Reha wird populär in Form von Medical Fitness

Schwer zu sagen, wer damit angefangen hat. Fest steht, dass auf einmal eine Kombination aus Fitnesstraining und Reha-Übungen total angesagt ist und auch immer mehr schicke Fitness-Clubs erobert. Medical Fitness heißt das ganzheitlich angelegte Gesundheitsprogramm, das mit vielen Vorteilen punktet: Es gleicht Bewegungsmangel und –fehler aus, strafft den Körper, stärkt das Muskelkorsett und verbessert so die Haltung.

Es kräftigt Herz, Kreislauf, Lunge und putzt die Arterien durch. Viele der Übungen, die ursprünglich für verletzte oder kranke Menschen entwickelt wurden, um deren Heilung zu beschleunigen, beanspruchen mehrere und auch tiefer liegende Muskeln. Außerdem belasten sie nicht die Gelenke, sondern pflegen sie. Trainieren kann man im freien Raum, im Wasser oder an medizinisch zertifizierten Geräten – dazu gehören übrigens auch Therabänder und Gymnastikbälle. Viele Reha-Zentren und gerade die Kurhotels in Polen bieten mittlerweile medizinisches Training auch für Gesunde an. Dort entwickeln Ärzte und Physiotherapeuten ein individuelles Fitness-Profil von Ausdauer, Balance, Körperwahrnehmung, Kraft und Schnelligkeit. Ob Reha-Zentrum oder Fitness-Club, egal wie alt oder wie geübt, mitmachen kann jeder. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen sogar einen Teil der Kosten. Wer also einen Kurs besuchen will, sollte bei der Kasse nachfragen.

Hier sind sieben ausgewählte Übungen für zu Hause:

Modelliert Arme und Schultern:

Aufrecht hinstellen, Füße schulterbreit auseinander, Knie leicht gebeugt. Einen Gymnastikball in die Hand nehmen, Hände mit gestreckten Armen über dem Kopf zusammenführen, Ball übergeben. Hände hinter dem Rücken zusammenführen, Ball wieder übergeben. 1-3 Minuten lang diese „Kreise“ beschreiben. Kurz entspannen, Übung drei bis viermal wiederholen. Tipp: Becken nach vorn kippen, Po anspannen und den Bauchnabel nach innen ziehen – das stabilisiert die Lendenwirbelsäule.

Strafft den Bauch:

Hinlegen, Beine anziehen, Hacken aufstellen. Linkes Bein anheben, rechte Hand aufs Knie legen, linke darüber. 20 Sekunden lang mit dem linken Knie gegen die Hände und mit den Händen gegen das Knie drücken. Pro Seite fünf- bis zehn Mal wiederholen. Tipp: Trainieren Sie möglichst täglich. 5-10 Minuten pro Tag bringen mehr als einmal 60 Minuten pro Woche.

Bringt den Rücken in Balance:

Auf eine wackelige Unterlage, etwa ein Kissen, stellen. Ein Bein angewinkelt anheben, die Hüfte bleibt gerade, am besten vorm Spiegel kontrollieren, fünf Sekunden halten. Durch das Balancieren wird die feine Rückenmuskulatur trainiert. Pro Bein 3-mal, kurz pausieren. Dann zweimal wiederholen. Die Augen zu schließen erhöht die Intensität oder ersetzt Anfängern das Kissen. Tipp: Aufrechtes Stehen hält in Form und beugt Rückenproblemen vor. Die Formel dafür: Bauch rein, Brust raus, ohne ins Hohlkreuz zu gehen. Kinn dabei leicht an den Hals drücken.

Stärkt Bauch und Rücken:

Trainiert den inneren Muskelring, der den Rücken aufrichtet und den Bauch flach hält: Hinlegen, Beine anziehen, Hacken aufstellen. Unteren Rücken in den Boden drücken, sodass er möglichst flach aufliegt, Nabel einziehen. Ein Bein langsam knapp über dem Boden strecken und wieder anziehen – die Lendenwirbelsäule bleibt unten. 3-mal pro Bein, kurz pausieren. Übung zweimal wiederholen. Tipp: Langsam und konzentriert bewegen. Dabei immer wieder kontrollieren, ob die Haltung noch stimmt, sonst unbedingt korrigieren.

Formt Taille und Po:

Auf die rechte Seite legen, rechtes Bein anwinkeln und den rechten Arm aufstützen – der Ellbogen befindet sich unterhalb der Schulter, Körper und linkes Bein bilden eine Linie. Die Hüfte nach oben schieben und gleichzeitig den linken Arm und das linke Bein nach oben strecken, 10 – 20 Sekunden halten. Pro Seite 5- bis 10-mal wiederholen. Tipp: Bauchmuskeln fest anspannen. Die Lendenwirbelsäule zu stabilisieren ist hier besonders wichtig, damit das Becken auf einer Linie mit dem Körper bleibt und nicht nach vorn oder hinten „kippt“.

Trainiert Arme, Po und Beine:

Aufrecht hinstellen: Füße schulterbreit auseinander, Knie leicht gebeugt. Hüfte nach vorn schieben, Bauch und Po anspannen. Einen mittelgroßen Ball mit den Händen auf Brusthöhe zusammendrücken und so tief wie möglich in die Knie gehen. Die Knie bleiben dabei über den Fußspitzen. 20 Sekunden halten, wieder aufrichten und entspannen. 5- 10-mal wiederholen. Tipp: Wer Muskeln aufbauen will, darf beim Training höchstens einen Tag Pause machen – nach 48 Stunden hat der Muskel die Anstrengung „vergessen“.

Strafft den ganzen Körper:

Auf den Bauch legen, auf die Zehen aufstützen, Arme anwinkeln. Körper vom hals bis zu den Füßen anspannen und anheben, dabei auf den Boden schauen. 10-30 Sekunden halten. Das stärkt Bauch, Rücken, Po und Beine. Übung 5- 10-mal wiederholen. Tipp: Versuchen Sie, während der Übung gleichmäßig weiterzuatmen und nicht die Luft anzuhalten: möglichst beim Entspannen ein- und beim Anspannen ausatmen. Und wenn Sie ins Schwitzen kommen, umso besser: Das stärkt nebenbei auch Herz und Kreislauf.

Tags: , , Dezember 17th, 2009 Posted in Gesundheit

One Response to “Reha wird populär in Form von Medical Fitness”

  1. Leonhardt Pirko Says:

    Der Rücken ist zwar kein Bauchmuskel, doch besteht eine wichtige Verbindung zwischen starken Bauchmuskeln und einer starken Rückenmuskulatur. Daher sollte unbedingt für ein Sixpack der Rücken trainiert werden .



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