Mit der grünen Kraft des Ginkgo das Gehirn fit halten

Unser Gehirn ist pausenlos beschäftigt mit erinnern, denken, lernen, planen, entscheiden und einigem mehr. Das alles ist aber nicht möglich ohne den Hippocampus, denn dieses Gebiet des Gehirns ist unser Arbeitsspeicher. Je besser in diesem Gebiet Informationen verarbeitet werden, desto besser können wir denken und lernen.

Eine gute Nachricht ist es deshalb, dass es laut neuer Studien möglich ist, mit einem Extrakt aus Ginkgo-Blättern diesen Arbeitsspeicher fitter zu machen. Die Forschungen der US-Wissenschaftlerin Professorin Yuan Lo zeigen, dass der Spezial-Extrakt aus dem Ginkgo dafür sorgt, dass im Hippocampus sehr viel mehr Nervenzellen, die so genannten Neuronen, entstehen, als dies normalerweise der Fall ist. So wird die Leistung dieses Arbeitsspeichers erhöht, und dieser ist unser Tor zum Gedächtnis.

Ginkgo biloba leaf with pills on bright background. Hirnforscher wissen aber inzwischen auch, dass es eigentlich noch viel wichtiger ist, dass die Neuronen auch untereinander möglichst viele Leitungen knüpfen. Die elektronischen Signale flitzen dann in diesem Netzwerk zwischen den einzelnen Neuronen hin und her. Und je dichter dieser Netz untereinander ist, desto besser kann der Mensch denken und lernen. Auch hier hat die Forschergruppe von Professorin Lo eine wichtige Entdeckung gemacht, denn der Ginkgo-Extrakt hilft auch dabei, eben dieses Netzwerk zu verdichten.

Einer weiteren positiven Wirkung des Extraktes ist man noch auf der Spur, denn der Ginkgo-Extrakt kann auch die Bildung schädlicher Eiweißstoffe im Gehirn hemmen. Das sind die Stoffe, die die Hirnzellen schädigen, und das kann dann zu Alzheimer führen.

Mit mehr als 300 Millionen Jahren ist Ginkgo biloba die älteste Baumart der Welt. In sehr vielen Kulturen wird der Ginkgo als Symbol für ein langes Leben, Anpassungsfähigkeit und Fruchtbarkeit verehrt. Ginkgo ist allgemein sehr widerstandsfähig. Schon Goethe verehrte als Literat und Naturforscher den Baum, und in Goethes Auftrag pflanzte der damalige Weimarer Hofgärtner im Jahre 1820 einen Ginkgo. Und wie man es sich schon denken kann, ist eben dieser Goethe-Ginkgo heute der älteste Baum in Weimar.

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Tags: , , , September 8th, 2010 Posted in Gesundheit

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