Wetterfühligkeit – wie man am besten damit umgehen kann
Geredet wird über Wetterfühligkeit wenig und das allein deshalb, weil es scheinbar größere Probleme gibt. Wetterfühligkeit bedeutet, dass die Betroffenen Wetterveränderungen deutlich vorher spüren, bevor sie überhaupt sichtbar sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Wetter von kalt auf warm, von warm auf kalt oder von trocken auf nass und umgekehrt wechselt.
Symptome gibt es viele. Schmerzen in den Gelenken, in den Muskeln und vor allem im Kopf bis hin zu Migräneanfälle können vorkommen. Schwindel ist ebenso häufig wie Stressgefühle, Müdigkeit und Schlafstörungen und vor allem Nervosität. Gut die Hälfte aller Menschen leidet darunter.
Wetterfühligkeit ist keine Einbildung, sie ist real. Schützen kann sich niemand vor den Symptomen, oft sind bestimmte Erkrankungen Auslöser. Das können Knochenbrüche aber auch Verletzungen mit Narbenbildung sein. Viele wetterfühlige Menschen fühlen Wetterveränderungen zuerst dort, wo sie ehemals verletzt waren. Bei sehr schweren Vorerkrankungen, zum Beispiel wenn das Herz betroffen ist, ist die Wetterfühligkeit nicht ungefährlich, da sie unter anderem Einfluss auf den Blutdruck hat. Deshalb sollte man nicht nur die Symptome ernst nehmen, sondern sich auch um eine Behandlung bemühen.
Es gibt viele Hausmittel, wie zum Beispiel Melissentee. Sinkt der Blutdruck, kann Kaffee helfen. Gegen Kopfschmerzen hilft die Akupressur verschiedener Punkte. Bei Spannungskopfschmerz, Erschöpfung und Schlafstörung ist ein entspannendes Bad angezeigt. Salzmangel kann viele der Symptome verstärken. Deshalb ist Sole in einigen Fällen das Allheilmittel. Sole bekommt man in den Kurorten oder in Spezialgeschäften.
Allerdings kann man sie auch selbst herstellen. Dazu braucht man Salzkristalle. Die gibt man in ein Glas und füllt es mit Wasser. Das Wasser muss keine besonders hohe Qualität haben. Kranwasser sollte allerdings nicht zu stark gechlort sein. Es dauert nur wenige Stunden, dann hat das Wasser mit 26% Salz den höchsten Sättigungsgrad erreicht. Die selbst hergestellte Sole ist lange haltbar. 2-3 Liter Wasser sollte jeder täglich trinken. Ein EL Sole in das Wasser pro Tag genügt. Wer es in eine größere Flasche füllt, der wird nur einen würzigen Geschmack des Wassers schmecken. Grundsätzlich sollte man sich bemühen, die Flasche über den Tag auszutrinken, damit man auch die erforderliche Menge Sole zu sich genommen hat.
Ätherische Öle wirken auch gut gegen Wetterfühligkeit. Allerdings helfen nicht alle Öle auf die gleiche Weise. Es ist notwendig, sich selbst intensiv mit dem richtigen Duft zu befassen.
Das hängt mit der Persönlichkeit ab und mit den Symptomen zusammen. Persönliche Vorlieben spielen ebenfalls eine Rolle. Manche Menschen bevorzugen würzige Düfte, andere brauchen leichte, zitronige Gerüche. Wichtig ist, dass der Duft leicht schwingt und nicht großzügig im Raum verteilt wird. Meist sind wenige Tropfen ausreichend, weil das Unterbewusstsein den Geruch auch in geringer Dosierung registriert, ohne überreizt zu werden. In vielen Apotheken können die Dufte ausprobiert werden. Intensives Schnüffeln sollte man vermeiden, ein kurzes Schwenken genügt.
Ätherische Öle kann man gut mit sich herumtragen. Bei den ersten Symptomen sind sie das erste Mittel der Wahl. Ein kurzes Riechen oder wenige Tropfen auf den Handrücken können ausreichen. Gegen Wetterfühligkeit helfen viele Methoden der Desensibilisierung. Kneipp-Kuren sind ebenfalls hilfreich, da sie den Kreislauf stabilisieren.
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