Immer schön beweglich bleiben – auf fitte Füße achten

Oft werden sie eingezwängt in viel zu enges Schuhwerk, und ganz schnell verkümmern sie dann, unsere Füße. Dabei ist es ja so, dass sie uns durch das ganze Leben tragen. In den Fußsohlen befinden sich jede Menge kleine Nervenenden die dabei helfen, den jeweiligen Untergrund, auf dem man läuft, richtig wahrzunehmen. Von diesen ganzen Rezeptoren aus werden die Informationen weitergegeben, damit der Körper diese Unebenheiten dann auch wieder ausgleichen kann, ohne dass wir überhaupt etwas davon bewusst bemerken. fitte-fuesse Dadurch, dass die Fußsohlen so die Balance regulieren, sind die quasi als zweites Gleichgewichtsorgan anzusehen neben dem Innenohr. Zudem sind sie auch genauso wichtig.

Um zu verhindern, dass die kleinen Muskeln der Füße sich nicht zurückbilden, brauchen sie immer ein gewisses Maß an Training. Das schafft man durch Barfußgehen, oder auch durch entsprechende spezielle Übungen. Erst entspannt man die Füße, dann macht man sie beweglich, und zuletzt aktiviert man sie. Wichtig ist, dass man beim Training nicht mit den Zehen krallt, denn das macht man bereits jeden Tag in den Schuhen. Besonders kümmern sollte man sich auch um das Fußgewölbe.

Zum einen sollte man die Balance stärken. Dazu kann man spezielle Noppenkugeln nutzen, auf denen man dann das Gleichgewicht ausbalanciert. Wer solche Kugeln nicht zur Verfügung hat kann dies dennoch trainieren, denn auch ohne ist diese Übung ähnlich, und zwar dann, wenn man auf einem Bein steht und das andere in die Luft hält. Dann merkt man, wie die Muskulatur im Fuß und auch im Unterschenkel arbeitet. Wenn man dann noch die Augen schließt wird es noch viel schwerer, das Gleichgewicht zu halten.

Um die Füße zu entspannen legt man ganz einfach im Sitzen den rechten Fuß auf den linken Oberschenkel. Dann rollt man ganz langsam einen Softball für jeweils vier bis sechs Sekunden von der Ferse an bis hin zu den Zehen. Dieses wiederholt man zwanzig mal, und dann wechselt man das Bein. Hier gilt, je sanfter man die Entspannung der Muskeln versucht, desto eher lassen diese auch eine Entspannung zu. Wenn man keinen Ball griffbereit hat, dann kann man auch die Hand zur Faust ballen und dann ganz langsam und zart über die gesamte Fußsohle streichen. Wenn man vielleicht nicht in der Lage ist, den Fuß auf das Bein zu legen, kann man auch eine Variante nutzen. Dafür stellt man sich einfach mit einem Bein auf ein fest zusammengerolltes Handtuch. Dann wie in Zeitlupe zwanzig mal nach vorne und hinten rollen. Wenn man sich dabei zu unsicher fühlt, kann man sich auch an einer Stuhllehne festhalten.

Die Beweglichkeit kann man fördern, indem man sich auf die vordere Kante eines Stuhls setzt. Die Füße stehen dabei parallel und auch hüftbreit auseinander auf dem Boden. Dann die Knie um maximal 90 Grad anwinkeln, und dann einfach die Füße kreisen lassen. Immer vier Mal nach außen, und einmal nach innen. Davon macht man fünf Runden. Wenn man dies mit angewinkelten Knien durchführt, dann macht man die Übung wirklich im Sprunggelenk, und man mobilisiert so auch das Wadenbein.

Die Aktivierung der Füße erfolgt in drei Schritten. Zum einen spreizt man die Zehen ab. Dafür nimmt man die gleiche Haltung ein wie bei der vorherigen Übung auf dem Stuhl. Dann versucht man, jede einzelne Zehe einmal abzuspreizen. Das Ziel ist, eine möglichst große Distanz zwischen dem großen Zeh und dem kleinen Zeh zu schaffen. Diese Übung macht man fünf Mal. Auch wenn man anfangs keinen großartigen Unterschied feststellen kann, sollte man sich nicht entmutigen lassen und jeden Tag weiter üben.

fitte-fuesse-1 Die Fußgewölbe stärkt man, indem man die gleiche Haltung einnimmt. Dann stellt man sich vor, dass die Zehen Saugnäpfe sind, die sich am Boden festsaugen. Man sollte auch hier darauf achten, dass die Füße nicht krallen. Wieder loslassen und dann das Ganze fünf Mal wiederholen. So bildet man eine Spannung im Fußgewölbe auf, welches sich dann besser ausbildet.

Dann muss noch die Muskulatur gekräftigt werden, auch wieder in der gleichen Haltung. Man stellt sich hier einfach vor, dass der rechte Fuß nach rechts zieht, und der linke nach links. Ungefähr so, als wenn man den Boden aufreißen wollte. Dadurch entsteht eine Spannung, und zwar einfach über die Außenseite der Muskulatur von Bein und Fuß. Diese Übung auch fünf Mal wiederholen. Um dafür zu sorgen, dass der Druck gleichmäßig in der Fußsohle verteilt bleibt, sollte man sich ein Dreieck vorstellen, dass zwischen der Ferse, der Großzehe und der Kleinzehe verläuft.

Durch diese drei Übungen, die hintereinander durchgeführt werden, wird von den Fußmuskeln aus die gesamte Muskulatur aktiv, und zwar bis hin zur Becken und gar bis zur Halswirbelsäule.

Man sollte seinen Füßen öfters einmal etwas Gutes tun, und solche Übungen gehören dazu.

 

 

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Tags: , , , Juli 22nd, 2011 Posted in Gesundheit

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