Den lästigen Jo-Jo-Effekt vermeiden
Der Jo-Jo-Effekt ist der Feind aller abgenommenen Pfunde. Gemeint ist, dass man das abgenommene Gewicht innerhalb kurzer oder längerer Zeit nach der Diät wieder zugenommen hat und oft auch noch mehr.
Bei einer Diät wird die Kalorienmenge reduziert. Gewichtsabnahme ist die logische Folge. Jedoch auch, dass der Körper sich auf die reduzierte Kalorienmenge einstellt. Im Ergebnis geht er „zaghafter“ mit der zugeführten Energie um, wie das bei einer Hungersnot der Fall wäre. Wird dann die Kalorienmenge wieder erhöht, ist der Organismus immer noch wachsam und haushaltet mit der Energie. Er kommt also mit weniger aus als vorher. Wird wieder normal gegessen, nimmt man nicht nur zu, sondern wird auch nach einiger Zeit mehr wiegen als vor der Diät.
Natürlich führen Diäten zu Gewichtsverlust, jedoch wird niemand anschließend gemäß dem bekannten Jo-Jo-Effekt wieder zunehmen wollen. Die Frage ist also, was sie tatsächlich nutzen. Eine Diät kann jedoch ein sehr guter Einstieg in eine Ernährungsumstellung ein. Sie ist außerdem als ärztlich betreute Fastenkur sinnvoll.
Damit der Körper nicht auf sein Sparprogramm umschaltet, sollte gleichzeitig der Energiebedarf erhöht werden. Das funktioniert durch ein aktives und durchdachtes Sportprogramm, Gartenarbeit, viele Spaziergänge und so weiter. Es ist nicht notwendig, zum Leistungssportler zu werden. Ohne Bewegung ist es jedoch sehr schwierig, das Gewicht dauerhaft unter Kontrolle zu halten. Das gilt vor allem dann, wenn viel sitzende Tätigkeit geleistet werden muss. Auch wer abends müde und erschöpft ist, sollte auf Bewegung nicht verzichten. Es gibt genügend Sportangebote, für die man nicht das Haus verlassen muss. Trainingstipps via Internet oder mit CD gibt es in allen Varianten. Viele Programme sind sehr gut erklärt und vermeiden Übungen mit größeren Fehlerquellen.
Gleichzeitig muss die Ernährung angepasst werden. Es lohnt sich, den tatsächlichen Kalorienbedarf zu errechnen. Der liegt bei jedem Menschen woanders. Geschlecht, Alter, körperliche Aktivität und auch der Stoffwechsel spielen eine Rolle. Gibt es Vorerkrankungen, müssen diese auch berücksichtigt werden. Erkrankungen der Schilddrüse haben zum Beispiel nicht selten einen Einfluss auf das Gewicht. In diesem Fällen muss die Kalorienmenge für den Grundbedarf noch einmal reduziert oder die Bewegung erhöht werden. Männer verbrennen grundsätzlich mehr Kalorien und im Alter nimmt der Bedarf fast immer ab. Ausgewogene Mahlzeiten verhindern das Zunehmen. Süßigkeiten mögen noch so gut schmecken, sie gehören dennoch nicht auf den Speiseplan. Höchstens ausnahmsweise sollte man sich etwas Schokolade gönnen.
Deshalb muss die Grundeinstellung zum Ziel passen. Es nützt nichts, abnehmen zu wollen, wenn man gleichzeitig nicht bereit ist, seine liebgewonnen Gewohnheiten auf Lebenszeit umzustellen. Das hat dennoch nichts mit echtem Verzicht zu tun. Gesunde Ernährung ist auch eine Frage der Gewohnheit. Es dauert nicht lange, bis sich der Körper soweit umgestellt hat, dass die Lust auf Süßigkeiten mit einem Löffel Honig befriedigt werden kann. Die Gewichtsabnahme und das gesunde Körpergefühl sind ein hoher Lohn für eine energische Verfolgung des Ziels. Wer dazu neigt, immer zwischendurch etwas zu essen, kann sich mit heißen Suppen in der ersten Zeit helfen. Grundsätzlich sollten jedoch drei Mahlzeiten am Tag reichen. Wer zu Zwischenmahlzeiten neigt, wird schnell wieder zu viel essen.
--------------- ebenfalls interessante Artikel:


