Herzinfarkt – Frauen sind doppelt so oft betroffen wie Männer
Umfragen zeigen, dass die Bevölkerung mit großer Mehrheit davon ausgeht, dass ein Herzinfarkt eine typische Männerkrankheit ist. Studien zeigen jedoch, dass auch Frauen zunehmend betroffen sind, aber von der drohenden Gefahr nichts wissen.
Zu den Risikofaktoren gehören hohe Cholesterinwerte, Übergewicht, Stress, die Zuckerkrankheit, der hohe Blutdruck, das Rauchen, Alkoholmissbrauch und die Vererbung, sie alle können zu einen Infarkt führen.
Wenn darüber hinaus der natürliche Hormonschutz des Östrogens in den Wechseljahren nachlässt, steigt das Risiko für einen Infarkt deutlich an. Die Hormonersatztherapie ist kein Ausweg, denn Studiendaten belegen keinen positiven Effekt für die Herzgesundheit.
Frauen ab 40 sollten regelmäßig Blutdruck, Cholesterin- und Zuckerwerte bestimmen lassen. Auch der Ultraschall der Halsschlagader auf Gefäßverengung macht bei gefährdeten Patientinnen Sinn.
Mehr und regelmäßige Bewegung wirken kleine Wunder. Sie stärkt die Gefäße, unterstützt das Abnehmen, macht einfach Freude. Laufen oder walken Sie täglich dreißig Minuten durch Park oder Wald.
Verzichten Sie weitgehend auf Dickmacher wie fette Saucen und Süßes, stellen Sie Ihre Ernährung auf mageres Fleisch und Fisch um, essen Sie viel Frisches. Hier preisen die Kardiologen vor allem die mediterrane Küche mit Fisch und Nudeln, Salaten mit Olivenöl-Dressing, Gemüse und Obst an. Auch wichtig: Reduzieren Sie Ihren Stress, gönnen Sie sich kleine Pausen. Denn in hektischen Situationen wird der Körper stark beansprucht und benötigt viel Energie. Deshalb sind Bewegung und Entspannung und eine gesunde Ernährung wichtig, um im Alltag leistungsfähig zu sein und den Stress hinter sich zu bringen. Dabei können folgende Strategien gegen Stress helfen. Eine tiefe Bauchatmung entspannt nachhaltig. Straffen Sie die Schultern, damit Bauch und Brustkorb viel Raum haben. Dann durch die Nase einatmen, kurz innehalten und durch den Mund ausatmen. So tanken Sie viel Sauerstoff für energiereiche Prozesse wie Stoffwechsel und Verdauung.
Auch wenn vermeintlich keine Zeit zum Relaxen ist, sollen Sie doch auf kurze Unterbrechungen nicht verzichten. Verlassen Sie den Arbeitsplatz, ziehen Sie sich an einen ruhigen Ort zurück, dehnen Sie sich, atmen Sie bewusst, gehen Sie spazieren. Mehrere kurze Pausen sind effektiver als eine lange.
Zuhause gleich aufs Sofa setzen und das Fernsehgerät einschalten? Völlig falsch! Sie benötigen kleine Fluchten aus dem Alltag, um den Stress zu begegnen. Zum einen ist das Bewegung, etwa ein Spaziergang nach Feierabend oder eine Joggingrunde. Aber auch Kontakte mit Freunden machen den Kopf frei für neue Herausforderung, und auf diese Weise bleibt das Herz verschont.
Fühlen Sie sich mal überfordert, scheint der Griff zur Zigarette, zum Kaffee oder zum Weinglas nah. Doch diese Genussmittel sind echte Energieräuber, machen alles noch schlimmer. Lieber etwas Nahrhaftes essen oder eine Saftschorle trinken.
Akupressur fördert die Konzentration. Dafür Ohrläppchen mit Daumen und Zeigefinger leicht massieren, dann mehrmals nach unten ziehen. Bei träger Verdauung die Falte zwischen Daumen und Zeigefinger mit Daumen und Zeigefinger der anderen Hand massieren.
Wenn Stress gesenkt wird, tut es auch dem Herzen gut. Denn Stress ist nicht nur schlecht für das Immunsystem, sondern auch für das Herz.
Bei Frauen müssen es nicht die typischen Beschwerden für Herzinfarkt sein wie Druck am Brustbein, Ausstrahlung in den linken Arm, den Kiefer oder Bauch. Oft sind sie auch anders, werden deshalb verkannt. Bei Frauen kann nur eine Atemnot auftreten oder die Schmerzen strahlen in Rücken, Hals und Nacken aus. Auch Oberbauchbeschwerden, Schlaflosigkeit, körperliche Schwäche können Vorboten eines Herzinfarkts sein. Sie sollten sie unbedingt ernst nehmen und den Notarzt rufen.
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