Wohlfühlen und Entspannung mit Autogenem Training

Viele Menschen leiden heute unter jeder Menge Stress. Ein Weg, um diesen Stress zu mildern, ist Autogenes Training. Wenn man sich damit etwas befasst und auch etwas Übung bekommt, dann kann diese Ruhe sogar auf Knopfdruck funktionieren.

Alle Probleme, die wir im Alltag haben, sei es im Beruf oder auch Sorgen um die Kinder, belasten auf Dauer den Körper und auch die Psyche. Die Reaktionen auf diese Probleme sind von Mensch zu Mensch oft sehr unterschiedlich. Beim einen treten Schlafstörungen auf, der andere bekommt Magenprobleme, da ihm der Stress recht buchstäblich auf den Magen schlägt. Solche Beschwerden können recht einfach gelindert werden, indem man sich gezielt entspannt.

Eine der wirkungsvollsten Entspannungstechniken ist ohne Zweifel das Autogene Training. Und wenn man diese Technik erst einmal richtig beherrscht, dann ist man nicht nur in der Lage, den ganzen Stress des Tages hinter sich zu lassen, sondern kann auch in richtigen Stresssituationen auch gleich auf Entspannung umschalten. Das kann man beispielsweise an einer Verlangsamung des Pulses erkennen. Es gibt aber auch viele Erkrankungen, die sich positiv entwickeln können, wenn man Autogenes Training anwendet. Begleitend zu einer Therapie eignet sich Autogenes Training bei Bluthochdruck, Verdauungsproblemen, Asthma, leichter Depression oder auch Schlaf- und Angststörungen.

Peaceful Meditation Aber wie funktioniert diese Entspannungstechnik so gut? Ganz einfach, durch Selbstbeeinflussung. In der Fachsprache heißt das auch Autosuggestion. Bei dieser Art von Entspannung sitzt oder liegt der Übende, dabei lässt man seine ganze Aufmerksamkeit durch alle Regionen des Körpers wandern. Dabei wiederholt man in Gedanken immer ganz bestimmte Formeln, beispielsweise „Mein linker Arm ist schwer und warm“. Das muss man dann nur noch mit einem Gefühl von angenehmer Entspannung verbinden. Das benötigt zwar eine gewisse Übung, aber wenn man das geschafft hat, dann wird all das Realität. Alle Körperteile werden dann tatsächlich schwer und auch warm, und der Körper entspannt sich.

In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts machte der Nervenarzt und Psychotherapeut Johannes Heinrich Schultz die entscheidende Entdeckung, die dann zur Entwicklung des Autogenen Trainings geführt hat. Er entdeckte, dass die Kraft der Gedanken ganz entscheidend am Geschehen im Körper beteiligt ist. Unter anderem reagiert der Teil unseres Nervensystems darauf, das unbewusste Vorgänge steuert, wie beispielsweise den Herzschlag oder auch die Verdauung. Dieses Nervensystem wird das vegetative Nervensystem genannt, und es besteht aus zwei Teilen. Diese beiden Teile arbeiten gegenläufig. Der Sympathikus sorgt beispielsweise für die Anspannung von Muskeln, während der Parasympathikus für die Entspannung der Muskeln sorgt. Bei vielen Krankheiten lässt sich beobachten, dass die Aktivitäten dieser beiden Teilsysteme einfach nicht mehr im Gleichgewicht sind. Durch das Autogene Training kann dieses Gleichgewicht aber wieder hergestellt werden.

Wer sich nun entschieden hat, diese Technik auch einmal ausprobieren, der sollte sich auf jeden Fall einen erfahrenen Trainer suchen, denn die Übungen kann man einzeln auch zu Hause machen, aber man sollte zusehen, dass sich Fehler nicht von Anfang an einschleichen. Gute zwei bis drei Wochen bei einem täglichen Trainingspensum von zwanzig Minuten sollten aber durchgeführt werden, damit man wirklich richtig abschalten kann. Danach braucht man dann nur noch wenige Minuten am Tag, und schon ist man gegen den Stress gewappnet.

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Tags: , , , Februar 10th, 2010 Posted in Gesundheit, Wellness

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