Genuss-Massagen für die perfekte Wellness
Massagen sind heute nicht mehr nur dazu da, um die Muskeln zu lockern, viele Massageformen haben heute sogar eine ganz eigene Philosophie. Sie können stärken, entspannen oder sogar heilen. Wer Massagen noch so kennengelernt hat, dass alles brutal durchgeknetet wurde und man froh war, dass die zwanzig Minuten endlich vorbei waren, der kann jetzt ganz neue Arten von Massagen kennenlernen. Die Massage ist eines der ältesten Heilmittel, die es überhaupt gibt, und jede einzelne Form steht heute genau an der Schnittstelle zwischen erholsam und medizinisch wirksam.
Hier nun eine Vorstellung unterschiedlicher Massagen, die das Bild der bisherigen Massagen entscheidend ändern werden.
Abhyanga – diese ayurvedische Ganzkörpermassage wird mit einem Sesam- oder Kokosöl durchgeführt, das angenehm warm ist und mit Kräuteressenzen angereichert. Diesen Kräutern werden medizinische Wirkungen zugeschrieben. Beispielsweise der Abtransport von schädlichen Stoffen wird durch sie begünstigt. Durch das warme Öl bekommt der Behandelte ein Gefühl von Geborgenheit und einer sehr tiefen Entspannung. Diese Ölmassage ist die Grundlage für eine Ayurveda-Kur, und noch effektiver wird sie durch eine Synchron-Abhyanga, wobei zwei Masseure diese Massage durchführen. Sie ist sogar noch entspannender, da die linke und die rechte Gehirnhälfte angesprochen werden.
Pantai Luar – das besondere an dieser Massage ist, dass sie mit sogenannten Kräuterstempeln durchgeführt wird. Hierbei wird ein Leintuch, das mit Kräutern gefüllt ist, zunächst in ein 120 Grad heißes Spezialöl getaucht. Anschließend zieht man es mit schnellen Bewegungen über die Haut. Danach erfolgt dann eine Tiefenwärmebehandlung, und zwar durch einen intensiven Druck. Sie wirkt deshalb so gut, weil die sehr wertvollen Kräuter und Öle dafür sorgen, dass die Haut intensiv gereinigt und gepflegt wird. Dadurch wird die Erneuerung der Zellen angekurbelt, auch das Bindegewebe wird gestärkt und die Haut zudem gestrafft. Durch die Wärme wird noch die Durchblutung angeregt und die Muskulatur entspannt. Da es hier eine gewisse Verbrennungsgefahr gibt, sollte man diese Stempelmassage nur von einem Profi durchführen lassen.
Tuina – dies ist eine Behandlungsform aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, die sehr bedeutend ist. Sie kombiniert Energiearbeit mit Chiropraktik und Massage. Ziehende, reibende und schiebende Techniken bearbeiten das Bindegewebe, Sehnen, Muskeln und Knochen. Der Effekt ist, dass Spannungen, Schmerzen und sogar alte sogenannte „Verkrustungen“ aus den Geweben des Körpers verschwinden. So kann die Energie in den Meridianen des Körpers, den Leitbahnen also, wieder frei fließen. Dadurch werden die vegetativen Funktionen wie Herzschlag, Atmung und Verdauung harmonisiert, und die Organtätigkeiten normalisieren sich. Ganz besonders geeignet ist diese Massage zur Behandlung oder auch vorbeugenden Behandlung von Wirbelsäulenproblemen. Auch als Selbstmassage ist Tuina bestens geeignet, es gibt im Handel entsprechende Bücher.
Die Hot Stone Massage findet sich heute in sehr vielen Wellnesshotels wieder. Das besondere ist hier, dass die Massage mit aufgeheizten Steinen erfolgt, die meistens vulkanischen Ursprungs sind. Diese werden auf den Energieleitbahnen des Körpers, den Meridianen, platziert. Bevor dies geschieht, werden sie im Wasserbad auf rund 60 Grad erhitzt. Das Ziel ist eindeutig die Entspannung der Muskeln durch die Wärme. Zusätzlich eignen sich die Steine auch sehr gut für Friktionen, also Reibungen. Auch eine Tiefenwärmebehandlung, die eine Massage mit intensivem Druck vorsieht, kann mit ihnen durchgeführt werden. Die Hitze der Steine dringt in den Körper ein, so wird der Lymphfluss angeregt und zudem die Selbstheilungskräfte stimuliert. So werden auch verhärteten Muskeln schnell wieder geschmeidige Muskeln. Es gibt auch noch La-Stone-Massagen, die zusätzlich noch gekühlte Marmorkugeln verwenden. Dieser Wechsel von warm auf kalt trainiert den Kreislauf und auch das vegetative Nervensystem. Natürlich ist es auch perfekt für die Flexibilität der Blutgefäße.
Die Grundlage der Fußreflexzonenmassage besagt, dass sich an den Arealen der Fußsohle und des Fußrückens Bezugspunkte zu den inneren Organen befinden. Durch eine Massage dieser Zonen soll diese durch die Reflexbahnen an das jeweiligen Organe weitergeleitet werden, um dort eine anregende oder auch heilende Wirkung zu erreichen. Eigentlich ist diese Therapie aus der alternativen Medizin bekannt, aber sie wird auch als Wohlfühlbehandlung immer beliebter und ist daher auch immer öfter in den Wellnesshotels zu finden. Durch diese Massage soll die Durchblutung gefördert werden, zudem ist sie entspannend. Das Immunsystem wird aktiviert und auch das seelische Befinden wird verbessert. Schön ist, dass man auch eine Selbstmassage durchführen kann, ohne dass man irgendeine Kenntnisse über Reflexzonen hat. Als Hilfsmittel kann man hier Massagesandalen oder auch Bälle mit Noppen nehmen. Auch öfters einmal barfuß laufen ist gut.
Die Aromamassage ist schon mehreren Menschen bekannt, gerade alle Damen, die sich öfter auf eine angenehme Wellness Reise begeben, werden bereits in den Genuss einer solchen Massage gekommen sein. Das Besondere an dieser Massage ist, dass hier die herkömmliche Massage mit ätherischen Ölen kombiniert wird. So können bestimmte Wirkungen wie eine bessere Durchblutung, Straffung, Beruhigung, Regeneration und vieles mehr erreicht werden. Die Wirkung erfolgt dadurch, dass die Duftstoffe direkt ins limbische System gelangen, dem emotionalen Zentrum des menschlichen Gehirns. Diese Düfte lösen dann dort Gefühle aus und beeinflussen zudem unsere Stimmung.
Und zu guter Letzt gibt es noch die klassische Massage. Sie wird so durchgeführt wie man sie kennt, mit klopfen, streichen, reiben, kneten und vibrieren. So wird die Durchblutung von Sehnen, Muskeln, Haut und Bindegewebe angeregt. Verspannungen werden gelockert und der Körper bildet weniger Stresshormone. Dafür steigt die Produktion der Glücks- und Entspannungsbotenstoffe. Diese klassische Massage ist immer noch die am häufigsten durch Ärzte verschriebene. Leider ist ihre Hilfe aber nur recht kurzzeitig, denn Fehlhaltungen, schwache Muskeln und zu wenig Bewegung werden bald wieder zu Schmerzen und Verspannungen führen. Als ideal wird hier eine Massage in Kombination mit einer Physiotherapie angesehen.
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