Im Urlaub wartet nicht nur Erholung sondern auch Abzocke
Der Urlaub ist für die meisten Menschen wirklich die schönste Zeit des Jahres, egal ob man im Sommer oder im Winter.fährt. Aber leider ist es in anderen Ländern nicht immer nur schön, es gibt auch schon einmal böse Abzock-Tricks, die gerne bei Touristen angewandt werden. Hier ein paar Tipps, wovor man sich in acht nehmen sollte:
Mit dem Auto nach Griechenland zu fahren, das kann schon recht teuer werden, und das vor allen Dingen dann, wenn man mit einer Autofähre heimreist. Auf See kann es vorkommen, dass sich illegale Auswanderer in den Autos verstecken. Wenn diese blinden Passagiere dann entdeckt werden, kann es schon einmal teuer werden, denn auf die Schleusung von Menschen stehen hohe Haft- oder Geldstrafen. Daher sollte man niemals fremde Personen mitnehmen, und insbesondere Wohnmobile und Wagen mit Anhänger sollten immer an einer sicheren Stelle abgestellt werden.
Auch auf dem Airport kann man unangenehmes erleben, und zwar gleich am Check-in-Schalter in der Warteschlange. Oft bieten einem da Betrüger an, die Fluggäste nach vorne durchzuwinken, natürlich gegen ein entsprechendes Trinkgeld. Allerdings lassen sich das die Mitreisenden auch nicht einfach so gefallen, der Helfer ist dann längst weg, und schon steht man ganz am Ende der Schlange. Wenn solch ein Service nicht von einem Reiseleiter oder dem Hotel angeboten wird, sollte man immer ablehnen.
Wer mit dem Auto unterwegs ist, der muss an mehreren Stellen aufpassen. Wenn man beim Tanken einen überfreundlichen Tankwart erwischt, der gleich auch die Scheiben reinigt oder den Ölstand kontrolliert, dann steckt meistens mehr dahinter. Oft wird dann festgestellt, dass die Wischerblätter ausgetauscht werden müssen oder auch Öl benötigt wird. Das passiert dann natürlich alles zu total überzogenen Preisen. Daher immer nach den Preisen fragen, bevor man den Tankwart beauftragt.
Oft werden Touristen auch in der Nähe von Sehenswürdigkeiten Parkplätze angeboten, die angeblich überwacht sein sollen. Allerdings warten dort keine Aufpasser, sondern vielmehr Diebe. Im Urlaub sollte man sein Auto immer nur auf einem offiziell ausgeschilderten Parkplatz stehen lassen.
Auch mit Mietwagen wird sehr gerne Geld gemacht. Wenn Kunden beispielsweise auf Mallorca einen Mietwagen übernehmen, dann zahlen sie oft extra für den vollen Tank. Im Gegenzug dürfen sie dann den Wagen mit einem leeren Tank wieder abgeben. Die wenigsten Touristen tun dies aber, denn meistens ist der Tank noch halbvoll.
Noch dreister können die Unternehmen sein, wenn ein Defekt am Fahrzeug auftritt. Wenn man beispielsweise mit einer defekten Kupplung irgendwo stehen bleibt, dann kann es vorkommen, dass die Firma die Kosten für die Reparatur verlangt und ohne die Zahlung keinen Ersatz schicken möchte. Das muss man sich aber nicht gefallen lassen, denn man kann eine Reklamation bei einer nationalen Verbraucherschutzbehörde machen. Oder man wendet sich an die beiden Branchenverbände auf Mallorca, in diesem Fall „Baleval“ oder auch Aevab.
Am Strand will man sich erholen, ärgerlich ist es dann, wenn man auch dort Opfer einer Abzocke wird. Dass Melonen am Strand zu vollkommen überteuerten Preisen angeboten werden, ist nichts neues. Aber die Verkäufer bleiben auch nicht untätig, und suchen nach neuen Maschen. Wenn man nach dem Preis der Melonenscheibe fragt, bekommt man oft unter einem Vorwand die Scheibe in die Hand gedrückt. Wenn man dann den Preis von sechs Euro nicht zahlen will, dann behauptet der Verkäufer, man müsse bezahlen, weil man die Scheibe angefasst hat. Hier sollte man konsequent nein sagen, dann zieht der Verkäufer mit der Zeit ab.
Die Preise für eine Liege am Strand variieren immer, und zwischen zehn und zwanzig Euro für eine Liege sind an Frankreichs Stränden vollkommen normal. Aber sogar hier muss man vorsichtig sein, denn manchmal bekommt man die Liege selbst für diesen Preis nur für drei Stunden überlassen.
In Rom wird Geld gemacht, indem den Touristen Fremdenführer angeboten werden, die ihnen die Sehenswürdigkeiten zeigen. Allerdings verlangen sie Eintrittsgelder für Sehenswürdigkeiten, die eigentlich nicht einen einzigen Cent kosten. Wer in Rom einen Stadtführer sucht, der sollte besser beim Touristenbüro nach seriösen Stadtführern fragen.
In der tschechischen Hauptstadt Prag dagegen wird gerne mit den Taxis Geld gemacht. Oft stehen vor dem Hauptbahnhof illegale Taxis, die dann entweder zuviel Geld verlangen oder mit wahren Turbo-Taxametern ausgestattet sind. Echte Taxis erkennt man daran, dass das Taxi-Schild auf dem Dach fest angebracht ist. Außerdem sollte an der Vordertüren der Name der jeweiligen Gesellschaft aufgedruckt sein.
Wenn man in Prag die astronomische Uhr besichtigen will muss man ganz besonders aufpassen. Jede volle Stunde bekommt man hier das gleiche Schauspiel geboten, die Touristen sammeln sich vor der Uhr, und alle blicken ganz gebannt nach oben. Dass dies ein Paradies für Diebe ist, kann man sich vorstellen. Seine Taschen sollte man in solchen Fällen immer eng am Körper tragen und am besten einen Arm darüber legen.
Restaurants bieten sehr oft gute Angebote auf ihren Werbetafeln an, aber leider sind dies sehr oft Lockvogel-Angebote. Beispielsweise auf der Tafel steht, dass ein Nudelgericht drei Euro kostet. Dies ist auch so, aber drinnen erfährt man dann, dass es pro Gast ein Mindestverzehr von dreißig Euro gibt. Als Tipp: Bei der Karte sollte man auf jeden Fall auch das Kleingedruckte lesen, und vor allem niemals ohne einen Blick auf die Karte etwas bestellen. In Rom kostet ein Eis schnell einmal zwanzig Euro, und was auch interessant ist, in den Nebenstraßen sind die Preise sehr oft viel geringer.
Da lohnt sich schon einmal ein etwas weiterer Weg.
Auch kleine Kinder werden gerne eingesetzt, wenn man sich im Restaurant befindet. Die Kinder musizieren dann, und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Und während dessen wird dann die Geldbörse geklaut. Viele haben die Angewohnheit, ihre Tasche über den Stuhl zu hängen, das sollte man aber lieber nicht tun, schon gar nicht im Ausland.
Auch bei den Wechselstuben sollte man immer die Augen auf haben. Vor der Tür steht oft ein Schild mit einem Super-Wechselkurs. Wenn man dann sein Geld eingewechselt hat stellt man fest, dass man viel zu wenig erhalten hat. Wenn man dies dann reklamiert bekommt man gesagt, dass der Kurs erst ab Beträgen von zwei- oder dreitausend Euro gilt, und das würde auch auf dem Schild stehen. Das stimmt auch meistens, aber oft ist es so klein geschrieben, dass man seine Lupe schon dabei haben sollte.
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