Hexenschuss – die besten Tipps um ihn schnell loszuwerden
Rückenprobleme sind eine der häufigsten Beschwerden, an denen Erwachsene heutzutage leiden. Häufig sind erzwungene Fehlhaltung am Arbeitsplatz oder Überlastung der Wirbel und Rückenmuskeln die Ursache dafür.
Tritt ein heftiger Schmerz im Rücken spontan auf, spricht man landläufig vom „Hexenschuss“. Jeder, der schon einmal davon ereilt wurde weiß, wie schmerzhaft dieser sein kann. Aber was genau ist die Ursache, und vor allem, was kann man gegen den Hexenschuss tun? Wann auch immer ein Hexenschuss einen ereilt – ob im Alltag, auf Reisen oder beim netten Zusammensein mit Freunden – er behindert anfangs nahezu jede Bewegung.
Das hat mit der großen Anzahl an Nerven zu tun, die entlang der gesamten Wirbelsäule und vor allem im Bereich des unteren Rückens verlaufen. Die Wirbelsäule bildet einen der wichtigsten Kanäle für Nervenbahnen im unserem Körper, entsprechend ist sie extrem empfindlich und leitet Schmerz intensiver als andere Gelenkregionen.
Akut ausgelöst wird der Hexenschuss durch vorher unbemerkte, anhaltende Verspannungen und Verkrampfungen der Muskulatur oder auch durch, zum Glück ungefährliche, Wirbelblockaden nach nur einer einzigen falschen Bewegung.
Ein Kur-Urlaub muss sicherlich nicht gleich gebucht werden, aber Ruhe und Entspannung sind in jedem Fall nach einem Hexenschuss nötig. Auf keinen Fall sollte versucht werden, den Schmerz aktiv zu bekämpfen, in dem schmerzhafte Bewegungen bewusst ausgeführt werden.
Wichtig ist zunächst, die Muskulatur zu entspannen und den Wirbeln und Sehnen die Möglichkeit zu geben, in die korrekte Position zurück zu rutschen. Dabei hilft die so genannte Stufen-Lagerung, die übrigens auch auf gerne bei den günstigen Polen Kurreisen angewandt wird. In Rückenlage auf gern recht harter Unterlage werden dabei die Beine mit Hilfe eines Stuhls, Hockers oder einem speziellen Kissen im rechten Winkel hoch gelagert. Wichtig ist auch, den Nacken mit einem Kissen oder zusammengerollten Handtuch zu stützen.
Zusätzliche Wärmeanwendung mit Hilfe einer Wärmflasche, eines Körnerkissens oder auch eines Wärmepflasters durchdringt die Muskeln und lockert die verkrampften Stellen. Auch leichte Massagen helfen, da sie die Durchblutung anregen und auf diesem Wege ebenfalls Wärme erzeugen. Nach etwa zwei Tagen sollten die Beschwerden abklingen und die Wirbelsäule kann vorsichtig wieder belastet werden.
Sollten die Schmerzen aber anhalten, Taubheitsgefühle oder ähnliches auftreten, sollte ein Arzt hinzugezogen werden. In dieser Phase der Heilung können auch leichte Schmerzmittel eingesetzt werden, um sich Bewegungen wieder zuzutrauen. Werden jetzt nämlich weiterhin normale Bewegungsabläufe unterdrückt, kommt es zu einer Schonhaltung die wiederum an anderer Stelle Schmerzen verursachen wird. Bei häufiger auftretendem Hexenschuss sollte eine kontinuierliche Therapie oder ein ausgleichender Kur-Urlaub erwogen werden, damit die Ursache erkannt und behandelt werden kann. Denn auch wenn der Hexenschuss ungefährlich ist – er muss ja nicht sein!
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