Die Meditation gibt Kraft und macht auch gleichzeitig froh
Es gab einmal eine Zeit, in der Meditation als Quatsch abgetan wurde. Bei diesem Wort sahen die Menschen immer nur einen total durchgeknallter Esoterik-Freak vor sich, der inmitten von Räucherstäbchen sitzt und der Welt total entrückt ist. Heute sieht das ganz anders aus, denn immer mehr Menschen wenden sich dieser Jahrtausende alten Lehre aus Fernost zu. Sie werden viel gelassener, und sie befreien sich von negativen Gedanken und auch Ängsten. Viele der Menschen, die regelmäßig üben, können sogar über noch viel mehr berichten.
Durch das Meditieren erhalten sie ein Gefühl von Frieden und Glückseligkeit, zudem schenke es auch noch neue Lebenskraft und Selbstvertrauen.
Wer sich jetzt fragt, ob das wirklich stimmt, der kann sich nach den modernen bildgebenden Verfahren erkundigen die beweisen, dass Meditation wirklich wirkt. Bereits seit dem Jahre 1987 untersucht eine ganze Gruppe Neurowissenschaftler aus verschiedenen Ländern die Auswirkung des Meditierens auf den Körper und den Geist, und das in Zusammenarbeit mit dem Dalai Lama.
Das Ergebnis ist eindeutig. Das Gehirn entwickelt sich ständig weiter, und ein beispielsweise erhöhter Stress führt zu Veränderungen in der grauen Substanz im sogenannten Hippocampus. Mit Hilfe eines MRTs ist es möglich, diese sichtbar zu machen und auch Veränderungen nachweisen zu können. Das Volumen dieser grauen Gehirnzellen steht in einem direkten Zusammenhang zu Intelligenz, Aufmerksamkeit und auch Gedächtnis. So kann man erkennen, wie sich psychische Störungen in dieser Hirnstruktur niederschlagen. Stress baut für gewöhnlich diese wichtige graue Substanz ab. In Studien mit Kontrollpersonen konnte herausgefunden werden, dass die Meditierenden ein größeres Volumen der grauen Substanz haben als die Kontrollpersonen.
Meditatives Üben verändert die Aktivität des Gehirns nachhaltig, und so wird auch unsere Reaktion auf Angst, Trauer, Stress und Wut durch diese Entspannungstechnik beeinflussbar.
Heute wird eine Methode der Meditation, die die Achtsamkeit in den Mittelpunkt stellt, auch in unterschiedlichen Kliniken eingesetzt. Vor allem bei chronischen Erkrankungen ist dies der Fall. Dies sind meistens Depressionen, Multiple Sklerose, Tinnitus, Krebs, Rheuma, Herz- und auch Hautkrankheiten, Suchtprobleme oder auch psychische Störungen.
Durch viele dieser Erkrankungen kann es zur Auslösung von Stressreaktionen kommen. Es ist ganz klar, dass so etwas den gesamten Krankheitsverlauf negativ beeinflusst. Stress schwächt allgemein das Immunsystem, aber Freude und Zufriedenheit stärken es.
Wenn wir anfangen, die Distanz zu den Dingen zu verlieren, die uns allgemein belasten, dann wird die Anspannung ganz schnell gesundheitsschädlich. Stress macht einfach krank, er raubt den Schlaf und treibt auch den Blutdruck in die Höhe. Durch Meditation kann man sich ganz wunderbar selbst beeinflussen. Man übt ganz einfach, böse Gedanken loszulassen. Dann treten die positiven Werte wie Mitgefühl oder auch liebevolle Güte hervor, welche die zentralen Punkte sind, die der Meditation zugrunde liegen. Ebenfalls durch die Neuropsychologie konnte bewiesen werden, dass sich durch das Meditieren bestimmte Bereiche im Gehirn intensiver verschalten, die für die Aufmerksamkeit und auch die Sinneswahrnehmungen zuständig sind. Diese innere Haltung wird dann nach und nach zu einer richtigen Lebenseinstellung. Wichtig ist nur, dass man sich die Zeit nimmt, diese zu fordern.
Wer gerade anfängt oder meditieren zunächst einmal ausprobieren möchte, der kann das Meditieren auf ein ganz bestimmtes Mantra ausprobieren. Dieses Mantra ist ein Wort oder auch ein kleiner Text, den man sich aussucht und mit dem Fluss des Atems immer wieder für sich wiederholt. Dieses Mantra ist dafür da, dass der Übende seinen immer wieder abschweifenden Geist sanft zurückholt zur Meditation, wenn es sich wieder mit den Problemen befassen möchte. Ein anderes Hilfsmittel ist der Schein von Kerzen, den man ganz einfach betrachtet. Was etwas schwieriger ist, das ist dem eigenen Atem zu lauschen, denn die Gedanken haben sehr oft ein Eigenleben, und sie schweifen sehr gerne ab. Das wiederum behindert die Entspannung.
Wichtig ist immer, dass das Meditieren Raum braucht, daher sollte man einen ruhigen Ort wählen, an den man sich richtig zurückziehen kann.
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