Heil-Rezepte aus der ganzen Welt – mit Tees, Tinkturen und Ölen helfen
In der ganzen Welt nutzen die Menschen schon seit vielen Jahrhunderten die Heilkräfte der Natur, um gegen Erkrankungen oder auch Seelentiefs vorzugehen. Aber andere Länder – andere Sitten.
In Namibia beispielsweise nutzt man die auch hierzulande bekannte Teufelskralle, um Rückenschmerzen zu lindern.
In den Wurzeln der Teufelskralle, die ein Kraut ist, gibt es sehr viele Stoffe, die abschwellend, entzündungshemmend und auch schmerzstillend wirken. Bestens wirken sie auch bei Rücken- und Gelenkschmerzen. Um die Teufelskralle effektiv zu nutzen, stellt man einen Sud her. Für eine Tagesration nimmt man einen Esslöffel grob gepulverte Wurzel und überbrüht sie mit 300 ml Wasser, und das lässt man dann für acht Stunden bei Raumtemperatur stehen. Danach den Sud abseihen. Den Sud dann aufgewärmt über den Tag verteilt trinken, und das bis zu drei Wochen lang.
In Australien gibt es sehr viele Eukalyptusbäume, die nicht nur den Koalas eine leckere Nahrung bieten. Aus den Blättern der Bäume wird auch ein ätherisches Öl gewonnen, das Bakterien und Viren tötet und auch den Schleim löst. Zur Inhalation gibt man zehn Tropfen Eukalyptus-Öl in eine Schüssel mit rund zwei Litern heißem Wasser. Dann wie bekannt ein großes Handtuch über den Kopf und die Schüssel legen und dann den Dampf bei geschlossenen Augen ganz vorsichtig einatmen.
In Spanien nutzt man Borretsch, um Stimmungstiefs auszugleichen. Dieses Kraut wurde im Mittelalter vom afrikanischen Volk der Mauren nach Spanien gebracht. Aus dem Samen gewinnt man ein Öl, das die Hormone reguliert. Es hilft sehr gut bei Stimmungstiefs, die oft vor oder während der Regel auftauchen, und auch bei Wechseljahrsbeschwerden hat es sich bewährt. Eine Kurz-Kur sieht folgendermaßen aus: zehn Tage vor der Regel nimmt man täglich zwei Teelöffel Borretschsamen-Öl zu sich. Bevor man dieses Öl jedoch länger zu sich nimmt, wie beispielsweise bei den Wechseljahren, sollte man auf jeden Fall den Arzt fragen.
Er ist auch unter dem Namen süßer Kümmel bekannt – die Rede ist vom Anis. Er stammt aus der heutigen Türkei. Die Pflanzenstoffe der Anis-Samen hemmen Entzündungen und Keime, und zudem lösen sie Krämpfe im Darm und im Magen. Für einen Tee zerdrückt man eine gehäuften Teelöffel Anisfrüchte im Mörser, dann überbrüht man sie mit 150 ml Wasser. Das dann zehn bis fünfzehn Minuten ziehen lassen, am besten zugedeckt. Dann abseihen und täglich zwei bis fünf Tassen trinken.
Die in den USA sehr beliebten Cranberrys sind mittlerweile auch hier in Deutschland zu bekommen. Die Heilkraft dieser nordamerikanischen Heidelbeer-Art wurde bereits von den Indianern genutzt. Sie können auch eine Blasenentzündung stoppen, denn sie enthalten Anthocyane, die bei einer Blasenentzündung die auslösenden Bakterien so verändern, dass sie sich gar nicht mehr in die Blase einnisten können.
Am besten macht man mit den Cranberrys eine Saft-Kur. Dafür muss man nur morgens und auch abends ein paar Gläser Cranberry-Saft trinken, der allerdings Bio-Qualität haben sollte.
Die älteste Baumart der Welt ist der Ginkgo biloba. Er stammt aus Japan, und ein Pflanzenstoff-Mix aus den Blättern ist bestens geeignet, um Gedächtnis und Konzentration zu stärken. Für einen Tee einen Esslöffel getrocknete Blätter nehmen und mit 150 ml Wasser überbrühen. Diese Blätter sollte man aber der Sicherheit wegen lieber in der Apotheke kaufen. Den Tee dann zehn Minuten abgedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Davon dann täglich drei bis vier Tassen trinken. Man kann heute aber bereits sehr gute Ginkgo-Produkte in der Apotheke kaufen, die natürlich auch ihre Wirkung haben.
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