Arnika – der Allrounder unter den Heilpflanzen

Wenn es wie jetzt wieder richtig warm ist, dann toben gerade die Kinder gerne draußen herum, aber auch die Erwachsenen verletzen sich schneller als normal, denn man ist leichter bekleidet oder geht barfuß. Aber egal, was gerade passiert ist, sei es eine Schürfwünde, Insektenstiche, Blutergüsse oder auch verstauchte Knöchel, für alles dies gibt es einen absoluten Allrounder unter den Heilpflanzen, und das ist die Arnika. applying body lotion Durch sie werden die Schmerzen schnell gelindert und zudem der Heilungsprozess beschleunigt. Arnika hat beruhigende, wundheilende und auch eine entzündungshemmende Wirkung. Am besten hält man Tinkturen oder Salben für den äußerlichen und Globuli für die innerliche Anwendung bereit, so ist man mit einfachen Mitteln für alles gerüstet.

Bei allen stumpfen Verletzungen, zu denen Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen und auch Quetschungen gehören, helfen schnelle Umschläge mit einer Arnika-Tinktur. Dazu verdünnt man die Tinktur 1 zu 10 mit lauwarmem Wasser und tränkt dann ein großes Stofftuch darin. Dann auf die schmerzende Stelle auflegen. Das Tuch sollte öfter nachgefeuchtet werden oder auch erneut getränkt werden, wenn es trocken wird. Als Weiterbehandlung kann man die Verletzung mit Arnika-Gel oder auch Arnika-Salbe einreiben. Hierbei sollte man beachten, dass der Arnika-Gehalt bei mindestens dreißig Prozent liegen sollte. Für unterwegs gibt es mittlerweile schon Arnika-Tücher, die man bei Bedarf sofort auflegen kann.

Hautentzündungen und nicht offene Wunden so wie Rötungen, Schwellungen oder auch entzündete Stellen, zum Beispiel Insektenstiche, schlecht heilende Wunden oder auch Furunkel können auch mit Arnika behandelt werden. Hier kann eine schnellere Heilung bewirkt werden. Das macht man am besten mit einer feucht-kalten Kompresse, die eine verdünnte Arnika-Tinktur enthält. Das wiederholt man mehrmals täglich. Allerdings darf eine solche Kompresse nicht bei offenen Wunden oder auch auf verletzter Haut angewandt werden, sonst kann es zu Ekzemen und Bläschen kommen.

Auch bei Muskel- und Gelenkschmerzen ist Arnika ein ideales Hilfsmittel. Es ist ideal geeignet, um einem Muskelkater vorzubeugen. Wer diese Wirkung nutzen möchte, sollte am besten schon vor der Belastung oder dem Sport die Muskeln mit einer verdünnten Tinktur mit einem öligen Auszug einreiben. Ist dies nicht möglich, kann man die Tinktur natürlich auch hinterher auftragen.

Wenn die Schmerzen an den Muskeln bereits da sind, hilft auch hier das bewährte Arnika-Gel oder die Arnika-Salbe. Auch wer unter einem leichten Gelenkrheuma leidet, kann einen Versuch mit Arnika-Einreibungen starten. Sogar bei chronischer Venenschwäche und Krampfadern kann man Arnika einsetzen, denn hier nimmt das Einreiben der Beine die Spannung und die Schmerzen.

neck pain Wer eine Schleimhautentzündung in Mund oder Rachen hat, der kann aus einem halben Teelöffel Arnika-Tinktur und einem Glas Wasser eine Mischung herstellen, mit der man mehrmals täglich spült, und zwar so lange, bis die Entzündung abgeklungen ist. Auch bei Mandelentzündungen wirkt dies sehr gut.

Für die innere Anwendung gibt es Globuli, in diesem Fall Arnika D6 genannt. Dieses homöopathische Mittel kann gut bei allen Arten von Verletzungen durch Schläge, Stöße oder auch Fallen eingesetzt werden. Auch offene Wunden oder OP-Folgen gehören zu dem Einsatzgebiet der Globuli. Wenn Eingriffe geplant sind wie beispielsweise das Ziehen eines Zahns, dann sollte man die Globuli schon einige Tage vorher einnehmen.

Im Akutfall nimmt man gleich nach der Verletzung alle halbe bis ganze Stunde je fünf Globuli, die man unter der Zunge zergehen lässt. Vor Eingriffen und wenn die Beschwerden sich bessern nur noch drei- bis viermal täglich anwenden.

Wie man sieht ist Arnika wirklich das Aspirin unter den Heilpflanzen.

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Tags: , , Juli 23rd, 2010 Posted in Gesundheit

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