Mal einmal etwas anderes – das Irische Dampfbad

In der Welt der Dampfbäder und Saunen ist eine beliebte, weil sehr verträgliche Art, das so genannte irische Dampfbad. Am ehesten mit den frühen römischen Bädern vergleichbar, besteht diese Art Dampfsauna aus mehreren Räumen und Phasen, in denen der Körper sanft an hohe Temperaturen gewöhnt wird.

irisches-dampfbad-1 Dadurch wird das Herz- Kreislaufsystem nicht allzu stark belastet, und der Vorgang ist auch für Menschen mit Grunderkrankungen, leichten akuten Infekten sowie für Kinder geeignet. Durch mehrfachen Wechsel zwischen hohen und niedrigen Temperaturen wird der Kreislauf deutlich angekurbelt und der Stoffwechsel beschleunigt. Gerade bei einem angenehmen Wellness Urlaub in Polen kann man dieses Dampfbad sehr oft finden.

Im Detail verläuft ein Saunagang im irischen Dampfbad so, dass man nach einer reinigenden Dusche zunächst in einen Raum mit einer nur leicht erhöhten Temperatur von etwa 30 °C und normaler Luftfeuchtigkeit geführt wird. Bürstenmassagen regen, wie schon bei den Römern in diesem so genannten Tepidarium, Durchblutung und Kreislauf an. Je nach Konstitution und Gewöhnung beginnt der Körper hier nach etwa 15 bis 30 Minuten zu schwitzen.

Nun erfolgt der zweite Abschnitt im Verlauf der irischen Dampfsauna, der Wechsel in einen Raum mit ebenfalls normaler Luftfeuchtigkeit, aber einer Temperatur von 40 bis 50 °C. Durch die vorherige Gewöhnung an eine recht hohe Temperatur ist diese zweite Phase für die allermeisten Besucher der Sauna gut zu verkraften. Das Schwitzen, und damit der Abtransport von Giften und Schlacken aus Haut und Binde- sowie Fettgewebe, wird gesteigert, und die Poren öffnen sich. Nach einem Aufenthalt von wieder ca. 10 bis 20 Minuten erfolgt eine Abkühlung durch kaltes Wasser im so genannten Tauchbecken. Auch kühlende Güsse werden genutzt und Herz und Kreislauf wie Stoffwechsel laufen auf Hochtouren.

Eine Ruhephase schließt sich an, in der man in warmer, angenehm ruhiger Umgebung entspannen und regenerieren kann. Allerdings ist dies nicht der Abschluss des Saunaganges, wie sonst meist üblich. Die irische Dampfsauna zeichnet sich dadurch aus, dass in aller Ruhe und ganz sanft, aber dafür über mehrere Stunden sauniert wird. Jetzt schließt sich nämlich ein weiterer Gang in das Tepidarium an, mit wieder erfolgenden Bürstenmassagen und mäßiger Schweißproduktion.

Auch im zweiten Raum, bei etwa 45 °C, hält man sich wieder auf, betritt allerdings anschließend das Dampfbad selber. Hier herrscht, bei kaum gesteigerter Temperatur, eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit von bis zu 100 %, der ganze Raum ist dicht mit Dampf erfüllt und so gut wie nicht einsehbar. irisches-dampfbad An den Wänden finden sich die bekannten Saunabänke, auf denen man sich niederlässt um für etwa 10 bis 30 Minuten zu entspannen. Dabei inhaliert man automatisch die Feuchtigkeit sowie die gegebenenfalls zugesetzten ätherischen Öle und heilsamen Kräuter. Aufgrund der Temperatur öffnen sich die Hautporen weit und Feuchtigkeit kann tief aufgenommen werden.

Aus diesem Grund ist die Durchblutung der Haut nach einem Saunagang optimiert, die Haut ist gereinigt und rosig-frisch. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit wird die Atmung zwar meist als erschwert empfunden, die positiven, entzündungshemmenden und entkrampfenden Effekte sind aber bekannt und äußerst wirksam. Nach dieser letzten Stufe der irischen Dampfsauna erfolgt wieder eine Abkühlungs- und Entspannungsphase über mehrere Minuten, bis Kreislauf und Haut sich wieder den Bedingungen außerhalb des Dampfes angepasst haben.

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Tags: , , September 7th, 2010 Posted in Wellness

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