Wildfrüchte beliebt für Gelees, Konfitüren und Liköre
Wildfrüchte lieferten über Jahrhunderte Vitamine und Mineralstoffe in der Winterzeit. Heute sind sie zum Einmachen und Entsaften heiß begehrt.
Selbstgepflückte Wildbeeren sind sehr empfindlich – es wird empfohlen, sie am selben Tag zu verarbeiten. Bestreuen Sie sie bis zum Verarbeiten mit Zucker oder Gelierzucker, dann halten sie 24 Stunden länger frisch.
Berberitzen werden auch Sauerdorn genannt. Die länglichen, leuchtend roten und 10-15 mm kleinen Früchte reifen in hängenden Trauben. Sie schmecken sehr säuerlich, weshalb sie früher auch als Zitronenersatz verwendet wurden. Die Säure wird durch Frosteinwirkung gemildert. Ideal für Saft und Konfitüren.
Schlehen sind die kirschgroßen, blaubereiften Früchte des Schwarzdorns. Ihr herbsaurer Geschmack wird nach dem ersten Frost etwas milder. Pflückt man sie vor dem Frost, sollte man sie für einige Stunden tiefkühlen und nach dem Auftauen weiterverarbeiten. Besonders lecker als Sirup, Gelee und Likör.
Hagebutten sind die rot leuchtenden Früchte der Heckenrose. Sie sind etwas schwierig zu verarbeiten, da in ihrem Innern unzählige, juckende Kernchen und Härchen sitzen, die entfernt werden müssen. Aber die Konfitüre aus den roten Früchten schmeckt einfach himmlisch.
Sanddorn wird auch rote Schlehe genannt. Der Saft, der im Spätherbst aus den Beeren gewonnen wird, ist Grundlage für Sirup, Extrakt, Konfitüre, Fruchtschnitten, Bonbons, Liköre und Geschmackszusatz zu Torten oder Soßen.
Holunderbeeren, auch Fliederbeeren genannt, sind in ganz Europa heimisch. Vom Flachland bis zum Hochgebirge findet man die anspruchslosen Büsche. Die kleinen, schwarz glänzenden Beeren wachsen an großen Dolden. Sie enthalten einen stark färbenden Saft mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt. Sie schmecken lecker als Saft, Likör oder Gelee.
Vogelbeeren, oder auch Ebereschen genannt, rufen in ungekochtem Zustand Übelkeit hervor. Schuld daran ist der hohe Gehalt an Parasorbinsäure, die durch Kochen, zum Beispiel für Konfitüre, unschädlich gemacht wird.
Wildfrüchte kann man im Herbst bei einem Spaziergang ernten. Sie eignen sich für Gelees, Konfitüren, Säfte und Liköre. Doch auch heute noch sind diese Wildfrüchte echte Vitaminbomben und sind für Körper und der Seele gesund.
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