Wellnessanwendungen für mehr Wärme im Winter

Jetzt, wo die Temperaturen an den meisten Tagen unter null liegen, frieren sehr viele Menschen, vor allen Dingen die Frauen, wieder sehr häufig. Das ist nicht nur sehr unangenehm, sondern ist auch nicht sehr zuträglich für das gute Aussehen. So wirkt dann der Teint sehr schnell fahl und auch müde. Auch Cellulite-Pölsterchen oder Couperose kann man zu dieser Jahreszeit viel schneller erkennen als sonst. Doch wie passiert das eigentlich?

Mud treatment on the back of a young smiling female Wenn der Mensch friert, dann signalisieren sogenannte Thermorezeptoren an der Haut und auch im Körperinneren dem Gehirn, dass der Wärmehaushalt reguliert werden muss. Der Organismus schaltet dann sofort um auf Sparflamme, und so wird die Durchblutung der Haut zugunsten der Blutversorgung der inneren Organe, die ja nunmal lebenswichtig sind, reduziert. Dadurch kann es schnell zu einem Nährstoff- und auch Sauerstoffmangel in der Haut kommen, der zwar nicht bedrohlich ist, aber den man dem Menschen dann doch ansieht. Durch die Kälte ist aber auch die Fettproduktion in den Talgdrüsen gedrosselt, und das ist der Grund, warum die Haut dann rau und schuppig aussieht. Diese Schuppen sind fein und kaum sichtbar, aber sie bewirken eine veränderte Lichtreflexion, und so wirkt der Teint sehr matt. Wärme hat genau den gegenteiligen Effekt, durch sie weiten sich die Gefäße, und sauerstoffreiches Blut kommt in die Gefäße und die Organe. Und natürlich schimmert die Haut schön rosig. Mit ein paar kleinen Wellnesstricks gelingt es ganz einfach, sich etwas mehr Wärme in das Leben im Winter zu holen.

Gegen die Kälte von innen hilft sehr gut ein Kräutertee, der nach einem Rezept der Klosterfrau Hildegard von Bingen hergestellt wird. Dieser „Wärmende Hildegard-Kräutertee“ besteht aus Salbei und Beifuß sowie Scharfmachern wie Galgant. Auch mit ayurvedischen Gewürzen kann man eine Wärme von innen erzeugen. Ingwer und Kardamom sind dafür bekannt, dass sie ein inneres Feuer entfachen können. Das ist eine Wärme, die den Körper schön durchströmt.

Wer schnell unter kalten Fingern leidet, der sollte nicht darauf pusten, wie man das schon einmal gerne bei Kälte macht, denn durch die Atemluft entsteht eine zusätzliche Verdunstungskälte, die das Problem nur noch schlimmer macht. Dann sollte man lieber versuchen, die Hände an den Körper zu reiben. Aber auch hier gibt es wieder einen guten Tipp aus der Ayurveda-Lehre. Dafür muss man nur Sesamöl im Wasserbad so lange erhitzen, bis es Körpertemperatur hat. Danach dann einfach die Hände damit einreiben. Wem das zu kompliziert ist, der kann sich auch eine bereits fertige Handcreme mit Sesamöl besorgen.

Einem müden Teint kann man auch mit einem schönen warmen Gesichtsdampfbad etwas Gutes tun. Es tut zu dieser Jahreszeit doppelt gut, denn es wärmt nicht nur, sondern stimuliert die Durchblutung, so dass die Haut nachfolgende Pflegestoffe sehr viel besser aufnehmen kann. Durch die Zugabe unterschiedlicher Blüten oder auch Kräuter kann man ganz verschiedene Effekte erzielen. Danach dann am besten eine Feuchtigkeitsmaske auftragen.

wellnessanwendungen-fur-mehr-warme-1 Durch die Kälte wird auch der Hautstoffwechsel gedrosselt, und somit wird dadurch auch indirekt Cellulite gefördert. Wer den Stoffwechsel wieder in Schwung bekommen will, der kann ein Peeling mit koffeinhaltigem Kaffepulver nutzen. Dieses löst abgestorbene Hornschüppchen und zudem wird die Fettverbrennung und die Zellerneuerung angeregt. Bei einem Wellnessurlaub Österreich kann man entdecken, dass man sich dieses Peeling auch im professionellen Rahmen in den Wellnesshotels zunutze macht. Für zu Hause nimmt man einfach drei Esslöffel Kaffepulver, einen Esslöffel Milch und einen Tropfen Ingeweröl und rührt dies zu einer Paste an. Danach ölt man die Haut vor, und massiert mit der Paste ganz ausgiebig ein. Dann ganz einfach etwas einwirken lassen und wieder abspülen. Wer es einfacher liebt, der kann ein solches Peeling auch fertig kaufen.

Wer ständig kalte Füße hat, dem reichen die normalen Socken meistens nicht mehr aus. Aber nun gibt es dafür auch Weizenkörner-Schuhe, diese erwärmt man einfach in der Mikrowelle und bekommt bis zu zwei Stunden warme Füße. Bestens hilft hier auch ein Senfmehl-Bad. Dazu besorgt man sich aus der Apotheke Senfmehl, verrührt ein bis zwei Esslöffel mit etwas heißem Wasser. Dann sollte man die Mischung etwas abkühlen lassen, um es anschließend ins Fußbad zu geben. Die Füße fünf bis zehn Minuten darin baden und danach sehr gründlich abspülen.

Gegen frostige Verspannungen gibt es bei den Finnen nur einen Tipp – Moor. Dieser Mix aus Huminsäuren und Mineralstoffen kann den Stoffwechsel ganz schön antreiben, wenn er heiß aufgetragen wird. Spezialist für Mooranwendungen sind eindeutig die Wellnesshotels Polen, denn hier, insbesondere in Kolberg, werden sehr viele Anwendungen mit Moor durchgeführt. Durch die Wärme werden auch Muskel- und Gelenkbeschwerden gelindert. Moor hat den Vorteil, dass es die Wärme besser hält als Wasser und sie zudem viel langsamer an der Körper abgibt. Das ist auch der Grund, warum man die Wärme hierbei gar nicht so stark empfindet. Auch für dieses Wellnessmittel gibt es mittlerweile viele fertige Produkte zu kaufen.

Kälte im Winter, das muss also gar nicht wirklich sein. Es gibt viele Mittel, um sich gegen die Kälte zu wehren.

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