Wellness von innen – Buttermilch
Ein etwas anderes Erfrischungsgetränk ist die Buttermilch. Sie kommt zu ihrem Namen, weil sie einfach beim Buttern entsteht. Dabei wird der Milchrahm so lange geschlagen, bis sich dann die Fetttröpfchen aneinanderlagern und zu größeren Butterkörnern zusammenballen. So bleibt dann eine Flüssigkeit übrig, die gut bekannte Buttermilch.
Das für die Buttermilch so typische säuerliche Aroma wird durch spezielle Bakterienkulturen geschaffen, die einfach einen Teil des vorhandenen Milchzuckers in Milchsäure umwandeln. Wenn Süßrahm verbuttert wird, dann kommen die Bakterien erst nachträglich in die Buttermilch, und beim Saurrahm ist die dann direkt gesäuert.
Bereits vor mehr als 4500 Jahren haben die Menschen erkannt, dass dieses Überbleibsel der Butterherstellung gar nicht schlecht schmeckt. Und es ist auch nichts Neues, dass in der Buttermilch sehr wichtige Nährstoffe enthalten sind. Viel gesünder geht es fast nicht, und mit seinem extrem geringen Fettgehalt von maximal einem Prozent pro Glas entsteht beim Genuss gerade einmal eine Kalorienaufnahme von 76 kcal bei 200 ml. So ist Buttermilch ein idealer Durstlöscher für alle, die ein paar Kalorien sparen wollen. Natürlich ist dies auch im kompletten Bereich Wellness und Beauty nicht unbemerkt geblieben, und viele Wellnesseinrichtungen arbeiten mit der Buttermilch.
Durch das enthaltene sättigende Eiweiß wird auch der Hunger zwischendurch bestens gestillt. Und auch der Magen wird nicht belastet, denn das Eiweiß liegt in einer sehr fein geronnenen Form vor. Wer unter Verdauungsstörungen leidet, der verträgt die Buttermilch oft weitaus besser als die normale Frischmilch.
Ein weiteres Highlight ist das Calcium. In einem Glas sind ganze 220 Milligramm versteckt. Rund ein Viertel des täglichen Bedarfs wird so bereits gedeckt. Zusammen mit Bewegung sorgt Calcium für einen guten Knochenbau. Wer bereits als Kind damit anfängt, auf eine ausreichende Calciumzufuhr zu achten und auch dazu Sport treibt, der hat wirklich sehr gute Chancen, auch bis ins hohe Alter stabile Knochen zu haben.
Auch eine kleine Energiespritze hat die Buttermilch zu bieten, und zwar durch den natürlichen Gehalt an Milchzucker. Je nach Menge kann es sein, dass das Stuhlvolumen erhöht wird, und auch die Darmträgheit wird angeregt. Milchzucker bekommt man ja auch in den Apotheken als Verdauungshilfe.
Allerdings vertragen rund ein Fünftel aller Deutschen Milchzucker überhaupt nicht. Bei ihnen fehlt dann ein ganz bestimmtes Enzym, das den Milchzucker für gewöhnlich verdaut. Wird er nicht verdaut, so gelangt er ganz unverändert in den Dickdarm und wird dann durch die Bakterien vergärt. Diese Störung wird allgemein als Laktose-Intoleranz bezeichnet.
Diese kann zu Durchfällen, Bauchschmerzen und Blähbauch führen. Manche Menschen davon vertragen zwar gut kleine Mengen an Milchzucker, aber das ist eine ganz individuelle Sache. Sie vertragen allerdings gesäuerte Milchprodukte wie Joghurt und Quark sehr gut, Buttermilch aber nicht, und daher gibt es nun auch schon laktosefreie Buttermilch.
Es gibt auch die Möglichkeit, das fehlende Enzym durch spezielle Präparate aus der Apotheke zu ersetzen, so können die Beschwerden gelindert werden.
Buttermilch kann man vielseitig verwenden, sei es als erfrischenden Drink mit Früchten oder Kräutern, aber auch zum Backen eignet sich der weiße Muntermacher. Sogar Wellnessbäder kann man mit der Buttermilch machen, und wenn man einmal an die Werbung eines gewissen Herstellers dieses Getränks denkt, dann weiß man, dass Buttermilch auch noch schön macht.
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