Beauty und Wellness – lieber Hightech oder doch eher Naturwirkstoffe
Viele Menschen, egal ob Mann oder Frau, haben heute schon einmal ein Beautybehandlung oder auch einen schönes Wellnesswochenende ausprobiert. Oft stellt man fest, dass überall mit ganz unterschiedlichen Produkten gearbeitet wird, die entweder aus der Richtung Hightech kommen oder aus dem Bereich Natur. Dabei stellt man sich die Frage, ob die Wirkstoffe aus der Natur auch wirklich die gleiche Wirkung haben können wie die synthetischen aus dem Labor. Wenn man einmal die beliebtesten Wirkstoffe aus beiden Gruppen miteinander vergleicht, dann stellt man fest, dass es eigentlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen gibt, und oft wirken beide Gruppen auch perfekt zusammen.
Wer sich einen schönen Teint ohne Fältchen wünscht, der wird bei der Wahl seiner Produkte nicht unbedingt um bestimmte Hightech Anti-Age-Superstars nicht vorbei.
Hyaluronsäure beispielsweise, dies ist ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Bindegewebes und auch ein transparenter und gelartiger Wirkstoff. Auch in der Medizin wird dieser Wirkstoff genutzt. In der Orthopädie findet es seinen Einsatz als Gelenkschmiermittel. Da Hyaluronsäure aber auch in sehr hohem Maße Wasser binden kann, ist sie auch maßgeblich an einem schönen straffen Erscheinungsbild der Haut beteiligt, denn somit polstert sie auch Falten auf. Leider ist es hier so wie bei vielen körpereigenen Wirkstoffen, im Alter nimmt die Produktion ab. Für den Einsatz in Pflegeprodukten wird diese Kittsubstanz des Körpers synthetisch in Laboren hergestellt. Ihre Wirkung ist mit der eines Blitzliftings zu vergleichen. Er speichert Wasser wie ein Mikroschwämmchen, so erscheint der Teint sofort frischer und glatter und natürlich auch jünger. Bestens geeignet ist Hyaluronsäure für die trockene Haut, die bereits die ersten Fältchen aufweist. Den größten Pluspunkt bekommt sie jedoch dafür, dass sie nicht reizend und auch nicht allergen ist.
Peptide, körpereigene Eiweißbausteine, sind die neue Hoffnung der Anti-Age-Forschung. Diese Bausteine bringen die natürliche Regeneration der Zellen in Schwung. Für den Einsatz in Kosmetikprodukten werden sie synthetisch nachgebildet oder auch ganz natürlich aus Soja oder Milch gewonnen. Sie wirken als Botenstoffe, die dem Körper signalisieren, dass der Reparaturmechanismus der Haut gestartet werden soll. Somit sorgen sie dafür, dass die Geschwindigkeit der Zellerneuerung doppelt so schnell vor sich geht. Ideal geeignet sind Peptide für die Haut ab 40, denn ab diesem Alter beginnt die Haut, langsam dünner zu werden. Durch eine Pflege mit Peptiden kann man dem entgegensteuern und somit für straffere und glattere Konturen sorgen.
Retinol – das ist die reinste Form des Vitamin A. Dies ist in der Kosmetik der am längsten eingesetzte und zudem auch am besten untersuchte Anti-Age-Wirkstoff. In zahlreichen Studien wurde seine Wirksamkeit bewiesen. Die neue Generation dieses Wirkstoffes kann jetzt auch bei sensibler Haut eingesetzt werden, denn er führt nicht mehr zu Irritationen. Alle Produkte, die Retinol beinhalten, sorgen dafür, dass nicht mehr so viel Bindegewebe durch die körpereigenen Enzyme abgebaut wird. Zudem pusht Retinol die Produktion neuer Hautzellen. Zudem repariert Vitamin A kleinere Schäden, die beispielsweise durch UV-Strahlung entstanden sind.
Es hellt Pigmentflecken auf, und das Hautbild wird verfeinert. Ideal geeignet ist dieser Wirkstoff für die Haut, die bereits Fältchen oder auch Sonnenschäden hat, oder einen unregelmäßigen Ton aufweist. Auch bei Pickeln kann man Vitamin A bestens einsetzen.
Aber auch die Beauty-Power der pflanzlichen Wirkstoffe sind nicht zu verachten, und dadurch werden sie zu sehr begehrten Bestandteilen, egal ob in der Bio- oder auch Hightech-Kosmetik.
In China wird der Granatapfel als Aphrodisiakum geschätzt. In den USA dagegen ist er als Gesundheitsdrink sehr beliebt, er soll präventiv wirken bei Krebs und auch Herz- oder Gefäßproblemen. Die Kosmetiklabors isolieren heute aus Schale und Samen Powerwirkstoffe gegen die unweigerlich kommende Hautalterung. Durch seine Polyphenole wird der Granatapfel zu einer absoluten Anti-Aging-Waffe. In der Schale befindet sich Ellagtannin, das die Verdichtung der Zellen und auch des hauteigenen Kollagens anregt. Zudem besitzt es eine sehr hohe antioxidative Wirkung, sogar mehr als grüner Tee oder Rotwein. Im Kernöl enthält er auch noch die seltene Gamma-Linolensäure, die die Regeneration von Gewebe und Zellen beschleunigt. Für den reifen Teint und eine Haut, die ein geschwächtes Barrieresystem aufweist, ist dieser Wirkstoff bestens geeignet.
Die Olive schmeckt nicht nur sehr gut, sie ist auch als ganze Pflanze eine wahre Fundgrube für Schönheit und Gesundheit. Das Olivenöl hat einen sehr hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen, und auch viel Vitamin E und Fettsäuren sind in ihm enthalten. So sorgt es sowohl von innen als auch von außen für eine geschmeidige Haut. Auch das Olivenwasser, die Blätter und das Fruchtfleisch liefern Stoffe, die sowohl die ganze Struktur der obersten Hautschicht verbessern als auch die hauteigenen Schutzmechnismen. Das Konzentrat aus den Olivenbaumblättern soll die Kollagensynthese der Haut erhöhen. Zudem sollen die Antioxidanzien Oleuropin und auch Tyrosol in der Wirkung potenziert werden. Durch die Kombination mit Oligosacchariden aus dem Fruchtfleisch wird auch die Bildung schützender Proteine gefördert. Die Wirkstoffe aus der Olive sind bestens für die trockene aber auch für die normale Haut geeignet, wenn es ihr an Feuchtigkeit und auch Festigkeit mangelt.
In allen mitteralterlichen Klostergärten war sie zu finden, die Melisse. Sie wurde per Verordnung angebaut, da sie eine vielseitige Heilpflanze ist. Seit Jahrhunderten hilft sie in Form von Melissengeist gegen Erkältungen, Muskelverspannungen und nervöse Unruhe. Die Wirkung der Melisse gegen den Stress der Haut ist auch schon bewiesen worden. Organisch angebautes Melissenöl – hier haben Forscher jüngst eine dreifache Anti-Age-Wirkung entdecken können. Es soll der einzige Biowirkstoff sein, der in der antioxidativen Wirkung sogar das Vitamin C übertreffen kann. Melissenöl ist auch in der Lage, freie Radikale zu neutralisieren und Botenstoffe zu hemmen, die mitverantwortlich sind für den vorzeitigen Alterungsprozess. Außerdem regt es die Kollagen- und Elastinproduktion an. Dieser Wirkstoff ist gut für die Haut, die bereits einen Elastizitätsverlust aufweist und auch einige Fältchen. Auch bei gereizter Haut wird er gerne zur Besänftigung eingesetzt.
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