Die Zitrone – nützlich für Wellness, Gesundheit und auch Fitness
Die Zitrone – sauer ist sie, und viele kennen sie hauptsächlich als Zutatenlieferant für die heiße Zitrone im Winter, oder auch als Vitamin C Lieferant während einer Erkältung. Aber sie kann noch weitaus mehr, als nur vor Erkältungen zu schützen.
Sie ist zum Beispiel in der Lage, den Cholesterinspiegel zu senken. Zitronen liefern den Ballaststoff Pektin, der löslich ist, und der den Cholesterinspiegel auf eine ganz natürliche Weise wieder in die richtige Balance bringen kann. Man kann beispielsweise einen schönen gesunden Sirup herstellen, den man bei fast jedem Obstsalat einsetzen kann. Dazu nimmt man den Saft und die Schale von einer Zitrone, 150 ml Weißwein, 150 ml Wasser und vier frische Minzezweige sowie vier Esslöffel Honig, das kocht man zusammen auf, dann die Hitze reduzieren und das ganze zehn Minuten köcheln lassen. Abgekühlt kann man diesen Sirup dann über den Salat geben. Da ein erhöhter Cholesterinspiegel auf die Dauer gesehen zu einer Verengung von Blutgefäßen führen kann, sollte man „das Weiße“ der Zitrone ruhig mit verwenden, also die weißen Schalenanteile und die Häutchen, denn in ihnen stecken Flavonoide, die gegen diese Verengung helfen.
Auch die Konzentration kann die Zitrone verbessern. Mit etwas Zitronenöl in einer Duftlampe beispielsweise bei der Arbeit kann die Konzentration erheblich verbessert werden. In einer japanischen Studie konnte festgestellt werden, dass die Quote der Tippfehler um mehr als die Hälfte heruntergesetzt werden konnte, und das nur durch die Beduftung des Raumes mit Zitrusöl. Zitronenöl sollte auf jeden Fall in einem dunklen Fläschchen in einem geschlossenen Schrank aufgewahrt werden, denn wie eigentlich alle ätherischen Öle reagieren auch Zitronen-Essenzen recht empfindlich auf Luft und Licht.
Ebenfalls können durch diese ätherischen Öle verspannte Muskeln wieder gelockert werden, und die Durchblutung wird gefördert. Wer sich ein schönes Massageöl herstellen möchte, der mischt drei Tropfen Zitronensaft mit vier Tropfen von einer Wacholderessenz. Diese Mischung gibt man dann in zehn Milliliter Basisöl, dies kann beispielsweise kalt gepresstes Mandelöl sein, aber natürlich auch andere Öle.
Das Zahnfleisch ist für uns alle wichtig, und daher sollte man es immer pflegen. Durch Säuren und Vitamine wird das Zahnfleisch gekräftigt und auch desinfiziert. Um sich eine Mundspülung herzustellen, mischt man den Saft einer halben Zitrone mit einem Glas voll Wasser. Dabei sollte man aber darauf achten, dass sich im Mund keine Verletzungen befinden, denn diese könnten durch die Säure gereizt werden. Da die Zitronensäure allerdings den Zahnschmelz aufweicht, sollte man nach einer solchen Spülung immer erst zwanzig Minuten warten, und erst dann die Zähne putzen, denn bis dahin hat der Schmelz sich wieder gefestigt.
Ganz frische Zitronenscheiben haben eine desinfizierende Wirkung, und damit kann man sogar Hühneraugen zum Verschwinden bringen, zwar nach und nach, aber es wirkt. Dazu schneidet man abends eine Scheibe ab und legt diese auf das Hühnerauge. Das Ganze am besten mit einen Binde fixieren. Wer seine Zitrone dabei für mehrere Anwendungen frisch halten will, der legt sie mit der Schnittfläche auf einen Teller, auf dem sich etwas Essig befindet.
Es hört sich zwar unglaublich an, aber mit der Zitrone kann man auch das Sodbrennen bekämpfen. Der saure Saft neutralisiert die Säure im Magen, die gerne die Speiseröhre hochsteigt. Am besten trinkt man in so einem Fall eine Tasse Pfefferminztee, denn der beruhigt den Magen, und gibt noch einen Teelöffel frischen Zitronensaft hinzu. Um mehr Saft aus der Zitrone zu erhalten, rollte man sie vor dem Auspressen mit kräftigem Druck auf dem Tisch, denn dadurch platzen die Gewebekammern im Fruchtfleisch auf, und das gibt wiederum mehr Saft.
Kopfschmerzen? Auch kein Problem, denn mit zwei Tropfen Zitronenessenz, die es übrigens in Apotheken und Bio-Läden zu finden gibt, drei Esslöffeln Rosenwasser und fünf Esslöffeln Wasser stellt man eine Mischung für die Aromalampe her, daran zu schnuppern hilft gegen Kopfschmerzen. Bei starken Kopfschmerzen kann man die Zitrone auch von innen anwenden, denn dazu braucht man nur einen starken Espresso gemischt mit einem Teelöffel Saft.
Sogar bei der Orangenhaut kann die Zitrone hilfreich sein. Dazu macht man einfach regelmäßige Bäder mit den Säuren, die durchblutungsfördernd sind. So wird dann der Lymphfluss angeregt. Für ein Vollbad braucht man den Saft von fünf ausgepressten Zitronen.
Aus den getrockneten Schalen von zwei natürlich ungespritzten Zitronen kann man einen Tee kochen, der die Verdauung anregt. Wer zu Verstopfung neigt, der sollte einen solchen Tee öfter trinken. Diese Schalen enthalten Ballaststoffe, die die Funktion des Darm anregen. Diese getrockneten Zitronenschalen kann man sogar als Grillanzünder nutzen, sie brennen sehr gut und geben einen guten Duft dazu.
Und wer seine Räume gesunden lassen möchte, der kann ebenfalls den Zitrussaft nutzen, denn dieser macht krank machende Keime unschädlich. Mit nur zwei Millilitern Zitronensaft kann man die Bakterien in einem Liter Wasser abtöten. Das kann man sich auch im Urlaub zunutze machen, hier einfach ein paar Tropfen Zitrone in das Wasser geben wenn man sich nicht sicher ist, ob es auch wirklich sauber ist.
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