organismen leben. In Morsum kann man Kliff-Führungen durchführen, in Wenningstedt neben der Friesenkapelle das 5000 Jahre alte Großsteingrab „Denghoog“ begehen, in Eidum die Vogelkoje besichtigen und naturkundliche Führungen zum Rantum-Becken machen. Immerhin werden jährlich etwa 300 Vogelarten auf Sylt gezählt.
Speziell für Kinder wurde die Wattwerkstatt im Schullandheim Rantum eingerichtet. Hier können sie an Wattführungen, nächtlichen Naturerlebniswanderungen, Seetierfangfahrten ab Hörnum, Salzwiesen- und Vogelexkursionen teilnehmen und sich an Spiel- und Bastelaktionen beteiligen. Wer über den Hindenburgdamm mit dem Pkw anreist, kann die gesamte Insel mit ihren fünf Gemeinden und zwölf Ortschaften bequem erkunden, man kann aber auch die 250 km Radwege nutzen, um die 38 km lange Insel kennenzulernen.
Hierbei bietet sich den Gästen eine atemberaubende Natur, denn die Insel besteht zu 70 % aus Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten. Ein Drittel der Insel ist mit Dünen bedeckt, der Rest besteht aus Geest und Marsch. In List gibt es die einzigartigen Wanderdünen, die hier bis zu 1.000 Meter lang sein können und 35 Meter hoch sind.
Die Uwe-Düne in Kampen ist dagegen die höchste natürliche Erhebung der Insel mit 52,5 Meter über NN. Aber natürlich gehört zu einem Urlaub auf Sylt auch ein Aufenthalt im Herzen und Mittelpunkt der Insel, in Westerland. Hier erlebt man den Gegensatz zur Natur mit Konzerten, Beach-Partys, Schlemmen und Shoppen. Und wer sich doch auf die Spuren der Promis begeben möchte, der sollte sich in Kampen umsehen, dem exklusivsten und prominentesten Ort der Insel.
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