Schüßler-Salze als Jungbrunnen für Gesundheit und Wohlbefinden
Warum man manchen Menschen ihr biologisches Alter nicht ansieht, andere Personen schon frühzeitig unter so genannten Alterungsbeschwerden zu leiden haben, und wie schnell oder langsam sich der menschliche Alterungsprozess bei Gleichaltrigen bemerkbar macht – mit diesen Fragen hat sich die Wissenschaft immer wieder beschäftigt und die Kosmetikindustrie hat darauf reagiert, indem sie jährlich Hunderte von Produkten auf dem Schönheits-Markt anbietet.
Die Werbung verspricht dabei nicht nur dem weiblichen Geschlecht durch eine Kur mit der neuesten Soft-Creme, der wohlklingenden Duft-Lotion oder dem Feuchtigkeits- Elixier einer renommierten Firma optische Verjüngung und strahlendes Aussehen. Nicht nur Beauty-Farmen, sondern auch das eine oder andere exklusive Kurhotel an der Ostsee reagieren mit ihren vielseitigen Wellness-Angeboten auf das Bedürfnis ihrer Gäste nach Fitness, natürlicher Schönheit und ewiger Jugendlichkeit. Anti-Aging ist das Zauberwort unser Zeit.
In diesem Sinne haben jetzt amerikanische Wissenschaftler in dem Fachmagazin „Science“ ihre Theorie zum menschlichen Alterungsprozess vorgestellt. Sie gehen davon aus, dass so mit der im menschlichen Körper ständig stattfindenden Zellteilung auch ein Qualitätsverlust der Zellen einhergeht – das Altern. Das bedeutet, dass die Zellen ihre Funktionen nur noch eingeschränkt ausüben können und es im Laufe der voranschreitenden Jahre im menschlichen Organismus zu körperlichen und geistigen Einschränkungen kommt.
Diese aktuelle Erkenntnis der Altersforscher untermauert ein Heilverfahren, das schon über 130 Jahre alt ist: die Schüßler-Salze. Die besondere Wirkung dieser ursprünglich 12 Salze besteht darin, dass sie den menschlichen Mineralhaushalt harmonisieren und dabei etwaige Mangelerscheinungen, die sich in körperlichen Beschwerden äußern können, ausgleichen helfen. So können sie sich positiv auf den menschlichen Alterungsprozess auswirken als eine Kur für Körper, Geist und Seele. Erfinder diese Heilsystems war der homöopathische Arzt Dr. Wilhelm Schüßler (1821-1898) aus Oldenburg.
Mineralsalze sind an allen Vorgängen im Körper beteiligt, so wie beispielsweise der Knochenaufbau ohne das Mineral Calcium nicht möglich ist. Schüßler ging davon aus, dass die Gesundheit wesentlich davon abhängt, ob die jeweils erforderlichen Mineralstoffe ihre Aufgaben optimal erfüllen. Die für seine Forschung entscheidenden Erkenntnisse lieferten zwei Zeitgenossen der Medizin. Rudolf Virchow erklärte, dass die Krankheit des Körpers gleich der Krankheit der Zelle sei, und der Niederländer Jakob Moleschott behauptete, dass die Krankheit der Zelle durch den Verlust an anorganischen Salzen = Mineralstoffen entstehe.
Daraus zog Schüßler die Schlussfolgerung, dass die Gesundheit von Zelle und Körper durch die Zuführung von Mineralsalzen gewährleistet werden könnte. Um die benötigten Mittel für die Zelle aufnahmefähig zu machen, müssen sie feinstofflicher, also verdünnt werden. Denn wenn zum Beispiel Calcium- oder Eisenpräparate pur gegeben werden, könnte es zu einer großen Belastung für den Organismus kommen. So profitiert der Körper davon, wenn fehlende Mineralsalze in homöopathisch potenzierten Mengen eingenommen werden und damit die Selbstheilungskräfte wie in einem Kurhotel aktiviert werden.
Wurden früher die 12 Schüßler-Salze je nach Symptomatik einzeln verabreicht, ist es inzwischen gängige Praxis, kombinierte Mineralsalze einzunehmen. Denn die heutigen Lebensbedingungen und Ernährungsgewohnheiten haben sich so verändert, dass nicht mehr nur ein Mineralsalz ausreicht, um einen Anti-Aging-Effekt zu bewirken. Voraussetzung dafür sind immer ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, genügend Schlaf und vielseitiger Bewegung.
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