Der neue Wellness-Trend – eine Fußbehandlung mit Fischen

Es scheint so, als habe der altbewährte Fußpfleger bereits etwas ausgedient, allerdings nur, wenn es um die Wellness der Füße geht. Es gibt mal wieder einen neuen Trend im Bereich der Wellnessangebote, der auf den ersten Blick nicht gerade sehr verlockend erscheint. Eine Fußbehandlung mit Kangal-Fischen – ja, richtig gehört, Fischen. foot care-spa Was man sonst vielleicht nur aus diversen Kurbehandlungen kennt, die beispielsweise bei Neurodermitis oder Psoriasis eingesetzt werden, wird nun auch Trend im Wellnessbereich. Dafür gibt es in unterschiedlichen Wellness-Tempeln bereits extra eingerichtete Beautylounges, die kleine Aquarien, gefüllt mit Fischen, und einen passenden Sitzplatz dazu anbieten.

Sinn und Zweck des Ganzen ist, dass die Tiere an den Fußsohlen knabbern und somit die Reflexzonen stimulieren. Das wiederum erzeugt ein samtweiches Fuß-Feeling. Das soll angeblich ein echtes Wohlfühl-Erlebnis sein, und in Asien oder den USA ist diese Behandlung bereits ein echter Renner. Wer sich jetzt aber hier einen niedlichen kleinen Nemo-Schwarm vorstellt, der liegt leider etwas falsch. Der Schwarm ist von der Farbe her eher beigebraun, und auch etwas wurmartig muten diese Tiere an.

Diese Behandlung fängt an, indem man die Füße von Cremeresten befreit, denn das Gleichgewicht des Aquariums darf nicht gestört werden. Die Kangal-Fische sind regelrechte Dauerfresser, heimisch sind sie eigentlich in den warmen Quellen der Türkei. Diese Behandlung wirkt daher so gut, weil die Fische der Hornhaut Eiweiß entziehen, aber gleichzeitig beim Kauen ein heilendes Sekret abgeben. Das ist auch der Grund, warum sie im medizinischen Bereich schon seit langem im Einsatz sind.

Wenn man es dann wagen will, seine Füße in das Wasser zu halten, kommt einem schon die hungrige Meute entgegen. Das Wasser hat angenehme 36 Grad, und am Anfang ist das Ganze schon etwas ungewohnt, denn wenn sich gleichzeitig rund 100 hungrige Gourmets über die Füße hermachen, ist das schon ein komisches Gefühl. Meistens kitzelt es sehr und man fragt sich ernsthaft, wie man hier ganze dreißig Minuten aushalten soll. Nachdem man dann die Gedanken an schlechte Filme und hungrige Piranhas aus dem Kopf verbannt hat, beginnt man dann doch, sich richtig gut entspannen zu können. Nach einer kurzen Zeit ist auch das Kitzeln vorbei, und dann tritt das Gefühl einer Mini-Massage ein. Wenn man sich daran gewöhnt hat ist es sogar recht interessant, dabei zuzuschauen, und die kleinen Fischchen wirken mittlerweile auch bereits niedlich.

Nach dem Bad ist die Haut dann schön weich, die Füße tiefenentspannt, und alles kribbelt sehr angenehm. Immer mehr neue Wellness Angebote befassen sich bereits mit dieser Methode.

neuer-wellness-trend-1 Allerdings können diese Tierchen natürlich nicht den Fußpfleger ersetzen, denn sie knabbern zwar die Hornhaut an, aber hartnäckige Stellen werden nicht entfernt. Daher wird immer empfohlen, entweder vor der Fisch-Behandlung eine Pediküre machen zu lassen, oder auch hinterher. Viele möchten nach dem angenehmen Erlebnis keine Pediküre haben und entscheiden sich dagegen, hinterher eine Behandlung vornehmen zu lassen. So kann man das Wellness-Erlebnis viel länger erhalten.

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