Die fünf wichtigsten Fett-Irrtümer

Wer schon jemals versucht hat, ein paar Kilos zu reduzieren, der kennt die ganze Jagd, die man veranstaltet, um möglichst wenig Fett einzukaufen. Die Butter wird verbannt, stattdessen gibt es Diätmargarine, statt Sahnequark ein Lightjoghurt, und bei vielen anderen Produkten schaut man auch ständig nach, ob es nicht eine Variante gibt, die weniger Fett enthält. Die vermeintlich gesunde Ernährung mit fettarmem Essen ist oft gar nicht so einfach. fettirrtumer Allerdings gibt es sehr viele Fett-Irrtümer, die man ganz einfach aufklären muss.

Es heißt, dass Fett den Cholesterinspiegel erhöht. Das ist allerdings nicht wirklich so, denn nur sehr wenige Fettsäuren sind in der Lage, den Cholesterinspiegel überhaupt ansteigen zu lassen. Nimmt man hier beispielsweise die Butter, dann ist hierin nur ein kleiner Baustein von vielen enthalten. Wenn man sich normal ernährt, also eine gemischte Ernährung hat, dann wirkt sich das gar nicht erst negativ aus, denn der gesunde Körper ist ohne weiteres in der Lage, das Cholesterin eigenständig zu regulieren. Außerdem gibt es neue medizinische Erkenntnisse die aufzeigen, dass es wohl nicht die Höhe des Cholesterins als Risikofaktor für Herzinfarkte gilt, sondern eher ein ungünstiges Verhältnis von „bösen“ LDL- zum „guten“ HDL-Cholesterin.

Viele Jahre lang wurde uns auch gesagt, dass gesättigte Fettsäuren schädlich sind. Sie sollen für Verstopfungen der Blutgefäße verantwortlich sein und zudem auch das Infarktrisiko steigern. Allerdings gibt es dafür bis heute nicht einen einzigen Beleg, und die drei Fettsäuren, die in der Lage sind, das Cholesterin steigen zu lassen, heben sowohl das LDL-Cholesterin als auch das HDL-Cholesterin an, und somit sorgen sie sogar für ein ausgewogeneres Verhältnis in vielen Fällen.

Angeblich soll ja auch pflanzliches Fett gesünder sein als tierisches. Dieser Irrtum ist darauf zurückzuführen, dass man glaubt, dass in tierischen Produkten grundsätzlich nur gesättigte, und in pflanzlichen Produkten immer ungesättigte Fettsäuren enthalten sind. Nimmt man beispielsweise das Schweinefett, so kann man feststellen, dass es zu etwa 60 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren besteht, und Kokosfett zu rund 90 Prozent aus gesättigten Fettsäuren. Am besten ist es sowieso immer, wenn man tierische und pflanzliche Fette mischt.

Auch die Omega-3-Fettsäuren wurden uns viele Jahre als sehr gesund angepriesen, je mehr man hiervon zu sich nimmt, desto besser sei dies hieß es immer. Uns wurde gesagt, dass man möglichst viel Makrele, Lachs, Walnuss- und Leinöl zu sich nehmen soll, damit der Körper möglichst viel von dieser Omega-3-Fettsäure bekommt. wensleydale-3545_640 Diese ist zwar auf jeden Fall benötigt, aber auf keinen Fall in rauen Mengen. Nimmt man zu viel an Omega 3 zu sich, so kann sich dies sogar negativ auswirken, und zwar auf das Immunsystem. Für die Menge, die der Körper braucht, ist es vollkommen ausreichend, zwei Esslöffel Leinöl pro Tag zu sich zu nehmen, oder alternativ auch ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche.

Zudem wurde uns immer suggeriert, dass nur eine fettarme Diät auch wirklich schlank macht. Natürlich wird nur jeder schlanker, der unter seinem Kalorienbedarf bleibt. Es ist dabei allerdings vollkommen unerheblich, ob man lieber an den Kohlenhydraten oder dem Fett spart. Allerdings ist in Studien belegt worden, dass der Gewichtsverlust bei einer kohlenhydratarmen Diät doch größer ist als bei einer fettarmen Diät, und zudem nahmen die Probanden einer kohlenhydratarmen Diät nach der Diät weniger wieder zu.

Also sollte man sich gar nicht so sehr auf die Jagd nach fettarmen Produkten machen, denn sie sind nicht unbedingt nötig, um abzunehmen, es geht auch anders.

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