Wellness mit Aromatherapie – heilen und entspannen mit Düften
Oft geht es einem einmal nicht so gut, aber die Lösung dafür kann viel einfacher sein, als man denkt. Das Geheimnis trägt den Namen Aromatherapie.
Düfte sind sehr wirksam. Es gibt Düfte, die Kindheitserinnerungen wecken, oder Gerüche, die Appetit machen, und wiederum andere lösen einen reinen Ekel aus. Dadurch sieht man, dass den Menschen Gerüche nicht kalt lassen. Sie können sogar noch viel mehr, denn bestimmte Düfte sind in der Lage, Befindlichkeitsstörungen verschwinden zu lassen. Menschen sind übrigens sehr gute Riecher, über 10.000 verschiedene Düfte können durch uns unterschieden werden.
Sie dringen in die Nase als kleine Moleküle ein und werden dann im Gehirn verarbeitet. Die Anhänger dieser Aromatherapie sagen, dass über das Riechzentrum im Gehirn Gefühle, Hormone, Stimmung, Durchblutung und Kreislauf beeinflusst werden.
Daher wir die Aromatherapie auch gerne bei Wellnessreisen genutzt. Im Angebot der Wellnesshotels gibt es immer öfter Anwendungen mit der Aromatherapie. Das Wellnesshotel Sandra SPA in Fischerkathen an der polnischen Ostsee nutzt die Aromatherapie beispielsweise in Verbindung mit einem Dampfbad.
Aber auch zu Hause kann man sich diese Art von Wellness gönnen. Man sollte dabei nur auf drei Dinge achten. Zum einen muss das passende ätherische Öl gefunden werden. Dabei ist die Qualität sehr entscheidend, das ist der zweite Punkt. Und dann muss man sich noch für die Anwendungsform entscheiden. Verschiedene Öle haben auch ganz unterschiedliche Wirkungen.
Muskatnuss, Citronella und auch Fichtennadel, Rosmarin und Thymian machen den Menschen fit.
Beruhigend dagegen wirken Melisse, Lavendel und auch Mandarine, Ylang-Ylang, Basilikum und Kamille.
Einige Düfte haben auch eine desinfizierende Wirkung. Hier sind Teebaum, Eukalyptus, Salbei, Nelke und Lavendel zu nennen.
Zur Linderung von Husten nimmt man Thuja, Muskat, Pfefferminze, Zitrone und Latschenkiefer.
Folgende Düfte stärken das Immunsystem: Lavendel, Eukalyptus, Teebaum, Bergamotte, Geranium.
Zur Stärkung des Konzentrationsvermögens nimmt man am besten Pfefferminze, Rosmarin, Lemongrass, Cajeput und Eukalyptus.
Wer mit Schmerzen zu kämpfen hat, der nutzt Kamille, Bergamotte, Pfefferminze, Geranium und Cajeput dagegen.
Für eine bessere Stimmung sorgen Rosenholz, Rose, Geranium, Bergamotte, Neroli und Lemongrass.
Dies sind die passenden Düfte für verschiedene Wirkungen. Wichtig ist hier auf jeden Fall die Qualität. Dabei lohnt sich immer ein Blick auf das Etikett. Synthetische Öle, die man im Labor herstellt, werden als Duftöle bezeichnet. Diese sollte man lieber nicht nehmen, denn sie haben keinerlei Wirkung. Es ist so, dass nur die hochwertigen ätherischen Öle, die man aus den verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen hat, bis zu 300 verschiedene Inhaltsstoffe enthalten, die auch alle anders wirken. In den synthetischen Ölen ist davon nichts enthalten. Oft kann man die hochwertigen Öle auch bereits am Preis erkennen, denn Qualität hat nunmal ihren Preis. Wenn ein Öl zu günstig ist, dann sollte man es lieber nicht nehmen.
Anwendungen gibt es viele für Aromaöle. Je nachdem, welche Wirkung man erreichen möchte, kann man sich für diverse Anwendungen entscheiden.
Duftlampen – fast jeder hat eine solche zu Hause stehen. Hier gibt man vorsichtig ein paar Tropfen in das Wasser und steigert die Dosis nur langsam, bis der Duft für einen selbst angenehm ist. Wichtig ist zu beachten, dass das Wasser nicht kochen darf.
Als Bad werden die Aromaöle auch gerne genutzt, viele kennen diese Anwendungsform bereits von Wellnessreisen. Für ein Bad gibt man nicht einfach die Öle ins Wasser, sondern mischt immer erst wenige Tropfen Öl mit Milch, Sahne, Honig oder auch ein wenig Pflanzenöl, erst dann gibt man das ganze Gemisch in das Wasser.
Für Kompressen mischt man die Öle in etwas kaltes oder warmes Wasser, dann die Kompresse eintauchen, auswringen und auf die betreffenden Stellen legen.
Bei Wellnessbehandlungen wird auch sehr oft mit bestimmten Massageölen gearbeitet. Diese kann man sich auch ganz einfach für zu Hause herstellen. Dazu muss man sich nur etwas Mandel-, Jojoba- Haselnuss- oder Weizenkeimöl besorgen, dann pro 100 ml Öl 15 bis 30 Tropfen ätherisches Öl hinzugeben und das Ganze gut durchschütteln.
Bei schweren Leiden ist die Wirksamkeit ätherischer Öle bisher kaum erforscht. Allerdings konnte man bereits wissenschaftlich beweisen, dass sich ein Husten bessert, wenn man mit Zitronenöl, Thujaöl oder Muskatöl inhaliert. Was absolut unumstritten ist, das ist die Tatsache, dass Lavendelblüten, Lindenblütenöl und Bitterorangenöl sehr förderlich für den gesunden Schlaf sind. Laut einiger Studien ist bewiesen worden, dass Teebaumöl desinfizierend wirkt.
Eine sehr gute Nachricht gibt es im Bereich der Spannungskopfschmerzen. Hier wirkt laut einiger Studien auf die Schläfen geriebenes Pfefferminzöl genauso gut wie Medikamente, ist aber bei weitem besser verträglich.
Alle Allergiker sollten sich vor einer Aromatherapie, egal ob es im Wellnessurlaub oder zu Hause ist, mit dem Arzt besprechen, ob diese Behandlung überhaupt für sie in Frage kommt. Viele Menschen reagieren allergisch auf Pflanzen oder Blumen und sollten daher damit vorsichtig sein.
Für alle anderen ist die Aromatherapie eine ganz besondere Art von Wellness, die eine tiefe Entspannung verspricht.
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Dezember 3rd, 2009 at 10:31
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