Histamin-Intoleranz – Kurreisen Deutschland als gutes Heilmittel
Viele Menschen leiden seit Jahren an Migräne, Verdauungsbeschwerden, Schnupfen oder lästigen Hauterkrankungen, ohne eine Erklärung für ihr Leiden zu finden. Von den Ärzten, die oft genauso ratlos wie die Patienten selber sind, werden sie nach ergebnislosen Behandlungsversuchen in die psychosomatische Schublade gesteckt und mit ihren Problemen weitgehend allein gelassen. Häufig bleiben gesundheitsfördernde Kurreisen Deutschland zur Entspannung des gestressten Patienten der letzte Vorschlag von Seiten der Ärzte.
Dabei ist der Übeltäter in vielen Fällen relativ einfach ausfindig zu machen, wenn man sich nur einmal mit der Ernährung des Patienten eingehender beschäftigt. Histamin ist immer häufiger der Auslöser für die oben genannten Beschwerden, die sich aber noch weitaus vielfältiger präsentieren können. Neben den klassischen Allergiesymptomen können auch Beschwerden, wie sie bei der Fibromyalgie zu finden sind wie Muskelschmerzen, Muskelverhärtungen und Schmerzen der Sehnenansätze, beobachtet werden. Aber auch Konzentrationsstörungen, starke Müdigkeit und abnorme Blutdruckwerte können ein Indiz auf eine sogenannte Histaminintoleranz sein.
Ursache einer Histaminunverträglichkeit (hierbei handelt es sich um keine Allergie im klassischen Sinne) ist ein Missverhältnis zwischen dem in Körper befindlichen und auch lebenswichtigen Botenstoff Histamin und dem Histamin abbauenden Enzym Diamin-Oxidase, kurz DAO. Besteht ein Mangel an DAO, kommt es zu den typischen Symptomen. Eine histaminarme Ernährung ist dann unumgänglich, wenngleich auch kleine Sünden mit geeigneten Medikamenten ausgeglichen werden können.
Die Diagnose Histaminintoleranz (auch Histaminose genannt) kann das ganze Leben auf den Kopf stellen, denn ab sofort gilt es, der täglichen Nahrungszufuhr extreme Beachtung zu schenken und das Kochen quasi neu zu erlernen. Besonders leckere Nahrungsmittel enthalten leider in den meisten Fällen viel Histamin, wie z.B. Rotwein, Spinat, Tomaten, Sauerkraut, Fleisch- und Fischkonserven, geräucherte/gepökelte Fische und Fleischwaren, Sojaprodukte, Fertiggerichte (besondere Vorsicht vor Hefeextrakt!) und essighaltige Produkte.
Viele Personen vertragen außerdem auch kein aufgewärmtes Essen, vor allem wenn es eiweißhaltig ist (Fleisch, Fisch, Milchprodukte). Andere Lebensmittel enthalten zwar kein Histamin, fungieren im Körper aber als Liberatoren, das heißt, sie setzen Histamin in unspezifischer Menge frei. Dazu zählen unter anderem Schokolade, Erdbeeren, Zitrusfrüchte und Nüsse. Noch gemeiner ist allerdings, dass man auch bei absolut histaminarmer Diät in die Falle tappen kann. Der Körper produziert nämlich bei körperlicher Belastung (also auch Sport) und seelischem Stress körpereigenes Histamin und lässt so den Diäterfolg verpuffen.
In diesem Fall sollte man wirklich auf den “Rat” des “ratlosen” Arztes zurückkommen. Die zu Anfang bereits erwähnten Kurreisen können für Histaminintolerante wirklich eine Besserung bringen, da der Stressabbau an erster Stelle steht und auch die Ernährung in Ruhe neu geordnet werden kann. Fernab vom alltäglichen Stress ist es für manche Menschen auch einfacher, sich mit ihrer neuen Lebensweise anzufreunden. Häufig verlieren die Beschwerden im Kururlaub an Intensität, selbst wenn eigentlich unverträgliche Nahrungsmittel verzehrt werden. Personen, die an langjährigen Beschwerden unklarer Genese leiden, sollten ihren Arzt auf das Thema Histamin hinweisen.
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