Das Wellness ABC – ein kleiner Führer durch den Dschungel der Wellnessanwendungen
Mittlerweile finden sich immer mehr Angebote für Relaxmethoden mit bizzaren Namen, bei denen man nicht sicher weiß, was sie bedeuten. Einfache Begriffe wie Schönheitsbehandlungen oder Massagen gibt es dagegen kaum noch.
Der Begriff Wellness kommt eigentlich aus dem Englischen und bedeutet soviel wie ‚gute Gesundheit’. Seit den 50er Jahren steht er für eine ganz neue Art der Gesundheitsbewegung. Die Angebote Wellness sollen immer ganzheitlich das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden steigern. Dafür gibt es mittlerweile eine Vielzahl von speziellen Verfahren, die man mit etwas Übung oft auch zu Hause anwenden kann.
Bei der Ayurvedische Massage zum Beispiel wird man von vier Händen mit Kräuterölen und angewärmten Sesamöl massiert. Dies soll dazu dienen, Körper und Seele in Einklang zu bringen. In einer einfachen Variante lässt sich dies auch zu Hause erleben. Nach dem Duschen einfach etwas erwärmtes Sesamöl in die feuchte Haut einmassieren. Muskeln und Geist werden entspannt und die Haut entschlackt.
Auch der so genannte Body-Wrap, ein Körperwickel, ist Teil des Pflegeprogramms und dient dazu, das Bindegewebe zu stärken und Cellulite zu mildern. Dafür werden die Wickel hauptsächlich mit Algen kombiniert, denn dessen Biostoffe regen den Hautstoffwechsel an. Diese Art der Behandlung wird unter anderem in vielen Hotels für schöne Wellness im Harz angeboten.
Wer sich einmal richtig ‚treiben’ lassen will, für den ist Floating die richtige Wahl. Hierbei schwimmt man in speziellen Tanks in warmen Salzwasser und völliger Stille. Dieser fast meditative Zustand entspannt besonders nachhaltig und tief. Für die einfache Variante reicht es auch aus, sich in einem Hallenbad mit Solebecken rücklings auf die Wasseroberfläche zu legen und treiben zu lassen.
Auch Farbtherapien findet man immer häufiger. Farben beeinflussen nachweislich unsere Stimmung und können sogar auf den Körper wirken. Mittlerweile findet man bei Wellness Harz sogar Biosaunen mit farbigem Licht. Wem es in der Sauna noch nicht heiß genug ist, für den ist eine Hot-Stone-Anwendung sicher richtig. Dabei wird der Körper zuerst mit einem duftenden Öl eingerieben und anschließend ca. 40 Grad heiße Lavasteine auf Rücken, Bauch oder Stirn gelegt. Die Durchblutung und der Lymphfluss werden angeregt.
Mit Lomi Lomi bietet sich dem Liebhaber von Wellness eine hawaiianische Massage an. Diese bis zu zwei Stunden dauernde Massage wird von leiser Trommelmusik begleitet. Der Körper wird mit gleitenden Bewegungen und viel Öl und Aroma-Essenzen massiert.
Bei der ostasiatischen Pantai-Luar-Methode hingegen wird der Körper zuerst mit warmem Öl eingerieben und anschließend mit prall gefüllten, heißen Kräuter- und Gewürzsäckchen massiert. Das fördert die Durchblutung der Haut und lockert verhärtete Muskeln.
Aber auch sonst haben in Asien viele Angebote von Wellness ihren Ursprung. Dabei geht es in erster Linie um reine Entspannung. Mudras beispielsweise sind aus dem Yoga stammende Synchron-Fingerübungen. Diese kompliziert klingenden Übungen können auch von Anfängern leicht erlernt werden. Sie wirken harmonisierend auf Körper und Geist und fördern die Konzentration.
Aber auch die meditative Bewegungslehre Qigong spendet wortwörtlich ‚Lebensenergie’. Mehr als 4000 Übungen haben das Ziel, die Energie in gleichmäßigen Bahnen durch den Körper fließen zu lassen. Diese Übungen lassen sich an Volkshochschulen oder auch in Fitnesszentren erlernen und können danach auch zu Hause immer wieder angewandt werden.
Dem sehr nahe kommt auch die Zen-Meditation. Übersetzt bedeutet das ‚Selbstversenkung’ und volle Konzentration auf das Hier und Jetzt. Ziel hierbei ist es, zur Ruhe zu kommen und keinen Gedanken an gestern oder morgen verschwenden. Man erreicht hierbei Entspannung in ihrer reinsten Form.
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April 19th, 2010 at 16:08
Wow, eine tolle Zusammenfassung. Mir gefällt Floating nicht so gut, aber dafür kann ich Farbtherapie nur empfehlen, auch wenn viele nicht daran glauben
Viele Grüß, Niki