Floating – der neue Wellness-Trend

Wer würde sich schon freiwillig in eine Isolationszelle begeben, abgeschottet von Licht und Geräuschen, ohne Kontakt zur Außenwelt? Niemand? Tatsächlich tun aber dies Jahr für Jahr sehr viele Menschen, die Tendenz ist steigend. Denn die gesundheitlichen Auswirkungen sind durchweg positiv – zumindest, wenn man in einen speziellen „Floating“-Tank steigt. floating-tank-1 Sehr viele ausgesuchte Wellness Angebote der Wellnesshotels bieten heute bereits einen solchen Tank an.

Dieses in den 1960er Jahren in den USA entwickelte Behältnis ist vollständig licht- und geräuschgedämmt und misst durchschnittlich 2,00 x 1,50 Meter, bei einer Gesamthöhe von etwa 1,50 Metern. Nach oben ist es mit einem von innen wie von außen leicht zu öffnenden Deckel verschlossen, und im Innern bis zu eine Höhe von etwa einem Meter mit Wasser gefüllt.

Um den Effekt des „floatens“ zu erreichen, was in der Übersetzung soviel bedeutet wie „treiben lassen“ oder „schweben“, wird dieses Wasser durch Zugabe von Salzen so verdichtet, dass es den menschlichen Körper sicher und ohne erforderliche Schwimmbewegungen trägt. Das Wasser wird auf einer angenehmen Temperatur zwischen 35 und 37 °C gehalten, was der normalen Körpertemperatur eines Erwachsenen auf der Haut bzw. unter der Haut entspricht.

Wenn man in einen Floating-Tank steigt, legt man sich einfach ins Wasser. Aufgrund der hohen Dichte sinkt man nicht, sondern bleibt so weit an der Oberfläche, dass die Atmung in keiner Weise behindert wird und das Empfinden sehr angenehm ist. Aufgrund der genau angepassten Wassertemperatur „verschwimmt“ auch die Grenze zwischen dem eigenen Körper und dem Wasser, man scheint schwerelos zu sein. Nach kurzer Eingewöhnung wird der Deckel des Tanks geschlossen, und sämtliche Geräusche und optische Reize sind ausgeschlossen, man schwebt in völliger Dunkelheit und Stille.

Bei vielen Menschen führt diese Abgeschlossenheit bei den ersten Floating-Versuchen recht schnell zu Ängsten bis hin zu panikartigen Gefühlen. Aus diesem Grund auch ist der Tank insgesamt recht niedrig und mit geringer Wassertiefe versehen, und der Deckel kann schnell und ohne Anstrengung von innen geöffnet werden.

Für Menschen, die sich im Floating-Tank dauerhaft unwohl fühlen, ist eine Floating-Area zu empfehlen. Bei dieser Form des Floatens wird auf eine Abschottung verzichtet und teilweise sogar leise und beruhigende Musik eingespielt. Der größte Unterschied ist aber, dass man in einem großen Schwimmbassin treibt und sogar mit mehreren Personen zusammen Floaten kann.

floating-tank Viele groß angelegte Studien haben bewiesen, dass der Effekt des Floatens vor allem im klassischen Tank absolut positive Effekte auf die Gesundheit hat. Es kommt im Tank zu einer Tiefenentspannung, die sonst nur über eine lange Jahre praktizierte Meditation erreicht wird.

Nicht nur die Muskulatur entspannt sich vollkommen, auch Blutdruck und Herzschlag pendeln sich in Normbereichen ein. Gelenkbeschwerden lassen deutlich nach. Bei regelmäßiger Anwendung wirken alle diese Effekte dauerhaft nach, und das Immunsystem wird allgemein gestärkt. Damit gehört das Floating heute zu den vielversprechendsten Therapien bei allgemeiner Überlastung, Stress mit bleibenden negativen Auswirkungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates. Leider sind die Tanks bis heute eher selten zu finden und in Anschaffung und Unterhalt nicht ganz billig - aber verständlicherweise dennoch auf dem Vormarsch.

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