Diäten – eigentlich nichts anderes als purer Stress für den Körper
Viele Menschen kennen es nur zu gut, der Arzt sagt einem, man ist zu dick und muss abnehmen. Dann kommen Freunde und Verwandte, die auch an der Figur herumnörgeln, und zu guter Letzt schaut man auch selbst in den Spiegel und ist absolut unzufrieden.
Bei vielen Menschen, gerade den Frauen, ist es so, dass dieser Diät-Stress den ganzen Alltag beherrscht. Man macht eine Diät nach der anderen, nimmt ab, dann kommt der beste Freund, der Jojo-Effekt, und schon ist das Doppelte wieder drauf. Und ständig hat man dieses schlechte Gewissen, wenn man dann doch einmal etwas gegessen hat, was kalorienreich ist. Das alles ist purer Stress, der letztendlich auch schnell krank machen kann, wenn man diese ständige Fastenkur nicht abbricht.
Dabei gibt es wirklich nur eine Möglichkeit, um wirklich langfristig abzunehmen, und das ist eine Änderung der Essgewohnheiten. Worum es dabei nicht geht ist die Aufteilung in erlaubt und nicht erlaubt, denn ein solches selbstauferlegtes Verbot führt im Endeffekt immer dazu, dass man mit der Zeit einen regelrechten Heißhunger darauf bekommt, der dann einfach gestillt werden muss, und das dann gleich in einem Umfang, der absolut maßlos ist.
Sich ewig zu sagen, dass man etwas gerne essen möchte, es aber nicht darf, ist nichts anderes als eine Bewertung von Mahlzeiten. Dann geht man noch jeden Tag auf die Waage, und der Blick auf die Zahl ist nicht jedes mal erfreulich. So ist es kein Wunder, dass da bei einer Diät keinerlei Genuss, sondern eher nur Diät-Stress entsteht. Dadurch scheitert auch der noch so sehr motivierte Abnehmversuch dann doch wieder.
Die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention mit Sitz in Aachen sagt, dass dieser Diät-Stress dazu führt, dass das Hormon Kortisol ausgeschüttet wird, und dieses regt die Zuckerneubildung um Körper an. Das ist eine Dauerbelastung, die auf den Blutzuckerspiegel genauso wirkt wie eine Portion Süßigkeiten, und es führt zu einer Ausschüttung von Insulin. Dieses wirkt wiederum dem Fettabbau entgegen. Anschließend senkt das Insulin den Blutzuckerwert soweit, dass das Gehirn wieder nach Nachschub verlangt. Und wieder ist er da, der Diät-Stress. Und der Heißhunger.
Gesunde Ernährung ist anders, denn sie ist eine ausgewogene Ernährung. Dies bedeutet, dass man von allem etwas isst, aber das immer in Maßen. Wer in der Hauptsache fettarme Kost und pflanzliche Lebensmittel zu sich nimmt, kann sich auf der sicheren Seite sehen.
Man kann auch jede Woche zwei Obst- und Gemüsetage festlegen, und dann ist es auch gar nicht schlimm, wenn es mal eine kleine Portion Pommes oder auch ein Stückchen Torte gibt.
Wichtig ist es aber nicht nur, was man eigentlich zu sich nimmt, sondern auch wie, wann und wo man dies tut. Mahlzeiten sollten immer frisch zubereitet sein, und auch das gemütliche Zusammensitzen am Tisch ist hier wichtig, so kann man die Speisen ganz bewusst und auch in Ruhe genießen. Das ist ebenfalls gut für die Gesundheit, und zudem wird das Gemeinschaftsgefühl gefördert. Wer sich nur im Stehen, zwischen Tür und Angel oder auch gleich auf der Straße beim Gehen aus der Tüte ernährt, wird über kurz oder lang auf jeden Fall zunehmen.
Zu einem neuen Essverhalten gehört es immer, dass man sich auch wirklich Zeit nimmt, denn schließlich geht es hier um die Gesundheit, die ja nun einmal unser höchstes Gut ist.
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